Neubau: Zeitlicher Ablauf / Winter

Diskutiere Neubau: Zeitlicher Ablauf / Winter im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Experten! ebensolche habe ich befragt, drei an der Zahl: "Wie baut man heute ein Haus? Innerhalb eine Jahres oder trocknen übern Winter?"...

  1. Landbub

    Landbub

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    Hallo Experten!

    ebensolche habe ich befragt, drei an der Zahl:

    "Wie baut man heute ein Haus? Innerhalb eine Jahres oder trocknen übern Winter?"

    Wichtig zu wissen:
    - reiner Ziegelbau, evtl T9
    - voll unterkellert, Beton
    - keine Wasserprobleme
    - Fußbodenheizung überall, ausser Keller

    Experte 1 (Architekt):
    Fangen wir an, wenn der Frost nachlässt, vor Weihnachten kannst einziehen

    Experte 2 (Architekt):
    Fagen wir im Frühjahr an, Rohbau + Dach fertig bis Herbst, dann übern Winter offen stehen lassen. Dann im Frühjahr weitermachen, im August kannst einziehen.

    Experte 3 (Bauleiter eine Baufirma):
    So früh wie es der Frost erlaubt anfangen, bis zum Herbst ist das Haus zu und aussen verputzt. Übern winter kommen dann die "Innengewerke" von Heizung über Putz bis zum Treppenschreiner und Türsetzter. Je nach Feuchtigkeit nach Innenputz/Estrich maschinell trocknen und entsprechend danach einziehen.

    Vergessen:
    Hier im Forum habe ich noch gelesen:
    Im Frühjar anfangen, im Herbst ist das Haus dicht, aber ohne Aussenputz. Übern Winter die Innengewerke und im Frühjahr dann der Aussenputz + Holzverschalung. Also übern Winter die Steine nackig stehen lassen


    Was meint ihr?

    MfG
     
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  3. mls

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    ich seh das einfacher:

    baubeginn, wenn´s passt und wen´s keinen frost hat.

    der übliche ziegel-sparren-datschi ist in 3 wochen halbwegs dicht - rohinstall./innenausbau möglich.
    der nicht nur in bayern beheimatete glaube, ein haus müsse ausfrieren, ist nicht belegbar.
     
  4. #3 VolkerKugel (†), 27. September 2006
    VolkerKugel (†)

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    Experte 1 ...

    ... hat Recht (und mls natürlich auch :konfusius ).
     
  5. PeMu

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    Habt Ihr schon Frost? über 1000m?
     
  6. Thomas B

    Thomas B

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    Veto, Euer Ehren!

    :konfusius Moin!

    Experte 1....nöö....hat nicht recht! Jetzt anfangen: Ja. Vor Weihnachten einziehen: Das glaube ich nun aber wirklich nicht!:mauer

    Also: Jetzt anfangen und weitermachen, so lange es eben die Witterung zuläßt. Aus meiner Erfahrung müßte die Hütte in ca. 6 Wochen dicht sein (3 Wochen halte ich für illusorisch! Bedenke er: Aushub, Bodenplatte, betonkeller, Wiederfverfüllung, EG mauern, Decke drauf, OG mauern, Sparren daruf, Mauerwerk abgleichen, ....das in 3 Wochen....alle Achtung:konfusius )

    Danach, in der dann dichten Hütte, gemütlich weiter werkeln.

    Grüßla

    Thomas
     
  7. Landbub

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    Neinein, nicht jetzt. Los gehen solls nächtes jahr. Und die Frage ist, ob wir auch nächstes jahr noch einziehen werden oder erst 2008.
    Frst haben wir noch nicht, trotz 700m :think
     
  8. Thomas B

    Thomas B

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    ach sooooo...

    @Seppl:

    Wenn Du nicht gerade einen Burgenbau oder den Turmbau zu Bayern planen solltest, so steht einem Einzug nächstes Jahr nichts im Wege. Ich würde dennoch darüber nachdenken noch dieses Jahr den rohbau (Mauerwerk, Dachkonstruktion, evtl. Fenster) zu bewerkstelligen => dieses Jahr gebaut, dieses Jahr 16 % MwSt.

