Neutralleiter in UV gelockert

Diskutiere Neutralleiter in UV gelockert im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Forumgemeinde, vorab, ich bin in puncto Elektrik völlig blass. Wir wohnen seit Dez. 2010 im eigenen Haus. Gestern hat sich in...

  1. #1 rueckseil, 17. April 2011
    rueckseil

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    Hallo liebe Forumgemeinde,

    vorab, ich bin in puncto Elektrik völlig blass.

    Wir wohnen seit Dez. 2010 im eigenen Haus. Gestern hat sich in der Unterverteilung der Einliegerwohnung (Schwiegereltern) der Neutralleiter gelockert. Alle Dosen, die über diesen FI liefen hatten wohl statt 220 V satte 380 Volt. Alle Geräte, die zu diesem Zeitpunkt in Betrieb waren sind nun hin. Das fängt an mit dem PC und der Funkstation vom Schwiegervater (Schaltnetzteile durchgbrannt), Beleuchtung und Torantrieb in der Garage sowie (wohl ganz schlimm) die Unterverteilung im Wohnmobil, das vor der Tür steht und an die Spannungsversorgung der Garage hing.

    Nun ergeben sich für uns mehrere Fragen:

    1. Zahlt die Haftpflicht der Elektrofirma solche Schäden?
    2. Ist die Installation normal, dass durch das einfache Lösen nur eines Kabels so ein Schaden entstehen kann? Zum Glück waren Waschmaschine, usw. nicht in Betrieb? Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn keiner zu Hause gewesen wäre, Brandgefahr.

    Danke für eure Meinung, rueckseil
     
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  3. Jonny

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    zu 1)eigentlich schon, kommt halt auf die 'Beweislage' an.
    zu 2) Ja, wenn der N fehlt, haste eine Sternpunktverschiebung. Die Spannungen hängen dann von den angeschlossenen Lasten ab, bis hin zu max. 400V

    Grüsse
    Jonny
     
  4. Julius

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    So ist es.
    Sehr unschön. Sollte nicht sein, kommt aber vor. Allerdings selten. Bei einer derart jungen Installation war jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Montagefehler die Ursache!

    Woher wißt Ihr das mit dem lockeren N überhaupt (wer hat das festgestellt)?

    Da es bei Eurer Schadenersatzforderung um eine erkleckliche Summe gehen dürfte, sollte man beim weiteren Vorgehen Sorgfalt walten lassen.
    Ggf. SV beauftragen.

    Im Übrigen gibts auch in Neufünfland schon lange keine 220V und 380V mehr (waren je eh meist etwas weniger...), sondern 230V und 400V.
     
  5. #4 rueckseil, 17. April 2011
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    Wir haben zuerst der Elektrofirma auf den Anrufbeantworter gesprochen. Nachdem dort kurzfristig keine reaktion kam, haben wir direkt den Mitarbeiter der Firma angerufen (Privathandy), der unsere Installation durchgeführt hat. Nummer hatte ich zum Glück noch aus der Bauphase. Dieser hat sich gleich (später Samstag nachmittag) und ist die 30 km zu uns gefahren.

    Dieser hat dann den Fehler festgestellt, behoben und alle weiteren Verschraubungen überprüft. Er wird es morgen früh seinem Chef mitteilen und ich werd mich dann auch morgen mit der Firma in Verbindung setzen.

    Zudem wurden alle Schäden im Beisein der Elektrikers festgestellt.

    Meint ihr ein SV ist notwendig? Ich schon beunruhigend, wieviel von nur einem Kabel abhängig sein kann. Hätte ein Netzteil Feuer gefangen...möcht ich nicht drüber nachdenken.
     
  6. #5 rueckseil, 17. April 2011
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    ok, danke für die Nachhilfe. Dann in Zukunft also 230 V und hoffentlich keine 400 Volt mehr.
     
  7. #6 Eumeltier, 18. April 2011
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    Hier in Neufünfland sinds real übrigens meist eher 240V....
     
  8. Julius

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    Es geht um die Nennspannung.
    Hinzu kommt ja die Toleranz von +/- 10%.
    Tatsächliche Spannung darf also durchaus zwischen 207V und 253V liegen.
     
