neue Zwischen-/Untersparrendämmung: weitere Maßnahmen gegen sommerliche Hitze?

Diskutiere neue Zwischen-/Untersparrendämmung: weitere Maßnahmen gegen sommerliche Hitze? im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Experten, Wenn man ein Haus baut liest man viel, lernt viel und stellt sich immer weiter neue Fragen. Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Wir...

  1. GHov

    GHov

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    Hallo Experten,
    Wenn man ein Haus baut liest man viel, lernt viel und stellt sich immer weiter neue Fragen. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
    Wir sanieren einen Altbau und hier geht es um Dachdämmung. Wir streben eine Kombination aus Zwischensparren- und Untersparrendämmung an, welche wir selbst ausführen möchten.
    Den Spitzboden werden wir als Schlafzimmer nutzen und möchten früh genug alles nötige tun, damit man darin nicht "erstickt". Ich habe heute gelesen, Material mit hoher Wärmespeicherkapazität innenraumseitig verbaut würde da gutes leisten?

    Derzeitiger, vom Dachdecker gedeckter, neuer Aufbau:
    1) Tonziegel
    2) Traglattung, Konterlattung
    3) Unterspannbahn: Dörken Delta Vent S
    4) alte Rundsparren in 12cm Stärke (sind noch in Ordnung!)
    - lichter Abstand zwischen den Sparren 55-56 cm

    Als Dämmung streben wir KfW-Niveau (24cm Stärke mit WLG 035 oder adäquat) an, da wir mit dieser Mindestanforderung städtische Förderung erhalten.
    Nach dem Gegencheck meiner bisherigen Planung mit dem örtlichen Fachhändler möchten wir nun bald mit folgendem Aufbau beginnen:

    5) Zwischen den Sparren: 12cm Mineralwolle (WLG 035) [Knauf Insulation]
    6) Quer zu den Sparren innen eine weitere Lage: 12 cm Mineralwolle, ebenfalls Knauf WLG 035
    - Quer an den Sparren wird dazu 6x12cm dickes Leimholzs als "Klemmung" für die Untersparrendämmung verwendet
    7) Dampfsperre: genaue Art noch unbekannt, der Fachhändler wollte sicherheitshalber Rücksprache mit Knauf halten, da diese Art der "dicken" Untersparrendämmung ihm nicht allzu geläufig ist.
    8) 3cm [?] Lattung als Unterkonstruktion für Gipskarton
    9) 12,5cm Gipskartonplatten (Knauf GKB HRAK)

    Soweit erstmal die Frage, ob es irgendwelche Einwände gibt oder jemand ein Problem sieht?

    Meine Frage: Wir suchen eine gute Lösung zwischen "genug verbleibender Innenraum" // "geeignete Dämmung / HITZESCHUTZ" // "Kosten-Nutzen-Faktor vernünftig".
    Könnte man nicht die 3cm Raum, welche die Lattung von 8) hergibt evtl. mit Holzfaserdämmplatten füllen? Wie würde man diese anbringen, kann man diese passend schneiden, auf die Querlattung legen und dann die Rigipsplatten davor schrauben?
    Sind diese 3cm später überhaupt spürbar oder wäre das reine Geldverschwendung?


    Zur Info:
    -Drei große Dachfenster mit Außenrollo sind ebenfalls verbaut.
    -Klimaanlage wird noch installiert, zur Not muss diese halt etwas mehr ackern :)

    Ich bedanke mich für eure Meinungen
    Gerrit
     
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  3. #2 Gast34826, 14. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Ghov,
    Holzfaser oder Holzfaserdämmung bietet keinen signifikanten `Vorteil, auch nicht hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes.

    Nachdem ie Fenster bereits beschattet und das dach neu gedeckt ist können Sie den sommerlichen Wärmeschutz durch folgende Maßnahmen verbessern.
    1. Beserer U-Wert.
    Die 2x 120mm Dämmung sind "Mindestwert".

    2. 30mm Zusatzdämmung, keine Holzfaser, weil kein Speichereffekt oder sonstiger Nutzen.

    3. Wirksam ist eine "dickere" mineraliscvhe Innenplatte, z.B. 2x 10 mm GK.

    Weiter sehr wirkungsvoll:
    schwere Innenwände, kein Leichtbau !
    mineralische Bodenbeläge, Fliesen statt Teppich / Holz
    nachts lüften, lüften, lüften.

    Die Klimaanlage sollten Sie mal vorerst "zurückstellen".
     
  4. GHov

    GHov

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    Unter 2. meinen mit 30mm den Raum zwischen der GK-Unterkonstruktion und Dampfsperre? Welches Material empfiehlt sich dort?

    Doppelt zu beplanken ist natürlich eine Möglichkeit, um noch mehr Masse zu verbauen. Das lasse ich mir durch den Kopf gehen.

    In den Spitzboden wird nur eine 2m lange Trennwand eingezogen. Mal sehen ob wir die vielleicht doch aus Kalksandstein, statt sie wie bisher geplant aus GK bauen. Alle anderen Wände im OG darunter sind Altbestand und aus Bimsstein.
    Für die Klimaanlage haben wir vorsorglich Leitungen unter das Dach legen lassen. Wir warten den nächsten richtigen Sommer mal ab und erst dann kommt evtl. das Klimagerät hinzu -wenn Geld da ist!
     
  5. #4 Gast34826, 14. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @GHov,
    die 30mm sind von ihnen genannt, jedocdh absolutes Minimum.
    Ich würde 80mm 032 verwenden.
    Die doppelte Beplankung wird bei nur 120mm Sparren vermutlich 2zu schwer". Deshalb nicht ohne Nachfrage beim statiker.

