Passendes Heizungskonzept gesucht

Diskutiere Passendes Heizungskonzept gesucht im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir werden im Frühjahr mit unserem Neubau anfangen, wofür ich noch die passende Heizung suche. Wir werden ca. 200m2 WF (4 Pers. + ELW)...

  1. Holzheizer

    Holzheizer

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    Hallo,
    wir werden im Frühjahr mit unserem Neubau anfangen, wofür ich noch die passende Heizung suche.
    Wir werden ca. 200m2 WF (4 Pers. + ELW) haben, gebaut wird mit möglichst guter Dämmung (Isolierstein), geheizt werden soll auf jeden Fall mit FBH.
    Ich werde einen Wasserführenden Kaminofen mit Solar zur Heizungsunterstützung kombinieren.
    Was mir noch nicht klar ist, ist die automatische Energiequelle, Gas ist keins vorhanden.

    Ich habe anfangs mit einer WP mit Flächenkollektor geliebäugelt, WP scheidet inzw. wg. Sinnlosigkeit Solarkol.+ Fl. Koll. aus. Generell ist mir die WP etwas zu teuer und Strom wird ja auch nicht billiger.:winken

    Inzw. habe ich mich mit einer Pellet HZ mit Außentank angefreundet (habe noch keine Preise). Hackschnitzelanlagen fangen soweit ich gegoogelt habe erst bei 15 KW an.
    Durch den derzeitigen Ölpreis ist mir allerdings der …. Gedanke gekommen eine Ölheizung mit ca. 10 000 Liter Erdtank zu nehmen und einmal voll zu machen.
    Hört sich zwar kompl. daneben an, aber ich will überwiegend mit Stückholz heizen und mit dem vollen Tank müsste ich die nächsten 10 Jahre Ruhe haben.:irre

    Zum Hintergrund muss ich evtl. noch sagen, das ich seit 6 Jahren eine solche Anlage (Holz 15/4 KW /Solar 8m2 /alte 15KWGasAnlage) bei einem 63iger Altbau in Betrieb habe und eigentlich zufrieden bin.:shades
    Was würdet Ihr vorschlagen, alle HZ- Bauer bei denen ich im Sommer/Herbst war, haben mir eine WP empfohlen?

    Gruss

    Thomas
     
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  3. Chrysler

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    zum wasserführenden Kaminofen gibt es ja noch die Alternative: wasserführender Kaminofen, der mit Stückholz UND Pellets läuft.
    Als Hersteller habe ich bisher nur Jolly Mec - Foghet, CTM - Ecopellet und ein Modell von Brunner gefunden.

    Bin gerade in der Rohbauphase -> Erfahrungen kann ich deswegen noch keine geben. Aber das System finde ich super (Foghet ist auch schon bestellt)
     
  4. Holzheizer

    Holzheizer

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    Ach ja, das konzept von Brunner hat mir ein Bekannter vor 2 Jahren gezeigt.
    Da bei meinem Umbau damals auch nach der Brunner Zentrale geschaut habe, gehe ich mal davon aus das ich für das Geld auch beides einzeln bekomme.
    Die anderen werde ich mal durchstöbern, Danke. Mein Kaminofen ist aber nicht in der Ecke des Hauses wo der Tank hin soll.

    Gruss

    Thomas
     
  5. Ralf S

    Ralf S

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    Ich kenn Dein geplantes Haus nicht, aber falls die "automatische Heizung" nur als Reserve gedacht ist, und eigentlich außer zum Frostschutz im Winterurlaub nie benutzt werden soll, dann rechne mal durch, ob es sich überhaupt lohnt, diese einzubauen oder ob nicht als Reserve ein günstiger Heizstab ausreicht.
    Der GU und verschiedene Installateure wollten mich zu einer Luft/Wasser WP überreden oder alternativ mit Tiefenbohrung, was angesichts der Heizlast meines Hauses völlig überdimensioniert wär.

