Passivhaus-Neubau: welche Lüftung / Heizung verwenden?

Diskutiere Passivhaus-Neubau: welche Lüftung / Heizung verwenden? im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir planen ein Passivhaus-Neubau mit ca. 155 qm Wohnfläche im Bereich Hamburg. Ziel ist, mit max. 15 kWh/qm/a Heizenergieeinsatz nach...

  1. JMWind

    JMWind

    Dabei seit:
    28. April 2010
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektrotechniker Windenergie
    Ort:
    Hamburg
    Hallo,

    wir planen ein Passivhaus-Neubau mit ca. 155 qm Wohnfläche im Bereich Hamburg. Ziel ist, mit max. 15 kWh/qm/a Heizenergieeinsatz nach den üblichen "Feist'schen Regeln" klar zu kommen. Wir haben ca. 28,5 qm Fensterfläche nach Südsüdwest sowie ein paar qm nach Ost und West, Nordseite ist bis auf Tür + Glas-Seitenteil völlig verschlossen.

    Nun stellt sich für uns (Privatpers. + Bauherren) die Frage, welche Lüftung inkl. Heizsystem derzeit das effektivste, günstigste (vom Invest als auch Unterhalt her betrachtet) sowie technisch einfachste ist.

    Wärmepumpe mit Erdsonde kommt nicht in Betracht da Baugrundstück im Wasserschutzgebiet liegt. Solekollektor ist möglich. Solaranlage mit Kombispeicher 500 l o.ä. ist gedanklich vorgesehen. Desweiteren eine PV-Anlage mit ca. 8 - 10 kWp.

    Kann uns da jemand mit Erfahrungsschatz weiterhelfen?
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Man kann auch mit normaler Schriftgröße schreiben. Nicht jeder braucht eine Brille.
    :Brille

    Ich würde mal über eine Split.Klima nachdenken. Innenteil(e) geschickt verteilt und die Sache hat sich.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Schnabelkerf, 29. April 2010
    Schnabelkerf

    Schnabelkerf

    Dabei seit:
    26. Mai 2009
    Beiträge:
    662
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    EDV-Support
    Ort:
    Hamburg
  5. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    :28:

    Dann hätte sich mein obiger Vorschlag erledigt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Schnabelkerf, 29. April 2010
    Schnabelkerf

    Schnabelkerf

    Dabei seit:
    26. Mai 2009
    Beiträge:
    662
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    EDV-Support
    Ort:
    Hamburg
    Der WK Zuschuß lohnt sich schon wenn man eh Passiv oder Kfw 70 (09) bauen will.

    240 €/m² * 130 m² = 31.200 € - 1.400 € Kosten für den obligatorischen Qualitätssicherer.

    Wobei der Qualitätssicher darüber wacht das das Haus wirklich die Anforderungen an ein Passivhaus erfüllt und daher sicher kein schlecht angelegtes Geld ist.

    Wir bekommen "nur" den Zuschuß für KfW 70 (09) von 150 €/m² aber das war auch ein Grund IN Hamburg und nicht ausserhalb der Stadtgrenzen zu bauen.
     
  7. JMWind

    JMWind

    Dabei seit:
    28. April 2010
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektrotechniker Windenergie
    Ort:
    Hamburg
    Nein, wir wollen nördlich von Hamburg bauen - in Schleswig-Holstein. Dort erhalten wir keine Förderung.
     
  8. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Na dann ist mein Vorschlag wieder gültig. :mega_lol:

    Gruß
    Ralf
     
  9. alex2008

    alex2008

    Dabei seit:
    25. Juni 2008
    Beiträge:
    3.251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinist
    Ort:
    Südschwarzwald
    Benutzertitelzusatz:
    Baggerfahren ist mein Hobby
    etwas anderer Vorschlag

    Lüftung und Heizung getrennt als unabhängige Geräte. Ergibt einfach eine größere Auswahl bei den Komponenten.

    Heizwärmeverteilung alleine übers Leitungsnetz der Lüftung? Kann in einigen Räumen auch etwas knapp werden.
    Dann vielleicht doch gleich FBH oder Wandheizung wofür in einem PH ja keine riesen Flächen notwendig sind. Oder Gebläsekonvektoren, oder "Wärmepumpenheizkörper" damit lassen sich die Räume dann doch noch etwas unterschiedlicher temperieren.
    Wir haben bspw. fast nur Trockenbauinnenwände, und die haben schon eine merkbare Dämmwirkung gegenüber den Nachbarräumen.

