Pelletsheizung im Hauswirtschaftsraum?

Diskutiere Pelletsheizung im Hauswirtschaftsraum? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich wollte für meinen Neubau eine Pelletsheizung aus der Richtung Windhager BioWin oder Hoval BioLyt einbauen lassen. Leider...

  1. AndreWo

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    Hallo zusammen,

    ich wollte für meinen Neubau eine Pelletsheizung aus der Richtung Windhager BioWin oder Hoval BioLyt einbauen lassen.
    Leider habe ich keinen Keller und die Heizungsanlage (inkl. 800 Liter Kombi) soll im HWR stehen.
    Nun meine Frage, ob es Probleme hinsichtlich der Abwärme der Heizung geben wird und meine Kühltruhe (soll auch im HWR stehen) "Tag und Nacht" läuft, weil die Umgebungstemperatur zu hoch ist?

    Vielen Dank für Eure Antworten

    Andreas
     
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  3. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Richtig gedämmt wird es nicht zu warm, wenn die Kühltruhe nicht zu viel arbeiten muss :irre

    Gruß

    Bruno
     
  4. AndreWo

    AndreWo

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    Ich meinte dabei nicht ausschließlich die Dämmung der Rohre, sondern wie stark ist die eigentliche Wärmeabstrahlung eines Pelletskessels?

    Vielen Dank
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Ich befürchte, da kann Dir niemand verlässliche Zahlen nennen. Evtl. der Hersteller, aber der gibt diese Daten in seinen technischen Unterlagen auch nicht an (zumindest habe ich nichts gefunden).

    Letztendlich sind die Abstrahlverluste auch von der Betriebsweise (Temperaturen) des Kessels abhängig. Ich hatte mal einen Prüfbericht zwischen den Fingern, da wurde ein Abstrahlverlust von 1,5% der Nennleistung gemessen. Dazu waren verschiedene Messpunkte an der Oberfläche angebracht. Die Oberflächentemp. lag, je nach Messpunkt, zwischen etwa 35°C, und 45°C, an wenigen Stellen auch bis 80°C.

    Ich unterstelle jetzt mal, daß die Abstrahlverluste des Kessels im Bereich 1% bis 3% liegen. Somit liefert ein 15kW Kessel bis zu 500W in den Aufstellraum. Hinzu kommen die Verluste durch die Verrohrung, Schornsteinanschluß usw.

    Jetzt kommt es noch darauf an, wieviele Stunden der Kessel heizt (Brenndauer), welche Masse während der Pausen "auskühlt", wie es sich mit den Abgasverlusten verhält. Daraus könnte man die Energie abschätzen die beispielswweise an einem 24h Tag im Aufstellraum landet.

    Aus der Heizlast des Raums könnte man dann auch auf die zu erwartende Raumtemperatur schließen.

    Ich weiß die Antwort ist es schwammig, aber man kann das wirklich nicht so einfach in Zahlen fassen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Achim Kaiser, 4. März 2009
    Achim Kaiser

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    Ich hab noch keinen staubfreien Pelletskessel gesehen ...
    heisst in den Aufstellräumen siehts nach einiger Zeit immer reichlich schmutzig aus ...
    Pellets sind eben Holzfeuerung.

    Ich würde mir sowas nicht in meinen Hauswirtschaftsraum stellen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. AndreWo

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    Alles klar, dann werde ich wohl am besten für die Heizung einen extra Heizungsraum einplanen.

    Vielen Dank
     
  8. Julius

    Julius

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    Und wo soll das Pelletlager hin?
    Wie der Transport erfolgen?
     
  9. AndreWo

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    Das Pelletlager soll außerhalb des Hauses liegen. Ich muss mich ja für alles etwas kurzfristig entscheiden, da eine eigentlich geplante Erdsondenbohrung aufgrund Wasserschutzgebietszone nicht genehmigt wurde. :(
     
  10. Julius

    Julius

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    Was ist dann mit den WP-Alternativen, also Flächen- oder Grabenkollektor, oder auch Luft-WP?

    Wie hoch ist die Heizlast? Woher ist sie bekannt?
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Zeitdruck ist immer ein schlechter Berater. Also schnell die Fragen von Julius beantworten, dann sehen wir weiter.

    Da Thema steht hier öfter auf der Tagesordnung. Die Suche findet sicher einige interessante Beiträge. Wenn das Gebäude und die Heizflächen bereits für WP optimiert waren, dann bieten sich einige Alternativen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. AndreWo

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    Der Hausbau soll im Mai beginnen:
    - 130m² Wohnfläche
    - 24cm Porotonziegel
    - 10cm WDVS
    - Klinker
    - Fußbodenheizung
    - und wie schon gesagt: kein Keller

    Ein Arbeitskollege hat vor Kurzem gebaut mit Erdwärme / Tiefenbohrung in Wasserschutzzone III
    Wollte ähnlich bauen, aber es wurde leider keine Tiefenbohrung genehmigt.

    Mit einer Wärmepumpe in Verbindung mit Flächenkollektoren hatte ich mich noch gar nicht weiter befasst, weil ich befürchte, dass der Wirkungsgrad nicht so besonders ist. Zudem kommt das Problem mit dem Grundstück: trockener Sandboden.

    Da meine Dachfläche (45 Grad Neigung) komplett nach Süden zeigen wird, hatte ich mir dann überlegt, eine Pelletsheizung i.V.m. Solar zuzulegen.

