Ölheizkessel Buderus S305t

Diskutiere Ölheizkessel Buderus S305t im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hi! In einer Bestandsimmobilie die ich mir angesehen habe, ist eine Ölheizung verbaut. Buderus S 305 t 35 KW. Baujahr 1988 2005 wurde das...

  1. ma4er72

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    Hi!

    In einer Bestandsimmobilie die ich mir angesehen habe, ist eine Ölheizung verbaut.
    Buderus S 305 t 35 KW. Baujahr 1988
    2005 wurde das Steuergerät und der Brenner ausgetauscht.

    Zwei Fragen brennen mir auf der Zunge.

    1. ohne jetzt das Ding gesehen zu haben. Drinnen lassen oder komplett austauschen?
    2. Wieviel Öl wird da wohl im Jahr verbraten worden sein bei 35 KW? Es gibt nämlich keine Verbrauchsdaten.


    Gruß
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 15. August 2013
    Achim Kaiser

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    Was hängt jetzt für ein Brenner drauf ?

    Die S 305er sind ziemlich dankbare und problemlose Kesselchen.
    Über Austauschen würde ich erst nach frühestens nem Jahr Betrieb nachdenken (ausser du hast reichlich Kohle über...).
    In BaWü haste das Erneuerbare Energiengesetz an der Backe das dir im Bestand u.U. ordentliche Ausgaben mit geringem Nutzen beschert und im Moment meinen die Spezialisten sie tun irgendjemandem einen Gefallen wenn sie die Anforderungen nochmal um 50% nach oben drehen. Resultat dieses ideologisch geprägten geistigen Sockenschusses lässt sich an den Austauschzahlen der Kessel feststellen .... BaWü ist Schlusslicht, weil der Anforderungsbeutel und somit die damit verbundenen Kosten ziemlich hoch hängt.

    Verbrauch ist stark davon abhängig wie die Anlage betrieben wurde.
    35 kW Kisten wurden oftmals bei hohem WW_Bedarf eingesetzt und wenig Platz im Aufstellraum.
    Die S 305 hatten ne vergleichsweise hohe Abgastemperatur.
    Je nach Kaminanlage kann die effektive Kesselbelastung deutlich abgesenkt werden ...

    Man kann mit der Kiste auch vergleichsweise günstige Verbrauchswerte erzielen ... ungeachtet der Kesselleistungsgröße die vermutlich min. 1 bis 2 Größenordnungen zu groß ist.

    Wenn der Verbrauch im Rahmen ist würde ich den betreiben bis zum bitteren Ende ...
    Ersatz hat meistens 5 Stellen vor dem Komma auf dem Gebührenzähler.
    Erneuerbares Energiengesetz im Bestand sei Dank !

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Vorerst drinnen lassen. Ich glaube nicht, dass der Kessel mit 35kW bestückt ist, zumal ja vor 8 Jahren der Brenner getauscht wurde. Bei solchen Aktionen wurde die Brennerleistung meist angepasst. Vermutlich liegt die Leistung eher in der 20kW Klasse. Schau mal ob Du ein Messprotokoll vom Schorni bekommst, da findest Du zumindest ein paar Daten.
    Kleine Leistungen mit dieser Kiste zu fahren ist nicht so einfach, da geht Dir schnell die Abgastemperatur in den Keller und der Schornstein trieft. Wenn man hier optimieren möchte, dann braucht´s schon jemanden der sich gut damit auskennt, und der bereit ist, viel Zeit zu investieren.
    Ansonsten ist das eine dankbare Kiste, nur halt ein bisschen laut.

    Wenn man das so einfach sagen könnte.....hier spielt die Nutzung bzw. Betriebsweise eine entscheidende Rolle. Die Kiste kann, wie jeder andere Kessel auch, keine Wunder vollbringen, sondern nur Öl verbrennen und Wärme erzeugen. Kesselwirkungsgrad ist Standard und nicht viel schlechter als bei neuen Ölkesseln.

    Ich würde mich zuerst einmal um´s Haus kümmern, Heizlast senken, und dann irgendwann einmal, wenn die Kiste aus dem letzten Loch pfeift (das kann noch dauern), an einen Ersatz denken. Dann wäre auch zu überlegen, ob man bei Öl bleibt oder evtl. auf einen anderen Energieträger umsteigt. Gas, Pellets, es gibt viele Möglichkeiten.