    Meine Überschlagsrechnung sah folgendermaßen aus:

    einfacher Pelletofen 5000 Euro
    Heizstab 300 Euro

    Angenommener jährlicher Betrieb des Heizstabs:
    Jedes Jahr ca. an 14 Tagen für 12h:

    Dann könnte ich 18 Jahre lang mit dem Heizstab heizen und wäre immer noch günstiger gefahren.
    Dabei sind die Pelletkosten, der Zinsvorteil, Wartung, Kaminfeger, ...noch nicht berücksichtigt. Außerdem spar ich mir den Platz vom Pellettank und dem Pelletmodul.

    Bei mir steht der Brunner 38/86 im Wohnzimmer mit 60% wasserseitiger Energieabgabe, ein 2000l Puffer und Solar. Den Heizstab hatten wir seit Einzug nicht mehr benützt. Allerdings habe ich auch eine kompakte KFW-40 DHH mit KWL, so dass ich einen recht geringe Heizlast habe.

    Kann ich nur empfehlen, wir würden es genau so wieder machen...

    Gruß,

    Ralf
     
  6. Julius

    Julius

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    Wenn die ELW fremdvermietet werden soll (was ich vermute), dann ist ne Lösung mit stark auf händischer Beschickung basierenden Betrieb sehr problembehaftet!
    Und schon der wasserführende Kaminofen an sich birgt da Schwierigkeiten (wie willst Du das messen und verrechnen???).

    Wenn schon, dann würde ich einen Stückholzkessel mit großem Pufferspeicher einbauen. Ein Elektroheizstab für Notfälle (kein Heizer da) kann mit sehr wenig Aufwand mit eingebaut werden.
    Kann ja mit Solar gekoppelt werden, wenn das Herz daran hängt (wirtschaftlich ist es wohl eher nicht).

    Und wenn Ihr unbedingt ein "Anschaufeuer" braucht, dann stellt nen kleinen Kaminofen auf, aber OHNE Anbindung an die Warmwasserumlaufheizung.
     
  7. Ralf S

    Ralf S

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    Hi Julius,

    Stimmt, ganz einfach ist die Abrechnung nicht - aber machbar.

    Juristisch kenne ich mich nicht aus, aber wenn man einen Wärmemengenzähler nutzt und mit dem Mieter die Kosten / kwh vereinbart, dann könnte ich mir das schon vorstellen.
    Wie die Wärme erzeugt wurde, ist dann sekundär.
    Bei bis zu 2 oder 3 Mietparteien im Haus dürfte man (bei Einigkeit) meines Wissens sogar pauschal abrechnen.

    Übrigens, ich würde meine Wasser-Anbindung vom Kamin nicht wieder hergeben. Wir haben ein GROßES Kaminfeuer im Wohnzimmer und das ohne dass das Wohnzimmer überhitzt. Sonst hat man oft das Problem, dass man gleich in einer Saune sitzt, zumindest wenn man kein 100qm Wohnzimmer hat. Außerdem ist es wesentlich schöner, für den Wohnzimmerkamin Holz holen zu dürfen, als Holz irgendwo in den Keller bringen zu müssen...

    Ralf
     
  8. Holzheizer

    Holzheizer

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    Vielen Dank mal an alle, an den elektro- Heizstab, hatte ich auch ganz kurz gedacht, ich wusste aber nicht dass er so günstig ist. :)

    Wenn die Energiebedarfsberechnung mal steht werde ich noch mal drüber nachdenken.
    Geplant ist die ELW (40m2) als Ferienwohnung zu vermieten, was wieder ein Punkt für den elektro- Stab ist.

    Falls keine FW sollte auch die Abrechnung über WMZ kein Problem sein.
    Ich werde diese Woche Angebote über Erd- Pellet und Öltanks bekommen, falls der Ölpreis im Sommer noch auf den derzeitigem Niveau ist, gefällt mir der Gedanke mit dem großen Öltank immer besser.

