Neue Heizung für Doppelhaushälfte

Diskutiere Neue Heizung für Doppelhaushälfte im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich suche für unsere geerbte Doppelhaushälfte eine neue Heizung. Das Haus ist Baujahr 1936, hat bereits eine Fassadendämmung, ist...

  1. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    Hallo,

    ich suche für unsere geerbte Doppelhaushälfte eine neue Heizung. Das Haus ist Baujahr 1936, hat bereits eine Fassadendämmung, ist teilweise unterkellert und hat eine Wohnfläche von ca. 120 m².

    Momentan wird nur das Erdgeschoß mit alten Gasheizungen beheizt (Gamat), das 2. Geschoß steht im Winter leer. Der Gasverbrauch im Erdgeschoß beträgt pro Jahr ca. 6000 Kwh.

    Was würdet ihr für eine Heizung empfehlen, wenn eine Fußbodensanierung (Dielen, die aber i.O.) aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommt und das 2. Stockwerk mit beheizt werden soll?

    Danke

    Taf
     
  2. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Falls weiterhin auf Gas gesetzt werden soll, dann eine möglichst kleine Gas-Brennwerttherme. Gasanschluß ist ja schon vorhanden, also müsste nur der Schornstein durch ein LAS ersetzt werden, und natürlich der Wärmeerzeuger selbst.

    Die 6.000kWh sind relativ wenig, auch wenn nur das EG beheizt wurde. Gibt es einen weiteren Wärmeerzeuger? Wird WW auch über die Gastherme erzeugt? Wenn ja, wieviel für wieviele Personen?

    Hinsichtlich Investitionskosten dürfte ein neuer Gasbrennwerter die beste Variante sein. Alles andere wäre nicht so einfach umzusetzen und unter´m Strich teurer, auch wenn man dann bei den Verbrauchskosten noch ein bischen sparen könnte.

    Gruß
    Ralf
     
  3. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    Hallo Ralf,

    erst mal danke für Deine schnelle Antwort.

    Der niedrige Verbrauch rührt daher, dass meine Lebensgefährtin bis vor kurzem allein in dem Haus lebte, und somit auch der Warmwasserverbrauch reduziert war. In der Küche existieren allerdings noch elektrische Warmwasserboiler.

    An eine Gasbrennwerttherme habe ich auch schon gedacht, läuft diese denn effektiv mit "normalen" Heizkörpern?

    Gibt es eine Möglichkeit, eine FBH auf Dielen zu verlegen und wenn ja, was entstehen für Mehrkosten gegenüber Heizkörpern?

    Wäre es Problemlos möglich, zumindest im Bad eine FBH in den dann bestehenden Heizkreislauf einzubinden?

    Grüße

    Swen
     
  4. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Effizienz ist immer so eine Sache. Ein Brennwerter profitiert von einer niedrigen Rücklauftemperatur, doch man sollte das mit Hinblick auf den Jahresverbrauch nicht überbewerten.

    Es wäre zuerst einmal zu prüfen, welche Temperatur die Heizkörper wirklich benötigen um die notwendige Leistung zu erbringen. Wenn es sich um Standard-Typen handelt, dann kann man diese oftmals sehr einfach durch "größere" (3 lagig) ersetzen.

    Kann man, doch es stellt sich die Frage, wieviel Aufbauhöhe ist möglich? Dementsprechend muss man sich dann für ein Konzept entscheiden. Ist die Aufbauhöhe kritisch, dann würde ich von einer FBH absehen, auch wenn es Konzepte gibt, die relativ dünn aufbauen.

    Wenn es nur darum geht das Badezimmer zusätzlich zu temperieren, dann ja. Von einer Variante mit RTL Ventil bis hin zu einer kompletten Regelstation ist alles möglich. Dazu müsste man wissen, wieviel Fläche beheizt werden soll. Bei kleinen Flächen lohnt der Aufbau eines eigenen Heizkreis oder eine "teure" Regelstation nicht. Hier könnte man über die Variante mit RTL Ventil nachdenken, auch wenn ich die absolut gar nicht mag.

    Gruß
    Ralf
     
  5. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    Wäre der Aufbau bei einer Raumhöhe von 2,30 m sinnvoll?

    Hmm, ich möchte im Badezimmer gerne nen warmen Fußboden haben wenn´s möglich ist, allerdings ist das Bad nur ca. 10 m² groß!

    Grüße Swen
     
  6. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Ich würde hier zuerst den Bodenaufbau genauer unter die Lupe nehmen. Einfach auf den Boden aufbauen verursacht Folgeprobleme, beispielsweise muss dann ja noch die Tür passen usw. usw.

    Warm ist relativ. Eine "echte" FBH wird so dimensioniert, dass man die Wärme nicht spürt. Sie soll ja nur den Raum heizen und nicht die Füße zum Kochen bringen.

    Wenn es "nur" um 10m2 geht, verfügbare FBH Fläche dann vermutlich noch weniger, dann würde ich überlegen, ob man nicht den Bodenbelag und Estrich entfernt und den Boden neu (mit FBH) aufbaut.

    Aber das sind alles Dinge die man aus der Ferne kaum beurteilen kann.

    Gruß
    Ralf
     
  7. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    Vielen Dank für Deine Antworten Ralf!

    Ich hoffe, ich finde einen kompetenten Heizungsbauer der mir auf meine verbleibenden Fragen eine Antwort geben kann, ne Argumentationshilfe hast Du ja schon geleistet ;-)!

    Im Bad sind Terazzoplatten verlegt, die lassen sich ja relativ "leicht" entfernen, und dann kommt halt ein Neuaufbau mit FBH!

