Pfahlgründung Bodenplatte und Frostschürze + Medienproblem

Diskutiere Pfahlgründung Bodenplatte und Frostschürze + Medienproblem im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Leute, wir haben momentan mehr oder weniger Schwierigkeiten mit den Ausführungen unserer Baufirma. Mal zur Ausgangslage: Unser Boden...

  1. pete82

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    Hallo Leute,

    wir haben momentan mehr oder weniger Schwierigkeiten mit den Ausführungen unserer Baufirma. Mal zur Ausgangslage:

    Unser Boden im Baugebiet ist sehr schlecht, es befinden sich teilweise 3-4m mächtige Humus- und Torfschichten im Erdreich, so dass wir auf eine Pfahlgründung angewiesen waren. Diese wurde zwischenzeitlich schon ausgeführt und die Bodenplatte wird auf 17 Mikrobohrpfählen stehen. Die Bodenplatte an sich wird als punktgestützte Platte ausgeführt, viel Stahl und 30cm Beton. Nach mehreren Gesprächen mit dem Bauträger wollte dieser unbedingt eine Frostschürze bauen, dies haben wir auch so akzeptiert.

    Die Frostschürze wurde zwischenzeitlich unbewehrt gegossen und teils verlaufen die Medien durch die Frostschürze, teils unter dieser. Nun habe ich der zuständigen Architektin zu bedenken gegeben, dass es durch die weitere Zersetzung der Torf- und Humusschichten zu einer Setzung des Bodens kommt und die Rohre abrissgefährdet sind sowie die ganze Frostschürze auch absacken kann. Sie leitete dies an den Chef weiter und der sagte, dass da keine Setzungen zu befürchten seien, die Frostschürze wiege ja nicht viel und die Frostschürze wäre ja teils mit der Bodenplatte verbunden etc. klang alles nicht sehr einleuchtend für mich.

    Jetzt ist meine Frage: ist die Frostschürze überhaupt notwendig gewesen? Müsste diese in solch einer Konstellation nicht fest mit der Bodenplatte bewehrt werden müssen, um ein Absacken zu verhinden, denn die eigenliche Aufgabe des Frostschutzes kann die Frostschürze beim Absacken ja nicht mehr wirklich erfüllen oder sehe ich das falsch? Bei den statischen Berechnungen etc. wurde die Frostschürze nirgends aufgeführt/ berechnet.

    Ich hoffe ihr könnt mir kurz helfen, denn die Erfahrung bei solchen Vorhaben ist sehr dünn gesät...
     
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  3. Hansal

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    Hmm,
    fragt mal euren Baugrundler ob eine verformbare und verrottungsfeste Zwischenlage unter der Bodenplatte nicht auch gereicht hätte.
     
  4. mls

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    wofür hätte diese zwischenlage reichen sollen?
    woraus dürfte (!) die bestehen? ich lese immer wieder
    anforderungsbegriffe wie "dauerhaft", "unlöslich",
    "unschädlich" usw ... wenigstens darf man beton verwenden ..
    verformbar? naja ;)

    "bauen" mit bauträger: es gibt nicht "euren" baugrundler ;)
     
  5. rolf a i b

    rolf a i b

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    die frostschürze hätte bewehrt werden und an der bodenplatte hängen müssen. die medienleitungen gehören ebenfalls konstruktiv an der bodenplatte angebunden, damit die lagesicherung gewährleistet wird.
     
  6. pete82

    pete82

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    Das habe ich mir schon fast gedacht! Kann man das Kind noch irgendwie aus dem Brunnen holen, indem man irgendwelche Bolzen in die Frostschürze baut und diese dann mit der Bodenplatte verbindet oder müsste die komplette Frostschürze neu gemacht werden? Welche negativen Auswirkungen wären zu befürchten, falls es so bleiben würde?

    Gibt es zu diesem Thema irgendein Regelwerk oder eine DIN?
     
  7. rolf a i b

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    ergibt sich aus der anforderung, dass alles dort verbleibt, wo es hingebaut wurde.

    ob man mit senkrechten ankern in regelmässigen abständen, verpresst und auf eine gewölbewikung hoffend die erforderliche sicherheit bringt, muss jemand rechnen.
     
  8. Hansal

    Hansal

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    Willst Du behaupten, dass es das nicht gibt?
    Ich lese Architekten.
    Was soll denn die Frostschürze verhindern. Die Bodenplatte ist schon mal Tiefgegründet.
    Ich gebe zu bedenken die Rohrleitungen sind auch vor der Frostschürze erdverlegt.
     
  9. rolf a i b

    rolf a i b

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    keine fröhliche nacht gehabt?
     
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  11. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ich wiederhole:
    wofür hätte diese zwischenlage reichen sollen?
     
  12. Hansal

    Hansal

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    Doch, doch passt. War schon die richtige Antwort auf das arrogante angeblubber. :respekt
    Die verformbare zwischenlage soll Frosthebungen von der Bodenplatte fernhalten, damit es nicht zu einer Umkehr des Tragverhaltens der Micropfähle kommt.
    Aus meiner Sicht ist die klassische Frostschürze hierfür nicht unbedingt notwendig.
    Ich würde Styrodur verwenden. (Das dürfte ja die nächte arrogant gestellte Frage sein.)
     
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