    Als WP wäre vielleicht auch die kleinste "Volkswärmepumpe" interessant. Die hat für ein PH eurer Größe ausreichend Leistung und kann ihre Leistung modulieren.

    Auf den Solarkollektor fürs WW würd ich eher verzichten und die Fläche auch mit PV belegen.
     
  10. joerg109

    joerg109

    Dabei seit:
    6. Oktober 2008
    Beiträge:
    133
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT-Analyst
    Ort:
    Wiesbaden
    Ph

    - welche Heizlast (W/qm) ergibt sich aus dem PHPP? die üblicherweise zitierten 15 KwH/qm/a sind ein zu grober Anhaltspunkt, um was empfehlen zu können.

    - was für eine Bauweise? Wandaufbau? Fensterwerte? Unterschiedliche Baustoffe können sich bei identischen U-Werten recht unterschiedlich verhalten.

    Generell:
    - zentrale KWL mit WW-Heizregister ist der Standard fürs PH, abweichende Vorschläge sind Quatsch
    - Bei einem gut geplanten und professionell ausgeführten PH reicht die Luftheizung dann auch aus, ist aber an den trüb-kalten Wintertagen nicht sonderlich komfortabel.
    - FBH ist im PH unnötig. Es sei denn, Ihr habt so nen Fliesenwahn.
    - Wandheizung ist eine sehr angenehme, flexibel planbare und überdies kostengünstige Art der Zuheizung
    - WW-Gewinnung durch eine Kombination aus Luft-Wasser WP (die kleinste, die es im Handel gibt reicht da schon aus) und Thermosolarpanels mit einem üppig dimensionierten Speicher (250-300 Liter pro Bewohner).

    Jetzt gibt es natürlich ganz viele, die einwenden werden, dass sich Thermosolar nicht lohnt. Das stimmt in Zusammenhang mit einer WP im PH aber nicht. Durch die Panels und den üppigen Speicher bleibt die WP an mindestens 6 Monaten im Jahr ausser Betrieb, und vor allem schaltet sie sich nicht dauernd ein und aus, wie es in der Übergangszeit öfter mal vorkommt. Dadurch verlängern sich die Wartungsintervalle und vor allem die Lebenszeit.

    Unser PH ist seit Anfang März bewohnt. Wir haben bisher an keinem Tag heizen müssen, die Temperatur liegt immer zwischen 21 und 25 Grad. Obwohl die Jalousien noch nicht funktionieren, weil der Elektriker die Aktoren vermurkst hat, und ich noch keine Zeit hatte, die Lüftungsgeräte (wir haben 2 WE mit getrennten KWLs) an den KNX Bus anzuklemmen, d.h. die laufen mit Standardeinstellung.
     
  11. fmw6502

    fmw6502

    Dabei seit:
    22. September 2007
    Beiträge:
    3.822
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Elektrotechnik
    Ort:
    Kipfenberg
    Benutzertitelzusatz:
    Bauherr
    Meine 2ct: ein PH nach orig. Definition mit Lüftungsheizung ist auf den Punkt gerechnet. D.h. es normalerweise kaum Reserven, falls sich Randbedingungen ändern - z.B. Wegfall interner Gewinne, neue Verschattung, Eiszapfen ziehen ein, Nutzungsänderung von Räumen...
    Daher sind diese Punkte sehr sorgfältig abzuprüfen. Inzwischen ist es ja auch durchaus üblich geworden ein "PH" mit (zusätzlicher) normaler Heizungsanlage zu betreiben.

    Gruß
    Frank Martin
     
  12. joerg109

    joerg109

    Dabei seit:
    6. Oktober 2008
    Beiträge:
    133
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT-Analyst
    Ort:
    Wiesbaden
    Ob es jetzt unbedingt üblich geworden ist, ein PH mit normaler Heizungsanlage (also Heizkörper) auszustatten, das weiss ich nicht. Im PH sind die Dinger meiner Meinung (und zwischenzeitlich Erfahrung) nach Platzverschwendung. Im vergangenen Winter ist die Temperatur in unserem noch nicht bewohnten Haus bei provisorischem Betrieb der KWL (ohne EWT, ohne Heizregister), nur mit Wandflächenheizung bei 35 Grad Vorlauf beheizt, nur dann unter 19 Grad gesunken, wenn die Haustür länger auf war, wegen Kabeltrommel oder so.
    Aber, wie bereits geschrieben, Luftheizung ist suboptimal. Einerseits, weil Luft ein denkbar schlechtes Transportmedium für Heizenergie ist und sich damit einfach nur sehr geringe Energiemengen bewegen lassen, andererseits weil man wenig Einfluss auf die Wärmeverteilung nehmen kann, und vor allem, weil sich die Strahlungswärme einer Wandheizung einfach toll anfühlt.

