Perimeterdämmung unter Bodenplatte oder innen - Wärmebrücken an Wand-Fußpunkten

Diskutiere Perimeterdämmung unter Bodenplatte oder innen - Wärmebrücken an Wand-Fußpunkten im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Liebe Forianer, folgende Ausgangssituation zu unserem Keller: - Ausführung als Weiße Wanne, 30cm Wandstärke, 25cm Bopla+5cm...

  1. jk2010

    jk2010

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    Liebe Forianer,

    folgende Ausgangssituation zu unserem Keller:

    - Ausführung als Weiße Wanne, 30cm Wandstärke, 25cm Bopla+5cm Sauberkeitsschicht
    - Innenwände KS
    - Lage des Kellers innerhalb der thermischen Hülle
    - ohne Heizung aber in die KWL mit einbezogen
    - Dämmung der Außenwände 14cm WLG040

    Bezüglich der Dämmung der Bodenplatte haben wir zwei Alternativen:

    a) Dämmung unterhalb der Bodenplatte 10cm WLG040 und innen unter Zementestrich 10cm WLG035

    b) ausschließlich Dämmung innen 18cm WLG035 unter Zementestrich

    Beide ergeben den selben U-Wert, Variante a) ist erheblich teurer.

    Bei b) gibt es ja Wärmebrücken im Bereich der Fußpunkte der Wände, da diese über die Bodenplatte ohne Dämmung in Kontakt mit dem umgebenden Erdreich stehen.

    Jetzt die Frage: Gibt es bei Variante b) in der Praxis erhebliche, d.h. spürbare Nachteile? Es geht mir z.B. um Tauwasserausfall und mögliche Schimmelbildung an den Wand-Fußpunkten oder Probleme mit dem Estrich aufgrund der großen Dämmstärke.

    Da die Suchfunktion zu dieser konkreten Situation und Fragestellung nichts ergeben hat, wäre ich für eine Einschätzung durch die Experten dankbar.

    Viele Grüße

    Joachim
     
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  3. R.J.

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    Die Wärmebrücke kann man pauschal schlecht beurteilen, das müsste im Einzelfall geometrisch exakt mit den richtigen Materialien simulieren werden.

    Dämmung unter dem Estrich kenne ich auch dicker, ist also nicht zwingend schadensträchtig.
     
  4. #3 Spasssbremse, 25. März 2011
    Spasssbremse

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    Der Unterschied wird marginal sein. Da ihr den Keller sowieso nicht als Wohnraum nutzt, würde ich die Dämmung unter den Estrich legen. Aber 18 cm ist schon eine Menge, da verliert ihr ja Einiges an Höhe.
    Wie ist denn die lichte Rohbauhöhe des Kellers?
    Wir haben nur 10 cm Dämmung (5 cm PUR WLG 025, 5 cm EPS WLG 035).
    Die lichte Raumhöhe beträgt jetzt 2,35 m im Keller (lichte Rohbauhöhe war 2,51 m). Weniger wollte ich nicht haben.
     
  5. jk2010

    jk2010

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    Das ging ja fix mit den Antworten, danke!

    Die lichte Rohbauhöhe beträgt 2,60m. Von daher sollte der Platz für die Innendämmung ausreichen.
     
  6. flo79

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    Hihi,

    weißt du was der qm der 18 cm EPS-Dämmplatten unter den Estrich kostet? Evtl. könnte man 10 cm PUR-Dämmung WLG 025 alukaschiert nehmen. Die gibts derzeit bei einem Werbepartner des Forums für rund 17 Euro und ihr würdet 8 cm Raumhöhe gewinnen. Da der Keller eh nicht beheizt wird kommts auf biserl Dämmwert nicht so an und so schlecht wäre er ja trotzdem nicht. Würd dann lieber nochmal PUR unter die FBH des EG packen.

    Macht das Sinn oder ist das falsch aus Sicht der Experten?

    Dazu könnte man noch dämmende Fußsteine im EG verwenden. Hab ich mal was davon gelesen. Dürfte dann preislich zwischen den 2 Varianten liegen.

