Neubau nachträglich teilunterkellern ?

Diskutiere Neubau nachträglich teilunterkellern ? im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo, wir haben vor 5 Jahren neu gebaut, Massivhaus, Ytong ohne Keller. Leider waren damals unsere finanziellen Mittel so knapp ( Grundstücke...

  1. Sonja78

    Sonja78

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    Hallo,
    wir haben vor 5 Jahren neu gebaut, Massivhaus, Ytong ohne Keller. Leider waren damals unsere finanziellen Mittel so knapp ( Grundstücke so teuer ) , dass wir ohne Keller bauen mussten. Jetzt, nachdem wir 5 Jahre in dem Haus wohnen, fehlt der Keller einfach so sehr, dass wir überlegen, ob eine Teilunterkellerung möglich ist. Eine Nachfinanzierung wäre jetzt möglich und machbar. Das Haus ist von sehr guter Qualität, soweit ich das beurteilen kann, und frei von Mängeln. Wir wollen das Haus auch nicht voll unterkellern, sondern nur einen Teil und vielleicht einen Teil des Gartens, wobei der Zugang zum Keller innerhalb des Hauses liegen soll. Jetzt möchte ich einfach mal Expertenmeinungen dazu hören, ob und wieweit das umsetztbar ist.
     
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  3. bernix

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    ....auch ggf 50.000 aufwärts?
     
  4. Thomas B

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    Eine nachträgliche Unterkellerung ist technisch kompliziert (Unterfangung) und sehr teuer. Das steht sicher in keinem Verhältnis zum Nutzen!

    Bedenkt, daß ehemalige Außenbauteile (Streifenfundamente) in ihrer Ausführung nie gedacht waren später mal als Teil einer Kellerwand zu funktionieren. Sie sind häufig nicht ganz gerade geschalt, sehr breit (ca. 40 - 50 cm) weniger stark gedämmt, als dies bei einer Kelleraußenwand wäre, ein Zugang zum EG müßte geschaffen werden (Treppe), die Deckenuntersicht (ehemalige Bodenplatte) wäre nachzubearbeiten, usw. usf. Ein irrsinniger Aufwand. Bitte nicht machen.

    Grüße

    Thomas
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 9. November 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Umsetzbar in 99 % der Fälle. Allerdings eine sauteure Nummer. Ich denke, Bernix 50T sind eher zu kurz gesprungen - auch bei minimalen Ansprüchen.
     
  6. #5 ReihenhausMax, 9. November 2011
    ReihenhausMax

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  7. Sonja78

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    Vielen Dank für die ersten Antworten.Ja, wir haben minimum mit 50.000,- Euro gerechnet. Im nachhinein könnten wir uns auch ohrfeigen nicht gleich mit Keller gebaut zu haben, aber wir wollten damals finanziell auf der sicheren Seite sein ( alleinverdiener - 2 Kinder ! ) Also ist es aber grundsätzlich möglich aber im Verhältnis zu teuer ! Mir ist in allererster Linie nur wichtig, dass das Haus durch so einen Eingriff keinen Schaden nimmt. Notfalls könnte ich mich auch damit abfinden, dass der Zugang zum Keller doch nur außerhalb des Hauses ist und nur der Garten unterkellert wird, dann wird es günstiger, oder ?
     
  8. Gast036816

    Gast036816 Gast

    fangt nicht bei 50.000 € an daran zu denken. das fängt eher bei 150.000 € oder gar bei 250.000 € erst an.

    wie bereits beschrieben - viel zu teuer und steht in keinem koste-nutzen-verhältnis.
     
  9. #8 Goldbeere, 9. November 2011
    Zuletzt bearbeitet: 9. November 2011
    Goldbeere

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    Was heißt "und nur der Garten unterkellert wird"? Kein Keller unter dem Haus,
    sondern nur im Garten, wo dann eine Treppe runtergeht? Geht so was überhaupt?
    Und stände das dann in einem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis?

    Viele Grüße!
    Goldbeere
     
  10. Julius

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    Technisch geht das gut. Und ist weitaus billiger (wenn ein Abstand zum Haus gehalten werden kann). Ob es baurechtlich zulässig wäre, ist ne andere Frage. Das wäre vorab zu klären.
     
  11. WolfB

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    Ein gutes schlechtes Beispiel....

    ....für mangelnde Informationen beim Bau eines eigenen Hauses.
    Ich will jetzt nicht auf Sonja draufhauen; andere Bauherren sollten einen Tick mehr nachdenken, wenn es um ihre Bedürfnisse geht. Ich habe das Thema im Kollegenkreis durch, braucht keiner einen Keller, ist ja auch viel zu teuer.

    Keiner schnallt, daß der Keller die billigste Etage eines Hauses ist und mehr ist als muffiger Abstellraum. Vielleicht muss noch mehr darauf hingewiesen werden, denn nachträglich wird es in jedem Fall zu teuer.