    Beim Thema GU, BT und Installateure (bei Ölpreis von 1,02 Euro), ging es mir genau so, auf jeden Fall WP !! Sonst kann ich nichts anderes mehr empfehlen.. Ich wollte natürlich Flächenkollektor da Riesen Grundstück, oh… mit Solar und WF Kamin? Äh.. geht natürlich auch ist aber recht teuer…:yikes
    Inzwischen bin ich kompl. weg von der WP (back to the roots) da ich von Holz und Solar nicht mehr abrücke.

    Ich habe leider noch das Problem das ich nicht damit rechne beim verkauf meine derzeitigen Hauses den Mehrpreis für meine 5 Jahre alte Anlage bezahlt zu bekommen.
    Deswegen fahre ich mit meinen Gedanken immer zweigleisig, also neue Gasheizung fürs alte Haus, Anlage (15KEu) ausbauen und ins neue Haus mitnehmen, dann fehlt mir nur noch der 2te 750iger Puffer, ca. 8 Meter Solar und die fragliche „automatische Energiequelle“.

    Ansonsten habe ich inzwischen Kombi Kessel zum Wechselbetrieb Pellet oder Einsatz raus und Stückholzbetrieb gesehen, was auch noch eine Alternative darstellt.
    Ist halt alles eine Kosten/Nutzen Frage, die nicht für jeden gleich zu beantworten ist.

    @Ralf: Wie kommst du mit dem 2000er Puffer klar? Hast du nur FBH? Wie lange reichen derzeit (0°C) die 2000 Liter mit ~ 80°, wie viel m2 Solar hast du dranhängen?

    Gruß

    Thomas
     
  9. Ralf S

    Ralf S

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    Hi Thomas,

    Zuviel kann ich noch nicht aus der Praxis erzählen, da wir erst vor kurzem eingezogen sind.
    Aber bisher bin ich mit dem Puffer sehr zufrieden und obwohl er kein ausgeprägter Schichtspeicher ist schichtet er exzellent!

    Die Anlage besteht aus:
    Heizlast = ca. 4-5kw (siehe Kommentar unten)
    dem besagten Heizkamin
    16qm Solar Doppelglasflachkollektoren von Schüco mit Heizungsunterstützung :D
    allerdings nur mit 25° Neigung nach SW nicht wirklich wintertauglich.
    FBH auf 35°C ausgelegt
    Heizstab, ich glaub 8kw.
    2000l Puffer mit Trennplatte in der Mitte, oberen und unteren Solarwärmetauscher im Puffer und externer Plattenwärmetauscher für Warmwasser. WW wollte ich nicht im Puffer haben, damit ich eine höhere Puffertemperatur fahren kann.

    Im Sep/Okt haben wir fast ausschließlich mit Solar den Estrich trocken geheizt, da schien auch beinahe jeden Tag die Sonne.

    Seit dem Einzug (kaum Sonne, Außentemperatur um den Gefrierpunkt) beschicken wir den Kamin abends ca 2-3mal (ca. 10-15kg) und haben genügend Warmwasser im Puffer und Abens eine angenehme Atmosphäre im Wohnzimmer. Die Aufteilung Luft/Wasser finden wir sehr angenehm.
    Der Puffer ist abends meistens oberer Teil durschnittlich mit 60-70° und unterer Teil mit ca. 30-50 "gefüllt" und hat 24 Stunden später noch genug Reserve.
    3 Personen, Spülmaschine ebenfalls über WW angeschlossen, ca 130qm.
    Die komplette Verrohrung von der Heizungszentrale ist noch nicht gedämmt und der Kamin verbrennt derzeit nicht effizient (zieht zuviel Luft durch die Scheibe).

    Thomas, auf Deine Frage, bei 80° im _kompletten_ Puffer würde ich auf Basis der bisherigen Erfahrung von 3-4 Tagen ausgehen, haben wir aber in der Praxis noch nicht ausprobiert. Vorab hatte ich hochgerechnet, dass er ohne Warmwasserentnahme bei 90° ca. 1 Woche durchhält. Dies könnte so etwa hinkommen. Alles ohne Berücksichtigung möglicher Solarerträge, diese sind bei mir im Winter auch vernachlässigbar. Im reinen Frostschutzbetrieb dürfte er natürlich wesentlich länger halten, wenn z.B. Deine FW frei ist.

