Pflasterboden in einen Betonboden austauschen in Halle, wie machen wir es am Besten ?

Diskutiere Pflasterboden in einen Betonboden austauschen in Halle, wie machen wir es am Besten ? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen mein Freund und Ich planen eine ca. 400qm Halle zu übernehmen und den dortigen Pflasterboden in einen Betonboden mit 6t Tragkraft...

  1. #1 Bastler79, 1. April 2013
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    Hallo zusammen

    mein Freund und Ich planen eine ca. 400qm Halle zu übernehmen und den dortigen Pflasterboden in einen Betonboden mit 6t Tragkraft zu ersetzen.

    Wir wollen in der Halle ein Kleingewerbe mit "Do-it-Yourself" Werkstatt einrichten. Wir sind noch in der Planungsphase und wollen uns zuvor so informieren, bevor wir teure Profis einschalten.

    Unsere Idee ist nun:

    Den ganzen Boden für 6t Tragkraft ausgelegt aufzubauen. So müssen wir später eventuell wegen der Hebebühnen nicht nacharbeiten.

    Info:
    Am Hallenstandort ist mit erhöhtem Grundwasser (Weser nähe) zu rechnen.

    Frage von uns nun:
    1. Ist unsere Idee okay ?
    2. Wo finden wir eine Skizze bzw. Mengen/Art des Materials zum vorab berechnen im Web (um schon mal eine gewisse Preis-Vorstellung zu bekommen) ?
    3. Muss der Hallenboden gefliesst werden oder reicht ein Garagenanstrich (Ölabweisend) für die BG/GAA Abnahme ?
    4. Müssen wir beim Boden noch etwas beachten ?
    5. Hat jemand eine ungefaire Preisvorstellung was so ein Boden (400qm/6t Tragkraft) ca. Kosten würde ??

    Für Eure Tipps und Infos bedanken wir uns schon mal voraus. :28:
     
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  3. #2 JamesTKirk, 1. April 2013
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Wenn das eine Werkstatt wird, ist die Platte ein Bauteil gemäß WHG (Wasser-Haushalts-Gesetz) und muss von einem entsprechend qualifizierten Planungsbüro geplant, von einer nach §19 WHG zugelassenen bauausführenden Firma erstellt und durch einen WHG-Gutachter begleitet und abgenommen werden.
    Mit "einfach mal so" und "schaun ma ma" oder gar "selber fummeln" geht hier gar nichts, deswegen solltest Du direkt den "teuren Profi" anheuern :shades
     
  4. H.PF

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    Könnte mal einer das Posting auf eine normale Größe zurechtschrumpfen? Ist ja ätzend zu lesen...
     
  5. #4 JamesTKirk, 1. April 2013
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    JamesTKirk Gast

    Kein Problem ...
     
  6. H.PF

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    ein Danke aus dem Maschinenraum an die Brücke
     
  7. #6 Bastler79, 1. April 2013
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    Dank an die Hilfreichen Antworten heute schon mal. :)

    Wir wollen hier auch nichts nach " schaun ma mal" machen, sondern erstmal ein paar Tipps zur eventuellen Kostengröße sammeln.

    Bei einer Größe und Traglast von 6t gehen wir nicht selbst ran. ;)
     
  8. #7 JamesTKirk, 1. April 2013
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    JamesTKirk Gast

    Die Frage ist auch, ob der Unterbau so zu gebrauchen ist oder nicht. Wenn der auch erneuert bzw. ertüchtigt werden muss, wovon meiner Meinung aus auszugehen ist, wird das ne teure Tasse Tee.
    Dann muss eine gemäß DAfStb-WHG-Richtlinie bemessene Betonplatte auf den Unterbau drauf (d.h. 2-lagig ordentlich bewehrt für Rissbreitenbeschränkung < 0,2 mm, vermutlich Trennlage drunter, sagt aber der Planer). Fugenausbildung auch nach WHG mit entsprechenden Fugenfüllstoff, Ausführung und Fugenbreite berechnet der Planer.

