Perimeterdämmung Altbau

Diskutiere Perimeterdämmung Altbau im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo Forum, folgende Ausgangslage: Altbau Bj.60, Streifenfundament, Kellerwand betoniert, Kellerboden anscheinend nachträglich eingebracht,...

  1. raih

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    Hallo Forum,

    folgende Ausgangslage:
    Altbau Bj.60, Streifenfundament, Kellerwand betoniert, Kellerboden anscheinend nachträglich eingebracht,
    Keller 50...150cm im Erdreich

    Vor Ausführen von Pflasterarbeiten sollen die Kellerwände saniert/gedämmt werden.
    Dazu wurde schon rings um Haus bis Fundament aufgebaggert.

    Folgendes wurde vorgefunden:
    - Kelleraussenwand teilw. schwarz gestrichen (blättert bei Reinigung mit Hochdruckreiniger ab)
    - Fundament sandig (Mischung 1:Kieshaufen)
    - Lehmboden trocken

    Nun die Frage(n) an die Experten:
    - welche Beschichtung/en sind erforderlich/sinnvoll ?
    - wie behandele ich das sandige Fundament ?

    Der Keller wird nur als Lagerraum benutzt.

    Danke im Voraus,
     
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  3. #2 Isolierglas, 3. Juli 2008
    Isolierglas

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    1. Hoffen, dass das komplette Aufbaggern nicht zu Schäden führt (Grundbruch?)
    2. Wände abdampfen, Fehlstellen mit Zementmörtel ausbessern, Dickbeschichtung nach Lastfall
    3. Perimeterdämmung / Anfüllschutz
    4. Fundament nicht verändern.

    Frage: Was ist mit der Horizontalsperre???
     
  4. raih

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    Horizontalsperre ist vorhanden, d.h. in der Betonkellerwand befindet sich eine horizontale Lage Dachpappe.

    Da das Fundament sehr sandig ist und stellenweise ausbricht, ist die Überlegung eine Schalung davorzusetzen und auszubetonieren. Damit hätte man auch ein ebene Fläche für Beschichtung. Am jetzigen Fundament hält nichts.
     
  5. #4 Isolierglas, 3. Juli 2008
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    ... dann aber bitte nur in kleinen Abschnitten vorgehen...
     
  6. Robby

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    @ Isolierglas

    Wird so idR nicht klappen (keinen Hinterlaufgeschützten Abschluss)
     
  7. raih

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    @Robby

    Und was empfiehlst Du ?
    Was meinst Du mit "Hinterlaufgeschützten Abschluss" ?
     
  8. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Die KMB wird im von Isolierglas vorgeschlagenen Aufbau auch bei ausreichender Haftung rückseitig und von unten mit Feuchtigkeit / Wasser beaufschlagt. Das mag sie gar nicht und löst sich ab.

    Deshalb ist zuvor ein Hinterfeuchtungsschutz aus Dichtschlämme aufzutragen.

    Und wiederum wäre ein gut gemeinter Ratschlag eines Laien nicht gut gelungen...
     
  9. raih

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    @Robby

    d.h. den Fundamentbereich bis zur Horizontalsperre erst mit Dichtschlämme behandeln und dann die Dickbeschichtung drauf ??
     
  10. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    richtig aber nur wenn erforderlich und der Untergrund es hergibt
     
  11. #10 Bromm Edmund, 4. Juli 2008
    Bromm Edmund

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    Was ist erforderlich und warum?

    Die ganze Maßnahme ist doch sehr fragwürdig.
    Aber es ist ja auch nicht mehr zu helfen.
    Isolierglas hat dies eingangs schon richtig erkannt.
    Und es tut mir leid mit dem Begriff: "ein Hinterfeuchtungsschutz aus Dichtschlämme" damit kann ich auch nichts anfangen.
    Ja was, wenn hinter der Dichtschlämme Wasser eindringt. Wenn es schon heißt "der Beton" 1:Kieshaufen.
    Bleiben da nicht mehr Fragezeichen als gesicherte Angaben?
     
  12. Robby

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    sag ich das nicht schon des öfteren?

    :think
     
  13. raih

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    @Bromm Edmund

    Wie soll ich das jetzt verstehen ?
    Ich frag ja grad dieses Forum um Expertenrat, welche Maßnahmen sinnvoll/erforderlich sind.
    :confused:

    zur Ergänzung:
    - der Keller ist NICHT feucht
    - es könnte höchstens bei längerer Regendauer Sickerwasser ans Mauerwerk gelangen
     
  14. Robby

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    Na was denn nun?
     