    3 von 4 befragten Installateure kamen mit dem eigentlich einfachen Hydraulikschema nicht zurecht. Mit dem Ergebnis, dass ich es selber skizziert und die Energieberechnung selber durchgeführt habe. Die Steuerung hätte ich wohl auch besser gleich selber programmiert... Stattdessen wollte einer mir sogar eine WP mit Tiefenbohrung für über 10.000 Euro andrehen, für dieses Haus leicht übertrieben. Wie lang ich dafür rein mit Strom heizen könnte... So "moderner" Kram wie Holzheizung kommt wohl nirgends in der Fortbildung vor, schade eigentlich.

    Und bevor jetzt von irgendjemand die Frage nach der Heizlast kommt. Nein, sie wurde nicht fachlich korrekt berechnet. Ursprünglich wurde das Haus als KFW-60 ausgelegt und danach die FBH ausgelegt. Es wurde dann von mir auf KFW-40 (bessere Isolierung,...) umgeplant und hier fand keine neue Heizlastberechnung statt. Auch nicht wirklich wichtig, denn ob nun 4 oder 7 kW hatte keinen Einfluss auf das Konzept.

    Falls Du einen Wasserkessel im WZ planen solltest, denke rechtzeitig an die thermische Ablaufsicherung. Der damit beauftragte Installateur hat sie einfach unter die Rückstauebene gelegt.
    Entweder habe ich nun eine unzuverlässige und unnötige Rückstauklappe und gegebenenfalls die ganze Soße im Keller oder ich gehe über die Hebeanlage und dann steht bei Stromausfall (und dadurch Ausfall der Umwälzpumpe) mein Keller unter Wasser... . Und es wäre so einfach anders möglich gewesen.... :mauer Wenn man nicht alles selber plant...

    Gruß,

    Ralf
     
  10. #9 acensai, 2. Dezember 2008
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2008
    acensai

    acensai

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    ... sind die Anschaffungskosten für Solaranlage + riesiger Pufferspeicher + Holz-/Pellets + WEITERE Heizanlage nicht relativ hoch?
     
  11. Ralf S

    Ralf S

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    ...kommt ganz auf die "WEITERE Heizanlage" und die möglichen Alternativen an.

    Sicher ist ein Gasbrenner oder eine einfache Luft/Wasser WP in der Anschaffung billiger. Aber auch bei der WP bräuchte man sinnvollerweise bereits einen kleinen Speicher und damit KFW-60 geschafft wird, müsste u.U. noch unsinnige Solarkollektoren aufs Dach gesetzt werden. Die Betriebskosten sind bei der WP deutlich höher.

    Andere Alternative wie WP mit Tiefenbohrung oder Pelletsofen mit Lager im Keller lagen auf ähnlichem Niveau, allerdings wären auch hier die Betriebskosten höher gewesen.
    Gas und Öl kamen für mich aus logistischen Gründen nicht in Frage.

    Fazit:Etwas teurer in der Anschaffung vielleicht, aber dafür kaum Betriebskosten. Im Sommer dank Solar null Energiekosten, im Winter nur sehr günstiges einheimisches Holz (+ natürlich Hilfsstrom für die Pumpen), somit ist der Kaminfeger beinahe der größte Posten und ich bin unabhängig von der Entwicklung des Öl,Gas und weitgehend unabhängig vom Strompreis. Allerdings muss man sich bewusst sein, bei Scheitholz muss man immer selbst Hand anlegen.

    Ob sich's rechnet - dass werden die zukünftigen Energiepreise (insbesondere die Entwicklung des vergünstigten "Heizstroms") zeigen. Aber auf jeden Fall heize ich "CO2-neutral".
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Könntest Du das einmal erläutern? vor allen Dingen das Wort "deutlich"?

