Noppenbahn

Diskutiere Noppenbahn im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallöle mal wieder eine blöde Frage von mir, und zwar, wie wird eine Noppenbahn "befestigt" bzw. allgemein "richtig" ausgeführt? Nachdem...

  1. BTopferin

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    Hallöle

    mal wieder eine blöde Frage von mir, und zwar, wie wird eine Noppenbahn "befestigt" bzw. allgemein "richtig" ausgeführt?

    Nachdem einiges hier bei mir freigelegt worden ist, kann man die Noppenbahn- Ausführung sehen. Sieht eigentlich schrecklich aus. Ich weiß aber nicht, "wie" schrecklich es tatsächlich ist.

    Also, Noppen sind überall "Richtung Wand", egal ob an Verputz oder Kemperol-Abdichtung.

    Es gibt auch Erde und kleinere Steine zwischen Noppenbahn und Wand. (Ich denke, das soll nicht der Fall sein...)

    Es gibt einige unterschiedliche "Befestigungs-Arten" hier:
    1. Mit Nägel an WDVS befestigt
    2. In eine Ecke mit eine Mischung aus Splitt und Beton (o.ä.) befestigt.
    3. Mit Beton (o.ä.) teilweise befestigt (Diese Bereiche sehen jetzt gerade aus wie "Noppen-Fossilien". )


    Ist die Noppenbahn-Ausführung hier 100% Murks oder nur teilweise :Roll ?

    Danke im voraus für ein paar Tipps. :)

    Grüßle
    Amy
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 15. September 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Für wat war se denn, die Noppenbahn???
    -Drainung
    -Schutz der Abdichtung
    -Schutz der WD vor Erdfeuchte
    -bloss mal so, weil war grad da :D
    Was ausser kemperol/WDV ist noch dahinter? Dickbeschichtung der Sohle z.B.? Oder ist die bei Euch durchs Kemperol ersetzt :mauer :mauer
    Und von wo bis wo (senkrecht) geht/ging denn die Noppenbahn?
    Gibts Bilder???? *ganzvorsichtigfrag*
    MfG
     
  4. BTopferin

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    Hi Ralf

    Bilder? Jepp... Weiß bloß nicht, welche ich am besten einstellen soll.

    Ehrlich gesagt, ich denke, der BT (sowie Bauleider) der Meinung ist, dass eine Noppenbahn ähnlich wie Bauschaum ist: Man kann alles damit erreichen.

    Also, Noppenbahn als Schutz der Abdichtung kann es eigentlich nicht sein, weil die Kemperol-Abdichtungen nur ca. 50% mit Noppenbahnen gedeckt waren... (Bild) Der BT hat aber nun gesagt, die Noppenbahn wird höher gezogen...

    Warscheinlich meint der BT, dass Noppenbahn ein Art Abdichtung ist... öhmmm, Schutz vor Erdfeuchte ist. Es gibt Morgen hier ein Termin, ich frage mal... ;)

    Im ersten Bild, dort ist nur "halb ausgegraben" (vor fast 7 Wochen), aber es wurden noch keine Noppenbahnen entfernt. Also, das war die ursprüngliche Noppenbahn-Höhen. Im Bild sieht man die ursprüngliche Noppenbahn-"Oberkanten".

    Gestern wurde tiefer ausgegraben --- bis Unterkante Vorbau-BP. (Anrufe haben anscheinend was gebracht... ) Noppenbahn wurde dann in den untere Kemperol-Bereiche entfernt. Ich gehe also davon aus, dass der BT der Meinung ist, dass die Noppenbahn im "Verputz-Bereich" i.O. ist (weil noch da)...

    Unten noch 3 Bilder (nach weitere Ausgrabung). In der Ecke ist irgend ein Split-Beton Mischung. Neben diese Mischung, die "Noppen-Fossilien" (welche kein Split besitzen). Mischung und "Fossilien" sind in untere Noppenbahn-Bereich. Wieso das gemacht wurde, weiß ich nicht. Für mich sieht es wie ein Art "Befestigung" aus... Auch anbei, ein Bild, wo man der Entwässerungsrohr sehen kann.

    Soweit ich weiß, es gibt überhaupt KEINE Abdichtung hinter WDVS ausser direkt in Fenster-/Türenbereiche. Also, ich denke, der BT ist der Meinung, dass Noppenbahn und WDVS eine "ausreichende" Mauerwerk-Abdichtung der Wand sind. (Der Bauleider hat das schon mal während Bau gesagt :Roll , ich frage aber Morgen wieder... )

    Was für eine Farbe hat eine Dickbeschichtung eigentlich? Schwarz?

    Grüßle
    Amy
     
  5. #4 Eric, 16. September 2005
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2005
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    Funktionen einer Noppenbahn:

    Verbesserung der Drainung ( Versickerung des anfallenden Regenwassers im Boden ) vor der senkrechten Außenwand nach unten
    Schutz der Abdichtung gegen Beschädigung

    Verlegung der Noppenbahn:

    Noppen nach außen, weil anderenfalls die Noppen durch den Erddruck zu stark gegen die Abdichtung gedrückt werden und diese beschädigen können. In Verbindung mit KMB muß an der Rückseite der Noppenbahn noch ein Flies angebracht sein. Ob auch bei Kemperol?

