Neue Heizung

Diskutiere Neue Heizung im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir haben Ende letztes Jahr ein Haus gekauft und denken, dass die derzeitige Heizung demnächst ihren Geist aufgeben wird. daher sind wir...

  1. Nightwish

    Nightwish

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    Hallo,

    wir haben Ende letztes Jahr ein Haus gekauft und denken, dass die derzeitige Heizung demnächst ihren Geist aufgeben wird. daher sind wir momentan in der Planung, was dann kommen könnte. allerdings haben wir von der ganzen Thematik nicht wirklich einen Plan und hoffen, auf diesem Wege einige Anregungen zu bekommen.

    das Haus hat knapp 200 qm Wohnfläche, wobei knapp 70 qm auf eine Einliegerwohnung entfallen, die derzeit ungenutzt ist. momentan hat die Einliegerwohnung eine Gastherme von Wolf (GU-EK ...), Baujahr 1993.
    die restliche Wohnfläche wird von einer Junkers ZWR 18-3 AE versorgt, ebenfalls Baujahr 1993.
    irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass eine Heizung durchschnittlich 15 Jahre hält ... also wird da wohl demnächst etwas passieren. und sobald eine von beiden Thermen auszutauschen ist, soll nur noch insgesamt eine Therme das Haus beheizen.

    Gas kommt über eine Erdleitung

    das Haus (Baujahr irgendetwas um 1920) hat 36er Außenwände und keine weitere Dämmung (würde die wirtschaftlich sinnvoll sein??). das Dach ist gedämmt und zwischen den Geschossdecken ist zur zusätzlichen Dämmung etwas Styropor.

    im 1. Halbjahr (01.01.- 30.06.) haben wir ca. 1.500 Einheiten Gas verbraucht (sind erst zum 01.01. eingezogen, so dass wir keine weiteren eigenen Verbrauchsangaben machen können). die Vorbesitzer haben ca. 23.000 kWh verbraucht (sowohl 2009 als auch 2010).

    die einzelnen Räume haben jeweils Wandheizkörper, daran soll sich auch nichts ändern. die Fenster haben eine Doppelverglasung und sind ca. 10 Jahre alt (sofern ich die Aussagen der Vorbesitzer richtig in Erinnerung habe)

    jetzt zu unserer Frage:

    wenn demnächst die Neuanschaffung einer Heizung ansteht, was wäre die wirtschaftlich sinnvollste Lösung? Öl scheidet generell aus; für alles andere wären wir offen.

    wäre vor einer Neuanschaffung ein anderer energetischer Sanierungsaufwand sinnvoll? wenn ja, welcher?

    und wie sind unsere Verbrauchswerte einzuschätzen?

    Gruß Bjoern
     
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  3. driver55

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    Ich bin zwar kein Altbauprofi, aber weshalb seit ihr das Thema nicht bereits beim Kauf / vor dem Kauf angeganen?

    Wer sagt, nur weil die Heizungen im Mittel ca. 15 Jahre funktionieren, dass eure dies bald nicht mehr wird?
    Lass die Anlage laufen solange sie funktioniert... (meine Meinung)

    Die "Hütte einpacken" (dämmen) u. evtl. neue Fenster, fertig. Und wenn die Fenster erst 10 Jahre alt sind, sollte man das Datum u. Art der Verglasung zwischen den Scheiben finden.

    Und jetzt bitte die Experten...
     
  4. Julius

    Julius

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    Soll denn die Einliegerwohnung zukünftig selbst genutzt oder vermietet werden?
     
  5. Nightwish

    Nightwish

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    @driver55:

    Fenster: da steht tatsächlich etwas zwischen den Scheiben. Brakeler Thermo Glas 10/93

    ich möchte die Heizung auch so lange laufen lassen, wie sie funktioniert. nur möchte ich halt zu diesem Zeitpunkt dann auch genau wissen, wie ich sie ersetze. daher fange ich jetzt an, mich intensiver zu informieren

    und da ich in anderen Threads hier gelesen habe, dass man vor einem Heizungswechsel seine "Hausaufgaben" in Bezug auf energetische Sanierung machen sollte, war halt meine andere Frage, was bei uns noch zu machen ist.

    bezüglich der Außendämmung bin ich bspw. unschlüssig, ob diese tatsächlich sinnvoll ist bei unserer Stärke der Außenwand

    @Julius:

    die Nutzung der Einliegerwohnung steht noch nicht fest. vermieten ist allerdings eher unwahrscheinlich, da wir keine Fremden auf unserem Grundstück haben wollen. insofern würde ich sagen: Eigenutzung oder gar keine Nutzung
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Dann bleibt ja wohl nur Gas oder Holz bzw. Pellets. Eine Wärmepumpe würde ich bei den genannten Rahmenbedingungen nicht empfehlen. Dafür müssten zumindest die Heizflächen neu dimensioniert werden, und demzufolge wären wohl viele der Heizkörper auszutauschen. Bei einem wenig bis gar nicht gedämmten Haus ergeben sich weitere Schwierigkeiten die den Einsatz von Niedertemperatur-Heizflächen erschweren.

    Also beginnen wir mal von vorne.

    Mit "Einheiten" meinst Du wohl m3. Je nachdem wie sich die Monate Nov. und Dez. entwickeln, wird Dein Jahresverbrauch in Richtung 3.000m3 gehen, oder umgerechnet ca. 33.000kWh. Das ist eher eine worst case Betrachtung, denn erfahrungsgemäß liegt der Verbrauch im 2. Hj. niedriger als im ersten Halbjahr.

    Ob Du den Verbrauch der Vorbesitzer erreichst möchte ich jetzt erst einmal bezweifeln. Die haben anscheinend sehr sparsam geheizt.

    Die Heizlast des Gebäudes wird aus dem Verbrauch geschätzt wohl irgendwo zwischen 10kW und 14kW liegen. Genaueres könnte man nur nach einer Heizlastermittlung nach EN12831 sagen.

    ICH würde an Deiner Stelle die Gastherme durch ein neues und passendes Modell ersetzen, aber erst wenn die alte Kiste die Grätsche macht. Alternativ könnte man über eine Pelletheizung nachdenken. Die Investitionskosten bei der Pelletheizung liegen höher als bei einer einfachen Gastherme, dafür sind die Verbrauchskosten niedriger. Ab wann sich das rechnet, müsste man einmal genauer ermitteln.

    Man könnte zusätzlich noch über Solarthermie nachdenken. Wirklich rechnen wird sich diese Option kaum, aber sie fördert ein ruhiges Gewissen. ;)

    Weitere sinnvolle Möglichkeiten sehe ich nicht.

    Gruß
    Ralf
     
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  8. Nightwish

    Nightwish

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    vielen Dank für die Antwort

    den Verbrauch der Vorbesitzer können wir nicht erreichen. meine Freundin war das erste Halbjahr in Elternzeit und somit rund um die Uhr zu Hause. und bei einem Kleinkind muss man auch die Raumtemperaturen etwas erhöhen

    also fasse ich mal zusammen: zusätzliche Dämmung bzw. neue Fenster lohnen nicht. habe also vor einer Neuanschaffung der Heizung keine "Hausaufgaben" mehr zu erledigen :D

    bringt die Ermittlung der Heizlast etwas oder wäre das rausgeschmissenes Geld?

    die genaue Berechnung, ob sich Pellets lohnen oder nicht, kann ich nur an Hand des Verbrauches erstellen; oder?!? also müsste ich da eh das nächste Jahr abwarten, da ich davon ausgehe, dass die Verbräuche ohne Elternzeit deutlich geringer sein werden ...
     
  9. R.B.

    R.B.

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    So habe ich das nicht geschrieben. Eine energetische Sanierung lohnt fast immer. Wenn das Haus erst erworben wurde, ergeben sich aus der EnEV auch Nachrüstpflichten. Hierzu mal einen Blick in die EnEV werfen.

    Es ist aber nicht so, dass Du erfrieren musst nur weil die Wände noch nicht gedämmt sind. Es entfällt halt eine Option (WP), wie oben schon ausgeführt.

    Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine Abschätzung ausreichend. Sollten Fassade, Fenster etc. saniert werden, und dann vielleicht noch eine WP zum Einsatz kommen, dann wäre eine korrekte Heizlastermittlung empfehlenswert. Das ist auch nicht so teuer wie oft vermutet.

    Jaein. Bei einem Pelletkessel oder einer Gastherme ist erst einmal die benötigte Heizleistung entscheidend um die Obergrenze festzulegen, und die ergibt sich bereits aus der o.g. Abschätzung. Ob die reale Heizlast dann 1kW höher oder niedriger liegt, spielt keine Rolle, denn die Wärmeerzeuger gibt es nur in festgelegten Leistungsklassen. Zudem können diese ihre Leistung meist regeln.

    Gruß
    Ralf
     
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