Neubau vor Hochwasser schützen?! Hilfe

Diskutiere Neubau vor Hochwasser schützen?! Hilfe im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo, Wir möchten gern bauen, Haus haben wir schon ausgesucht, jedoch sind wir uns beim Grundstück nicht mehr so sicher denn das stand in den...

  1. Miseju

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    Hallo,
    Wir möchten gern bauen, Haus haben wir schon ausgesucht, jedoch sind wir uns beim Grundstück nicht mehr so sicher denn das stand in den letzten Tagen ca 70 cm tief unter Wasser da die Saale ca 400 netter Weck ist.
    Wir haben uns in diese Grundstück verliebt um überlegen nun wie wir es und vorall
    Das Haus vor nochmaligem Hochwasser schützen könnten. Unsere gedachten Maßnahmen wären bisher:
    - das Haus wird mit 1m erhöhtem Fundament gebaut ( grundstück liegt ca 60cm under straßen Niveau.
    Ringsum um das Grundstück kommt eine 30 starke 1,5 m hoche steinmauer
    Für den hochwasserfall hätten wir für die Toreinfahrt eine Hochwasserschutzwand die mobil in die Toreinfahrt eingebracht werden kann(gibt's auch für Haustüren)

    Dann wäre da ja aber auch noch das problem mit dem Grundwasser, habe Angst das das Haus dann absinkt, Risse entstehen wenn das Grundwasser zurück geht und Risse entstehen die ein bewohnen zb nicht mehr möglich machen?!

    Als nebeninfo: das Haus wird ohne Keller erbaut und durch die Fundament Erhöhung von 1m wird rumherum um das Haus dann erde und Sand aufgeschüttet so das das Haus dann quasi auf dem Grundstück welches so niedrig bleibt wie auf einen 1m hohen Berg steht.


    Kann mir da jemand weiterhelfen oder Informationen geben? Kenne mich da nicht sooo aus.
    Lg julia
     
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  3. #2 Gast036816, 7. Juni 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    solche grenzmauern als grundstückseinfassung sind meistens in bebauungsplänen untersagt. also erkundigen. die gründung des hauses kannst du genau planen lassen und dafür schaltest du z. b. einen bodengutachter ein. ein höher gelegenes grundstück ist jedoch die bessere alternative.
     
  4. Neutal

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    Die Liebe zum Grundstück muß ja groß sein. Freiweillig in einem bekannten Überschwemmungsgebiet zu bauen ist für mich nicht mehr als ein bloßes Augen verschließen. Klärt erstmal mit den Versicherungen ob sie überhaupt das Haus versichern würden. Ich glaube nicht das Ihnen bewußt ist was es heißt vom Hochwasser bedroht zu werden.
    Aber letzlich ist es Ihr Geld was sie versenken.
    Die Pegelstände sind in den letzten Jahren übrigens gestiegen.....
     
  5. #4 ars vivendi, 7. Juni 2013
    ars vivendi

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    Und ich fände es schon von der Gemeinde her nicht ok in derartigen Gebieten noch Häuser zu genehmigen.
     
  6. H.PF

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    Naja... Die Friesen machen das doch schon seit Jahrhunderten so, da stehen die Häuser auf Warften... Und haben einen Schutzraum im Dachgeschoss...

    Aber will man das wirklich? Und dann alle 10 Jahre das Grundstück vom Schlamm befreien? Die Türen und Fenster verrammelt haben gegen das Wasser? Balkon als Fähranleger?

    Und was sagen die Banken zur Finanzierung solch einer absaufgefährdeten Immobilie?
     
  7. #6 Inkognito, 7. Juni 2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Davon abgesehen, dass ich dort auch nicht bauen würde: Wenn Sie es schon tun, dann bauen Sie bitte nicht mit Porenbeton, dieser braucht ewig zum trocken, wenn er einmal nass geworden ist.

    Das Gebäude mit einer simplen Mauer einzuzäunen und das Wasser draußen zu halten wird nicht einfach so funktionieren, das Wasser geht drunter durch - dazu sind andere Maßnahmen erforderlich.
     
  8. #7 ars vivendi, 7. Juni 2013
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    Dann noch einen Notstromgenerator mit einplanen und viele viele Pumpen.Denn der Strom wird bei 70 cm Wasserhöhe garantiert abgeschalten.
    Ich war seit dem Hochwasser hier nun schon bei mehreren Betroffenen wegen Angebot Gartenberäumung. Allein der Dreck-Schlamm welcher sich dann ablagert ruiniert dir jedesmal alles um das Haus herum.
    Dazu noch der Müll welcher sich ansammelt.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 7. Juni 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich meine das:
    http://www.pfahlbauten.de/
    durchaus weder ironisch noch abwertend. Alles schreit immer - unsere Vorväter wussten schon, warum sie da oder dort nicht gebaut haben. Ja sicher wussten die das, aber wir haben unsere Kopfzahl seit deren Zeiten dem Fortschritt in Medizin und Landwirtschaft sei Dank nun mal vervielfacht.

    Also können wir uns immer weiter in die Land(wirt)schaft hinein ausdehnen oder müssen auf die örtlichen Gegebenheiten reagieren.

    Warum also nicht back to the roots und die Häuser auf Pfähle setzen? Den Raum darunter kann man nutzen (erspart den verschandelnden Bau der Baumarkt-Holzhütten).
     
  10. Julius

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    Evtl. kann man es sogar so weit aufständern, daß man darunter parken kann.
    So etwas kann sehr gut aussehen. Gibts hier vereinzelt sogar in nicht hochwasserbedrohter Lage (z.B. wegen arg kleiner Grundstücke).
     
  11. kehd

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    Baut doch gleich ein schwimmendes Haus. z.B wie hier http://www.floatinghouse.de/
    Da es Jahrhunderthochwasser jetzt schon alle 10 Jahre gibt. Könnt ihr dann sogar alle paar Jahre
    mit dem Haus umziehen.
    In Holland baut man doch jetzt auch schon Häuser auf Pontons, oder?
     
  12. #11 Gast036816, 7. Juni 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    Julius - die aufgeständerten bauten gab es schon in der steinzeit. die flintstones hatten bestimmt etwas anderes als den pkw darunter stehen.
     
  13. #12 Thomas Traut, 7. Juni 2013
  14. #13 ars vivendi, 7. Juni 2013
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    Und das Denken des Menschen, er könne die Natur bezwingen geht weiter. Auf in die nächste Runde.
     
  15. #14 Manfred Abt, 7. Juni 2013
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  16. Neutal

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    Egal wie es kommt. Bekannte Hochwasserflächen und Grundstücke an Lawienengefährdeten Hängen werden zwar immer wieder, und leider auch gerne, bebaut, die Natur aber zwingt selbst verstärkte Bauten in die Knie.
    Es gibt einfach Regionen un denen man nicht baut. Die Tendenzen was Hochwasser und Stürme anbelangt sind nicht vorhersehbar. Vor 2 Jahren noch sagte man hier an der Elbe, das es so hoch nicht wieder kommen wird. Die neuen Deiche sind nach derzeitigen Prognosen bereits zu niedrig, die Schäden bei einem Deichbruch katastrophal.
    Ich habe persöhnlich keinerlei Verständnis für Menschen die trotz besseren Wissens in Überschwemmungsgebieten bauen. Kommt das Wasser ist das geheule groß und die Excistens gefährdet. Meine derzeitigen Kunden wurden vor 2 Jahren mitsamt ihrem Dorf geopfert um dem Fluß Raum zu geben. Es gibt keine Gesellschaft mehr die Ihnen eine Versicherung anbietet und derzeit bangen sie das die Deiche halten.
    Die Flüsse brauchen Raum, dann haben wir auch nicht mehr so viele Probleme mit Hochwasser. Die Berge brauchen ebenfalls Raum für Murenabgänge und Lawienen. Bis jetzt sind doch fast alle Versuche die Natur kontrollieren zu wollen gescheitert. Warum also immer wieder versuchen schlauer zu sein?? Werde ich nicht verstehen. Lieber mit der Natur, dann können auch wieder alle gut schlafen.
     
  17. #16 Thomas Traut, 7. Juni 2013
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    Was auch sonst? "Demut vor der Schöpfung"? Fortschritt ergibt sich aus Mangel und Widersprüchen. Die Natur hat bekanntlich keine Moral und rächt sich auch nicht. Die Menschheit besiedelt nunmal zwangsweise Gebiete, wo es nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für ein dauerhaft unbeschwertes Leben gibt.
     
  18. Oliver82

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    Warum eigentlich kein Haus komplett als "Weiße Wanne" gebaut? die Fenster im EG festverbaut und abgedichtet, Türen druckwasserdicht ausgeführt....
     
  19. Neutal

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    Weil auch Häuser aufschwimmen oder unterspült werden können
     
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  21. #19 Thomas Traut, 7. Juni 2013
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    Gibt's schon. Allerdings wohl nicht als weiße Wanne. http://www.jul.com/ Wenn das Gewicht groß genug ist, müsste es aber auch als weiße Wanne gehen :)
     
  22. #20 Gast036816, 7. Juni 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    1. die gemeinden sollten in den gefährdeten gebieten kein neues bauland mehr ausweisen.

    2. wer meint, dass er ein grundstück mit wasserblick zum schnäppchenpreis erhaschen kann, sollte sich das 3 mal überlegen. aber sein grundstück mit einer 1,5 m hohen schutzmauer einzufassen als hochwasserschutz ist eine ganz schlechte idee.

    3. rechnet sich das alles gegenüber dem gesparten grundstückspreis.
     
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