    Noppenbahn hat selbstverständlich keine abdichtende Funktion.

    Bei Dir fehlt die sog. Sockelabdichtung. Mit " Sockel " ist gemeint die Abdichtung bis 15 cm über Oberkante fertiges Gelände, also gemessen nach oben ab Kiesstreifen, Plattenbelag, Erdreich oder was immer dort vor dem WDVS ansteht. Die Sockelabdichtung muß nach DiIN 18 195 hinter dem WDVS an der gemauerten Außenwand vor Anbringung des WDVS angebracht werden. Sie muß sich also ( von vorne gesehen ) hinter dem WDVS befinden und mindestens 15 cm hoch gehen.

    Gibts einen Keller? Wie ist der abgedichtet?

    Im Spitzwasserbereich, also rund 20 cm über anstehendem Gelände, dürfen nicht die " normalen " WDV-Platten verlegt werden, sondern druck- und wasserfeste Perimeterplatten.

    Das alles kannst Du mit Sicherheit im Architektenordner des Herstellers des WDVS nachlesen bzw. nachsehen, denn alle Hersteller haben über die Sockelausbildung Detailzeichnungen in Ihren Architektenordnern. Also diesen vom Hersteller anfordern. Gibts möglicherweis auch im Internet. Beim Hersteller nachlesen unter dem Stichwort " Sockelausbildung ".

    Wenn alles nicht hilft, dann teile mir Deine Fax-Nr. mit und ich sende Dir ein ausführliches Gutachten in einem Fall mit gleich - besch... - gelagertem Sachverhalt mit Text und Detailzeichnung, wie der Sockelbereich richtig auszuführen ist. War übrigens das zweite Gutachten. Der erst Gutachter mußte und wurde vom Gericht entlassen, weil sich herausstellte, daß er k.A. hatte.

    In der Baugrube durfte natürlich kein Beton - auch nicht zur Stabilisierung der Noppenbahn - verfüllt werden, weil hierdurch die Versickerungsfähigkeit des Bodens behindert wird und außerdem die Noppenbahn ihre Funktion verliert.

    Ich dachte Du bist inzwischen bei Koeble?

    Sehe ich das richtig, daß das Regenwasserrohr paralell vor der Außenwand verlegt ist? Wie tief im Erdreich? Gibts ein Bild mit Erläuterung, wo das Rohr herkommt und wo es hingeht? Muß normalerweise frostfrei ( 80 cm tief! ) verlegt werden. Ist geprüft worden, ob der Murks noch dicht ist?
     
  6. Eric

    Eric

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    @BTopferin

    Habe mal im Internet gegoogelt

    Deitermann, Detailskizzen, 1.106, Hochflexibeles D.U.D. System

    > zeigt in dem oberen Teil der Detailskizze wie Sockelabdichtung auszuführen
    ist!

    Dann unter googel: WDVS und Sockelausbildung

    > mehrere Anbieter mit Detailskizzen Sockelausbildung.

    Mein Fax- Übersendungsangebot steht auch noch.
     
  7. #6 BTopferin, 16. September 2005
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2005
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    Hallo Eric

    danke für die ausführliche Infos. Ich habe mittlerweile auch einiges gegoogelt. Das haupt-Problem mit meinem BT, der ist der Meinung, dass jeder, der eine andere Meinung als seine Meinung ist, der liegt falsch.

    --> Das habe ich nun im unteren Kemperol-Bereich bemerkt. Man kann in einige Bereiche sehen, genau wo die Noppen waren. Ob aber die Kemperol-Abdichtung auch dort beschädigt ist, kann ich nicht feststellen.

    --> Wie gesagt, mir ist keine weiter Abdichtung im Sockelbereich bekannt. Wäre so eine Abdichtung immer schwarz oder grau (also nicht "farbenlos")? Kemperol in Fenster-/Türenbereiche wurde (wie in den Bilder sichtbar) bis einige cm UNTERHALB Gelände-OK angebracht. :mauer

    --> Ja, ein Keller aus "Ortbeton" gibt es. Da ist auch eine Noppenbahn mit Noppen in Richtung Betonwand. Was möglicherweise an der Kellerwand angebracht wurde, weiß ich leider nicht. Die Kellerwand ist auf jeden Fall nicht schwarz oder "Kemperol-grau".


    --> Solche WDVS-Platten wurden angebracht, ob auch im Terrassenbereich, das weiß ich nicht. Aber im schon begutachtet Bereich, nur bis ca. 8 cm oberhalb OK-Gelände.