    Ansonsten: wenn Du den PH-Standard als absolute Minimalanforderung betrachtest und die U-Werte der Aussenwände, Dach und Boden < 0,1 realisiert werden, der Bau sauber ausgeführt wird, Du bei den Fenstern und der Haustüre in Sachen Investition an die Schmerzgrenze gehst und Deine Partner innovative, kostengünstige Details "auf Lager" haben (Fensterrahmen fast komplett in der Dämmebene verschwinden lassen etc.), dann hast Du auch mit einer Luftheizung ausreichend Reserve.
     
  13. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  14. feuerwehr

    feuerwehr

    Dabei seit:
    31. Juli 2009
    Beiträge:
    39
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Trebendorf
    Hallo joerg 109,
    könntest du das kostengünstige Detail mit dem Fensterrahmen bitte etwas näher erläutern.
    mfg
     
  15. joerg109

    joerg109

    Dabei seit:
    6. Oktober 2008
    Beiträge:
    133
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT-Analyst
    Ort:
    Wiesbaden
    Von aussen ist kein Fensterrahmen sichtbar. Da die Fenster weit innen angesetzt sind, haben wir aussen vor dem Fensterrahmen fast volle Dämmstärke. Ich weiß jetzt auch nicht, ob man das so verstehen kann.
    Zur Verdeutlichung kurz eine Beschreibung des Wandaufbaus von aussen nach innen:

    - Lärchebretter
    - 8 cm Hinterlüftungsebene
    - 30 cm TJI, gedämmt
    - OSB-Platte, luftdichte Ebene
    - 12 x 6 KVH, gedämmt
    - GK

    Die Fenster stehen mit ihrer Aussenkante bündig zur OSB-Platte und sind dort auch luftdicht angeschlossen. Die äussere Dämmebene überlappt sich komplett mit dem Fensterrahmen. Die Jalousie ist in der Hinterlüftungsebene untergebracht.
    Muß ich vielleicht mal ein Foto machen.
     
Thema:

Passivhaus-Neubau: welche Lüftung / Heizung verwenden?

Die Seite wird geladen...

Passivhaus-Neubau: welche Lüftung / Heizung verwenden? - Ähnliche Themen

  1. baufällige Nachbargarage grenzt an Grundstück für mögl. Neubau

    baufällige Nachbargarage grenzt an Grundstück für mögl. Neubau: Hallo zusammen, wir verhandeln mit der Stadt über ein Grundstückskauf, wo direkt an einer Grenze die hässliche Rückseite einer baufälligen Garage...
  2. eingebaute Fenster im Neubau

    eingebaute Fenster im Neubau: Hallo zusammen, in den letzten Tagen wurden in unserem Neubau die Fenster eingebaut. Nachdem ich mich etwas eingelesen habe, habe ich...
  3. Betondecke in Neubau nachträglich durchbohrt für Lichtauslässe

    Betondecke in Neubau nachträglich durchbohrt für Lichtauslässe: Hallo, wir haben in einem KfW55-Haus eine Neubauwohnung gekauft. Wir saßen an Ostern stundenlang zusammen, um über unsere Lichtauslässe zu...
  4. Schallschutz - Durchbohrte Decken für Lichtauslässe im Neubau

    Schallschutz - Durchbohrte Decken für Lichtauslässe im Neubau: Hallo, wir haben in einem KfW55-Haus eine Neubauwohnung gekauft. Wir saßen an Ostern stundenlang zusammen, um über unsere Lichtauslässe zu...
  5. Garage Neubau - Maße und Ausführung

    Garage Neubau - Maße und Ausführung: Hallo, bitte verschiebt meinen Beitrag, falls ich ihn falsch platziert habe. Wir haben 2014 ein Fertighaus bekommen und haben den Bau einer...