    Ja und nun sitzt mir die Zeit etwas im Nacken, weil ich mir jetzt überlegen muss, zusätzlich einen Heizungsraum einzuplanen oder wirklich noch mal über Flächenkollektoren nachzudenken.

    Sollte man sich doch für eine Wärmepumpe entscheiden, macht dann zusätzlich Solar überhaupt noch Sinn oder wäre diese Investition über?
     
  13. salleD

    salleD

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    Also von Solar kann man halten

    was man will, aber ich bin der Meinung das das nach Südspanien oder bestenfalls nach Freiburg gehört. Das Gel würde ich lieber in mehr Dämmung und ne KWL investieren, dann klappts auch mit dem Flächenkollektor. Mal ausgerechnet was zum Beispiel der Heizraum (ca. 6 x 4 x 3 = 72 m³ + Lagerraum 2 x 3 x 3 = 18 m³ umbauter Raum x 250 € (wer bietet mehr ?) + Solar (sagen wir mal) = 12.000 €, macht mal eben 34.500 €. Sollen Die Fachleute (Stukkis, Maler) mal was zu den Herstellungskosten sagen, Fachingenieure zu Honorarfragen, denn eine Fachplanung ist bei energetisch optimierten Häusern unabdingbar, und ich WETTE, dass die Investitionskosten und die Langfristkosten bei welcher Energiepreisentwicklung auch immer, bereits heute am niedrigsten sind.
    Also erst dämmen und dann (vielleicht) Heizen.

    Schönen Abend:shades
     
  14. acensai

    acensai

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    OK - aha!

    Überleg Dir doch mal zusammen mit einem Planer, ob ihr nicht die Dämmung erheblich verstärkt: D.h. das WDVS um 6 - 10 cm dicker machen, Zwischensparrendämmung erhöhen (bzw. beispielsweise 6 cm Installationsebene zusätzlich zur Zwischensparrendämmung), stärkere Dämmung der Bodenplatte und bessere dämmende Fenster!

    -> dann könnt' sich bei eurer Hausgröße ein Luft-WP eine sehr gute Alternative sein? Wenn Du willst auch noch eine billige Solaranlage fürs WW (und fürs gute Gewissen). Evtl. noch zusätzlich die BAFA-Zuschüsse einstreichen und evtl. das KFW40-Darlehen zu 2,55 % mitnehmen (diese ganze, finanzielle Kleinvieh macht auch Mist :biggthumpup: ).


    Konkret kann's Dir aber auch nur Energieberater und der Hausplaner durchrechnen - aber ich würd's mir schon überlegen ....
     
  15. Julius

    Julius

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    Dem stimme ich zu!
    Deutlich besser dämmen, die Hütte. Dann ist es schon fast egal, woher man den verbleibenden Rest an Heizenergie nimmt.
    Also nicht soviel Geld in die Haustechnik versenken, sondern in die Außenhülle investieren.
    Ne LWP ist vergleichsweise preiswert und gut mit ner KWL (unbedingt einbauen!!!) zu koppeln.

    Merke:
    Die billigste Energie ist die, welche erst gar nicht benötigt wird!
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Ein Blick in meine Glaskugel sagt mir:

    Hütte ordentlich gedämmt, Heizlast wohl irgendwo < 6kW, pro Jahr gehen für Heizung und WW etwa 10.000kWh drauf. Mit einer LWP und einem durchschnittlichem Strompreis von 14Ct./kWh komme ich dann auf Stromkosten zwischen 400,- € und 500,- € pro Jahr.
    Die WP mit Bohrung liegt dann wohl bei 300,- bis 350,- € pro Jahr.

    Da würde ich mir die Investitionskosten aber ganz genau anschauen, denn bei dem geringen Einsparpotenzial durch effizientere WP dauert´s ewig bis sich Mehrkosten bei der Invesition rechnen.

    Diesen Satz ausdrucken, an die Wand hängen und jeden Tag lesen.

    Gruß
    Ralf
     
  17. AndreWo

    AndreWo

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    Erst mal ein Lob an dieses Forum. Hätte nicht gedacht, dass ich innerhalb so kurzer Zeit doch viele Tipps bekommen würde.

    1. Dachte, ich bin mit meiner 24er Wand + 10er WDVS +Klinker wärmetechnisch schon gut dabei? Das es immer besser geht, ist mir auch klar. Hatte schon mit einigen Bauherren im Baugebiet gesprochen. Viele haben nur eine 36,5er T12 Planziegelwand + Putz.
    Habe vergessen zu erwähnen, dass ich 3-Fach-Verglasung bei den Fenstern nehmen werde.
    Sollte ich lieber eine 17,5 Wand nehmen und die gewonnenen Zentimeter in die Wärmedämmung investieren?

    2. Bei meinen Recherchen zu Grabenkollektoren bin ich auf die Seite:

    http://www.waermepumpenbau.de/grabenkollektor.php

    gestoßen. Was haltet ihr von dieser Verlegeweise? Ist die Bodentiefe mit 1 Meter überhaupt ausreichend?

    Danke
     
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  19. R.B.

    R.B.

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    Da kann ich nur sagen "rechnen".

    Für meinen Geschmack etwas knapp, aber anscheinend funktioniert´s. Ich kenne jetzt keine Praxisdaten von deren Anlagen, kann also kaum Infos beisteuern.

    Gruß
    Ralf
     
  20. AndreWo

    AndreWo

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