  9. Julius

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    Erstmal mit dem Chef reden.
    Wenn der es anerkennt, ist alles paletti.
    Wenn nicht, muß man sehen, wie dann am besten vorgegangen wird.
    Der eindeutige Beweis ist ja nun schon vernichtet...

    Zur Beruhigung:
    Normgerechte Geräte geraten bei derartig moderater Überspannung eigentlich nicht in Brand.

    Nicht vergessen, auch Dinge wie die Ansteuerelektronik in Herden etc. prüfen zu lassen. Die mögen sowas gar nicht...
     
  10. #9 Eumeltier, 18. April 2011
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    Ich weiß doch - nur weil Du meintest, es waren ja eh immer etwas weniger - heute sinds eher ein paar Volt mehr - zumindest hier.
     
  11. malafides

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    Völlig egal. Die Frage ist nicht, ob die Versicherung zahlt, sondern ob die Firma selber zahlen muss. Wie die das intern regeln interessiert dich nicht.

    Wie alt ist die Installation? Auch dem SV ergeht nur, dass du seit Dez 2010 im eigenen Haus wohnst.
     
  12. rueckseil

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    Prüfen lassen oder selber prüfen? Funktionskontrolle ist bei E-Herd ja recht einfach.

    @malafides

    Die Installation ist entsprechend ca. 1/2 Jahr alt.

    Wie wird die Frage geklärt, ob die Firma den Schaden zahlen muss?
     
  13. R.B.

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    Meinst Du das juristisch oder technisch?

    Juristerei ist nicht mein Ding. In Deinem Fall würde ich mal annehmen, dass es eine Frage der Gewährleistung ist. Du hast sicherlich keine E-Installation bestellt (und bezahlt) die unsicher ist. Ob sich der N plötzlich gelöst hat, oder ob er von Beginn an lose war (und nur durch Glück bisher funktioniert hat), ist hier egal, denn beides darf bei einer Neu-Installation nicht passieren.

    Bei einer ordnungsgemäß ausgeführten E-Installation darf sich ein Leiter (hier der N) nicht lösen. Das wird durch das verwendete Material und einen fachgerechten Einsatz sichergestellt.

    Der Mangel ist dann wohl eindeutig, und die Ursache für die entstandenen Schäden.

    Ob der Eli das Material falsch eingesetzt hat, oder ob das Material "mangelhaft" war, kann Dir egal sein. Das muss er mit seinem Lieferanten klären. Zuerst einmal muss er jedoch für den entstandenen Schaden aufkommen.

    Gruß
    Ralf
     
  14. malafides

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    Vorsicht Falle! Gewährleistung bezieht sich hier auf die Installation an sich.
    Klemme ist lose, also wird die festgezogen. Das ist die Gewährleistung.

    Der Schaden der jetzt entstanden ist, hat damit nichts zu tun.

    Das sehe ich auch so.

    An den TE, wie ist denn jetzt der Stand der Dinge? Was sagt die Firma? Ich würde mir den Schaden schriftlich mit der Ursache anerkennen lassen und mich auf keinen Fall auf Gespräche á la "Wir klären das noch mit der Versicherung" einlassen.
     
  15. Julius

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  17. R.B.

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    Musste ich jetzt zweimal lesen, aber ich hab´s kapiert. ;)

    Im Prinzip ist es doch so, dass der Schaden durch die Anlage verursacht wurde, für deren korrekte Funktion wiederum der Eli einstehen muss. Vereinfacht ausgedrückt, der Eli hat den Schaden verursacht und muss dafür geradestehen.

    Ob er sich an einer anderen Partei schadlos halten kann, deswegen mein Kommentar mit dem "Material", interessiert den TE nicht bzw. hat ihn nicht zu interessieren.

    Gruß
    Ralf
     
  18. rueckseil

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    also kurz den aktuellen Stand:

    Architekt hat eben mit Elektrofirma gesprochen. Der Chef hat nicht diskutiert. Er möchte heute nach Feierabend nochmal mit dem Elektriker sprechen und am Ende alles über seine Haftpflicht laufen lassen.

    Wir geben ihm heute noch Zeit. Morgen wird Auflistung des Schadens nachgereicht und eine schriftliche Schadens-/Ursachenbestätigung eingefordert.

    Vielleicht läuft ja alles reibungslos.

    Danke an alle Beteiligten bis hier her. Ich halte euch auf dem Laufenden.
     
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