    --> Also, ich habe nicht nur eine Kopie der Zulassung, sondern auch verschiedene Kopien von Fa. Dracholin-Richtlinien für WDVS. Es ist aber auch für Fa. Dracholin anscheinend ziemlich egal, dass die WDVS-Ausführung hier weder die Zulassung noch eingene Hersteller-Richtlinien entspricht. Also, der Verputzer hat eine "Hersteller-Stellungnahme" zu meinen "privat" Gutachten geholt. In dieser "Stellungnahme" steht z.B. (sinngemäß) "Ja, aber, so war es nur an der Untersuchungs-Stelle". Also, Dracholin hat mehr oder weniger mein Gutachten bestätigt, aber eben nur an der von meinem Gutachter untersuchte Stelle. Und natürlich behauptet BT nun, dass er eben gar nichts unternehmen will, weil er der Meinung ist, laut Dracholin-Stellungnahmem muss man nichts unternehemen. :mauer Diese Hersteller-Stellungnahme ist polemisch und meiner Meinung nach, dieser WDVS-Hersteller hat nur versucht, ein Murkser zu schützen. Der Hersteller hat auch mehrmals gemeint "So kann es auch funktionieren". Die Fassade funktioniert aber nicht, besonders in Detail-Bereiche (Anschlüße, Sockel). Für meinen Gutachten gab es eine Bauteilöffnung und genaue Untersuchung. Weder BT noch Verputzer noch Fa. Dracholin hat die Fassade so untersucht. Fa. Dracholin hat aber wenigstens gemeint, dass eine Sockelabdichtung angebracht werden muß. Wie aber mein BT "Sockelabdichtung" versteht ist eine andere Frage.... :motz

    --> Kann ich mein Fax-Nr. per PN oder E-mail schicken?

    --> Also in den Terrassenbilder ist West-Hausseite. Der Rohr läuft rechts auch um der Ecke und dann der Südseite entlang und ist dort nur für Balkonentwässerung zuständig.
    Dieser Rohr läuft auch nach links und ist dann mit Dachentwässerung angeschlossen --- weil BT/Archi während Dachentwässerung-Planung eingeschlaffen ist und sein ursprüngliche "Plan" gar nicht machbar war. Der Rohr liegt zur Zeit ca. 30-35 cm unterhalb "ehemalige" Terrassen-Oberkante. Von rechts (von Balkon) kommt natürlich weniger Wasser als links (vom Dach).


    Grüßle
     
  8. #7 Eric, 16. September 2005
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2005
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    Kann denn nicht einer der SV ( Mark Carden ? ) dort vorbeifahren und der armen BHin ein ordentliches Gutachten über den ganzen Murks schreiben?
    Ich übernehme die Bezinkosten oder Kosten Bahnfahrt.

    Man kann es nicht mehr mit anhören, auf welch schamlose Art diese BHin auf den Arm genommen wird.

    Im übrigen: Haste jetzt RA Koeble oder haste nicht?
     
  9. Eric

    Eric

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    Nach weiterer eigener Recherche: Alles nur ein einziges Trauerspiel !

    Bei Dracholin im Internet sind die Verarbeitungsrichtlinien per download herunterladbar.

    Du hast ein WDVS ohne Sockelschine, d.h. die Wärmedämmung geht bis zum/ bis unter anstehendem Außengelände. Also gelten die Abbildungen auf Seite 6 + 7 der Verarbeitungsrichtlinien von Dracholin, die mit der DIN 18 195 konform gehen und von Dracholin deshalb auch ausdrücklich erwähnt werden.

    Aus den Abbildungen ist klar zu erkennen, wie es hätte richtig ausgeführt werden müssen, hier aber offensichtlich nicht ausgeführt wurde. Auf Seite 7 sind nebeneinander die Bauteilschichten auf der tragenden Mauerwerkswand im Sockelbereich zu sehen.

    Perimeter Sockeldämmplatte von Dracholin hat die Klassifikation PS 30 SE. Abbildung einer solchen Platte ebenfalls auf der Internetseite von Dracholin unter Produkte " Sockeldämmplatte ".

    Du hast nicht Koeble, wie ich Dir schon vor Monaten empfohlen habe. Du hast leider wieder nur irgendeinen Kasper, der noch nicht einmal im Internet recherchieren kann und daher nicht weiß, wovon überhaupt geredet wird. Wie soll er es dann dem Richter erklären?

    Wer mit den Infos und Systemskizzen im Internet als Bauanwalt dem Richter nicht erklärt bekommt, worum es geht und was falsch ausgeführt ist, hat seinen Beruf verfehlt!
     
  10. #9 BTopferin, 17. September 2005
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2005
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    Hallo Eric :)

    jetzt gerade ist nichts vor Gericht. Es gibt aber immer noch "Gemeinschaftseigentum-Mängel" hier (WEG Reihenhäuser). Aussenwände, WDVS, usw. sind Gemeinschaftseigentum. Es läuft nun alles über der Verwalterin. Ob sie was vernünftiges erreichen kann... Mal sehen. Sonst gibt es wieder Streit.