    Gruß Flo
     
  7. #6 Carden. Mark, 25. März 2011
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    Dämmenden "Fußstein" bei einer Weißen Wann finde ich gut :D
    Rest - Planersache. Kostenutzungsfaktor abgleichen - Entscheiden.
     
  8. #7 Carden. Mark, 25. März 2011
    Carden. Mark

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    Ach nee - da stand im EG :)
    Bis dahin hat die Wärme aber noch einen langen Weg zum Fußpunkt des KG.
    Entscheiden wird hier eher die Temperierung des KG sein.
     
  9. flo79

    flo79

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    Ganz so dumm bin ich auch nicht Mark, auch wenn ich nur Bänker bin.

    Ok, laß mer die Fußsteine mal weg. Aber was denkst du sonst. Wär 10 cm PUR im Keller und evtl. nochmal 5 unter der FBH sinnvoll? Die Wände wären mit 14 cm im Keller ja auch nicht besser gedämmt.

    Is preislich ein großer Unterschied zwischen 18 cm 035 Dämmung und 10 cm PUR 025? Beim Sponsor wärens so ca. 3-4 Euro der qm. Bei evtl. 100 qm Fläche wärs ja nicht viel und dafür nochmal 5-6 cm unter dem Estrich im EG.

    Ich würds evtl. so machen bin aber kein Fachmann. Aber rechnen geht scho:e_smiley_brille02:
     
  10. wall

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    Ich häng mich hier mal ran, weil ich über den schwimmenden Estrich gestolpert bin.

    Bei uns wird es auch eine weiße Wanne werden müssen. Nun möchte der Statiker aber keinen schwimmenden Estrich. Begründung: bei eventuellem Wassereintritt lässt sich sonst die Schadenstelle nicht lokalisieren.

    Richtig? Sinnvoll? Warum ist das dann in dem Fall hier kein Thema? Danke.
     
  11. #10 Spasssbremse, 25. März 2011
    Spasssbremse

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    Dein Statiker scheint aber enormes Vertrauen in eine weisse Wanne zu haben ;)
    Vielleicht liegt es daran, dass die Dichtheit bei einer WW den Normalfall darstellt.
    Lass Ihr auch die Dampfsperre im OG frei, damit man schnell an evtl. vorhandenen Undichtigkeiten rankommt?
     
  12. jk2010

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    @Wall: Einen Vorbehalt gegen schwimmenden Estrich wurde uns gegenüber nicht geäußert, insbesondere auch nicht mit der angegebenen Begründung. Und ehrlich gesagt ist meine Erwartung als Bauherr, daß der Schadensfall gar nicht erst auftritt. Dafür haben wir aber auch einige gute Ratschläge aus diesem Forum genutzt. Unser Tragwerksplaner scheint durchaus sehr konservativ und auf Sicherheit bedacht geplant zu haben (Wandstärken, ausreichende Bewehrung zur Rißbreitenbeschränkung etc.). Auch der in Brandenburg zwangsläufig hinzugezogene Prüfstatiker hatte bezüglich der entsprechenden Nachweise keine Einwände. Zudem wird unsere Weiße Wanne vor Ort geschalt - durch ein Unternehmen, daß dies häufiger tut und ebenfalls einen kompetenten Eindruck hinterlassen hat. Dies alles läßt uns annehmen, daß die nachträgliche Schadensanalyse (hoffentlich) nicht nötig wird.

    Einzig bezüglich der Dämmung unterhalb oder über der Bodenplatte verspüren wir eine gewisse Unsicherheit. Laut Planer sind beide Varianten möglich - aber uns wäre einfach wohler, hierzu noch den einen oder anderen Erfahrungswert zu bekommen.
     
  13. #12 Carden. Mark, 25. März 2011
    Carden. Mark

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    Das ist jetzt nicht wahr -oder?
    Dann mach doch ne fertig geglättete BP. Dann kannst dem Wasser gleich zuschauen im Leckagefall.
     
