Porige Oberfläche der Betonwand und andere Frage ...

Diskutiere Porige Oberfläche der Betonwand und andere Frage ... im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Leute, ich bin neu hier. Ich habe mir eine weiße Wanne für den Keller machen lassen. Nun bin ich von der Qualität der Betonoberfläche...

  1. Synthie

    Synthie Gast

    Hallo Leute,

    ich bin neu hier. Ich habe mir eine weiße Wanne für den Keller machen lassen.
    Nun bin ich von der Qualität der Betonoberfläche der Wände etwas enttäuscht, da diese sehr porig ist.

    Nun möchte ich wissen, ob das bei WU-Beton üblich ist, dass die Wände wie im angehängten Bild so porig sind.

    Da wir in den vorletzten Wochen starken Dauerregen hatte, wurde das Wasser in den Lichtschächten gesammelt und durch die Fenster gedrückt. Deshalb diese Rostspuren und -dreck.

    Dann hätte ich noch eine technische Frage. Wegen dem Gasanschluss wurden die Stützen der Kellerdecke schon nach 2 Wochen vollständig entfernt. Hält das die Betondecke aus - schließlich sagt man dass diese Stützen erst nach 21 - 28 Tagen entfernt werden sollten. Zudem wurde wegen den Grabarbeiten das Material auf der Kellerdecke aufbewahrt.

    Vielen Dank für euere Antworten im Voraus.

    Synthie
     
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  3. Julius

    Julius

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    Sind das Wandelemente (vor Ort ausgegossen) oder Ortbeton?

    Wer war denn mit der Überwachung der WW beauftragt und was sagt der dazu?
     
  4. Synthie

    Synthie Gast

    Es ist Ortbeton der geliefert wurde und in die Schalung eingegossen wurde.

    Synthie
     
  5. RMartin

    RMartin

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    Gemäß Bild erscheinen mir die Wände nicht sooo porig. Kann keine Lunker, Kiesnester oder sonstigen unschönen Mängel entdecken (was nicht heißt, dass das auf jeden Fall okay so ist; ist halt nichts 'Schlimmes' erkennbar auf DEM Foto).
    Wichtiger als eine ganz glatte Oberfläche sind halt bei einer weißen Wanne (wie hier auch schon tausendmal kommuniziert) andere Dinge; z.B. wie sind die Arbeitsfugen ausgeführt?, ist entspr. rissebeschränkende Bewehrung drin?, Durchführungen?, undsoweiterundsofort.
    Frage von Julius nach der Meinung des Überwachers wäre noch zu beantworten?!

    Bzgl. der 'zu frühen' Entfernung der Stützen frage ich mich wo Euer Bauleiter zu dem Zeitpunkt war?! Mit Bauleiter ist hier nicht der Bauleiter der Baufirma gemeint... Ob das die Betondecke aushält?! Wenn das Aushubmaterial entfernt wurde und die Decke noch steht, wird sies wohl ausgehalten haben?! Ist aber möglich, dass es zu ungewollten Verformungen (Durchbiegungen) gekommen ist. Dies mal aufmessen.

    Grüße
     
  6. Synthie

    Synthie Gast

    @RMartin,


    nun ja die Decke hat anscheinend gehalten. Denn bei der Kellerabnahme wurde die Decke oben vermossen. Ergebnis: Maximale Abweichung 0,65 cm.

    Synthie
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 14. Juni 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Was sagt denn Dein Planer zu der Wandoberfläche?
     
  8. Synthie

    Synthie Gast

    Nun ja die Aussage meines Baumeister ist, dass es das mehr oder weniger geben kann, abhängig von der Konsistenz des Lieferbetons, dem Rütteln und anderen Faktoren.
    Ich habe mir einen etwas weniger 'löchrigen' Wand gewünscht, aber mein Baumeister meint, dass ich bzgl. Qualität des Betons unter anderem bzgl. Dichtheit keine Sorgen machen muss.

    Synthie
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 14. Juni 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenns nur um die Dichtigkeit geht, hat das nix mit den auf dem Bild erkennbaren Löchern zu tun.
    Wenns um Oberfläche geht, hätte halt Sichtbetonoberfläche vereinbart und definiert werden müssen.
    Deswegen die Frage nach PLANER und nicht nach Bob, dem Baumeister.
     
  10. Synthie

    Synthie Gast

    @Ralf,

    ok, dann habe ich dich falsch verstanden. Es sind im Keller keine Wohnräume geplant. In der Leistungsbeschreibung stand lediglich C25/30 WU-Beton.

    Nun ja, es ist nur ein Keller. Meine Bedenken gingen eher in Richtung mangehafte Verdichtung / Undichtigkeit etc..

    Die 'nackigen' Betonwände werden weiß gestrichen - das reicht.

