Neubaugebiet - einheitliche Gestaltung?

Diskutiere Neubaugebiet - einheitliche Gestaltung? im Baugesuch, Baugenehmigung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, in unserem Neubaugebiet haben die Bauherren sich im Vorfeld zu einem Stammtisch zusammengeschlossen und dort die Gestaltung weitgehend...

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  1. #1 popolini, 1. Juni 2012
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    Hallo,

    in unserem Neubaugebiet haben die Bauherren sich im Vorfeld zu einem Stammtisch zusammengeschlossen und dort die Gestaltung weitgehend gemeinsam beschlossen. Dadurch sollte ein zum traditionell ländlich geprägten Ortsbild harmonisches Gesamtbild entstehen.
    Durch die Bauvorgaben der Gemeinde wurden dazu auch einige Vorschriften bezgl. der Gestaltung erlassen die beim Grundstückskauf unterschrieben werden mußten.
    Während der Bauphase stellte sich nun heraus das ein Bauherr versuchte die Vorgaben alle irgendwie gekonnt zu umgehen. Im Ergebnis steht dort nun ein Haus das wie sozialer Wohnungsbau aus den 60er wirkt. Mit einer Aussenfarbe die an Fleisch erinnert und Satellitenschüssel über dem Küchenfenster zur Straßenseite. Weitere Grausamekeiten sind bereits in Arbeit. Die ich hier erstmal nicht näher bezeichnen möchte.

    Die Frage ist nun wie begegnet man diesem Nachbarn? Soll man ehrlich sein?
    Der Anblick ist einfach schrecklich und ehrlich gesagt am liebst würde ich eine 10 m hohe Wand vor meine Südwestseite mauern lassen um die Aussicht zu verdecken.

    Freudestrahlend fragte mich die Nachbarin: "Und wie gefällts euch?" Mehr als "interessant" fiel mir nicht ein.
     
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  3. #2 Thomas B, 1. Juni 2012
    Thomas B

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    Anscheinend ist die Baumaßnahme mit den Vorschriften der BayBO, als auch den örtlichen Gestaltungssatzungen/ B-Plan-Vorgaben vereinbar, sonst wäre es ja nicht so genehmgt und entsprechend umgesetzt worden. Was willst Du da jetzt machen? Und warum? Nur weil Dir die Fleischfarbe nicht gefällt? Deine Rechte enden an Deiner Grenze. Sind hier Verstöße (z.B. Abstandsflächen...) festzustellen, sieht es natürlich anders aus....
     
  4. #3 popolini, 1. Juni 2012
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    Darum gehts nicht Thomas. Nur wie man mit sowas umgeht. Schließlich werden wir jetzt sehr lange Zeit nebeneinander leben. Ich befürchte das mir mal was rausrutscht und dann ist die Nachbarschaft gleich zum teufel. Warum baut jemand absichtlich so? Das frage ich mich, wo er doch bei allen Treffen beteiligt war und sogar Vorschläge unterbreitet hat.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 1. Juni 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Das ist die Kehrseite der tollen Geschmacksdiktatur. Wenn einer aus der Reihe tanzt, fällts richtig auf.
    Hätte man mehr Vielfat zugelassen, würde der eine gar nicht so herausstechen, sondern im gestalterischen Grundrauschen untergehen.

    Ich verstehe auch nicht, warum so eine Uniformität herrschen muss. Irgendwer hat mal all das erfunden, was Ihr in Eurem Dorf als ortsprägend anseht (z.B. - so vorhanden - Lüftlmalerei).
    Hätte es damals schon solch rigide Vorschriften gegeben, hätte sich vieles von dem, was wir heute als regional prägend ansehen, nie herausbilden können, weil es die Ortsvorschriften und die Nachbarschaft untersagt hätten.

    Tradition ist nicht die Bewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!
     
  6. #5 popolini, 1. Juni 2012
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    Es stimmt schon das hier sehr konservativ gedacht wird. Schließlich leben wir auch von und mit Tourismus. Und die Leute kommen nicht nur weil die Berge so schön sind sondern weil sie eben auch ein Zeitlang Abstand von ihrem Umfeld sehen wollen.
    Deswegen wird der Traditionelle Stil hochgehalten und das Baugebiet wurde als Einheimischen Grund ausgewiesen. Die Grundaussage seines Baus passt ja auch wie Dachneigung etc. Nur eben innerhalb dieses Spielraums wurde partout versucht was anderes zu machen.
    Und das sticht wie Du sagst extrem heraus.
     
  7. Geodesy

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    Erinnert mich irgendwie an einen Kleingartenverein:D
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 1. Juni 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Tja, nu isses wie es ist.

    Entweder sagt Ihr es dem Nachbarn in einer guten Gelegenheit, wie auffällig Ihr sein Haus findet, dann kennt er Eure Haltung - oder Ihr akzeptiert, dass er halt auffallen will.
     
  9. #8 Gast036816, 1. Juni 2012
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    Gast036816 Gast

    wollt ihr alle den nachbarn jetzt und in zukunft wie einen aussätzigen behandeln, nehmt es wie es ist. wenn du das nächste mal gefragt wirst, ob es dir gefällt, dann sag einfach - mir gefällt es nicht, hat nicht meinen geschmack getroffen. jeder entscheidet die hausgestaltung für sich.

    wenn jedes haus allen gleich gefallen würde, dann wird architektur langweilig.

    kannst ja mal zwei bilder einstellen, eins von der gestaltungskonformen bauweise und eins vom abweichler.
     