    Mein Tipp:
    NICHT 120mm Quer" montieren, das trägt nichts.

    Besser:
    Bringen Sie SEITLICH an die alten Sparren neue Bohglen, z.B. 40 x 240mm.
    Diese können statische wirksam seitlich am Sparren verschraubt werden und ergeben zugleich innen eine perfekte Ebene.
    Dann dämmen Sie einlagig 240mm zwischen den Sparren und dazu vollflächig 50 oder 80mm darunter.
    Die Höhe innen ist identisch, das Ergebnis besser und die Arbeit und kosten geringer.

    Sie können gerne weitere Tipps haben, doch das sprengt dieses Forum.
    Dann können Sie das Klimagerät gegen ein Sparschwein tauschen.
     
  6. #5 SteveMartok, 14. Juli 2016
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Klimaanlage halte ich in unseren Breiten für sehr übertrieben, bei vielleicht drei oder vier Wochen wirklicher Hitze.
     
  7. GHov

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    Sie haben recht. Der Satz "mit den Sparren sind wir aber an der Belastungsgrenze" ist gefallen und mir im Ohr geblieben.

    daemmung.png
    Habe ich den vorgeschlagenen Aufbau richtig verstanden? In die Bereiche unter den Sparren/Bohlen müsste man dann doch auch etwas stecken, um auch auf 240 Gesamtstärke zu kommen, oder?
    Darunter innen dann nach Ihren Angaben noch 50-80 mm vollflächig, dann der Gipskarton.

    Klingt nach einer guten Idee, wenn man zusätzlich sogar die Sparren noch verstärkt.
     
  8. #7 Gast34826, 14. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    Korrekt, richtig verstanden.

    googlen ist immer gut:
    Stichwort: "effizienter dachbau"
     
  9. GHov

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    zur Erinnerung: der lichte Abstand zwischen den Sparren ist 55-56cm. Die Dämmung würde bei 40er Bohlen dadurch auf 47cm Breite schrumpfen. Kein Problem?
     
  10. #9 Gast34826, 14. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    Kein Problem,
    wird durch die vollflächige Dämmung mehr als ausgeglichen zumal auch die 120mm Sparrenbreite zusätzlich unterseitig gedämmt werden.
     
  11. GHov

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    Ich habe beim Händler vor Ort Bohlen angefragt und ich bekäme dort 24 * 240 (2,40€ pro laufender Meter) sowie 40 * 240 (5,60€ pro laufender Meter)
    Die dünnere Variante ist hier doch bessere & günstigere, oder übersehe ich etwas?
    Ich sehe höchstens das Problem, dass die Schrauben, mit denen die Lattung für die Gipskartonplatten angebracht werden, in die 24mm starke Seite der Bohlen geschraubt werden müssen. Man muss also genau genug messen, um diese auch zu treffen.

    Vielen Dank zunächst für die Antworten, DACHMANN.
     
  12. #11 Gast34826, 14. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    24 ist zu dünn.
    Ich melde mich morgen
     
  13. #12 Gast34826, 15. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    GHov,
    dann konkret.
    24mm ist zu dünn und "trägt" auch kaum.

    Ich empfehle:
    mind 40 x 180mm seitlich verschraubt.
    Gefachdämmung 180mm 035
    dazu
    unterseitig vollflächig
    80mm WLG 032 mit GK-Platte-
    fertig.

    Damit ist der Gesamtaufbau "schlanker" als von Ihnen geplant, nämlich nur 270mm incl. GK.
    Zugleich wird der U-Wert 0,14 erreicht für KfW-Förderung.
    Ausserdem sind die Sparren nun tragfähiger und die Unterkante gerade.

    Bei Fragen bitte melden.
     
  14. GHov

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    Ich bedanke mich herzlich für Ihre Empfehlung!

    Nur noch zur Dampfsperre stelle ich mir die Frage, ob:

    a)
    Kommt diese zwischen der 180mm 035 und den 80mm 032?

    oder b)
    Direkt zwischen vollflächiger Dämmung und GK?
    Wenn b), durchdringen die vielen Schrauben der GK ja die Dampfsperre. Hier ein Dichtungsband anbringen?

    oder c)
    Aufbau
    - 180mm Beibretter/Dämmung längst zwischen die Sparren
    - Querlattung in 80er Höhe an die Beibretter schrauben
    - 80mm Dämmung dazwischen
    - Dichtungsband da drauf
    - Dampfsperre
    - 20mm Latten ebenfalls quer auf die untere Querlattung (weitere Verlegeebene, weil weniger Durchstöße durch Dampfsperre?)
    - GK


    Und wo wir schon dabei sind, welche Dampfsperre empfiehlt sich?
     
  15. #14 Gast34826, 15. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Ghov,
    meine Empfehlung betrifft ausschließlich die eigene Systembauweise.
    Dabei entfallen Dampfsperre, Lattenkonstruktion, Querlattung,Dichtband usw.usw.

    Bei Fremdsystemen befolgen Sie bitte IMMER die dortigen Angaben.
     
  16. GHov

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    Zur Info: Eine Verlegeebene brauchen wir nicht unbedingt, Stromleitungen können auch anders verlegt werden. Mir geht es darum, ob die GK direkt über der Dampfsperre liegen darf. Der Mitarbeiter von Fachhandel meinte, dort müsse noch eine Lattenbreite zwischen sein.
     
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    Achso, dann hab ich es verstanden. Danke!
     
  19. #17 Gast34826, 15. Juli 2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Ghov,
    Pardon,
    ich darf und kann keine Ratschläge zu Fremdsystemen geben.
     
Thema:

neue Zwischen-/Untersparrendämmung: weitere Maßnahmen gegen sommerliche Hitze?

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