    Gruß
    Ralf
     
  13. Ralf S

    Ralf S

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    Aber gerne.
    Geworben wirdemit JAZ von 3,5-4 für Luft/Wasser-WPs. Nach einem Blick in die Datenblätter und auf Basis diverser Postings halte ich die Zahl für genauso wenig erreichbar, wie bei Solarkollektoren die oft versprochenen "bis zu 60% Deckung".

    Bei Berechnung der JAZ wird oft auch vergessen, dass es den günstigen Heizstrom nur mit Sperrzeiten gibt, und diese liegen tagsüber, genau dann wenn man Wärme braucht und der Wirkungsgrad der WP gut wäre. Mit dem Resultat, dass man einen Puffer benötigt (der mit höherer Temperatur = schlechterer Wirkungsgrad geladen werden muss) und sie nachts mehr ackern muss, also dann wenn die Außentemperatur sowieso niedrig ist.

    Angenommen sei eine JAZ = 3,0.
    Dann kostet 1 kWh Wärme = 15 ct/kWh / 3 = 5 ct/kWh

    Bei der Kombination Solar/Holz kostet mich 1kWh
    im Sommer 0,00 ct/kWh
    im Winter: 3,4 ct/kWh

    bei
    1900 kwh/ Ster (Buche)
    1 Ster = 45 Eur (regional sehr unterschiedlich)
    70% Wirkungsgrad

    Solar ist eine gute Ergänzung zum Holz. Bei LW-WP bringt es meiner Meinung nach nur etwas für die ENEV-Berechnung. Den Solar liefert genau dann Wärme, wenn auch die WP am effizientesten wäre.

    Nichts allgemein gegen L/W-WP. Sie ist einfach einzubauen, läuft weitgehend vollautomatisch und ist eine günstige mehr oder weniger kompakte Lösung. Auch an das Gebrummel beim Nachbar-DHH habe ich mich schnell gewöhnt.

    Entscheidend für mich war aber insbesondere die ungewisse Entwicklung des Strompreises (Politik, Steuern) und insbesondere, dass man dem lokalen Netbetreiber bezüglich des Heizstromtarifs ausgeliefert ist. Muss man auf den normalen Stromtarif wechseln, zahlt man gleich 30-40% mehr. Holzlieferanten dagegen gibt es bei mir um die Ecke genügende.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Und genau das ist der springende Punkt.

    Wenn ich das Holz geschenkt bekomme, und noch jemand im Haus ist der permanent nachlegt, dann kann ich es noch günstiger hinrechnen.
    Offiziell zahle ich aber 85,- €/Ster und hole damit vielleicht 1.200 kWh Ertrag aus einem Ofen. Jetzt kostet mich die kWh schon gut 7Ct, vom Komfort mal ganz abgesehen.

    Ertrag der Solaranlage für WW-Aufbereitung? Wieviel landet davon als tatsächlich nutzbarer Ertrag bei mir Haus? ZUwelchen Investitionskosten?
    Für 100,- € mache ich mit der WP den ganzen Sommer über ausreichend WW für 4 Personen. Mit etwas Optimierung schaffe ich es auch mit 60,- € oder weniger.

    Was ist jetzt "deutlich" höher?

    Mich hat nur das Wort "deutlich" gestört, zumal es hier um einen Äpfel-/Birnenvergleich ging.

    Gruß
    Ralf
     
  15. Ralf S

    Ralf S

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    Hallo Ralf,

    Wenn ich es hätte schön rechnen wollen, dann hätte ich gesagt, "Brennholz nahezu kostenlos" (wenn man es selber aus dem Wald holt).

    Ich weiß ja nicht, bei welcher Apotheke es bei Dir das Holz gibt, aber bei uns ist das ein realistischer Preis (lokale Anbieter).
    Aber auch im Internet eher bei meinem Preis zu haben:
    http://www.brennholzdepot.de 54 Euro/srm Buche/Eiche

    Und zum Komfort - Gemütlicher Abend vor der brummelnden Wärmepumpe :irre Da sitze ich lieber vorm Kamin, aber jedem das seine...