    Trotz WEG, ich habe versucht, alle Mängel an meinem Haus in meinem Prozeß zu lösen. Das ging einigermaßen, aber meine ehemalige RAin hat auch keine ausreichende Know-hows gehabt, für Sachen, welche technisch schwierig sind und hat einiges versaut. Wenigstens für mich. Aber einiges wurde erreicht und ich freue mich wenigstens auf den Erfolge...

    Doch! Bei Koeble+Partner war ich, aber gerade zur falschen Zeit, aber ich habe dort ein anderer Anwalt empfohlen bekommen und er hat für mich dann weiter gemacht. Er ist auch bereit mit SVs zu reden - im Gegensatz zu RAin. Meine ehemalige RAin hat immer gegen privat-SV beraten und als ich endlich einer SV trotzdem geholt habe, hat sie es abgelehnt, mit ihm zu telefonieren, obwohl sie nichts mit dem Gutachten anfangen konnte. Da war sie echt überfordert. Ich habe auch versucht, die RAin während Fassade-Untersuchung dabei zu haben, sie war aber Wochen lang nicht erreichbar. :mad:

    Wegen Formfehler von ehemaliger RAin war es zu spät, die Fassaden-Probleme an meinem Haus selber beseitigt zu bekommen, also trotz neuer RA. Also, alles jetzt "WEG".

    Was die Terrassenbereich angeht, da hatte ich die Schwellenhöhen von den Terrassentüren schon in mein Prozeß bemängelt. (Schwellen zu niedrig) Meiner Meinung nach, der Gerichts-SV hat da ein Fehler gemacht. Der hat zuerst selber eine Voraussetzung gemacht und geschrieben --> "im Falle einer ordnungsgemäßen Abdichtung" und erst dann "kein Mangel". Na, ja.... vielleicht wenn RAin nicht ursprünglich gegen privat SV beraten hätte, wäre dieses Problem schon langst gelöst.

    Für die Fassade gibt es sogar 2 privat Gutachten, die Ergebnisse sind fast identisch. Und Abdichtung im Sockelbereich ist auch drin. Nur deswegen hat Fa. Dracholin Sockel-Abdichtung erwähnt und als Mangel zugegeben wahrscheinlich nur weil der Verputzer nicht für Sockelabdcitung direkt verantwortlich war. Die Dracholin-Richtlinien sind auch komplett in mein Gutachten (auch Seiten 6 + 7). Vielleicht löhnt es sich gerade, den BT dran zu "errinnern", während er wenigstens was tut....

    Ich denke, weitere privat Gutachten werden jetzt gerade leider nicht viel bringen...

    Danke für die Tipps, Eric.
    Grüßle
    Amy
     
  11. BTopferin

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    @ Eric
    Fax erhalten. Danke ! Ist das nur für meine Augen, oder darf meiner Schnarchi die Seiten auch bewundern? :wow

    Habe nun einige meine Baubilder angeschaut. Also, ich glaube immer noch, es wurde keine Abdichtung im Sockelbereich angebracht, ausser unter bodentiefe Fenster und Türen. Das hat mein Gutachter auch aufgrund Bauteilöffnung behauptet. Es wurde aber irgendwas auf den Betonkellerwände gestrichen (bis UK Kellerdecke). Weiß jemand was das ist?

    Grüßle
    Amy
     
  12. #11 Eric, 18. September 2005
    Zuletzt bearbeitet: 18. September 2005
    Eric

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    Schnarchi darf auch sehen. Aber schneide meine Fax-Kennung vorher weg!

    Die Anlage 4 zum Gutachten ( meine ich jedenfalls aus der Erinnerung, habe dort mit der Hand was dazu geschrieben, ist Bausoll ( gemeint: wie es hätte richtig gemacht werden müssen an Deinem Bau! )

    In dem im Gutachten behandelten Fall hatten die Parteien mit Anwälten mit wenig Ahnung darüber gestritten, ob Sockelschiene angebracht werden muß. Den Käse kannste überlesen. Es geht grundsätzlich mit und ohne Sockelschiene. Das sind zwei verschiedene, mögliche Arten der Ausführung. Bei Dir war ohne Sockelschiene geplant und insofern gilt Anlage 4.

    Sowieso-Kosten sind bei Dir kein Probleme, da BT die gesamte Leistung zu erbringen hatte. Im Gutachten wars nur deswegen ein Problem, weil BH mit mehreren Unternehmen gearbeitet hat und WDVS-Unternehmer die Abdichtung nicht in Auftrag hatte. Er hatte aber Hinweispflicht verletzt > Hinweis auf fehlende Sockelabdichtung vor Anbringung des WDVS.

    Anlage 4 stimmt im übrigen überein mit dem Detail Deines Herstellers auf Seite 6 oder 7 der Verarbeitungsrichtlinie.

    Auf Deinem Bild sehe ich keine Sockelabdichtung. Was siehst Du als mögliche Abdichtung an? Vergleiche nochmals Verarbeitungsrichtlinie Deines Herstellers Seite 6 -8. Kannst Du auf dem Foto einen Pfeil drauf machen? Und: Trag mir mal mit einem horizontalen Strich auf dem Foto ein, wo dort jetzt Unterkante WDVS und Oberkante Gelände ist. Anhaltspunkt für Dich ist der Lichtschacht!

