Polsterentwässerung sinnvoll?

Diskutiere Polsterentwässerung sinnvoll? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Unser Grundstück fällt nach hinten leicht ab (70cm auf 20m). Es soll ein Haus ohne Keller gebaut werden. Nachdem 30-70cm Mutterboden ausekoffert...

  1. Lecter

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    Unser Grundstück fällt nach hinten leicht ab (70cm auf 20m). Es soll ein Haus ohne Keller gebaut werden. Nachdem 30-70cm Mutterboden ausekoffert ist, wird mit Frostschutzkies aufgepolster, d.h. die Bodenplatte liegt über dem Grunstücksniveau. Uns wurde eine Polsterentwässerng empfohlen. Das gelochte Rohr soll rundum in das Polster eingebaut, aber nicht an die Entwässerung angeschlossen werden. Es soll dort nur das Wasser darin gesammelt werden und dann nach und nach versickern.

    Funktioniert das wirklich, brauchts das? Unter der Bodenplatte liegen nun 70-120cm verdichtetes Kies...
     
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  3. Julius

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    Wer hat das empfohlen?
    Was sagt der Planer der Aufbaus dazu?
     
  4. Lecter

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    Empfohlen hat das der Bodengutachter des Bauträgers...die wollen 1300€ für die Polsterentwässerung und 4300€ fürs Polster.
     
  5. Julius

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    Nachtigall...
    Wieder mal die beliebte BT-Abzocke.

    Es ist ganz einfach:
    Entweder ist es technisch nicht nötig, dann wird es nicht eingebaut und es gibt nichts zu bezahlen.
    Oder es ist technisch nötig, dann muß es eingebaut und vom BT bezahlt werden!
    Denn das Baugrundrisiko trägt der Bauherr. Und beim Hauskauf vom Bauträger ist JENER der Bauherr - nicht etwa der Käufer!

    Tipp:
    Besorge Dir umgehend eigenen (direkt von Dir zu bezahlenden) technischen Sachverstand!


    Zur Sicherheit:
    Ist es wirklich ein BT (gehört also das Grundstück noch ihm)?
     
  6. Lecter

    Lecter

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    Nein, das Grundstück gehört uns. Den Tiefbau unterm Haus durften wir nicht selbst erledigen, darauf bestand die hausbaufirma, wohl aus Garantieansprüchen hinterher.

    Ist der Preis zu hoch?
     
  7. H.PF

    H.PF

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    Du hast keinen Bauträger sondern höchstens einen Generalübernehmer... Man sollte wissen, womit man baut, rechtlich eine völlig andere Konstellation
     
  8. Lecter

    Lecter

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    Und? Ja...? Nein...?
     
  9. Julius

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    Vielleicht!
    Will sagen: unzureichende Angaben

    Wurde das Baugrundgutachten denn erst nach Vertragsabschluß erstellt?

    Um was für ein Vertragsverhältnis (GU/GÜ/Einzelgewerkevergabe) handelt es sich denn nun?
    Immerhin ist inzwischen klar, daß es KEIN Bauträgerobjekt sein kann.
     
  10. Lecter

    Lecter

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    Wir bauen mit GÜ, aber nur, was direkt mit dem Haus zu tun hat.

    Aussenanlage, Entwässerung und Tiefbauarbeiten (ohne Polster) haben wir selber vegeben.

    Die Polsterentwässerung soll laut BG-Gutachten ausgeführt werden. Mich interessiert nur, ob der Preis im Rahmen ist. Das Polster ist ca. 10x12m groß, vorne 70cm - hinten 120cm hoch.

    Das Rohr soll ja Wasser aufnehmen und wieder abgeben. Bringt das überhaupt irgendwas?
     
  11. wasweissich

    wasweissich Gast

    wahrscheinlich schon ,.......... 1300€ in die kasse ;)
     
  12. peterk61

    peterk61

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    Mal abgesehen von den rechtlichen Sachen:

    Der Preis für das Polster ist mit ca. 31 €/t hoch aber nicht deutlich überteuert. Es kommt immer darauf an, wie weit antransportiert werden muss und ob Rückfracht mitgenommen werden kann.