    Schlußendlich kann man jedes Heizkonzept schön und schlecht rechnen, schließlich gibt es einfach zu viele Unschärfen und Annahmen. Aber ist ja auch gut so, wenn es das non-plus-ultra Heizkonzept geben würde, dass jedermanns Wunsch erfüllt, dann wäre ja hier im Forum tote Hose...
     
  16. #15 Achim Kaiser, 2. Dezember 2008
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Bei eigenem Holz und *beinahe* umsonst gibts abrechnungstechnisch immer genau EIN Problem .... dem Mieter dürfen nur die *tatsächlichen* (nachweisbaren) Kosten in Rechnung gestellt werden.

    In der Praxis haben sich solche *Ich habs Holz ganz billig*-Konzepte schon oft als Bummerang erwiesen, wenn sich aus irgend welchem Grund Zoff mit dem Mieter abzeichnete oder wenn der Vermieter meinte *clever* seine Investitionskosten mit nem erhöhten Return of Invest versehen zu können ... in dem Verbrauchsmenge und Preis mehr oder weniger *geschätzt* oder nach Gusto festgelegt wurden.

    Es gibt bei Heizkostenabrechnungen wesentlich öfter Ärger als man denkt, vor allem wenn die Preise anziehen.....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Bei uns gibt es Holz in Hülle und Fülle, aber die Preise haben sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Wer also keinen eigenen Wald hat, muß für Brennholz tief in die Tasche greifen. Noch vor 5 Jahren wurde das Holz verschenkt.
    Billig wird´s heute nur noch wenn man selbst im Wald rumrennt und die Bäume umlegt, aber das kostet Zeit und die ist an sich auch nicht umsonst.

    Gruß
    Ralf
     
  18. Holzheizer

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    Uups, jetzt muss ich bei meinem Thema noch auf die Brennholzpreise eingehen..:biggthumpup:

    Ein SRM ist leider kein SterRM sondern ein Schüttraummeter!! Ist ein kleiner (~1,4SRM =1RM) Unterschied..:wow
    Also _ich_ will und werde Holz machen so lange ich kann, ob das in 20 Jahren noch geht sei mal dahin gestellt, wenn ja solls mir auch recht sein, etwas Fittness bringt´s ja doch…

    Aber das ist die falsche Diskussion, das Equipment zum Holzmachen, ist ja _sehr_ Ausbaufähig, deswegen eine sehr schwierige Rechnung.
    Einer will unabhängig sein:boxing, der andere will in den Wald um nicht Zuhause von seiner Frau Mecker zu bekommen:mega_lol:, der andere wg. Kaminfeuer:sleeping, ein anderer wg. CO2 Neutral:konfusius, jeder so wie er will…:28:

    Ich habe jetzt schon mal raus gefunden das der große Öltank nur ca. 1500 Euro teurer ist als der kleinste Pellet Tank.
    Leider hat Heizöl wohl auch ein Verfallsdatum, habe was von 10 Jahren erfahren.

    Wo die Strompreise in 10/20 Jahren stehen, weiß auch keiner, es sind wohl schon WP Sondertarife gekündigt worden, das der Ölpreis noch mal soweit fällt hätte auch niemand gedacht.. die Holzpreise werden dieses Jahr bestimmt wieder fallen, unser Förster will 35Euro für Stamm Bu/Ei am Weg im Wald, dann ist es ja auch noch etwas arbeit.:motz. das geht ja so nicht weiter.:irre:irre

    Gruss

    Thomas
     
  19. acensai

    acensai

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    ... und das ist eben genau DIE ZENTRALE FRAGE: Die automatische Energiequelle!

    Mich würde mal interessieren, wie hoch Du die Kosten für deine Heizungsinstallation rechnest? Du willst ein gut gedämmtes Haus bauen - und dann schwebt dir folgendes vor:

    • Kaminofen mit Wassertasche (incl. Steuer- und Regeltechnik wie z.B. Umwälzpumpe, Verrohrung)
    • Solaranlage
    • Grosser Pufferspeicher für die FBH / Schichtenspeicher / Brauchwasserspeicher ?
    • Automatischer Energiequelle (Gas, Öl, Wärmepumpe?)
    -> und dann noch diese 3 Energiequellen aufeinander abstimmen und regeln?