    Wenn Du ganz sicher gehen willst: Schneide ein Stück vom unteren Bereich des WDVS über Erdreich ca. 30 cm nach oben und 10 cm nach der Seite mit einem Messer oder einem Sägeplatt heraus. Keine Angst, geht relativ leicht und der untere Sockelputz ist ja eh im Eimer. Kannst ja eine Stelle auswählen, die nicht sofort ins Auge fällt.

    Wie erkennt man eine Abdichtung? Normalerweise ist die schwarz ( KMB oder Schweißbahn ). Mit Kemperol ( grau ) im Erdreich habe ich noch nie gearbeitet. Kenne das nur als Flüssigabdichtung auf dem Dach, Balkon usw. Egal was für eine Farbe: Wenn eine Abdichtung am Mauerwerk hinter dem WDVS vorhanden sein sollte, dann dürften dort die Steine nicht mehr sichtbar sein ( im Sockelbereich ).

    Möglicherweise meinst Du eine Grundierung, mit der das Mauerwerk vor Anbringung des WDVS behandelt wurde. Die ist meist farblos > Grundierung ist keine Abdichtung! Dient nur zur besseren Haftung des Klebers am Mauerwerk/Beton! Dürfte auch in den Verlegerichtlinien stehen mit Abbildung des Behälters.

    Hast Du verstanden, daß zwei Abdichtungen vorhanden sein müssen? Eine hinter dem WDVS am Mauerwerk und eine vor dem WDVS von unten kommend bis zur Oberkante Gelände! Verlegerichtlinie nochmals gründlich ansehen!

    Keller ist weiße Wanne oder " einfacher " Betonkeller?
     
  13. #12 BTopferin, 18. September 2005
    Zuletzt bearbeitet: 27. März 2006
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    Danke, Eric

    Also, obiges Bild ist vom Nachbar-Haus. Ich habe das Bild genommen, weil einige Details klarer zu sehen sind und Keller, Mauerwek und Vorbau auch gleich sind. Das Bild vom Nachbarhaus stelle ich nochmals ein, diesmal mit Striche für UK-WDVS und OK-Gelände wie bei MIR. (Beim Nachbar sind UK-WDVS und OK-Gelände anders)

    Hier dann noch ein 2. Bild von der südost Ecke von MEINEM Haus. Im Bild sind BEIDE Vorbau-Bereiche sichtbar. Die 2 Lichtschächte waren damals noch NICHT fertig. Fertighöhe von den 2 Lichtschächte = OK fertige Gelände. (Also noch ca. 20-25 cm höher oder so)

    Die Striche:
    OK-Gelände (fertig) = blau
    UK-WDVS = gelb

    Wenn man die erste Steinreihe (Erdgeschoß) anschaut, dann liegt OK-Gelände ca. 8-10 cm höher als UK-Mauerwerk. (Teilweise noch höher)

    UK-WDVS ist mehrere cm HÖHER als UK-Vorbaubodenplatte (ost Hausseite). Im Terrassenbereich (west Hausseite) ist die Vorbaubodenplatte dort so gut wie gar nicht gedämmt und wie schon gesagt, Abdichtung nur mit Kemperol und nur in Fenster- + Türbereiche.


    --> Also, mein Gutachter hat die Fassade ja schon geöffnet, bis ca. 10 cm tiefer als Gelände-OK. Keine Abdichtung da.

    Im April 2004 wurde auch am Ost-Vorbau (2. Bild, rechts im Bild) bis ca. 50 cm unter UK-Vorbaubodenplatte freigelegt (wegen Heizungsmängel... frag lieber nicht :fleen ). Weil UK-WDVS höher als UK-Vorbaubodenplatte ist, damals konnte ich auch dort keine Abdichtung erkennen.

    --> "einfacher" Betonkeller. Anscheinend GANZ einfach. :Roll


    Grüßle
    Amy
     
  14. BTopferin

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    Und noch ein Bild von meinem Haus, an dem Tag wo die Lichtschächte angebracht wurden. Die 2 Vorbau-Bereiche wurden dann später rechts und links erstellt. Und da ist die Noppenbahn noch teilweise zu sehen. ;)
     
  15. Eric

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    @Btopferin: Es wird ganz schlimm und Du tust mir jetzt schon leid.

    1. " Einfacher " Betonkeller. An den Kelleraußenwänden ist mindest ( bei Annahme des geringsten Lastfalls )eine Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit erforderlich und diese Abdichtung muß gegen Beschädigung geschützt werden, z.B. mit einer ( richtig herum verlegten ) Noppenbahn mit Schutzflies zur Abdichtung.

    > Fehlt beides.

    Ob die Erdgeschoßdecke ausreichend gedämmt ist, halte ich für zweifelhaft. Ich hätte die Sockeldämmung noch mindestens 50 cm ( gemessen ab UK Betondecke ) an der Kelleraußenwand nach unten geführt.

