PA über Heizungsrohr ?

Diskutiere PA über Heizungsrohr ? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ist es vertretbar, den Potentialausgleich (in dem Fall für ein 22 kW BHKW) für einen Abschnitt (Fußbodenquerung) über ein oder mehrere...

  1. Primut

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    Hallo,

    ist es vertretbar, den Potentialausgleich (in dem Fall für ein 22 kW BHKW) für einen Abschnitt (Fußbodenquerung) über ein oder mehrere Heizungsrohre (DN40, Stahlrohr, Pressverbindung) zu führen?
    Hintergrund ist der, dass ein Flur im Estrich durchquert wird und das im Vorfeld verlegte Leerrohr dafür schon recht voll ist, parallel aber auch die Heiuzungsrohre laufen und es deutlich einfacher wäre das Heizungsrohr für den Bereich der Fußbodenquerung als PA-Leiter zu benutzen.
    Eigentlich würde ich ja kein ernsthaftet Problem darin sehen, aber ich bin mir unsicher, wie die Übergangswiderstände bei den Pressverbindungen zu bewerten sind und ob das im Fall eines PA relevant ist.

    Thanks
    Primut​
     
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  3. Julius

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    Nein.
    Schon deswegen, weil solche Rohrpreßverbindungen elektrisch unklar sind und daher als nichtleitend angenommen werden müssen.

    Wie kann ein Leerrohr voll sein...?
     
  4. R.B.

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    Nein. Ein Heizungsrohr, zumal mit Pressverbindungen, ist kein Ersatz.
     
  5. #4 Rudolf Rakete, 16. Oktober 2014
    Rudolf Rakete

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    Na ja ist halt jetzt ein Vollrohr.:bounce:
     
  6. Primut

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    Alles im grünen Bereich, war natürlich ein Irrtum meinerseits,
    hatte zu flüchtig geschaut und ein grün-gelben Leiter im Flex-Rohr gesucht, der Elektriker hatte aber ein NYM-J 1x10 verlegt....
     
  7. nolu13

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    Natürlich sind die Press-Verbindungen bei Metall-Rohren elektrisch leitend.
    Die Hersteller schreiben sogar vor ,die Rohrsysteme mit in den PA einzubeziehen.
    Nicht alle ,aber viele!

    Mein VDE Meßgerät zeigt dann 0 Ohm an ,wenn ich vor und hinter dem Pressling am Kupfer-Rohr messe.
    Was nun?
     
  8. Julius

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    Nun?
    Nun ernst Du als erstes, Meßwerte richtig zu interpretieren!
    Für die Gesellenprüfung brauchst Du das sowieso.
     
  9. nolu13

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    0 Ohm als Meßergebnis muss man i.d.Fall nicht interpretieren!
    Wie man mit Meßgeräten arbeitet ist bekannt!

    Mal ein Tipp von mir: Schaut euch mal bei diversen Herstellern von Sanitär/HZG Rohrsystemen an ,was da zum Thema elektrische Leitfähigkeit und PA steht .
     
  10. ThomasMD

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    Ob die Null Ohm immer und unter allen Bedingungen Bestand haben, wäre so eine interpretationsfähige Aussage.
    Ich sehe auch einen entscheidenden Unterschied darin,ob ein Bauteil in den Potentialausgleich einbezogen werden soll, oder ob es den notwendigen Leiter ersetzt.
    Welche Rohrhersteller schreiben denn die Einbeziehung vor?
    Seit Jahren müssen selbst Bade- und Duschwannen nicht mehr angeschlagen werden.

    Gesendet von meinem GT-P5110 mit Tapatalk
     
  11. nolu13

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    Natürlich ist das ein Unterschied,keine Frage.
    Zur Badewanne vereinfacht:Weil die Wanne an sich , kein Potential in den Raum einbringt.
    Die Metall-Rohre aber schon eher !
     
  12. R.B.

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    Genau das ist der Knackpunkt. Obwohl miteinander verwandt, geht es doch um 2 völlig unterschiedliche Dinge. Im obigen Fall ging es nicht darum, dass das Rohr in den PA mit einbezogen werden soll. Deswegen hatte ich ja geschrieben "ist kein Ersatz".
     
  13. #12 Rudolf Rakete, 18. Oktober 2014
    Rudolf Rakete

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    Na ja Kabelschuhe an Leiter werden auch verpresst, wo ist jetzt der Unterschied einer Verpressung von Heizungsrohren?

    Gute Frage gell.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Man könnte den Pressfitting nach EN60999(?) zertifzieren lassen, wäre mal was Neues. Ich bezweifle jedoch, dass er diese Prüfungen bestehen wird. ;)
     
  15. Julius

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    Nö.
    Höchstens, wenn Nolu darüber nachdenken soll...

    Denn das ist ein himmelweiter Unterschied!
    Beim Verpressen von Leitern wird eine Kaltpreßschweißung erzeugt, während beim Verpressen von metallischen Rohrfittingen nur simple Hinterschneidungen hergestellt werden, die einen Formschluß, aber keinen definierten Kraftschluß ergeben.
    Sonst könnte man ja ohne Dichtring auskommen.
     
  16. Julius

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    Bei welchem Strom wurde denn dieser Widerstand ermittelt?
    Stromtragfähigkeit der Verbindungsstellen?
    Und deren Korrosionsneigung?

    Wem? Etwa Dir?
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Kann man auch. Es gibt entsprechende Systeme die metallisch dichtend sind. Sowohl für CU, C-Stahl, Edelstahl....
     
  18. #17 Rudolf Rakete, 18. Oktober 2014
    Rudolf Rakete

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    Nö das ist schon ein Formschluss nur eben nicht durchgängig, es muss ja schließlich halten. Du willst mir erzählen dass ein Kabelschuh auf einem Leiter eine Kaltpressschweissung ist? Wenn ich den aufsäge, kannste den ganz locker wieder abziehen, nix mit Verschweissung.
     
  19. nolu13

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    Gemessen wird z.B. mit einem Fluke 1621
     
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  21. nolu13

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    Und nochmal zurück zur Frage des TE.
    Rohrleitungen als PA-Leiter sind unzulässig!

    Beispiel aus der Praxis:
    Die Metall- Wasserleitung vom Hausanschluß wird als Haupt-Potentialausgleich der E-Anlage verwendet.
    Der Hausanschluß wird im Rahmen von Sanierungsarbeiten durch ein Kunstoffrohr ersetzt.
    Der PEN der Elektro-Anlage war bereits vor der Sanierung unbemerkt unterbrochen .:bounce:
     
  22. karo1170

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    Der Unterschied zwischen "Potentialausgleich" und "Anlagenerder" ist dir aber bekannt, oder?

    Dann ist ja jede Gefahr gebannt...
     
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