  15. 911er

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    Ich habe das gleiche Thema: Kellerisolierung vor Pflasterarbeiten. Haus ist Bj. 60, Horizontalabdichtung vorhanden (2 Lagen Teerpappe), keine drückenden Wässer Haus steht auf Sandboden, sondern nur Sickerwässer bei Extremen Regenfällen und verstopften Regenabläufen (Haus steht mittten im Wald).
    Ein ISOTEC-Berater hat sogar von einer Drainage abgeraten, da der Grund in 63128Dietzenbach-Steinberg alles Sand ist.
    Meine Frage nach freilegen, abdampfen, gemauerte Lichtschächte weg, Ausgleichsmörtel (WAS EMPFEHLT IHR DAFÜR?), Hohlkehle neu (Deitermann HKS):
    - Dichtschlämme (Deitermann D2) von der Unterkante Bodenplatte bis über die Hohlkehle
    oder gleich einen Voranstrich mit Deitermann EUROLAN 3 K?

    Hinterher ist wieder klar: 2 Schichtig Bitumendickbeschichtung SUPERFLEX 10 (KMB-DIN 18195-2, August 2000) mit mindestens 3mm Trockenschichtdicke.
    Dann noch die Peri (dachte an 120mm) mit SUPERFLEX 10 als Kleber drauf und fertig


    ODER ?????????????????????????????


    Danke für harte Kritik (nehme aber auch andere Meinungen dankend an)

    UWE
     
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  17. Robby

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    Bei gut durchlässigem Boden macht eine Dränanlage keinen Sinn.

    Ausgleichen geht auch mit HKS, kommt darauf an wie groß die Unebenheiten / Ausbrüche sind.

    Dichtschlämme ist auch richtig (Hinterfeuchtung)
     
  18. Tom1099

    Tom1099

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    Liebe Leute,
    lasst doch bitte an eure Keller die Fachleute bzw. Fachfirmen ran. Die anerkannten Regeln der Technik für das Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile stellt das WTA Merkblatt 4-6-05/D, Ausgabe: 2005-03 dar. Da jedes Bauwerk ein Unikat ist, ist eine Ferndiagnose äußert schwierig.
    Robby, sowie Bromm Edmund habe aus Ihren eigenen Sichtweisen recht. Hier spricht einmal die Theorie und einmal lange Berufspraxis.
    Mit allem eigenen Rumdoktoren geht man nur ein Risiko ein, das hat John Ruskin (englischer Sozialreformer 1819 - 1900 ) wie folgt treffend formuliert:

    "Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

    Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.


    4 wichtige Grundregeln, die man bei der Vergabe von Holz- und Bautenschutzarbeiten unbedingt beachten sollte. (Quelle : Deutscher Holz- und Bautenschutzverband)

    1. Beauftragen Sie ausschließlich Fachfirmen
    Holz- und Bautenschutzarbeiten erfordern qualifizierte Fachfirmen, da falsche Maßnahmen in Unkenntnis der Ursachen in der Regel den Schaden nur vergrößern, anstatt ihn zu beseitigen.

    Für den Laien gilt grundsätzlich:
    Hände weg und eine Fachfirma mit den Sanierungsarbeiten beauftragen.

    2. Seien Sie bei der Auftragsvergabe kritisch
    und mißtrauen Sie Methoden, die (meistens im Ausland) vielfach patentiert sind und sensationelle Wirkung versprechen. Höchste Vorsicht ist vor allem dann geboten,
    wenn mit umfangreichen Garantieversprechungen (z.B. 10 Jahren) geworben wird.
    Denken Sie daran:

    Jede Garantiezeit ist wertlos, wenn das betreffende Unternehmen aufgelöst wird oder in Konkurs geht.

    3. Lassen Sie sich konkrete Angebote unterbreiten
    und fragen Sie vor der Vergabe von Aufträgen nach einem Qualitätsnachweis und Referenzen. Fehlen diese, ist Vorsicht geboten.
    Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, den Rat von Fachleuten und Sachverständigen, z.B. des Deutschen Holz- und Bautenschutzverbandes (DHBV), einzuholen.

    4. Bevorzugen Sie die Handwerksbetriebe Ihrer Region, vorausgesetzt, diese verfügen über die notwendige Qualifikation und besitzen Ihr Vertrauen. Bei eventuellen Schwierigkeiten haben Sie somit immer schnell einen
    kompetenten Ansprechpartner.

    Der DHBV unterstützt Sie bei der Suche nach Fachfirmen.

    Sicherheit und Entscheidungshilfe bietet das DHBV-Verbandsemblem, da es qualifizierte Fachleute der Bauwerkserhaltung ausweist.
     
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