    Ein Drainagerohr, das nicht an eine Entwässerung angeschlossen ist, macht erstmal wenig Sinn. Aber hier spielen noch weitere Rahmenbedingungen eine Rolle , wie z. B. welche Böden anstehen etc., die ich nicht kenne. Lass Dir das vom Bodengutachter nochmals erklären, wie die Entwässerung funktionieren soll.
     
  13. Lecter

    Lecter

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    Es wurden 3 LKW-Ladungen Abraum weggefahren, der Rest Mutterboden 5m liegt hinter der Bodenplatte.

    Habe eben mit dem Geologen gesprochen. Der meinte, eine Plosterentwässerung bei uns sei nur notwendig, wenn das Polster durchgängig kleiner 80cm Polsterhöhe ist. Wir haben aber eine Polsterhöhe von 70-120cm und einen leicht abfallenden Geländeverlauf. Dadurch würde das Sickerwasser eh nach hinten ablaufen und eine Polsterentwässerung sinnlos machen. Zudem ist das jetzt aufgebrachte Polster an 2/3 über 80cm und die Entwässerung damit sowieso unnötig!

    Problem: Die Polsterentwässerung steht im Vertrag mit drin, muss ich die nun hinnehmen oder kann ich sagen, ich will das nicht?
     
  14. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    komisch, dass noch keiner gefragt hat: welcher Boden steht denn unter deinem "Polster" an?
     
  15. Julius

    Julius

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    Anfangs klang das so, als ob es um die nachträgliche Beauftragung einer kostenpflichtigen Zusatzleistung ginge.
    Jetzt schreibst Du, diese Ausführung sei vertraglich bereits festgelegt gewesen.

    Dann konfrontiere den Planer des GÜ mit jener Aussage des Bodengutachters und frage ihn, wearum er auf Deine Kosten unnötige und nutzlose Dinge vorsieht!
    Somit sollte es möglich sein, diesen Posten für Euch kostenfrei aus dem Vertrag zu streichen.
     
  16. Lecter

    Lecter

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    Tiefe 0,70 - 1,20m Schluff feinsandig, stark feinsandig, schwach tonig
    Konsistens weich - steif
    Frostempfindlichkeit stark (F3)
    Fließempfindlichkeit hoch
    Wichte 20kN/m²
    Tragfähigkeit bedingt - ausreichend
    Durchlässigkeit schlecht
    Bodenklasse 4 (5 für Blockwerk in der Auffüllung)

    Die Polsterntwässerung wurde nach dem Baugrundgutachten ergänzt, hat alles seine Richtigkeit.

    Nur ist jetzt eben die Gegebenheit anders, nachdem das Polster hinten etwas dicker wurde.
     
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  18. ralph12345

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    Mal aus reiner Neugier: Was soll das?

    Entweder habe ich sickerfähigen Boden unter der Kiesschicht, dann brauchts keine Drainage, dann versickert das Wasser, was offenbar warum auch immer dann seitlich reinläuft ohne gleich neben dem Haus nach unten zu versickern. Wäre der Fall, wenn eine undurchlässige Schicht weiter oben verläuft, die die Kiesschicht durchdrungen hat. danach siehts hier wohl aus, wenn die Kiespackung tief genug ist. Wäre beim Aushub zu prüfen.

    Oder der Boden unter der Kiesschicht / under dem Mutterboden ist NICHT sickerfähig, dann macht man eine Drainage, aber die muß das Wasser dann ja loswerden. Versickern über den nicht sickerfähigen Boden ist dann nicht. Also ab an das Regenwassersiel oder einen Sickerschacht, der die undurchlässige Schicht durchdringt und tiefer geht. Was kommt denn unter der o.a. Schicht weiter?

    Das laß Dir mal von dem Bodengutachter erklären.
     
  19. Lecter

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    In etwa wie schicht zwei:
    Tiefe 1,20 - 3,00m Schluff feinsandig, stark feinsandig, schwach tonig
    Konsistens weich, weich - steif, steif
    Frostempfindlichkeit stark (F3)
    Fließempfindlichkeit hoch
    Wichte 20,5kN/m²
    Tragfähigkeit ausreichend - gut
    Durchlässigkeit schlecht
    Bodenklasse 3, 4
     
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