    Gruß
    Ralf
     
  5. ma4er72

    ma4er72

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    Ok. super Danke für die Infos. Ich hatte gehofft so eine Aussage zu bekommen.
    Somit ist ein Kostenteil schon mal weg:bierchen:

    Die Leitungen und Heizkörper sind auch noch ziemlich alt. Weiß aber nicht ob die 1988 mit dem Ölbrenner getauscht wurden, oder ob die so alt sind wie das GEbäude. 50 jahre!
    Was ist eure Vermutung? Sollten die auch erstmal drin bleiben oder besteht da gleich Handlungsbedarf?
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Das überfordert meine Glaskugel. Ich würde mir die Leitungen zumindest mal sehr genau anschauen, insbesondere irgendwelche Verbindungsstellen.
    Je nachdem was gerade saniert wird, würde ich die Leitungen und Heizkörper gleich mit austauschen. Ich würde aber wegen der (intakten) Leitungen nicht einen Raum zerlegen, der ansonsten noch gut ist.

    Man sollte immer das Gesamtbild betrachten, und nicht nur einzelne Stücke. Das gilt vor allen Dingen für eine Gebäudesanierung. Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber als Laie stehst Du da auf verlorenem Posten. Du rödelst in sämtlichen Gewerken herum, aber der Blick für das Gesamte fehlt. Es würde mich ehrlich gesagt wundern, wenn diese Vorgehensweise jemals zu einer vernünftigen Planung führt.
    Es soll ja Leute geben die solche Sanierungen als Hobby betreiben, aber sinnvoll ist das nicht.

    Um das Beispiel mit dem Kessel noch zu präzisieren. Achim hat, wie ich auch, erwähnt, dass der S305 ein dankbarer Kessel ist. Wir beide wissen aber auch, dass der "Stahlkessel" Schwächen hat gegenüber der "älteren" Gussvariante. Diese Schwächen können sich nach 25 Jahren bemerkbar machen, oder auch nicht. Man weiß ja nicht, wie der Kessel bisher betrieben wurde. Es gibt Leute, die haben an der Kiste so lange "optimiert" bis sie innerhalb von Monaten die Grätsche gemacht hat.

    Genau so ist es mit den Heizkörpern und der Verrohrung. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie noch Jahrzehnte funktioniert. Aber wie will man das aus der Ferne beurteilen?

    Und wenn wir schon dabei sind, was ist mit der Trinkwasserinstallation? Die kann sich auch zu einem Groschengrab entwickeln.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 Achim Kaiser, 15. August 2013
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Wurden sie vermutlich nicht ....

    Wenn da noch uralt Thermostatventile und keine absperrbaren Verschraubungen eingebaut sind ...
    Voreinstellbare Thermostatventile und absperr, entleer- und voreinstellbare Rücklaufverschraubungen einbauen lassen.
    Bei der Gelegenheit kann man dann den hydraulischen Abgleich nebenbei erledigen.
    Zudem lassen sich dann die Heizflächen einzeln abnehmen um sie ggf. entweder aufzuarbeiten oder auszutauschen.

    Gutes altes Stahlrohr mit 3 mm Wandstärke hält locker 100 Jahre, wenns von aussen nicht nass oder feucht wird.
    Solange keine üblen Knackgeräusche vorhanden sind gibts nicht wirklich nen Grund die Leitungen rauszuschmeissen.
    Vermutlich liegen sie eh auf Putz ... das ist sowieso die beste Position ;).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. Joogie

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    Wichtig ist das die Ölheizung gut gewartet wird, dann kann man schauen evt die vorlauf temp. zu senken. Deine wird bestimmt schon eine Niedrigtemperatur anlage sein wie bei uns im 2. haus.
    Dort geh ich bei der kesseltemperatur nicht unter 70°C, bei 60°C bildete sich gut kondenswasser. Per mischer bzw. steuerung kann die vorlauf weiter gesenkt werden. Sind aber die alten guß heizungen drinnen, brauch man 60°C, sonst wird es nicht warm im Winter.

    Verbrauchsdaten, anlage ist fast die selbe, nur der brenner ist bei uns von körting, 35kw.
    1. jahr 3800l, letztes jahr, lange kalt, 4400l öl.
    3fam haus, 440qm wohnfläche. Klinker außen, 3cm luftschicht, 6cm wolle, kalksandstein 24cm. Fenster aus holz, nicht saniert. Bj 68
     
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  10. the motz

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    Das mit der kesseltemperatur sollte eigentlich die Rücklaufanhebung erledigen...
     
  11. #9 EIST102009, 26. April 2016
    EIST102009

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    Hallo Herr Kaiser,
    mein elterliches großes Zweifamilienhaus mit Schwimmbad (das seit etlichen Jahren nicht mehr betrieben wird) hat einen Buderus S305T Heizungskessel Baujahr 1988 mit 70KW. Der Brenner wurde vor einigen Jahren erneuert. Diese Ölheizung funktioniert derzeit wunderbar. Gibt es Erfahrungen, wie lange solch eine Heizung noch hält? Wir wollen das Haus evtl. verkaufen. Das Haus steht in BaWü.
    Vielen Dank.
    TST
     
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