NYM-Leitungen in Stb.Decke

Diskutiere NYM-Leitungen in Stb.Decke im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, kann mir jemand sagen warum die NYM-Leitungen (Feuchtraumkabel) nicht einbetoniert werden dürfen? Über eine Begründung wäre ich...

  1. #1 damianator, 8. Februar 2010
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    Hallo,

    kann mir jemand sagen warum die NYM-Leitungen (Feuchtraumkabel) nicht einbetoniert werden dürfen?
    Über eine Begründung wäre ich dankbar. (nicht weil es in VDE steht)
     
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  3. markush

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    Hallo,

    ihm fehlt die mechanische Festigkeit.
    NYY könnte man nehmen wenn es denn sein muß.


    Gruß Markus
     
  4. Julius

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    Richtig.

    Aber sie dürfen sogar einbetoniert werden. Jedoch nicht in Beton, der in irgendeiner Weise gerüttelt oder gestampft wird. Also nicht in heutigem, konstruktivem Beton, höchstens in Zementspachtelmasse...
     
  5. #4 damianator, 8. Februar 2010
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    "mechanische Festigkeit" ?!?!

    etwa die der Isolierung oder das Kupfer?

    Das Problem ist ich habe in unserem EFH Neubau nach Rücksprache mit einem bekannten Elektriker (Techniker) die aussage bekommen das diese Schutzschläuche nur notwendig sind damit die Bauarbeiter die über die Bewährung laufen, diese nicht beschädigen.

    Da ich aber mein Rohbau selbst gemacht habe war ich entsprechend vorsichtig und habe die Feuchtraumkabel einfach so zwischen die Bewährung gelegt.

    Jetzt sind wir dabei den Zähler zu Verbkabeln und der Elektrikermeister erzählt mir dass der Beton so aggressiv ist dass nach 20 Jahren hier das Elektro Chaos ausbricht wenn erstmal die Isolierung vom Beton durchgefressen ist.

    Vor dem Verputzen habe ich aber sämtliche Leitungen auf Durchgang gemessen und war alles OK.

    Daher meine Frage wieso ist das Verlegen der Feuchtraumkabel verboten?

    - Beschädigung durch Bauarbeiter
    - Zerfressen der Isolierung
    - Flexibilität (reißen des Kabels beim Verformen der Stb. Decke?)

    So stark kann sich die Decke doch nicht verformen. Und nach 5-10 Jahren wenn das Haus sich gesetzt hat passiert doch eh nichts weiter.

    Also kann ich hoffen dass alles gut geht?
    Oder soll ich lieber neue Leitungen ziehen?
    Estrich ist noch nicht drin.
     
  6. Julius

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    Die Aussage mit der Beschädigung durch Begehen bezieht sich auf Leitungen, die AUF der fertigen (Beton)decke unter der Dämmung verlegt werden.
    Das hat nichts mit der Verlegung IM Beton zu tun.
    Entweder hast Du das falsch gefragt, mißverstanden oder der Antwortgeber hat keine richtige Ahnung...

    Nochmal:
    Es geht einzig und allein (aber das reicht schon) um die Gefahr mechanischer Beschädigung, vor allem WÄHREND DES Verdichtens des Betons.
    Da wird also nichts zerfressen. Aber es kann z.B. sein, daß in einiger Zeit ein Isolationsfehler auftritt, weil das (amorphe) PVC des Mantels wegfließt (scharfkantige Teile der Zuschlagstoffe können in den Mantel gedrückt worden sein).

    Fehler der Isolation findet man im übrigen auch nicht mittels Durchgangsprüfung, sondern - wenn überhaupt jetzt schon - mit einer fachgerechten Isolationswiderstandsmessung (mit hoher Spannung). Die ist übrigens sowieso für ALLE neu verlegten Leitungen generell vorgeschrieben! Was aber gerne mißachtet wird...

    Übrigens:
    Bewährung bekommst Du (vielleicht), wenn durch derartige Fehler Deiner selbstgemurksten Elektroinstallation Jemand zu Schaden kommt oder die Hütte abfackelt (das läuft dann unter fahrlässiger Tötung/Körperverletzung/Brandstiftung).
    Die Betondecken besitzen hingegen eine Bewehrung!

    Geht es nur um die Deckenauslässe jeweils unteren Etage oder wieviele Leitungen hast Du in dieser Weise vergewaltigt?

    Und Du hast auch alle Decken selber und allein betoniert (gegossen und verdichtet???
    Glaub ich nicht.
     
  7. #6 damianator, 8. Februar 2010
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    Also leider wurden alle Leitungen auf diesem Wege vergewaltigt.
    Sie gehen vom Verteilerstandort in die Decke und kommen im Jeweiligen Zimmer über/Unter dem Schalter Steckdose heraus.
    Jedes Zimmer im EG und OG hat eine Separate Sicherung und somit eine eigene Leitung die in der Stb Decke verlegt worden ist.

    Und nachdem ich das hier und an anderer Stelle lese bekomme ich auch das Gefühl das der bekannte Elektriker keine Ahnung hat.

    Ist an dieser Stelle nicht so wichtig wer was glaubt. Ist aber eine Tatsache dass ich mit einem Maurer den Rohbau hochgezogen haben. Und gerüttelt habe ich auch selbst und das nicht zu knapp.
    Übrigens ist in unserem EFH nur eine Geschossdecke.

    Also was ist das Fazit der Geschichte?
    Neue Leitungverlegung?

    Oder ist hier einer der Meinung dass diese Vorschrift nur eine Prävention ist. Und eine Beschädigung eintreffen kann aber nicht muss. Somit sollte ich mich freuen dass alle Zimmer mit Strom versorgt werden und gut.

    Kann denn in späteren Jahren noch was passieren? Wenn ja wodurch?
     
  8. Julius

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    Übel, übel.

    Was machst Du, wenn in einem halben Jahr nach Einzug der FI nicht mehr hält, weil irgendwo in Deinem "Kunstwerk" ein Erdschluß aufgetreten ist...?
    Etwa eine Ersatzleitung aufputz verlegen?
    Dann lieber jetzt.
     
  9. #8 damianator, 8. Februar 2010
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    Alle?!?!?
    Oder kann man eine defekte lokalisieren?
    Vielleicht mit dieser Fachgerechten Isolationswiderstandsmessung?
     
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  11. Julius

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    Klar, wenn schon, dann alle.
    Zukünftige Fehler kann man leider nicht lokalisieren. Auch nicht mit einer Isolationswiderstandsmessung. Nur schon bestehende.

    Warum machst Du auch solchen Unfug, ohne vorher geklärt zu haben, was Sache ist?
    Daß nackte NYM nichts in Beton verloren hat, ist ja nun kein Geheimnis...
     
  12. Dieter70

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    Hinzu kommt, das derartige Leitungen welche aus der Decke nach oben austreten, in der Bauphase nur sehr schwer buis garnicht geschützt werden können.

    Wir verlegen in der Decke grundsätzlich nur dafür zugelassene Rohre(nein, FBY gehört nicht dazu!), und selbst dann hat man hin und wieder eine Verbindung die das Betonieren nicht überlebt hat.
     
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