Porenbeton unter Bodenplatte

Diskutiere Porenbeton unter Bodenplatte im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, Ich habe eine dringende Frage, da die Bauarbeiten voranschreiten und ich mir Gedanken mache ob das hier so richtig ausgeführt wurde....

  1. Flo007

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    Hallo,
    Ich habe eine dringende Frage, da die Bauarbeiten voranschreiten und ich mir Gedanken mache ob das hier so richtig ausgeführt wurde.

    Unsere Bodenplatte soll einige Zentimeter >50 mit ihrer Oberkante über GOK liegen.Später soll dann tlw. von Außen Gelände angeschüttet werden (Terasse etc).

    Nun wurde bis GOK ein Fundament aus Beton gegossen und es sollte dann aufgemauert, innen verfüllt und dann darauf (auch auf die Steine) die Bodenplatte gesetzt werden. Soweit so gut.

    Nun wurde aber für diese Aufmauerung Porenbeton genommen, ohne diesen jedoch ausreichend vor Feuchtigkeit zu schützen. Sprich es wurde innen ein wenig Bitumen aufgetragen, dieser ist aber keineswegs dicht. Dies läßt sich aber noch korrigieren.
    Was mir jedoch mehr sorgen bereitet ist das der Porenbeton nicht auf eine Abdichtung gesetzt wurde, sprich also auf dem wasserdurchlässigen Beton sitzt. Es kann also jederzeit Feuchtigkeit in diese Steine einziehen (auch wenn es nur eine Lage Steine ist). Klingt erstmal auch nicht so schlimm, da es ja kein Keller ist und die Abdichtung auf der Bodenplatte erfolgt.

    ABER: Meines wissens nach verwittert Porenbeton, sprich durch die ständige Feuchtigkeit wird der Porenbeton poröß. Und ich gehe davon aus das er ständig feucht sein wird. Was macht der Frost an der Außenseite mit den Steinen (Kommt zwar noch 6-8cm Dämmung dran, aber das wird nicht reichen)?

    Hätte man diese Porenbetonsteine überhaupt nehmen dürfen, wenn Nein was hätte man nehmen müsen (Kalksandstein etc)? Ich bin drauf und dran heute diese Steine abreißen zu lassen bevor die Bodenplatte drauf ist, welche Montag kommen soll, schließlich soll das ja länger als 5 Jahre halten.

    Bitte dringend um rat.

    MfG Flo
     
  2. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Abriss ist eine gute Idee. Porenbeton ist durch das große Kapillargefüge nicht ausreichend beständig insbesondere Einschluß von Wasser bei Frost.
     
  3. #3 Bughandle, 03.07.2009
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    Wow. Ein Schwamm unter der Bodenplatte. Das kannst du gleich mal für den Baumurks-Award anmelden, kommt sicher in die engere Wahl.
    Bilder wären toll!
     
  4. crax

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    Hallo Flo,

    Ich habe hierfür KS mit entsprechender Horizontalsperre verwendet.

    Wenn die übrige Planung Deines BV ebenso aussieht, lass mal alles von einem Externen überprüfen.

    mfg
     
  5. Flo007

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    Danke für die schnellen Antworten, aber ich hab noch schneller Taten sprechen lassen. Zum Glück juckel ich jeden Abend zur Baustelle und schau mir an was die Herren gemacht haben und habe das gestern noch gemerkt. Bei dem Tempo was vorgelegt wird, hätten das schnell vollendete Tatsachen gewesen sein können.

    Hatte heute morgen telefonisch mit einem Bausachverständigen das Problem besprochen, welcher mir voll zugestimmt hat.
    Ermutigt durch diese Zustimmung habe ich heute morgen den weiteren Bau gestoppt und den Rückbau gefordert.
    Natürlich konnte das nur Chef entscheiden welcher nach einer kurzen heftigen Diskussion zu meinen Gunsten eingelenkt hat. Offenbar nachdem er selbst sich irgendwo nochmal rückversichert hat, das da offenbar was nicht fachgerecht ist.

    Steine wurde abgenommen, Horizontalsperre eingesetzt, (Porenbeton)Steine wieder drauf, auf der Innenseite wird morgen ebenfalls großzügig mit Dickschichtbitumen + Bahn abgedichtet + Abdichtungsausführung muss von mir abgenommen werden. Außenseite kommt später da hier eh großflächig abgedichtet wird.

    Naja hätte auch gleich so sein können. Material war ja wohl nicht so teuer und der Mehraufwand ging gegen Null. Was soll man sagen.

    An euch jedenfalls erstmal danke.:28:
     
  6. Robby

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    Und der PB ist UNTER der Bodenplatte also Erdberührt??? Wer hat das denn so geplant? Wie sieht die Schutzschicht der KMB aus? Übergang zu Beton wie tief übergreifend?
     
  7. Flo007

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    Also das Erdreich berührt sie: Ja. Aber wohl eher weniger im klassischen Sinn.
    Frostschürze ist nen paar Zentimeter bis über GOK, dann halt eine Reihe Porenbeton ca 20cm und Bodenplatte oben drauf. Innerhalb mit Sand aufgefüllt.
    Außen soll Terasse angeschüttet werden, wobei ich hier sicherlich ne grobe Kiesschicht als Drainage zuerst anschütten muß.

    Also wir sprechen hier "nur" durch aufsteigende Feuchtigkeit durch kapillarwirkung.
     
  8. Robby

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    JA also feuchtebealstet im Rahmen der DIN 18195 - 4 Bodenfeuchte, analog abzudichten nach KMB Richtlinie.

    DAs das ganze keine Dränung wird ist auch klar oder?
     
