Neue EnEV 2013 - Komme ich damit hin? Anforderungen soll und ist !

Diskutiere Neue EnEV 2013 - Komme ich damit hin? Anforderungen soll und ist ! im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Guten Abend, Wir sind gerade in der "Vorbauphase" und ich denk mal in den nächsten 2 Wochen gehen die Bauunterlagen zum Bauamt und das große...

  1. hellen

    hellen

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    Guten Abend,


    Wir sind gerade in der "Vorbauphase" und ich denk mal in den nächsten 2 Wochen gehen die Bauunterlagen zum Bauamt und das große Warten kann beginnen :sleeping

    Unsere Architektin meinte letztens das die EnEV Anforderungen strenger geworden sind.

    Ja ich weiss auch das ich das von ihr erfahren werde, sie rechnen das zusammen mit dem Statiker aus..aber ich bin ziemlich hibbelig und wollte gern von euch wissen ob wir mit unseren Vorstellung diesen Anforderungen genüge tun.

    Wir planen ein gr Haus mit 2 Vollgeschossen und 1 ausgebauter Dachstuhl und ein Flachbau als Anbau mit

    1. Luft-Wasser-Wärmepumpe kombiniert mit Solaranlage
    2. Energiesparbodenplatte ( Futura bzw Schwedenplatte ) U-Wert 0,162
    3
    . überall Fußbodenheizung4. Dach gedämmt mit Hanfthermowolle
    5. Poroton Ziegel T10 ( U Wert 0,10) oder T12 ( U wert 0,12 ) das ganze ohne extra Dämmung , nur Aussen- und Innenputz
    6. Fenster eigentlich lieber 2 fach verglasung !!


    Was meint ihr ?
    Reicht das aus?
    :bef1006:


    liebe Grüße und schonmal vielen lieben Dank

    Hellen
     
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  3. ultra79

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    Mhh - also um mit dem T12 auf U-Wert 0.12 zu kommen müsste die Wand ca. 1m dick sein... ist das dein Ernst oder verwechselst du hier was?

    Und was willst du erreichen? Die Mindestanforderungen der EnEV?

    Und warum 2fach Verglasung? Und warum keine Wärmedämmung außen? (*steinwerf*)
     
  4. ypg111

    ypg111 Gast

    Irre ich mich (als Laie), oder wird die neue EneV 2013 nicht erst 2014 in Kraft treten? Ich bin mir eigentlich sicher!
    Nicht alles, was neu ist, ist gut...
     
  5. hellen

    hellen

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    ok mit den Ziegeln hab ich was verwechselt .

    2 fachverglasung ..weil das schwächste Glied im Haus sollte das Fenster sein, hab ich mal gehört oder?
    wir wollen nicht unser Haus zu Tode dämmen, also nur das mindeste ! so wenig wie möglich , soviel wie nötig.
    Also die Mindestanforderung!

    extra aussendämmung --- kostenfrage und auch da wäre wieder die sache mit dem zuviel an Dämmung.
    wir würden halt lieber ohne Dämmung extra.

    Reicht es denn so aus?
    Werden nicht die ganzen Punkte zusammen als Ganzes gesehen oder jede Sache für sich?
     
  6. H.PF

    H.PF

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    Die Fenster sind IMMER das schwächste Glied im Hause...

    Auch bei 3-fach-verglasung...

    Bei mir käme keine 2-fach-Verglasung mehr ins Haus, es ist ein spürbarer Unterschied, wenn du direkt am Fenster hockst bei kalten Temperaturen.
     
  7. hellen

    hellen

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    ok du magst keine 2 fach verglasung...aber würde sie denn ausreichen? ( enev mindestanforderung )
     
  8. ultra79

    ultra79

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    Ich denke deine Frage kann man ohne das Gesamtkonzept zu kennen nicht beantworten.

    Mit dem T12 wärst du bei (üblichen?) 365mm Wandstärke mit einem U-Wert von 0.31 dabei - das wird mit der EnEV nicht zu vereinbaren sein, weil du den Tranmissionswärmeverlust nicht hinbekommst. Aber richtig rechnen kann das nur dein Planer.

    "hab ich mal wo gehört" ist keine gute Grundlage. Da sollte dich dein Planer besser beraten.