  10. #9 Thomas Traut, 1. Juni 2012
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    Anscheinend sind die Gestaltungsregeln nicht so einheitlich wie besprochen in den B-Plan eingeflossen. Dort wären z.B. Festlegungen zur Fassadengestaltung bezüglich Farbe, Putzstruktur, Fensterformate und was weiß ich noch alles möglich gewesen. Jetzt müssen halt alle akzeptieren, was bau- und planungsrechtlich zulässig ist.
     
  11. Der Da

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    Meine Güte... es ist ein Haus. Und wenn er eine Beugenehmigung erhalten hat, und alles rechtens ist, dann halte dich einfach zurück.
    Klar muss man versuchen in der Nachbarschaft klar zu kommen, aber wenn schon die Außenfarbe des Nachbarhauses zu Ärger führt, sehe ich schwarz für Euch.

    Fahr mal nach Barcelona, die leben dort auch vom Tourismus, und wer hat die Stadt mit seinem eigenem speziellen Baustil geprägt? Gaudi... das hat früher sicher auch für Ärger gesorgt bei den "Konservativen" aber heute würde doch keiner nach Barcelona fahren, wenn es Picasso und gaudi dort nicht gegeben hätte.

    Wenn ich neue Nachbarn bekomme, versuche ich doch zuerst meine ganzen Vorurteile bei Seite zu schieben. Vielleicht wird man mal gut Freund, und das ist mehr wert als eine uniforme Außenfarbe. Was kommt als nächstes? Der Streit am Gartenzaun, weil der Baum etwas drüber gewachsen ist? Streit we
     
  12. #11 ReihenhausMax, 1. Juni 2012
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    Daß es einem nicht gefällt kann man ja mal sagen, wenn man sich besser kennt
    und die gute Nachbarschaft auch mal so ein kritisches Wort verträgt. Irgendwann
    wird auch mal eine neue Farbe fällig sein und kommt das Schweinchenrosa, das
    ich mir jetzt so vorstelle, weg, wenn der Geschmack besser geworden ist ;-)

    Wenn es um neue Schandtaten aus dem Baumarktkatalog geht, kann ja ein ein
    fernerer Nachbar mal beim Stammtisch was sagen, wenn sich der auch weiterhin trifft.

    Leben und leben lassen!
     
  13. #12 andreas2906, 1. Juni 2012
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    hätte auch schlimmer kommen können...
    klick mich
     
  14. #13 Thomas Traut, 1. Juni 2012
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    Wenigstens ist es nicht fleischfarben...
     
  15. popolini

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    Ganz ehrlich, das sieht wesentlich besser aus ;)
     
  16. Der Da

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    Jetzt will ich Fotos sehen :)
     
  17. R.B.

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    Besser nicht, sonst müssten wir die auch verpixeln wie Tante Google.

    Gruß
    Ralf
     
  18. #17 SmartHome, 1. Juni 2012
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    ...aber erst nachdem der Veröffentlichung widersprochen wurde. Bis dahin können wir uns die Bilder ja anschaun'. ;)
     
  19. ManfredH

    ManfredH Gast

    Hast du dir eigentlich schon mal überlegt, dass möglicherweise die Nachbarin (und vielleicht nicht nur die allein!) die stammtischkonforme traditionell-ländliche Gestaltung eurer Häuser auch bestenfalls nur "interessant" findet? Dass die Gestaltungsdetails eurer Häuser vielleicht von anderen ebenfalls als "Grausamkeiten" empfunden werden könnten?

    Was mir überhaupt nicht gefällt, ist die unterschwellige Polemik in deinen Formulierungen, mit der du das Nachbargebäude abwertest und den Eindruck erweckst, als würdest du deine (und die deiner Stammtischkollegen) subjektive Sichtweise und Vorstellungen über harmonische Einfügung von Neubauten in bestehende Ortsbilder für die einzig richtigen halten.
     
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  21. mastehr

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    Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich bin der letzte Bauherr in einem Wohngebiet, in dem die anderen Häuser vor 40 Jahren gebaut wurden. Alle Häuser wurden von einer Gesellschaft finanziert, die exakte Vorgaben gemacht hat, wie zu bauen ist. Dafür konnten die Häuser sehr günstig erworben werden. Selbst die Grundstücke wurden zu sehr guten Konditionen verpachtet.

    Jetzt komme ich und baue als einziger einen Zweigeschosser mit Zipfelmütze und rot-bunten Ziegeln. Das führte schon zu einigen Anrufen und Besuchen beim Bauamt und ich musste mir auch schon anhören, was mir einfiele, so ein Haus dort zu bauen. Hätte man geahnt, dass dort so ein "seltsames" Haus entsteht hätte man mir das Grundstück vor der Nase weggekauft, wenn es nicht so teuer gewesen wäre.

    Warum baue ich dort so ein Haus? Weil ich es kann! Und weil es mir gefällt.

    Popolino scheint so ein XXXXXX zu sein, der auch damit nicht klarkommt, wenn jemand eine andere Meinung hat als er selbst. Wenn ich ein Problem damit hätte, dass mein Nachbarhaus weiß ist, würde ich in einem Gebiet bauen, in dem weiße Häuser nicht zulässig sind. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder?
     
  22. #20 Gast036816, 1. Juni 2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    damit kannst du auch nur in einer zipfelmützensiedlung punkten!
     
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