    Grüße


    Swen
     
  8. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Das klingt gut. Finde heraus wieviel Bodenaufbau vorhanden bzw. dann möglich ist, der Rest ergibt sich dann fast schon von alleine.

    Denkbar wäre beispielsweise eine Dämmung in die die FBH Rohre mit Wärmeleitblechen eingelegt werden, dann Trockenestrichplatten drauf, und darauf der Oberbelag. Dabei sollte man die Dämmung so wählen dass der gewünschte Bodenaufbau möglich wird, aber auch so, dass möglichst wenig "Wärme" nach unten abgeht.

    Gruß
    Ralf
     
  9. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    Ich denke, so an die 100mm kann man da schon raus holen, da müsste doch reichen für ne FBH inkl. Dämmung oder!?
     
  10. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Das müsste problemlos ausreichen. Da hast Du sogar mehrere Optionen.

    Was befindet sich unter besagtem Raum?

    Gruß
    Ralf
     
  11. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    Unter den Platten befindet sich meines Wissens nach noch Beton,...schweinekalt isses trotzdem ;-)!

    Grüße

    Swen
     
  12. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Also kein unbeheizter Kellerraum?

    Gruß
    Ralf
     
  13. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    Nee :-)! Unbeheizter Keller befindet sich nur unter Wohnraum und Küche.
     
  14. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Also befindet sich darunter Erdboden?

    lass Dir doch nicht alles aus der Nase ziehen. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  15. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    T´schuldigung :biggthumpup: ! Is alles bissel Neuland für mich (IT-Forensiker halt und handwerklich völlig unbegabt *g*), hab also keine Ahnung, welche Angaben sinnvoll sind ;).

    Jup, darunter befindet sich Erdboden.

    Grüße Taf
     
  16. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19.08.2005
    Beiträge:
    48.840
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    IT-Forensiker und Beamter,.....Entschuldigung angenommen. :mega_lol:
    Wenn das mein Cousin liest, kriege ich bei der nächsten Familienfete Ärger.

    Weiter im Thema. Wenn sich darunter Erdboden befindet, und Du kein Maulwurf bist um Dich unter der Platte hindurch zu buddeln um diese von unten zu dämmen, würde ich einen Bodenaufbau wählen in dem ich möglichst viel Dämmung unterbringen kann. Vermutlich würde ich mich für eine Lösung entscheiden bei der die Rohre mit Wärmeleitblechen in die Dämmung gelegt werden, und darauf dann Trockenestrichplatten (darauf dann der Oberbelag).

    Das bringt Dir im Vergleich zu einem Aufbau mit normalem Estrich (FBH Rohre dann im Estrich) 3-4cm mehr an Dämmung. Zudem reagiert die FBH aufgrund der geringeren Masse schneller. Die Kosten sind zwar etwas höher, aber dank der geringen Fläche noch zu verschmerzen.

    Jetzt wäre noch zu überlegen, wie man diesen Kreis an die vorhandene Heizung anbindet. Sofern die Heizkreistemperatur nicht extrem hoch ist, würde ich mit einem RTL Ventil arbeiten. Hat zwar eine Menge Nachteile, doch von der Kostenseite wäre das die günstigste Variante. Falls es ein paar Euro mehr sein dürfen, dann eine Regelstation davor setzen. Die Mehrkosten gehen aber schnell in Richtung 500,- €.

    Gruß
    Ralf
     
  17. taf173

    taf173

    Dabei seit:
    30.01.2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Brand-Erbisdorf
    :D

    Gibt´s denn da schon "Fertigsysteme", oder sollte ich das lieber vom Heizungsbauer erledigen lassen ;)?

    Bei der Investitionssumme sind 500 bis 1000 Euro schon zu verschmerzen denke ich. Ob Du mir evtl. die Funktionsweise der Regelstation erklären könntest :)?

    Grüße Swen
     
Thema:

Neue Heizung für Doppelhaushälfte

Die Seite wird geladen...

Neue Heizung für Doppelhaushälfte - Ähnliche Themen

  1. Gedanken zur neuen Heizung - Ideensammlung

    Gedanken zur neuen Heizung - Ideensammlung: Hallo, Wir haben letztes Jahr ein Haus gekauft. Baujahr 1994 mit 125m2 Wohnfläche. Split Level Aufteilung. Erdgeschoss alles offen und oben drei...
  2. Neue Heizung hat Leck - Anhydritestrich klatschnass

    Neue Heizung hat Leck - Anhydritestrich klatschnass: Servus, meine neue Heizung ging Juli diesen Jahres in Betrieb und letzte Woche fiel mir auf, das der automatische Nachfüller etc. doch schon...
  3. Kosten Heizung & Sanitär neues EFH

    Kosten Heizung & Sanitär neues EFH: Hallo zusammen, bisher war ich hier nur fleißiger Mitleser und konnte mir bereits einige Tipps für unseren Neubau holen. Aber eine Sache macht...
  4. Neu Heizung im Altbau, Baujahr 1900

    Neu Heizung im Altbau, Baujahr 1900: Hallo, wie in einem anderen Thread schon beschrieben, haben wir uns ein Haus mit Baujahr 1900 gekauft. Gemacht werden muss erst mal nicht viel....
  5. Einbau neuer Heizung: Estrich abgetragen

    Einbau neuer Heizung: Estrich abgetragen: Liebe Forum-Teilnehmer, Vergangene Woche wurde bei mir eine neue Heizung mit Brennwert-Technik eingebaut. In diesem Zusammenhang war ich...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden