Pelletofen ohne Kamin?

Diskutiere Pelletofen ohne Kamin? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen. Gibt es Pelletöfen, die man an die Lütungsanlage anschließen kann? Moderne Passivhäusen benötigen keine hohe Heizlast (Daher...

  1. stabilo

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    Hallo zusammen.

    Gibt es Pelletöfen, die man an die Lütungsanlage anschließen kann? Moderne Passivhäusen benötigen keine hohe Heizlast (Daher wenig Sauerstoffverbrauch und wenig abwärme bei der Verbrennung) haben aber alle eine Lüftungsanlage. Wäre es da nicht möglich den Pelletofen an die Lüftungsanlage zu klemmen?

    Ich habe ein paar Links von 2006 gefunden, es scheinen sich aber die Schornsteinfeger durchgesetzt zu haben. Hat jemand vielleicht Informationen ob das geht?

    Schöne Grüße
    Stefan
     
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  3. #2 toxicmolotow, 6. Oktober 2014
    toxicmolotow

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    Ist das Besondere an einem PH nicht, dass man gar keine Heizung (im klassischen Sinn) braucht und nur mit Abwärme heizt?
     
  4. Julius

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  5. th_viper

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    Beim Passivhaus ist die benötigte Heizenergiemenge so gering, dass sie über die vorhandene KWL (mit WRG natürlich) eingebracht werden kann. Dabei ist auf der einen Seite durch einen max. sinnvollen Luftwechsel die Luftmenge begrenzt und auf der anderen Seite durch die max. Temperatur der Luft, bei der es noch nicht zu Verschwelungen oder dergleichen kommt. Das ganze unter der Prämisse, dass alle Bauteiloberflächentemperaturen so hoch sind, dass die Behaglichkeitskriterien noch erfüllt sind und es somit egal ist, wo die Wärme im Raum eingebracht wird.

    Am Ende kann dann die Heizenergie über ein einfaches Stromheizregister in der KWL bereitgestellt werden und die Kosten für ein klassisches System können entfallen.

    Jetzt kann man sich natürlich überlegen, was man dabei anders machen kann und will.
     
  6. R.B.

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    Keine Ahnung was das mit den Schornis zu tun hat, aber einen Pelletofen, genauer gesagt das Rauchgasrohr, an eine Lüftungsanlage anzuschließen ist nicht nur sinnfrei, sondern auch gefährlich. Ich vermute Du bringst da was durcheinander. Evtl. ging es ja um die Verbrennungsluftzuführung. Die erste Herausforderung dürfte darin bestehen, einen Pelletofen zu bauen der mit so einer kleinen Leistung arbeitet und dabei noch einen sinnvollen Wirkungsgrad erzielt. Da muss man die Pellets schon einzeln in einen sehr kleinen Brennraum befördern und anzünden. Die Zuführung der Verbrennungsluft in ausreichender Menge muss unter allen Umständen gewährleistet sein. Für so einen kleinen Mini-Ofen dürften etwa 5m3/h ausreichend sein. Die Verbrennung von Feststoffen lässt sich aber nur schwer kontrollieren, so dass hier eine Reserve vorzusehen wäre. Das größte Problem dürfte dann aber die Abgasführung sein. Bei einer Verbrennung entstehen zwangsweise hohe Temperaturen. Diese müssten so weit gekühlt werden, dass man sie gefahrlos dem Rohrsystem einer KWL zuführen kann. Diese Kühlung muss mehrfach abgesichert werden, denn sonst läuft man Gefahr, dass die KWL abfackelt. Man darf aber nicht nur den Ofen an sich betrachten, sondern auch das Zusammenspiel KWL und Ofen. Ein Pelletofen wird ja nur mit Gebläse richtig funktionieren. Dieses Gebläse drückt dann die Rauchgase in die KWL und arbeitet dort gegen das Gebläse der KWL. Sollte die KWL aus irgendwelchen Gründen mal einen Gang runter schalten, dann besteht die Gefahr, dass die Rauchgase, oder zumindest ein Teil davon, wieder zurück in´s Gebäude gedrückt werden. Das wäre der Supergau für die Bewohner. Das Ganze wäre vielleicht mit viel Aufwand noch technisch beherrschbar, aber wie man das alles noch konform zur FeuVo, DINs etc. hinbekommen möchte, da hätte ich im Moment absolut keine Idee. Das Ganze müsste ja auch noch dauerhaft funktionieren, was bie dem nicht unerheblichen Anteil an Asche und Ruß die so ein Ofen produziert, nur schwer vorstellbar ist. Abgesehen davon frage ich mich, warum man ein PH baut wenn dann noch eine Feststoffheizung eingebaut werden soll. Wenn schon, dann setzt man da auf andere Konzepte.
     
  7. flo79

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    Hi Stefan,

    es gibt Pelletöfen die über ein Rohrsystem mehrere Räume versorgen können. Koppelung mit KWL keine Ahnung. Allerdings sind diese relativ leistungsstark und für ein PH wohl nicht geeignet. Und die Verbrennung wird schlecht wenn der Ofen immer nur auf Sparflamme arbeitet.

    Gib uns mal ein paar Daten zu deinem geplanten Haus. Habt ihr schon einen Planer der sich mit PH auskennt?

    Was mir persönlich an vielen PH nicht gefällt. Es wird immer betont das man mit weniger Heiztechnik auskommt. Viele Häuser die ich kenne oder Angebote die ich sehe sind noch teurer als bei normalen Häusern.
     
  8. flo79

    flo79

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    Upps, du möchtest den Ofen ohne Kamin betreiben? Das wird wohl kein Schorni abnehmen. Solche Sachen würd ich lassen.
     
  9. stabilo

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    Der Sinn war Technik einzusparen indem man den Kamin weg lässt. Ein Passivhaus benötigt an kalten Tagen ja auch Wärme und die kann man Strom oder anderen Energiequellen erzeugen. Ich bin noch nicht in der konkreten Planungsphase dafür ist das Baugebiet noch nicht weit genug Entwickelt.

    Ich lese aber gerade sehr viel und ich musste feststellen, dass viele in ihrem PH einen Holzofen nachrüsten und eine riesen Wärmebrücke (den Kamin) nachrüsten. 5m3/h halte ich jetzt für nicht besonders viel, dass sollte die Lüftung locker packen.
    Die Verschmutzung und Hitze der Abluft ist aber wahrscheinlich wirklich ein Problem und ein Ausfall wäre sicherlich nicht besonders gesund^^
     
  10. H.PF

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  11. H.PF

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  12. Einmal

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    Naja - wenn dann eben ein Ethanolkamin, der brennt im Zimmer und die KWL besorgt Zu- und Abluft. Heizwert ist natürlich auch eher am unteren Ende (1/2 Liter pro Stunde so um die 3 kWh), paßt aber dann zum Passivhaus.
     
  13. Julius

    Julius

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  14. th_viper

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    Für den Fall, das das Haus mal etwas ausgekühlt ist, und die Heizleistung über die Lüftungsanlage nicht ausreicht, kann man auch ein paar m² elektrische Flächenheizung installieren. Oder man holt einen elektrischen Heizkörper aus der Abstellkammer, oder man macht einfach den Backofen an...
     
  15. PeterB

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    Du willst also tatsächlich das Kohlenmonoxid aus der Holzverbrennung direkt in die Raumluft abgeben?
    Googel mal nach Rauchgasvergiftung.
     
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  17. PeterB

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    Zu spät zum Ergänzen:
    Ein raumluftunabhängiger Ofen hat den Kaltluftdurchsatz nur im Brennraum, nicht im Wohnraum und bei Nichtbetrieb desselben keine nenneswerten Wärmeverluste im Raum.
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Stammt wohl aus meinem obigen Beitrag, den ich dieses Mal leider nicht sauber strukturiert habe.

    Ansatz war, dass man sich einen Mini-Pelletofen baut der vielleicht 2kW Heizleistung hat. Daraus habe ich dann mit dem dicken Daumen die Menge an Verbrennungsluft abgeschätzt.
     
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