    Ich werde im November mit einer neuen Baustelle beginnen (großes EFH) und die soll bis Juli 2007 bezugsfertig sein. Nur mal so als Beispiel!

    Grüßla aus Franken

    Thomas
     
  9. Landbub

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    Schön wäre es, wenn dies ginge.
    Tatsächlich ist es aber ein etwas komplexere Geschichte, Einliegerwohnung und so. Und wir haben uns erst die Tage für einen Architekten entschieden, der auch meinte: 2 Monate braucht er schon, um was genehmigungsfähiges auszuarbeiten. Und dann dauerts nochmal 2 Monate, bis das Landratsamt grünes Licht gibt.
    --> Dieses Jahr starten, no way! Ausserdem müsste dazu erst das Haus abreissen lassen, wo wir jetzt noch drin wohnen :fleen
     
  10. butterbär

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    Dass ein in konventioneller Bauweise erstelltes Haus im Winter (ohne maschinelles Zutun) am besten austrocknet sollte heutzutage auch noch gelten.

    Zumal im Hinblick auf die Anforderungen an die Luftdichtigkeit neuer Gebäude gerade in der Frühphase / nach dem Bezug bauphysikalische Probleme durch Feuchte entstehen kann (zusätzlicher Feuchteeintrag durch den Nutzer).

    Bei dem Einbau einer (kontrollierten) Be- und Entlüftungsanlage kann dafür aber auf dieses "ausfrieren" in der Regel verzichtet werden, sofern die Anlage nicht nach Pi mal Daumen ausgelegt wurde und funktioniert.

    Der Nutzer sollte sich generell im Klaren sein, dass die Erforderniss vermehrten Lüftens ohne Lüftungsanlage keinen Mangel darstellt - nur, wer macht´s?

    Ich würde die Hütte den Winter über stehen lassen...
     
  11. Landbub

    Landbub

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    Und wie?
    Nur Rohbau, ohne Fenster?
    Aussen verputzt oder nicht?

    MfG
     
  12. butterbär

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    den Aussenputz später... und Fenster kann man öffnen...

    Bei Winterbaustellen ist es entscheidend, dass bauchemische und bauphysikalische Vorgänge nicht einfrieren und stoppen. Darum sollten sehr feuchte Arbeiten vor bzw. nach der Frostperiode durchgeführt werden.
     
  13. Landbub

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    ...also innen auch nix machen - von wegen Installation & Co. ?

    Und auch nicht heizen, falls Heizung und Estrich schon drin wären bis zum Winter?

    Ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich doch die Meinungen von Experten sind. Nicht, dass ich jemanden seine Kompetenz absrechen möchte (wie könnte ich das als Laie...), aber teilweise ist man da schon hilflos, wenn man versucht, das optimale Vorgehen zu bestimmen :confused:
     
  14. butterbär

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    ausbau ist schon ok... aber Estrich und Innenputz musst du eben vor einfrieren schützen, wenn du ihn im Winter einbaust.

    Ist halt nur eine Frage des Starttermines...

    Die besten Baumaterialien erstezen halt nicht das Wissen um Zusammenhänge - und so locker geht halt doch nicht immer alles von der Schippe... wenn es auch viele meinen.
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 27. September 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Aussenputz später...

    ist Historie.
    Aussenputz ist Wetterschutz. Lasse ich den weg, hole ich mir über Niederschlagswasser in 4 Wochen mehr Nässe ins Haus als in einem halben Jahr "ausfrieren" kann.
    Wichtig ist, den Bau zu zu kriegen = Dicht von aussen.
    Sonst kann ich innen nicht mehr als Rohinstallation machen, weil mir das Wasser unkontrolliert an alle möglichen Stellen ziehen oder laufen kann. Folge: Schimmel usw....
    Wer Angst vor Restfeuchte hat, sollte diese über eine Bautrocknung "entsorgen". Die Kosten heben sich mit der sonst fälligen Bauzeitverlängerung = Doppelbelastung wahrscheinlich wieder auf.
    Mitte Juni Neubau begonnen, diese Woche haben Eli, Sanitöter und Trockenbauer angefangen
    Rd. 300 m² Fläche über KG, EG und OG.
    In 4 Wochen soll das Gerüst runter.
    MfG
     
