porenbeton ausreichend für energieausweis?

Diskutiere porenbeton ausreichend für energieausweis? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; hallo, in unserer heute ausgehändigten baugeschreibung steht, dass unser geplantes haus aus 36,5 cm starken porenbetonwänden gebaut werden...

  1. #1 Mats Reumeyang, 6. Februar 2014
    Mats Reumeyang

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    hallo,

    in unserer heute ausgehändigten baugeschreibung steht, dass unser geplantes haus aus 36,5 cm starken porenbetonwänden gebaut werden soll. ein sachkundiger bekannter machte uns darauf aufmerksam, dass er sich nicht vorstellen kann, das bei verwendung dieser steine ein geforderter enegerienachweis/wärmeschutz gegeben ist und es im schlimmsten fall zu schwarzschimmelbildung kommen könnte!

    wie ist die meinung dazu im forum?
     
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  3. #2 gunther1948, 6. Februar 2014
    gunther1948

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    hallo
    dazu hat das forum eine suchfunktion und da kannste dich mal einlesen. vielleicht kann der ` sachkundige` bekannte ja mitlesen.
    solche plakativen aussagen zu schwarzschimmel sind dummfug.
    der porenbeton ist zwar jetzt nicht mein favorit unter den steinen aber was solls jedem bauherrn das was er will und meint, dass es das beste für ihn ist.

    gruss aus de pfalz
     
  4. #3 Alfons Fischer, 7. Februar 2014
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    der "sachkundige Bekannte" könnte vielleicht doch nicht so viel Sachkunde haben...
     
  5. flo79

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    Ein 36,5er 09er Porenbeton (derzeit sehr gängig und relativ günstig) reicht für die aktuelle ENEV. Schimmeln tut einen Wand damit genauso wenig oder viel wie ne andere Wand. Das hat eher andere Gründe.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 7. Februar 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Ja, er reicht, leider. Aber warum reicht er???
    Weil das dämmtechnisch tote Pferd 36,5er Pb mit viel Technik über die EnEV-Linie getragen wird und die Technik günstiger als mehr Dämmung ist. Deswegen auch so "gängig" - weil die Billigheimer so bauen!

    Energiesparen geht anders!!!
     
  7. Jan81

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    Am besten sind die Häuser, die dann auch noch billige LWP bekommen und auch noch Kfw 70 Darlehn bekommen.
     
  8. R.B.

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    Mal nachfragen auf welchem Fachgebiet der Bekannte sachkundig ist. Vielleicht kann er ja noch was lernen.

    Wie oben schon geschrieben, PB 0,09 in 36,5cm Wandstärke reicht noch aus. Die Anforderungen der EnEV 2009 sind auch keine wirkliche Herausforderung. Die Frage ist, was DU möchtest. Geht es Dir nur darum die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, dann kriegt man das relativ einfach hin. Ob es dann auch nach der EnEV 2014 (2012) passt, das steht auf einem anderen Blatt. Müsste man halt nachrechnen. Zum Anfang 2016 werden ja die Anforderungen noch einmal verschärft wenn ich mich richtig erinnere.

    Das bedeutet nicht, dass ein Haus das nach EnEV 2009 gebaut wurde gleich unbewohnbar wird. Es ist dann halt, obwohl erst 1 oder 2 Jahr alt, quasi schon veraltet.

    Deswegen sollte man sich zu Beginn der Planung schon sehr gut überlegen, welchen Dämmstandard man mit seinem "neuen" Haus erreichen möchte. Die Richtung in die der Zug fährt ist ja klar, die Anforderungen werden immer höher. Unsere Regierung hat die Marschrichtung vorgegeben, "klimaneutrale" Neubauten ab 2020. Ob das nun in 2020 so weit sein wird, das spielt keine Rolle. Die Politik handelt ja eher träge. Aber wer hätte sich vor 20 Jahren die heutigen Anforderungen vorstellen können? Da gab es nur wenige "Spinner" die sagten, dass man Häuser bestmöglich dämmen muss um den Heizenergiebedarf zu reduzieren.

    d.h. DU musst erst einmal entscheiden welches Konzept verwirklicht werden soll. Lautet Deine Entscheidung "EnEV reicht", dann wird das mit dem o.g. PB funktionieren.

    Ach ja, und mit Schimmel hat das alles gar nichts zu tun. Das wäre wieder ein andere Thema.
     
  9. flo79

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    Stimmt. Kommt drauf an was man erreichen möchte. Allerdings ist Porenbeton auch oft die Wahl bei Selberbauern. Wenn das Budget begrenzt ist oder man Maurer als Helfer hat kann man schon preiswert ein Haus erstellen. Und die Wand ist nur ein Teil des Hauses. Auch mit dem Baumaterial kann man ein sparsames Haus erstellen. Das Thema Energie sparen muß man da eher im Ganzen sehen. Kommt auch auf die Bewohner und Ihre Gewohnheiten an. Auch auf die Heizungsanlage usw. Man kann öfters von Passivhäusern lesen die höhere Verbrauchswerte haben als ein "normales" modernes EFH.
     
  10. mastehr

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    Nichts einfacher als das: Große PV-Anlage aufs Dach, Luftwärmepumpe, Primärenergiefaktor für Strom auf 0,5 setzen und fertig ist das klimaneutrale Haus. Mit Dämmung hat das wenig zu tun.
     