    Zur Wärmedämmung: ob sich das "rechnet" oder nicht hängt von der Entwicklung der Energiepreise, des Klimas und sonstiger Faktoren ab. Es ist also quasi eine Spekulation und in 20 Jahren weiss man dann was besser gewesen wäre... hilft in dem Moment dann aber nicht.

    Persönliche Meinung: wer heute noch auf Mindeststandard baut baut schon ein veraltetes Haus. Ich glaube das die Energiepreise sich deutlich stärker nach oben entwickeln werden als die üblichen Prognosen das so sagen. WEnn morgen natürlich einer die kalte Fusion zur Serienreife bringt und wir saubere Energie ohne Ende haben, dann hab ich nicht Recht gehabt ... wobei ... in Deutschland wollen wir ja keine "Atomkraft" ... LOL
     
  9. ypg111

    ypg111 Gast

    Was willst Du? Mindestanforderung oder EneV 2013????
     
  10. flo79

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    hellen. Ganz ehrlich finde ich das Konzept schlecht. Die beste Dämmung vom ganzen Haus wird wohl die Bodenplatte haben. Wozu?
    Ein T10 wäre das Mindeste. 2-fach Glas ist kaum noch billiger als 3-fach. Grad wenn man eine Wärmepumpe einsetzen will sollte das Haus gut gedämmt sein.

    Die Kombi aus Luft-WP und Solar ist auch relativ sinnfrei und dient meist nur zum schönrechen! Ob ich eine Luft-WP bei dem Dämmstandard und im nicht grade warmen Thürigen einsetzen würde wage ich zu bezweifeln.

    Laß dir mal die Heizlast gescheit ausrechen. Aber von jemanden der davon Ahnung hat und überdenke nochmal eurer Konzept. Ist nicht böse gemeint aber so wirst du relativ hohe mtl. Heizkosten haben.

    Gruß Flo
     
  11. #10 Alfons Fischer, 14. Februar 2013
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    Die Anforderungen nach EnEV 2014 (da wird sie wohl kommen), werden um 12,5% steigen, so wird es propagiert.
    Meine Software hat schon ein Modul, das nach dem Entwurf zur EnEV 2014 rechnen kann.

    ganz grob muss man rechnen:
    baulicher Wärmeschutz: rundum etwa 2cm mehr Dämmung als bei EnEV 2009. Also Bodenplatte, Außenwände, Dach, etwas bessere Fenster
    und zusätzlich Anlagentechnik: ein etwas höherer regenerativer Anteil als bisher. Ohne regenerative wird man wohl nicht mehr bauen können.
    Die Frage ist aber: was passiert mit dem EEWärmeG? Wird das nachgezogen oder abgeschafft?
     
  12. Stingray77

    Stingray77

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    Luftwärmepumpe und nicht mehr zeitgemäße Dämmung ist eine schlechte Konstellation. Wir haben vor kurzem mit T7 (36,5cm) gebaut auch zwei Vollgeschosse, 155m² und haben im letzten Jahr ca. 12.0000 kwh zum Heizen gebraucht. Hätten wir statt T7 einen T10 oder T12 genommen wären wir auf geschätzte 17.000 – 18.000 kwh im ersten Jahr gekommen.
    Mit unserer Wasser/Wasserwärmepumpe kommen wir auf eine Jahresarbeitszahl von ca. 4,6 bei Luftwärme und der Dämmung dürfte ca. 2,8 rauskommen. Zusätzlich wird die Jahresarbeitszahl durch den benötigten Mutifunktionspufferspeicher (wegen Solaranbindung) noch mal verschlechtert. Das bedeutet statt ca. 600,- Heizkosten wäre ich auf ca. 1.300,- gekommen. Klingt vielleicht noch nicht viel, aber bei einer Strompreissteigerungsrate von ca. 7% im Jahr sind es in 15 Jahren 3.350,- € Heizkosten und das Haus wäre ein Sanierungsfall.
    Das ist sicher nur eine Pi mal Daumen Rechnung, es soll Dir aber klar machen was auf die zukommt.