    Bei Verwendung von flüssigkeitsdichtem Beton (FD-Beton) nach WHG-Richtlinie muss die Platte nach weiter beschichtet oder gefliest werden.
     
  9. MPI

    MPI Gast

    Für Bodenoberflächen in Werkstätten gibt es Anfoderungen an die Rutschhemmung. Genaueres findet man hier:
    http://medien-e.bghw.de/asp1/dms.asp?url=/zh/z571/titel.htm . Das pdf laden und unter Werkstätten (Seite 9, Pkt. 23) nachsehen. Ob Sie das mit Fliesen machen oder den Beton entsprechend in der Oberfläche behandeln bleibt Ihnen überlassen. Die anderen Anforderungen, die bereits von den Kollegen genannt wurden müssen Sie natürlich auch einhalten. Hier geht es nur um die Rutschhemmung.

    MfG
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 2. April 2013
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    Ich würdemir erstmal Gedanken zur Gründungstiefe machen. Nicht das der schöne neue Boden samt erforderlichem Unterbau die gesamte Werkstatt zur Manta-Bude macht (schön tiefer gelegt).

    Spannend ist auch die Angabe 6 to. 6 to auf was? 400 m² oder 400 mm².
     
  11. RMartin

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    Bastler79: Um Dir nur eine ganz ganz grobe Hausnummer zu nennen - Selbst wenn die vorhandene Fundamentierung der Halle sowie die sonstigen Randbedingungen so einen neuen Boden 'unkompliziert' möglich machen, dann wird Dein Vorhaben auf jeden Fall >50 T€ kosten.

    Wenn gemäß WHG entspr. genannte Anforderungen zu erfüllen sind (zus. Beschichtung, o.ä.), dann werden sogar 100 T€ knapp werden.

    Wenn das überschwemmungsgefährdetes Gebiet ist (Du schriebst Wesernähe und erhöhtes Grundwasser), dann noch entspr. aufwändiger.
     
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  13. #11 Bastler79, 7. April 2013
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    Das ist ja eine sehr hohe Belastung für unser Budget.
    Wir sind dann wohl besser mit einer alten Tankstelle oder Werkstatt dran. Da müssen wir uns erstmal neu umschauen.

    Wir danken Euch sehr für die Hilfe und Tipps.
     
  14. OLger MD

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    Wenn Ihr mit wassergefährdenden Stoffen hantiert, braucht ihr auch einen Auffangraum nach TRWS (technische Regeln wassergefährdender Stoffe). Sonst läuft das Öl/Diesel/Benzin schlimmstenfalls über den Hallenboden unter dem Tor durch bis nach draußen. Dann nutzt der ganze FD-Beton nichts. Ölfässer können auf Halterungen mit integrierten Auffangwannen gelagert werden.
    Soll auch eine Reparaturgrube gebaut werden?
    Hierfür gibt es spezielle Vorschriften (u.a. GUV-R 157 bisher GUV 17.1, BGR 157 Fahrzeuginstandhaltung)
    Weitere Literaturhinweise:
    Arbeitsblatt DWA-A 786
    Arbeitsblatt DWA-A 785
    Arbeitsstättenrichtlinie


    Bei Tankstellen sieht es auch nicht viel besser aus. Hier kommen noch die unterirdischen Lager (Wartung, Prüfung, Reinigung) hinzu. Es greift das Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 781, Abscheideanlagen für Leichtflüssigkeiten müssen vorhanden sein + regelmäßige Prüfung, Wartung...
    Und bei Umbauarbeiten geht sehr schnell der "Bestandsschutz" verloren und dann müssen diejenigen Bauteile, die "angefasst" werden auf den Stand der Technik gerbracht werden. Und wenn dann auch noch eine Waschanlage dabei ist müsst Ihr Euch um die 'mineralölhaltigen Abwässer' kümmern. Tankstellen gehören Umwelttechnisch zu den LAU-Anlagen (Lagern Abfüllen Umschlagen).


    bb.osha.de/docs/planungshinw_kfz_betrieb.pdf gibt einen ersten Einstieg in die Planung

    Das alles sollte wohl überlegt sein.

    Gruß Holger
     
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