    Vielleicht kann Bruno dazu was sagen!

    2. Die von unten kommende Abdichtung der Kelleraußenwände hätte nahtlos als Sockelabdichtung weiter geführt werden müssen bis mindestens 15 cm über OK Fertiggelände, also über das Deckenauflager ( 2 Fugen ) hinweg und an den Porotonsteinen hoch ( vorher Ausgleichsputz oder Kratzspachtellung mit KMB + KMB in mindestens 3 mm Schichtstärke, alternativ flexibele Dichtschlämme ).

    > Sockelabdichtung fehlt.

    3. Wo WDVS die Abdichtung überdeckt wäre WDVS Schutzschicht für die Abdichtung. Also Noppenbahn bis UK WDVS.

    > Nicht ausgeführt.

    4. Wo WDVS im Erdreich liegt und bis mindestens 30 cm über OK Gelände hätten Sockel- Dämmplatten ( druchfeste PS 30 SE Platten ) verlegt werden müssen.

    > Ausführung ?

    5. An den Vorbau-Bereichen mit überkragenden Betonplatten hätte an der Unterseite ( Einbindung ins Erdreich! ) eine Abdichtung und eine Perimeter- Dämmung ( oder ist die Dämmung im Haus an dieser Stelle dicker ? ) angebracht werden müssen.

    > Nicht ausgeführt

    6. Kellerlichtschächte hätten mit abgedichtet werden müssen.

    > Fehlt

    7. An der Vorderseite der Sockeldämmplatte PS 30 SE hätte eine zusätzliche Abdichtung von unten ( ungedämmte Kelleraußenwände ) kommend, z-förmig an den unten keilförmig zugeschnittenen und sich sodann auf Normalmaß verbreiternden Sockeldämmplatten entlang bis OK Fertigelände geführt werden müssen. Dein Hersteller sieht dafür lt. Verarbeitungsrichtlinie eine Dichtschlämme vor.

    Die vorderseitige Abdichtung an den Sockeldämmplatten hätte wieder gegen Beschädigung geschützt werden, also davor z.?. Noppenbahn bis OK Fertiggelände.

    Das alles siehst Du auf meiner Anlage 4 und gleichlautend im Detail des Herstellers in der Verarbeitungsrichtlinie des WDVS-Herstellers.

    > Fehlt alles, weshalb auf den früheren Fotos der Putz bis rund 10 cm über OK Gelände verbröselt ist und sich verfärbt hat. Putz saugt Erdfeuchte und Spritzwasser auf und wird hierdurch beschädigt.

    8. Rohre in der Baugrube hätten frostfrei verlegt werden müssen, also mit Überdeckung von 80 cm.

    > Fehlt, wahrscheinlich Planungsfehler, Kanal zu hoch, so daß die Rohre unter Berücksichtigung des erforderlichen Gefälles bis zum Kanal nicht tiefer gelegt werden konnten. Planungsfehler wurde durch falsche Rohrverlegung vertuscht.

    Wenn Du mitteilst, daß erst später ( nach Anbringung des WDVS ? ) ein weiteres Aufsatzstück auf den Lichtschacht von 20 - 25 cm aufgebracht wurde, dann dürfte klar sein, was passiert ist > WDVS- Unternehmer dürfte dann nämlich davon ausgegangen sein, daß Geländeoberkante 20 -25 cm tiefer angelegt wird. Sockelabdichtung, Sockeldämmung wäre dann nach seiner Vorstellung noch möglich gewesen. Warum Erhöhung? Ich vermute Entwässserungsrohre.

    Könnte man klären durch den Entwässerungsplan. Den wird Dir der BT allerdings nicht freiwillig aushändigen?

    Mark, ich denke, daß Du mitliest. Ich wäre an Deiner Meinung interessiert!
     
  16. BTopferin

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    Hallo Eric :cry

    viele von den Probleme waren mir schon mittlerweile bekannt, aber nicht alle.

    zu 1. Also, das fast "farbloses" Zeug als "Abdichtung" gibt es z.B. auch an meine Garagenwand. Dort wurde das Zeug gestrichen --- die Arbeiten habe ich gesehen, leider war ich nicht dabei, als Noppenbahn an der Kellerwand angebracht wurde und habe nur End-Phase von Baugrube-Verfüllung gesehen. Der SV, der bei unserer Abnahme dabei war (also, NICHT mein "privat SV"), hat gemeint, das Zeug wäre eine Abdichtung. :cry Gibt es sonst ein Grund eine Noppenbahn an einer Betonkellerwand anzubringen ? Hat mein BT möglicherweise versucht, die Noppenbahn als "Schutz gegen Bodenfeuchte" bzw. "Drainage" zu benutzen?

    zu 2. Es gibt an meinem Haus nur die eine Ecke (wo die Kellerfenster sind) was im Erdgeschoß NICHT ein Vorbau ist. Unterhalb Vorbau-BP wurde wenigstens eine Dämm-Platte angebracht. (Bild unten) WDVS wurde nirgends tiefer als ca. UK EG-Bodenplatte angebracht. Tiefer wäre sowieso nur im "vorbaulose" Bereiche möglich gewesen. Oder?