  14. wall

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    Doch, ist leider wahr. Es ist auch ein echter Statiker, der mich echtes Geld kostet. Also ist das Quatsch, was er sagt? Kann ich mich da auf irgendwelche Literatur berufen?

    Warum muss ich eigentlich immer meinen so genannten "Fachleuten" erklären, wie man was macht? Mit Wissen, das ich mir hier und in anderen Foren anlese?

    Den Witz mit der fertig geglätteten BP verstehe ich nicht ...
     
  15. #14 Spasssbremse, 25. März 2011
    Spasssbremse

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    @wall: Welchen Fussbodenaufbau schlägt denn dein Statikus vor?
    Marc meinte, dass es in Punkto Fehlersuche am besten ist, nichts weiter auf die Bodenplatte zu setzen. Könnte aber etwas feucht werden ;)

    Ist das die erste WW deines Statikers?
     
  16. wall

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    So weit sind wir noch nicht.
    Leider nein.
     
  17. #16 Carden. Mark, 25. März 2011
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    Mark (K) fragt: warum könnte das feucht werden?
     
  18. fmw6502

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    in Bayern traut man sich eine (funktionierende) WW mit innenliegender Dämmung zu machen, siehe zB hier u.a. ab #33

    Gruß
    Frank Martin
     
  19. mls

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    is doch mal ne nette grundsatzüberlegung :)

    gleichmässig gute planung/ausführung vorausgesetzt:
    risse in bopl? bei efh? sehr sehr selten.
    risse in wänden? selten.
    wasserführende risse in wänden? sehr selten.
    mag in hamburg kaum anders sein ;)
    lass den estrich schwimmen.. wurde "schwimmen" falsch interpretiert? :p
     
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  21. #19 Carden. Mark, 25. März 2011
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Oder hat er eine andere wahl der Bauweise?

    Es gibt die das Rissrisiko gering zu halten
    1. Durch betontechnologische, konstruktive und ausführungstechnische Maßnahmen werden Eigen- und Zwangsspannungen gering gehalten.
    2. Rissbreitenbeschränkende Bewehrung nimmt die Eigen- und Zwangsspannungen auf. Entstehende Risse werden fein verteilt und bleiben unschädlich.
    • günstige Konstruktion (einfacher Kasten)
    • Fugen mit geringen Abständen
    • geringe Wärmeentwicklung des Betons
    • geringe Schwindneigung des Betons
    • Kühlen des erhärtenden Betons
    • erhöhte Nachbehandlung

    oder

    Auftretende/erwartete Risse nachträglich abdichten
    Entstehung von Rissen wird akzeptiert, spätere Rissverpressung ist Bestandteil des Dichtigkeitskonzepts.
    Bauweise mit zugelassenen Trennrissen (wie im allgemeinen Hochbau):
    • Annahme: Rissrisiko kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
    • Anzahl kritischer Risse nicht größer als etwaige Fugen zu deren Vermeidung.
    • Undichte Risse können problemlos verpresst werden.
    • Kosten hierfür geringer als die Maßnahmen zur Vermeidung der Risse.
    • AG muss wissen, dass abgedichtete Risse kein Schaden/Mangel sind.

    letztere ist auch legitim.
    Aber nicht so toll bei schwimmenden Estrichen usw..
    Eher tauglich für andere / untergeordnete Bauwerke.
     
  22. wall

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    Beanspruchungsklasse 1, Nutzungsklasse A ist gefragt. Ganz simpler Grundriss, quadratisch, 11 m x 11 m. Irgendwelche sonstigen Vorgaben gab es nicht.

    Die Variante, bei der das Abdichten von Rissen einkalkuliert wird, kann unterm Strich kaum günstiger sein. Denn dort muss ich die gesamte Dämmung unter die Bodenplatte packen, was teuer ist. Dann doch lieber gleich das Rissrisiko reduzieren ...
     
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Perimeterdämmung unter Bodenplatte oder innen - Wärmebrücken an Wand-Fußpunkten

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