    ... soll / kann eine solche Installation wirklich mittel- und langfristig kostengünstig sein? Das ist doch KEINE einfache Heizungsinstallation mehr - oder täusche ich mich da?

    Schön, wenn man günstig ans Holz kommt und dann von geringen, laufenden Kosten für die nächsten 20 Jahre ausgeht ... aber: Schon mal überlegt, wieviel Bauteile an diesen 3 Energiequellen kaputt gehen können? ... bei hartem Wasser ist so eine Wassertasche am Kaminofen auch schon mal gerne nach 15 Jahren kaputt ... aber natürlich kann man auch ein WasserEnthärtungsgerät kaufen :shades ...


    Unsere Lösung wird -bei sehr ähnlicher Ausgangslage wie bei Dir- wie folgt werden: Ein schöner Kaminofen "zentral" im Haus platziert fürs Gemüt (und um das ganze Haus gleich mitzuheizen) und eine WP im Keller für die FBH und fürs Frischwasser ... billiger und komfortabler wird's für uns KEINE Lösung geben ... Ich habe sogar kostenlos Holz im Zugriff und "darf" sogar eine noch größere Wohnfläche heizen - beim druchrechnen der Alternativen hat's mir aber fast die Sprache bei der Holz-Solar-Kombination + Lösung für die harten Tage verschlagen ... !

    .
    Das Brennholz -welches ich im Zugriff habe- verkaufe ich dann alle Holzheizer für 50 Euro / Ster ... die Holzpreise werden auch weiterhin steigen :biggthumpup:

    .
     
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  21. Holzheizer

    Holzheizer

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    Jow:p, du sagst es und damit ist der Entschluss meine bestehende Anlage mitzunehmen gefallen.:konfusius

    Die Kiste macht genau das (bis auf die automatische..) und ist wahrscheinlich derzeit nicht bezahlbar.
    Seinerzeit habe ich für die Energiezentrale ~7500.- bezahlt, Kamin von Gerco WK3 ist OK, 8 Meter Velux Solar als Basis iss ein Anfang den ich habe.
    Inzwischen muss ich feststellen das die HZB sich voll auf WP „eingeschossen“ haben und in den letzten 5-7 Jahren punkto Kombination schon einiges getan hat, aber der HZB vor Ort noch die klassische Version bevorzugt oder über WP+ Margen? Geht.


    Die Eisenbeiss Anlage ist quasi als „Schaltschrank ca.100x150x15“ aufgebaut und muss nur angeklemmt werden, das iss kein Problem, „schaff“ ich auch noch.

    Derzeit tendiere ich echt zum Heizstab….:Roll
    Ich such noch weiter nach einer kleinen HH-Schnitzel Anlage, aber unter 15 KW habe ich noch nichts gefunden..

    Gruß

    Thomas
     
  22. acensai

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    angehender Bauherr
    Die Hackschnitzelheizung hab' ich mir damals auch angesehen - aber irgendwie halt viel zu teuer (für mich). Und dann brauchen die wirklich schon mal schnell das doppelte / dreifache des Scheitholzverbrauchs ... und dann noch der benötigte Platz für die Lagerung der Hackschnitzel und der Lärm etc. etc. ...

    Ich glaub' aber schon ne Anlage mit 12 oder 15 KW gesehen zu haben ... KWB (glaub ich) hat so eine Anlage im Angebot - aber m.E. zu überdimensioniert für ein gut gedämmtes EFH ... Bei uns in der Gegend sind viele Hargassner-Hackschnitzelheizungen im Einsatz (und die sind alle durchweg sehr zufrieden!) Die kleinste Anlage hat aber schon 25 kw ...
     
Thema:

Passendes Heizungskonzept gesucht

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