  11. R.B.

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    Abwarten wie das dann in der EnEV 2020 umgesetzt wird. Bisher war es immer so, dass auch die Hülle verbessert werden musste. Ob man einsieht, dass da irgendwann eine Grenze erreicht ist? Keine Ahnung, bin kein Politiker, und kann auch nicht so denken wie ein Politiker.
    Evtl. kommt ja ein Lobbyist von einem Hersteller und erklärt den Politikern, dass mit dem neuen Dämmstoff "dämmsubergud" auch U-Werte unter 0,1W/m2K kein Problem mehr sind. Kostet zwar das Zehnfache, aber da kann man ja ein Anreizprogramm starten und Fördermittel auflegen. Zudem hat der Hersteller gerade wieder einen neuen Arbeitsplatz geschaffen, und mit Einführung des neuen Dämmstoffs "dämmsubergud" wird man sicherlich noch einen weiteren Arbeitsplatz schaffen und dafür sorgen, dass Arbeitsplätze in Deutschland erhalten bleiben.

    Wie gesagt, ich kann nicht in die Zukunft schauen, aber meine Erfahrung und mein Bauchgefühl sagen mir, die Weichen sind schon längst gestellt. Jetzt geht es nur noch darum, wie schnell der Zug fahren darf.
     
  12. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Na ja, 2020 ist ja nu schon lange kein Geheimnis mehr. Nur die MassivSteinindustrie hat das wirksam verdrängt :D

    Und die Dorfpolitiker mit Ihren Städtebauplanern/Architekten noch viel mehr. Da ist der RAL-Ton eines Dachziegels wichtiger als ein energetisch gutes Haus.

    Übrigens: alle Völker über uns schaffen das. Mit Dämmung. Warum wir nicht? Wir denken uns die ENEV aus, die solchen Rechenspielereien Tür und Tor öffnet, damit die Lobby derjenigen, die da irgendwas bescheinigen müssen, was zu tun hat.
     
  13. saarplaner

    saarplaner

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    und dank Lobby kommt die Verschärfung ja auch erst 01.01.2016. :mauer
     
  14. Taipan

    Taipan

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    auch 2050, wenn das gesamte Gebäudebestand klimaneutral laufen soll ... ist eigentlich kein Geheimnis mehr.


    @MoRüBe: Wenn es nicht die Bescheiniger gäbe, die bescheinigen, wer schaute DIR dann auf die Finger? Selbstkontrolle? Würde noch weniger funktionieren als wie es jetzt ist.
     
  15. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Taipan: nehmen wir mein Lieblingsbeispiel DK: das hast Du einen U-Wert der Wand vom Dach, Fenster wwi zu erbringen. Punkt. Und nicht, wie könnte ich es schaffen nur nen 17,5er Poroton mittels AAZ und Solar auf kfw 70-Standard zu bringen. Dieses tunen prangere ich an.

    Nen U-Wert auszurechnen kannste heute im Netz machen. Dauert 5 Minuten. Jeder!!! kann es kontrollieren. Beim ENEV-Nachweis blickt doch keine Sau durch.
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 7. Februar 2014
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    Genau - in DK gibts sogar einen vorgegeben U-Wert für die Fuge Fensterrahmen-Wand :wow.

    Aber hier kannst immer noch mit 36er Pb + LLWP+Solar für WW+Abluft-WP ins Brauchwasser (das vom Solar schon heiss ist) aufbrezeln.

    Das ist so, als würde man Twiggi mit Silikon auf Rubens-Figur trimmen!
     
  17. Taipan

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    Das ist kein tunen. Der Dicke hat damals in Kyoto dieses komische Protokoll unschrieben/unterschreiben lassen (war da damals nicht die Mutti zuständig?). Damit hat sich Dtl. verpflichtet weniger fosiles CO² in Atmosphäre zu entlassen. Unsere Pflichten sind unsere heiligen Kühe. Da die Gebäude der Republik unbestritten die größten Energieschleudern sind, ist dort prozentual am meisten zu holen .... Es geht bei der ganzen Geschichte also nicht um Energeisparen sonderen darum die fosilen-CO²-Tonnen zu reduzieren. Damit ergibt sich logischerweise dieser Rechenmurks. Wenn ich die Bauherren zwinge gut zu dämmen, dann haben Sie ja keine Geld mehr regenerative kWh einzusetzen und somit unserem Kyoto-Ziel näher zu kommen. Wenn ich aber mit einem EUR doppelt so viele regenerativen kWh "erzeugen" kann als ich mit diesem EUR wegdämmen kann, dann komme ich der Verpflichtung näher. Dass dies auf lange Sicht kurzsichtig ist, interessiert doch das Interessengemenge in der Politik nicht.
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 7. Februar 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Wieso - bei Kyoto haben wir doch kein Problem, weil in die Ausgangsbasis noch alle die Dreckschleudern der ehem. DDR eingehen, die bei der Ratifizierung des Protokolls schon längst abgewickelt waren. :D

    Ausserdem muss ich dabei immer an einen Satz aus dem Nachkriegsdeutschland denken:
    Hitler gab uns Kalorien, die Allierten Kohlenhydrate - und wann kriegen wir was zu essen???
     
  19. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Nur was machen wir mit den Heerscharen von Energieberatern, wenn wir das jetzt mal einfach machen würden und wirklich den energetischen Stand betrachten?:confused:
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 7. Februar 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Wieso - die meisten von denen sind doch im Hauptjob eh Schorni :o
     
  22. Taipan

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    @MoRüBe: Die brauchen wir trotzdem noch ... Der Staat glaubt Dir nicht, dass DU den statt dem T9 nicht doch den T12 eingebaut hast. Geld Prüfer zu bezahen (und damit einzustellen) hat der Staat auch nicht. Also hat dr Bauherr die Prüfung zu beauftragen und der Staat kontrolliert nur die Prüfer stichprobenartig ...



    @Ralf: DIE hatte ich eh schon ausgeblendet und ich denke, dass DIE zukünftig auch rausfliegen werden ... so oder so
     
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