  9. Flo007

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    Was die Dränung im Terassenbereich angeht wollte ich nur andeuten das hier kein stehendes Wasser oder große Kappilarwirkung zu erwarten ist. Der Aufbau einer solchen steht auf einem anderen Blatt, da ich hier nicht zwei Themen gleichzeitig behandeln wollte.
    Bitte erschlagt mich nicht wenn ich die DINs nicht kenne, aber ich denke wenn man nach dem Prinzip des gesunden Menschenverstand drangeht kann man wenig verkehrt machen. Leider fehlte dieser ja offenbar bei unseren Bauausführenden, weshalb ich mir die Ausführung ansehen will bevor es wieder mit Sand aufgefüllt wird.
    Dennoch bin ich natürlich offen für Tipps auf was man achten sollte. Wobei ich mir nicht vorstellen kann das man mit Dickschichtbitumen und den Bitumenbahnen viel verkehrt machen kann, so das es unter realistischen Bedingungen durchfeuchtet.
     
  10. Robby

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    dann soll euer Bau SV, Planer usw das bitte so als Detail projektieren, abnicken und gegebenenfalls auch lange genug haften
     
  11. #11 Shai Hulud, 03.07.2009
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    Gesunder Menschenverstand statt Sachverstand, sehr optimistisch. Naja und wenn das in die Hose geht, reißen wir halt alles wieder zusammen und bauen nochmal. Alles Peanuts... :mega_lol:

    Der Bauunternehmer hat freie Hand in der Gestaltung des Fundaments??? Wer plant? Plant der BU? Gibt es überhaupt eine Planung? :confused:

    Wer überwacht? Du?

    Welches Vertragsverhältnis besteht zum BU?
     
  12. Flo007

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    Nur der Vollständigkeit halber. Abdichtungsmaßnahmen solange erstmal gestoppt bis BSV die Methode so abgenommen hat. Sobald er sein OK gibt machen Sie weiter und das ganze wird am Ende nochmal vor Ort vom BSV abgenommen.

    Versteht mich nicht falsch, aber verzeiht mir wenn ich sage das ich nie behauptet habe nicht einen ordentliches Maß an Sachverstand zu besitzen. Das in Verbindung mit ner gesunden Portion Menschenverstand + die Möglichkeit so gut wie alles Nachzulesen und hier zu fragen sollte wohl reichen.

    Im übrigen habe ich hier ganz bewußt gesagt Bauausführende, denn geplant war sehr wohl Horizontal- und ne vernünftige Vertikalschicht. Nur ausgeführt wurde Sie offenbar einfach nicht. Ich war nur der erste der es gemerkt hat.

    Er hat bei dem jenigen angerufen der es ausgeführt hat und gemerkt das die Horizontalschicht fehlt was er mir wohl am Telefon nicht glauben wollte.

    Mein Fehler den ich auf meine Kappe nehmen muß ist einfach das im Vertrag nur stand Mauerwerk und nicht explizit das Material. Wenn nun dieses verwendet wird, muß halt die Abdichtung 100% ig sein, und das wird sichergestellt.

    Ich denke damit alles gesagt und in der Diskussion kann erstmal Schluß sein, bis das nächste Ding auftaucht :p

    Danke für die vielen Reationen
     
  13. #13 wasweissich, 05.07.2009
    wasweissich

    wasweissich Gast

    mein gesunder menschenverstand(soweit vorhanden) sagt mir , (berufsbedingt habe ich gerade mit erdberührten bauteilen fast immer zu tun) dass es neben porenbeton kaum ein ungeeigneteres material gibt , für diesen eisatzbereich.........:think

    abdichtung hin oder her........

    j.p.
     
  14. PeMu

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    Doch Tonkügelchensteine und T7, T8, T9 ..., Hlz,

    also alle potentiellen Wasserspeicher
     
  15. #15 wasweissich, 05.07.2009
    wasweissich

    wasweissich Gast

    warum mir das einfällt , wenn ich mir PB unter der BP vorstelle .........:wow
    ich kann mir auch einen kopf an die backe nähen , und klavier dranhängen , dann weiss ich , wie schwer musik ist
     
  16. Flo007

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    Nur zum Abschluß. Die Abdichtung war nicht fachgerecht. Einvernehmlich haben wir uns dann drauf geeinigt die Reihe nochmals zu entfernen.
    Statt des Porenbeton wird nun das gesamte Bauteil (inkl. dem was gemauert werden sollte) in Beton gegossen.
    Um gleich vorzubeugen: Im EneV Nachweis war diese Wärmebrücke auch vollständig aus Beton gerechnet.
     
  17. #17 gunther1948, 12.07.2009
    gunther1948

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    hallo
    damit wird die wärmebrücke nicht besser und auch nicht sanktioniert.
    d.h. wärmebrücken sollte man vermeiden, bedarf halt gehirnschmalz und vernüftige planung.
    wenn du sie jetzt erkannt hast tu was dagegen.

    gruss aus de pfalz
     
  18. Flo007

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    Was man auch sagt es wird einem falsch ausgelegt ;-)
    Will sagen das Wärmebrücke so von Anfang an akzeptabel war, aber hier der Porenbeton (entgegen allen negativen) hier mal einen positiven Effekt gehabt hätte.
    Zur Info (und nur dazu)
    Holzständerbauweise auf der Platte, natürlich ausreichende Dämmung unter Estrich und Dämmung der Bodenplatte+Frostschürze im Sockelbereich von Außen. Dies ist sehrwohl geplant gewesen, nur kam hier die Geschichte mit dem Porenbeton dazu.
    Ich will hier ausdrücklich nicht die Wärmebrücke diskutieren, deshalb hatte ich überhaupt diesen Kommentar in letzten Eintrag geschrieben, damit NICHT jemand auf den Trichter kommt das ja jetzt eine Wärmebrücke entsteht.
     
Thema: Porenbeton unter Bodenplatte
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