Photovoltaik Vergütung

Diskutiere Photovoltaik Vergütung im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, folgende Fragen zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage: Nach meiner Auffassung des Erneuerbaren...

  1. #1 Blumenschein, 20. Juni 2011
    Blumenschein

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    Hallo,

    folgende Fragen zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage:


    Nach meiner Auffassung des Erneuerbaren Energiengesetz § 33 gibt es eine Vergütung für jede selbst genutzte kWh 0,1236 €/kWh bis 30% der umgewandelten Energie und von 0,1674 €/kWh der umgewandelten Energie?

    Ausgehend von einem aktuellen Strompreis von 0,1945 €/kWh ergibt sich durch Einsparung gegenüber dem Energieversorger und Vergütung gemäß EEG eine Summe von 0,1236€/kWh + 0,1945 €/kWh = 0,3181 €/kWh, bzw. 0,3619 €/kWh.
    Damit wäre die Vergütung deutlich höher als die 0,2874 €/kWh eingespeist ins öffentliche Netz.

    Liege ich mit meiner Rechnung richtig?

    Kennt jemand ein aktuell gute Literatur bzw. Links über alle wesentlichen Komponenten einer Anlage?

    Es ist es wichtig einen Solarteur mit der Installation der Anlage zu beauftragen? (Leider finde ich im Raum 48143 niemanden, für Hinweise bin ich sehr dankbar!)

    Dankend grüßt
    --
    Blumenschein
     
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  3. Jonny

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    nix 'umgewandelte' Energie, es geht um die Menge selbst verbrauchten PV-Strom!

    also wenn du von deinem Jahresverbrauch 30% mit deiner PV-Anlage erzeugst gibt's mehr vergütung, beträgt der Anteil weniger gibt's den geringeren Vergütungssatz.

    Solarteur? wenn hinter dem tollen Wort auch fachkentnisse stecken gerne, ansonsten einen Elektriker mit langjähriger Erfahrung im PV-bau.

    Grüsse
    Jonny
    (Solarteur???? oder doch bloss Eli?)
     
  4. #3 Blumenschein, 20. Juni 2011
    Blumenschein

    Blumenschein

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    Ich dachte Energie kann man nicht erzeugen und auch nicht verbrauchen...

    Meine Frage zielte vordergründig auf meinen Rechenweg ab. Ist dieser denn richtig, sprich muss ich bei einer Nutzung in unmittelbarer Umgebung die Amortisation aus der Summe Vergütung + eingesparte kWH wählen:

    0,1236€/kWh + 0,1945 €/kWh = 0,3181 €/kWh (bei einem Satz bis 30,0%) ???

    Dankend grüßt
    --
    Blumenschein
     
  5. Ludolf

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  6. Jonny

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    Ne, ne ich was schon um was es geht. :D

    hier mal der Text aus dem link
    das heißt, wenn ich den Strom selbst verbrauche (in der Summe weniger als 30% davon) bekomme ich den aktuellen Vergütungssatz - 16,38ct.
    Verbrauche ich mehr als 30% selbst bekomm eich mehr Vergütung, und zwar den aktuellen satz - 12ct.

    Summiert wird da nichts, interessant ist das ganze wenn man Strompreise oberhalb von 16,38ct hat, dann erhält man die Eigenverbrauchvergütung und spart sich den Strompreis. Man hat dann mehr davon, als bei Volleinspeisung.

    PS, den rechenweg kann ich nicht nachvollziehen, da ich nicht woher deine Zahlen kommen?
    Ist das Strompreis + Einspeisevergütung oder Milchgeld + Mwst???????????
    Sieht aber nicht sehr falsch aus.

    Grüsse
    Jonny
     
  7. Ludolf

    Ludolf

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    Naja, das liest sich aber auch ganz anders als


    Die Zahlen haben mich auch ein wenig irritiert, da sie den Abschlagsbeträgen von 16,38 bzw. 12 cent/kWh sehr ähneln.
    Da sie aber das Ergebnis der Subtraktion darstellen, ist der Rechenweg natürlich richtig.

    In der Tat ist der Eigenverbrauch wohl die finanziell lukrativste Art, seinen selbsterzeugten Strom zu verwenden.
     
  8. Julius

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    Und genau das ist ja die Absicht hinter jener Regelung - nämlich, daß der Lastgang des eigenen Verbrauchs der Eigenerzeugung möglichst gut angeglichen wird!
     
  9. TJVirus

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    kleiner tip von mir ich würde mir das gut überlegen ob ich auch auf die 30% im jahr komme mit dem eigenverbrauch, das rendiert sich wirklich nur wenn man unter tags zuhause ist und viel strom verbraucht, weil nachts bzw wenn es dunkel ist erzeugt ja logischerweise die anlage keinen strom. Ich hab mir das auch überlegt und bin dann auf volleinspeisung gegangen. Aber das muß natürlich jeder für sich selber durchrechnen! Nur bei uns ist es eben so das unter tags alle unterwegs bzw in der arbeit sind und sich das dann nicht rechnet. Natürlich kann man dann so sachen wie wäsche waschen unter tags machen aber ob es das ganze rausreist bezweifel ich....

    mfg TJVirus
     
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  11. Azalee

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    Genau. Abhängig vom regionalen Strompreis kann sich nämlich der Eigenverbrauch gegenüber der Volleinspeisung auch schon lohnen, wenn man unter 30% bleibt. Bei uns ist das jedenfalls so. So etwas kann man nur individuell entscheiden.
     
  12. Ludolf

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    Ich besitze leider keine PV-Anlage, aber wenn, würde ich selbstverständlich die Überschusseinspeisung wählen.

    Zu einer vollständigen Rentabilitätsberechnung muss natürlich noch die USt auf die Differenz zwischen den jeweiligen Einspeisevergütungen bedacht werden.

    Also für Anlage aus 2011/ bis 30kWp:
    Eigenverbrauch kleiner 30% => 0,1638 X 19% = 0,0311 €/kWh
    Eigenverbrauch größer 30% => 0,12 x 19% = 0,0228 €/kWh

    Um diesen Betrag schmälert sich mein Gewinn bzw. erhöht sich die Rentabilitätsgrenze der Bezugsleistung.

    Ebenso fließt die höhere Miete des Zweirichtungszähler's sowie evtl. ein höherer Leistungspreis wegen vermindertem Bezug in die Rechnung mit hinein.

    Pi mal Daumen darf der gekaufte "Strom" also etwa 20 Cent/kWh kosten (für Anlage aus 2011).

    Seit Mai d.J. liege ich z.B. darüber und ich vermute mal, günstiger wird es auch nicht mehr ...

    Anlagen aus 2009 - 2011 können übrigends auch nachträglich auf Überschusseinspeisung umgestellt werden, natürlich zu den Konditionen aus dem Inbetriebnahme - Jahr.
     
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