Pflaster zu nah an Betonwand > Verlegeregeln?

Diskutiere Pflaster zu nah an Betonwand > Verlegeregeln? im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, wir haben vor ca. 1,5 Jahren unsere Einfahrt und den Weg zur Haustür pflastern lassen. Der Weg verläuft an der Fassade entlang....

  1. AndreasF

    AndreasF

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    Hallo zusammen,

    wir haben vor ca. 1,5 Jahren unsere Einfahrt und den Weg zur Haustür pflastern lassen. Der Weg verläuft an der Fassade entlang. Dort haben wir auch einen ca. 15cm breiten Kiesstreifen (hat mein Gipser mir gesagt, das ich das so machen lassen soll), damit das Wasser nicht stehen bleibt. Die letzte Reihe wurde in so einen Betonkeil gelegt. Leider grenzt der gepflasterte Weg auf der anderen Seite an eine Betonmauer an. Dort wurde direkt, ohne jeglichen Spalt, bis an die Mauer gepflastert. Jetzt steht da natürlich das Wasser und die Mauer sieht dementsprechend schlecht aus. Würde es reichen, die angrenzende Pflasterreihe rauszunehmenm, zu kürzen und wieder einzusetzen so das wir dort einen Spalt haben wo das Wasser ablaufen kann oder muss ich da dann die letzte Reihe auch wieder mit so einem Betonkeil versehen?

    Mir ist aufgefallen, das das oft gemacht wird... also das direkte ranpflastern bis an Wände. Gibt es keine Verlegeregel das ein Spalt gelassen werden soll bzw. wenn ja, warum wird das dann oft so gemacht?
    Für uns hat das damals ein örtliches Bauunternehmen gemacht. Sieht auch alles super aus, aber das sollten die doch wissen das wenn man direkt an Bauteile ranpflastert das das Wasser stehen bleibt.

    Hab ich eine Möglichkeit das im Rahmen der Gewähr machen zu lassen?

    Danke und Grüße
    Andi
     
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  3. nisititi

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    Gegen direktes ranpflastern spricht eigentlich nichts, nur sollte zwischen Hauswand und Plaster/Unterbau schon eine Noppenfolie eingebracht worden sein. Der Betonkeil ist hier nicht nötig, der dient ja nur zum befestigen der Pflastersteine, ähnlich einem Randstein. Hast du denn ausreichend Gefälle von der Hauswand weg?
     
  4. #3 tkoehler78, 24. April 2014
    tkoehler78

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    Ach, und der Gipser hat also Ahnung vom Pflastern!?

    Natürlich kann man bis an's Gebäude (bzw. an eine Mauer) heran pflastern! Nur sollte das Gefälle der Pflasterfläche wenigstens 2% vom Bauteil weg haben!
    Noppenbahn ist als Schutz der Abdichtung des Gebäudes (der Mauer) empfehlenswert.

    Würde also nicht ausreichen! Pflaster wiederaufnehmen und Gefällerichtung ändern oder eine Ablaufrinne vor der Mauer einbauen.
     
  5. AndreasF

    AndreasF

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    @nisititi: Ja, an der Hauswand wurde eine Noppenfolie eingebracht. Die Seite ist auch nicht das Problem, da wir ja die 15cm Kiesstreifen haben. Die sieht gut aus. Wahrscheinlich hat der ganze Pflasterweg ein Gefälle von der Hauswand weg in Richtung Betonmauer auf der anderen Seite des Weges... Sonst hätte der Weg ja vom Querschnitt her eine V-Form. Wenn man von beiden Bauteilen links und rechts 2% Gefälle gemacht hätte.

    @tkoehler78: Ob mein Gipser Ahnung vom Pflastern hat weiß ich nicht aber ich denke er weiß wie man seine schön gemachte Fassade gut erhält. Mir ist schon oft aufgefallen, das Fassaden mit direktem Pflasteranschluss oft abblättern oder Moos ansetzen... Dann liegt das unter anderem an den nicht vorhandenen 2% Gefälle? Und wenn ich dort auch einen 15cm Kiesstreifen anlegen würde. Wäre das besser?

    Danke
    Andi
     
  6. OLger MD

    OLger MD

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    Die Bildung von Moos u.ä. an einer Fassade kann mehrere Ursachen haben, z.B. Dammstoffdicke (--> Oberflächentemperatur), Art der Farbe, Wetterseite, Beschattung, florale Umgebung, Himmelsrichtung, usw. usf.
    Der Kiesstreifen soll in erster Linie dafür sorgen, dass Tropfwasser (Dach, Vordach, Fensterbänke...) und Regenwasser nicht so stark vom Boden abprallen und an die Hauswand spritzen. Auch die Verunreinigung der Fassade durch aufspritzenden Dreck vom Boden soll dadurch reduziert werden.

    Das Gefälle auf dem Pflaster sorgt dafür, dass das Wasser ablaufen kann. Am besten direkt vom Haus weg. Läuft das Wasser zu der Mauer hin, wird auch der Dreck dorthin gespült und je nach Wind, Wassermenge und Fugenanteil kann ein Teil davon bei Regen wieder an die Wand spritzen.
    Selbst wenn das Gefälle auf dem Pflaster von der Wand weg verläuft, sammelt sich im Zwickel Dreck, der zusammen mit dem Spritzwasser an die Wand kommt.

    Lösungsansätze *) wären:
    - vor der Mauer einen Streifen Öko-Pflaster (mit breiten Fugen) einbauen, sofern die Versickerungsfähigkeit des Boden darunter gut genug ist, das Oberflächenwasser zu versickern
    - Kiesstreifen - wenn das Wasser versickern kann
    - V-förmiges Gefälle mit Rinne oder Rinnensteinen + Abläufe in der Wegmitte als Pendelgosse
    - Rasenstreifen vor der Wand
    - #3 letzte Zeile

    *) ohne weiter Kenntnis der Örtlichkeiten

    Gruß
    Holger
     
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  8. AndreasF

    AndreasF

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    Hallo Holger,

    vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort. Der Gedanke mit dem Kiesstreifen gefällt mir. Da wir ja auch links zur Hauswand hin einen haben. Hätte ich damals schon anleiern sollen, das das so gemacht wird. Das mich mein Bauunternehmer nicht besser beraten hat ärgert mich ein bisschen.

    Grüße
    Andi
     
  9. Gwenny

    Gwenny

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    Welche Größe haben die Kieselsteine? Frage nur, da ich demnächst auch einen Kiesstreifen brauche
     
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