    zu 3. Der Gärtner hat nachträglich "Noppenbahn-Teile" im Sockelbereich angebracht --- also, während Aussenanlagen-Arbeiten, leider teilweise nicht ganz bis zum OK-Gelände.

    zu. 4 Sockel-Dämmplatten: Ja, die erste WDVS-Reihe wurde tatsächlich mit Sockel-Dämmplatten ausgeführt. OK-Gelände (bei mir) wurde aber von Anfang an mit der jetziger Höhe geplant. Ich denke nur Terrassenbereich ist etwas höher höher geworden.

    zu. 5 Mit ein gesamt Fußbodenaufbau im EG von 10cm (FBH, Estrich, Fliesen, usw.), ich denke es gibt kein besondere "extra" Dämmung INS Haus. Es wurde aber eine Dämmplatte an der Unterseite der Vorbau-BP angebracht. (Im Bild unten kann man die Ausführung sehen, die weiß Bereiche) Eine Abdichtung dort? Wo? Unterhalb Vorbau? Denke nein. Die Dämmplatte wurde gleichzeitig mit Vorbau-BP ausgeführt bzw. mitgegossen.

    zu 6. Och Mensch! Darüber musste ich damals lange mit dem BT und seinem Bauleiter "diskutieren", weil Wasser zwischen Fenterrahmen und Kellerwand eingedrungen ist. Wasser im Boden wurde durch Lichtschacht-"Haken" direkt an den Fensterrahmen geleitet. (noch ein Bild) Na, ja... dort gibt es jetzt eine paar Stückchen Noppenbahn um den Lichschächte, die Fensteranschlüße wurden mit dem Wundermittel (Silikon) abgedichtet. Der SV vom Gericht hat auch Kellerfenster-Abdichtung gesegnet. :cry

    zu 7. Ich kenne den Hersteller-Richtlinien, Fa. Dracholin hat aber in der "Stellungnahme" geschrieben: "Heute wird im erdberühten bereich bei Wärmedämmverbundsystemen in der regel eine Abdichtung mit flexiblen Dichtschlämmen ausgeführt. In der Richtlinie "Fassadensockelputz/Außenanlgen" vom Fachverband der Stuckateure und Verband Garten-Landschafts und Sportplatzbau, Baden-Württemberg, Ausgabe Januar 2002 wird diese Ausführung beschrieben."
    Also, Fa. Dracholin hat mehr oder weniger keine Stellung genommen, weil die Fassade hier Ende 2000 ausgeführt wurde. (Die gesamte Stellungnahme ist eigentlich so...)

    zu 8. Dachentwässerung + Rohr in Kanalisation (west Hausseite) war tatsächlich ein Planungsfehler. Ostseite, also in der Nähe von Lichtschächte, ist OK.

    Wie oben schon erwähnt, OK-Gelände war eigentlich ursprünglich so geplant --- wenigstens in Lichtschachtbereiche. Mehr als ein paar cm Unterschied vom Plan (wenn überhaupt) gibt es nicht. Wahrscheinlicher ist, dass OK-Gelände dort tatsächlich niedriger als gepalnt ist (weil meine Nachbarn und ich wollten keine Haustüren haben, welche "eben" mit OK-Gelände ist --- wie ursprünglich geplant. Wir haben nun eine Stufe im Eingangsbereich.)

    Stimmt, die oberste Lichtschacht-Stücke wurden nach WDVS angebracht. Schon vor WDVS angebracht wurde, gab es Undichtigkeiten an Kellerfensteranschlüße. Da hat der Bauleider erklärt, dass die Kellerfenstern werden durch Anbringen von WDVS abgedichtet. (Leider erst viel später habe ich erkannt, was für eine blöde Märchen das war.)

    Nein, Pläne wie Statilk und Entwässerung sind für meinem BT "Top Secret". Es gibt aber hier theoretisch eine Drainage. Laut Bauleiter gibt es hier kein druckendes Wasser. Bodengutachten ist natürlich auch ein Geheimniss.

    Thanks, Eric.

    Grüßle
     
  17. Eric

    Eric

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    zu 1.

    Wie war die " farblose Abdichtung " beschaffen. Wässrig oder eher wie Brei ( flexibele Dichtschlämme ) und wie sah die Wand nach der Aufbringung aus > braune Steine noch sichtbar oder weiße, geschlossene Schicht und Steine nicht mehr erkennbar ? Wurde die " farblose Abdichtung " an der gesamten Garagenwand von Decke bis Bodenbereich oder nur im erdberührten Bereich angebracht? Haste ein Foto, wo man diese " Abdichtung " sehen kann?

    zu 2. Verstehe ich das richtig wie folgt: Zunächst wurde Keller gebaut, Drainagerohre verlegt, sog. Abdichtung angebracht, Noppenbahn vorgestellt und dann Baugrube mit dem vorhandenen Aushub verfüllt. Dann EG- Decke gegossen mit Überkragung über den Betonkeller von ca. 50 cm nahezu umlaufend, wobei im Bereich der Überkragung auf verfüllter Baugrube zunächst Dämmplatten ausgelegt und dann mit der EG-Decke überbetoniert wurde ?