  16. butterbär

    butterbär

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    Was sind ggf. 3 Monatsmieten mehr, wenn ich mir dafür die Zeit nehmen kann "der Historie zu frönen" und so evtl. einen Schaden von mehreren 10.000Euronen vermeide.

    Ich sag ja nicht, dass man die Hütte nicht verputzen soll... ich würde nur nicht im Winter oder Frühjahr in ein frischgebautes Haus einziehen wollen.

    Ausserdem gibt es Möglichkeiten (Dachüberstand) den Aussenputz erstmal weg zulassen... man sollte hier nicht pauschalisieren.

    Ich frag mich nur immer warum es denn Schimmel und anderes Ungemach in unseren Häusern immer noch gibt?
     
  17. #16 Ralf Dühlmeyer, 27. September 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Dafür wird dioch mech. getrocknet!!!!!

    Ein Winter macht noch kein trockenes Haus. Trockenwohn-Mietverträge wurde über 2 Jahre abgeschlossen!!!!

    :mauer :mauer :mauer Tschulligung, aber da kann ich nich aners.
    Gibt 1) eine wunderschönen Riss :eek: , 2) mal das Flächenverhältniss nachrechnen (5% oder doch "riesige" 10 % der Gesamtwandfläche?) und 3) dem Bauherren erklären, daß Gerüstbauer und Putzer dann nochmal durch seinen frisch angelegten Garten trampeln :bounce: :bounce:

    Weil viele immer noch trockenwohnen, bloß falsch.
    MfG
     
  18. Zottel

    Zottel

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    Hätte ich auch gerne gemacht - aber keinen gefunden der es dies Jahr noch bauen wollte :fleen (Stahlbetonständer und Zwischenwände aus Sichtbetonfertigteilen)

    Jetzt müssen wir wohl oder übel bis zum Frühjahr warten - wobei mir am meisten Bauchschmerzen ein möglicher Zinsanstieg verursacht... Dagegen wären dann die 3% extra für den Rohbau wahrscheinlich Peanuts :mauer

    Viele Grüße

    Christian
     
  19. butterbär

    butterbär

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    ... da kann man ja auch mal auf den einen oder anderen Urlaub verzichten.

    oder einfach früher anfangen - das mit der Steuer ist ja nun schon länge bekannt.

    Aber wie so oft - kurz vor Torschluss muss noch mal eben ne Hütte auf die Wiese gezaubert werden. Ihr macht euch den Stress doch nur selber.

    Und wenn ihr so knapp kalkulieren müsst, dass euch ein möglicher Zinsanstieg oder die Steuer Schauer über den Rücken treiben solltet ihr das mit dem Bauen einfach bleiben lassen - die Bude wird eh in zwei Jahren versteigert.
     
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  21. Landbub

    Landbub

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    Butterbär, wieso schreibst du im Plural?

    Wir hatten nie vor, in 2006 anzufangen. Dass wir nun ein wenig auf "die Tube drücken" liegt überwiegen an einer größer gewordenen Familie und meinen dadurch begründeten, überwiegenden Aufenthalt "zuhause". Sonst war ich oft in USA zum Arbeiten.
     
  22. Ingo Nielson

    Ingo Nielson

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    bis weihnachten sollte man etwas vernünftiges geplant bekommen (lph4), dann ausführungsplanung, ausschreibung, vergabe, baubeginn im mai. zu weihnachten sollte der einzug locker machbar sein, auch wenn´s ein großes haus wird.
    schöne grüße
    ingo
     
Thema: Neubau: Zeitlicher Ablauf / Winter
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