    Mein Tipp, vergiss die Solaranlage und steck das Geld in eine bessere Dämmung, bringt wesentlich mehr. Eine bessere Dämmung bringt auch mehr Behaglichkeit, es ist nicht nur eine reine Kostenrechnung. Prüfe ob Du statt mit einer Luftwärmepumpe nicht mit einer anderen Heizung günstiger fährst (z. B. Erdwärme oder Gas).
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Was meint denn die Architektin dazu? Die sollte die Planung doch schon einmal hinsichtlich EnEV durchgerechnet haben.

    Mit einem T10 oder T12 wirst Du nicht weit kommen, zumindest so lange die Wand nicht unheimlich dick werden soll. Ich würde auch mit Blick auf die zukünftige EnEV einen U-Wert der Wand < 0,2W/m2K anstreben. Dafür reicht ein T7 mit 36,5cm oder ein T8 bzw. T9 mit 42,5cm (wenn´s denn Ziegel werden sollen). Das könnte unter´m Strich günstiger werden als eine Variante mit WDVS. Muss man halt im Detail durchrechnen und dann Eure lokalen Preise einsetzen.

    Falls hohe Wärmedämmung Priorität hat, dann ein Konzept mit WDVS planen. Auf diese Weise sind U-Werte von 0,15W/m2K und darunter ohne größere Schwierigkeiten machen. Damit dies preislich nicht aus den Fugen gerät, wählt man dann eine dünnere tragende Wand und überlässt die Wärmedämmung dem WDVS. Dann kommen aber anz schnell auch noch andere (Ausführungs)Details in´s Spiel die Eure Architektin aber kennen, und mit dem Statiker planen sollte.

    zu 1.

    LWP und Solaranlage, das ist ein Konzept das ich hinterfragen würde. Vermutlich soll hier schöngerechnet werden, aber bei den aktuellen Stromkosten, auch bei WP-Tarifen, macht das Heizen mit der LWP nicht unbedingt Spaß. Man bewegt sich von den Verbrauchskosten im Bereich einer Gastherme oder gar darüber. Wie sich der Gaspreis bzw. das Verhältnis Gas zu WP-Tarif in der Zukunft entwickeln wird, steht in den Sternen. Falls WP angesagt ist, dann würde ich hier ein Konzept mit Flächenkollektor (Sole oder DV) mal genauer kalkulieren. Damit kriegt man die Verbrauchskosten in Richtung 5-5,5Ct./kWh.
    Den Vorteil der Solaranlage kann ich noch nicht erkennen, daher auch die Vermutung mit dem Schönrechnen.

    zu 6. Fenster

    Warum 2 fach Verglasung? Ich würde mir einmal die Mehrkosten für eine 3fach Verglasung rechnen lassen. Dann kann man immer noch entscheiden.

    Ich finde die Planung ist noch weit von einem vernünftigen Konzept entfernt. Einerseits werden sehr gute Bauteile verwendet, andererseits soll dann auf Standard 08/15 ausgewichen werden.

    Gruß
    Ralf
     
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  15. #13 Alfons Fischer, 14. Februar 2013
    Alfons Fischer

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    wenn Wärmepumpe, dann muss oberstes Ziel das Anstreben einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur sein. Ich kenne Fälle, da läuft die Fußbodenheizung bei frostigen Temperaturen um -5°C bei 26°C Vorlauf. Das ist toll und kann bei entsprechenden Randbedingungen durchaus erreicht werden. Dazu gehört neben engem Verlegeabstand der Fußbodenheizungsleitungen aber auch ein sehr guter Wärmeschutz und gute Fenster...
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Wenn man sich irgendwann einmal bei einer spez. Heizlast um 30W/m2 bewegt, dann kann man die VL Temperatur schon deutlich drücken. Dann kommt man selbst bei extremen Außentemperaturen kaum über Vorlauftemperaturen jenseits der 30°C. Damit kriegt man auch bei LWP die JAZ leicht über 3.

    Gerade wenn man einen Neubau plant, und somit viele Dinge noch relativ einfach umsetzen kann, sollte man auch an die Zukunft denken. Immerhin will man ja die nächsten Jahrzehnte in diesem Haus verbringen.

    Gruß
    Ralf
     
Thema: Neue EnEV 2013 - Komme ich damit hin? Anforderungen soll und ist !
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