    Was ist dann auf Foto # 12 rechts neben Lichtschacht für ein " Vorbau " ? Gleiche Ausführung wie zuvor?

    Funktion Noppenbahn: Keine Ahnung, was damit bezweckt wurde? Bodenaushub scheint bindig ( lehmhaltig ) zu sein ? Vielleicht hat BT sich vorgestellt, daß anfallendes Wasser über Noppen besser zur Drainage hingeleitet wird ?

    Ich sehe auf dem einen Foto vom teilverfüllten Keller auf der rechten Kellerecke nur ein Spülrohr und vorne nichts von Drainage. Gibts an jeder Ecke noch weitere Spülrohre? Ist die Drainage nur an der rechten Kellerwand auf Foto verlegt und deshalb an der vorderen Seite des Kellers keine Drainage und kein Spülrohr zu sehen?
     
  18. Eric

    Eric

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    Btopferin: Habe Dir per Fax übersandt das Merkblatt " Wärmedämm-Verbundsysteme im Sockel- und im erdberührten Bereich ", Ausgabe Oktober 2000. Herausgeber sind alle beteiligten Verbände, u.a. Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme Industrieverand Hartschaum, GTA.

    Für Deinen Fall gilt Seite 5, Bild 3 mit näherer Beschreibung Seite 4, Ziffer 3.2.3. und Seite 5, Ziffer 3.4.1.

    Merkblatt gilt unmittelbar und war vom BT einzuhalten, wenn Abnahme des Sonder- und des Gemeinschaftseigentums nach 10/2000 war. Wenn Abnahme davor, dann galten die Hinweise im Merkblatt bereits zuvor als aRdT, die nur noch nicht niedergelegt waren. Davon ist auch der SV B. in seinem Gutachten ausgegangen, der einen Fall aus 1996 beurteilt hat. Bild 3 im Merkblatt ist identisch mit Anlage 4 zum Gutachten.

    Im Merkblatt sind alle Deine Fragen beantwortet.
     
  19. BTopferin

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    Vielen Dank, Eric!!!

    WDVS-Ausführung an meinem Haus war "hauptsächlich" Aug-Sept 2000, große Fehlstellen sowie fehlende Anschüße, usw. aber VIEL später. Gemeinschaftseigentum-Abnahme war "wahrscheinlich" April 2001 ("wahrscheinlich" weil, BT hat diese Abnahme später eine "Begehung" umgenannt... vermutlich weil er "vergessen" zu erwähnen hat, das der Bauamt die Abnahme von den "2. Rettungswege" hier in der Anlage verweigert hat. Und wir dann erst nach der "Begehung/Abnahme" davon erfahren haben. :frust )

    Unten ein Bild von meiner Garage während Bau. Die "dunklere" Stelle an der untere Hälfte von der Wand (hinten) hat ein SV (während Begehung/Abnahme) als eine "Abdichtung" festgestellt.... Dieser Bereich sieht heute immer noch so aus und die Oberfläche ist "rau" bzw. "sandig". Falls was an den Kellerwänden angebracht wurde, dann höchstens sowas. Aber am Mauerwerk im Sockelbereich gibt es kein Abdichtung.

    Grüßle
     
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  21. BTopferin

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    So, jetzt habe ich wieder Zeit für die noch fehlende Antworten, Eric.

    Ja, Vorbau mit Gäste-WC drin.

    Ja, der Boden ist sehr bindig. Laut Pläne, eine Drainage wurde geplant. Details davon gibt es eigentlich nicht. Leider habe ich während Bau wenig über Drainage gewusst und weiß eigentlich immer noch nicht viel. Aber aufgrund ein paar sehr schlechte Baubilder, ich glaube der Rohbauer hat die "schöne" gelbe Rohre um Kellerbodenplatte gelegt.

    Wenn ein "Spülrohr" für ein Regenwasserfallrohr-Anschluß ist, dann, ja, so ist es. Willst Du mehr vom Dach- und Balkon-Entwässerung wissen? Oder ist ein "Spülrohr" was anderes? (Sorry) Drainage dort? Was soll (beispielsweise) da sein?

    Also, um "Hausform" klarer zu machen, hier eine Skizze. Keller ist sehr gut "begraben" ausser an einer Ecke. Aber, auch an den "gut begrabene" Kellerwände gibt es ein Noppenbahn.... :confused:

    Grüßle
    Amy
     
  22. BTopferin

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    Der Verputzer hat alle Nachbesserungen an der Fassade nun abgelehnt, trotz dass "seine" WDVS-Hersteller Mängel bestätigt hat (wenn auch polemisch..).

    Grüßle
    Amy
     
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