    Sonjy, da lohnt es sich fast, zu verkaufen und neu zu bauen, das jetzige Haus unterkellern?
    Nö, lieber als Mahnmal stehenlassen.......

    gruß wolf
     
  12. Thomas B

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    Das hängt sehr von den äußeren Umständen (Bodenverhältnisse, Wasser) und der geplanten Nutzung ab.

    Daß ein Keller besonders günstig ist, kann ich nicht sehen. In der Tat ist es sehr teuer zu bezahlender Raum, der zudem schadenträchtig ist. Nutzt man den Keller nur als Kartofellager und Heizraum, st er i.d. tat recht günstig machbar; soll er heutigen Wohnansprüchen genügen (eben nicht muffig, sondern schön trocken, hoch und hell), ist er sehr teuer, da man -verglichen mit den oberirdischen Geschoßen- einen sehr hohen technischen Aufwand betreiben muß um eben dies zu erreichen.

    Preiswerter wäre es sicher oberirdisch etwas größer zu bauen. Das setzt natürlich ein entsprechend großes Grundstück voraus.

    Thomas
     
  13. #12 Nutzer des BEFs, 9. November 2011
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    Leider die billigste und nicht die preiswerteste Etage.

    Mir konnte noch nie einer erklären, warum Technik, Wand- und Bodenbeläge bei gleicher Ausstattung im Keller günstiger als oberhalb der Erde ist. Das "Problem" ist meistens, dass man oberhalb der Erde automatisch höherwertige Materialien verwendet: Im Keller reicht der Rohboden. Oben verwendet man selbst im HWR nur das beste italenische Steinzeug ...
     
  14. Sonja78

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    Ein Verkauf kommt nicht in Frage, da die Lage einfach unschlagbar ist und wir nur durch Glück an das Grundstück gekommen sind. Wahrscheinlich müssen wir uns wirklich von dem Gedanken, das Haus nachträglich zu unterkellern, verabschieden weil ich ja jetzt weiß, dass es machbar wäre aber in keinem Verhältnis steht. Und dann muss ich wohl hoffen, dass mir meine beiden Jungs bei Partys nicht das Wohnzimmer zerlegen :-) trotzdem werden wir nochmal vor Ort mit einem Architekten reden und uns mal die Kosten aufstellen lassen. Ich danke jedenfalls allen, die sich an meiner Frage beteiligt haben .
     
  15. OlliL

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    Oberirdisch was anbauen ist nicht machbar oder nicht gewollt?
     
  16. Witzbold

    Witzbold

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    der es ganz ernst meint
    Wenn es nur um die Jungs geht, die Party machen sollen. Schick die weg, bezahl die Lokalität.... ist billiger :winken
     
  17. Sonja78

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    Wenn wir anbauen wird der ohnehin schon kleine Garten zu klein. Bei zwei Jungs brauch man ein bisschen Platz zum Fußballspielen :-) und leider ist der Dachboden auch zu niedrig, es wäre zwar machbar aber nicht zufriedenstellend :-(
     
  18. #17 meinHaus500, 9. November 2011
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    Wie groß ist denn das Grundstück? Könnt ihr euch nicht ein "zweites Häuschen" dorthin bauen? Erlaubt sowas der Bebauungsplan?

    Wenn die Jungs so alt sind, dass sie Partys in einem Partykeller feiern sind sie doch zu alt um im eigenen "kleinen" Garten Fußball zu spielen. Dann spielen sie doch eher auf Fußball- oder Bolzplätzen. Ist zumindest bei uns so.
     
  19. Baumal

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    wäre ich dein architekt vor ort, würde ich keine kosten
    aufstellen, sondern dir den unsinn ausreden.
     
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  21. Thomas B

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    Naja...eine Kostenermittlung würde je die selbe Wirkung haben. Nur daß man dann auch belastbare zahlen hat, daß das viel zu teuer wäre.

    Diese Info (daß es viel zu teuer wäre) kann die TE hier für umme haben. Oder sie läßt einen Architekten vor Ort gegen Honorar das Ganze genauer rechnen.

    Hier gab es Schätzungen von 150 - 250T Euro.

    Die Wahrheit wird wohl (denke ich) eher bei den 150T liegen. Mit exakterer Kostenermittlung dann vielleicht 162.750 EUR. Im Endeefekt aber immer das selbe: viel zu teuer.

    Thomas
     
  22. OlliL

    OlliL

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    Naja... aber ist halt nachvollziehbar ;)

    Man fragt in der Hoffnung, das einem gesagt wird "das geht, kein Problem, mach mal is billig!"
    Nun sagt Ihr aber, "das geht, kein Problem, mach aber nicht, ist scheisse teuer!"

    Da dies aber nicht das ist, was man hoeren wollte, holt man sich nun einen Profi (also nicht Euch ;)) der einem dann die Wahrheit erzaehlt. Ihr koennte ja viel erzaehlen wenn der Tag lang ist!

    Merkste...? ;)
     
Thema: Neubau nachträglich teilunterkellern ?
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