    Synthie
     
  11. capslock

    capslock

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    Soviel habe ich hier schon gelernt, "Baumeister" bedeutet automatisch, daß der Poster aus Österreich kommt. Ich habe so meine Zweifel, ob der Begriff deckungsgleich mit Bauleiter ist. Die Übersetzung scheint in vielen Fällen mit Bauunternehmer oder Maurermeister besser zu passen.
     
  12. capslock

    capslock

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    Diese "Löcher" sind normal, nerven aber ziemlich beim Streichen. Ich würde mir gut überlegen, ob es nicht besser ist, die zuzuspachteln oder doch irgendeine Art Putz aufbringen zu lassen.

    Wir haben uns im Heiz- und im Lagerkeller für Streichen entschieden. Es gibt für ca. 150 € so ein Spritzgerät für Wandfarbe. Für glatte Flächen ist eine gute Rolle allemal besser und schneller. Für Ecken und für solche Löcher in Betonwänden ist das Spritzgerät eine recht gute Lösung. Damit die glatte Oberfläche wie gestrichen (gerollert) aussieht, sollte man nach dem Spritzen trotzdem kurz überollern.
     
  13. Synthie

    Synthie Gast

    @capslock

    Wegen dem Malen mache ich keine Sorgen, schließlich war mein Vater Maler im Malerbetrieb meines Onkels.

    Wegen den Begriffen Bauleiter / Baumeister. Einen Bauleiter im klassischen Sinn gibt es in meinem Fall nicht, da auf den Keller ein Fertigteilhaus gestellt wird.

    Mein Baumeister, dessen Firma auch den Keller gemacht hat, übernahm auch die Kanalplanung und Koordination der Ausführung. Da ich keine Baukoordinator /-leiter im klassischen Sinn habe, habe ich mich für einen gut bekannten Baumeister aus meiner Nähe entschieden. Man kennt sich ja schließlich.

    Bzgl. dem frühen entfernen (nach 14 Tagen) der Stützen habe ich meinen Baumeister angesprochen. Er meinte, dass der Beton zu diesem Zeitpunkt bereits 2/3 'ausgehärtet' ist und die Lasten ohne Stützen verträgt. Dennoch, warum gibts denn diese 21-28 Tage Faustregel?

    Die Decke ist innen mit 10cm Styropor gedämmt. Ich habe mal versuch Unebenheiten mit der Wasserwaage auszumachen. das Problem ist halt, an einer Stelle ist alles super im Wasser, 1-1.5 Meter weiter entfernt wieder nicht , etc... Ich denke, dass hier ein Messen mit einer 1metrigen Wasserwaage zu keinem sinnvollen Ergebnis führt. Optisch erkennt man kein Durchhängen der Decke.

    Mich würden eure Erfahrunge interessieren? Kann die Decke nach 2 Wochen aushärten überhaupt noch durchhängen, wenn auch Baumaterial auf dem Dach gelagert wurde, weil um das Haus herum Kanalarbeiten gemacht wurden?

    Synthie
     
  14. RMartin

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    Ja, die Decke kann sich dann ungewollt verformen, auch wenn der Beton nach ca. 14 Tagen schon eine gewisse Festigkeit hat.
    Bei Decken im normalen Wohn-, Geschossbau entfernt man die Schalung in der Regel nach ca. 10-14 Tagen; läßt aber noch 'Notjoche' eine zeitlang stehen !
    Bei Unterzügen, Stürzen dann 'Notstützen'. Und Tonnenweise Material oder Erdaushub lagert man nicht mal auf einer Decke wenn diese schon 1.000 Tage ausgehärtet ist. Verkehrslasten sind so 2-3 kN/m2.... also 200-300 kg/m2.
    Du wirst ja besser wissen was da wirklich lagerte auf Eurer Decke....
     
  15. Synthie

    Synthie Gast

    @Rmartin

    Ich habe ein Bild gemacht, was so alles auf der Decke lag.

    Synthie
     
  16. capslock

    capslock

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    Aber die Kellerdecke muß ja auch noch die Lasten aufnehmen, die durch die Innenwände abgetragen werden, außerdem den Estrich vom EG.

    Das Gerümpel auf dem Bild sieht nicht so aus, als ob es die Verkehrslast überschreiten würde. Dazu liegt es noch eher an den Außenwänden als in der Mitte der frei spannenden Deckenstücke.


    Bei einer Filigrandecke würde man auch erwarten, daß Verformungen mit Rissen an der Deckenunterseite einhergehen. Der Umkehrschluß gilt nicht, bei uns hat die Filigrandecke auch ein paar Haarrisse, die aber von Bauleiter und Statiker als unbedeutend bewertet wurden.
     
  17. Synthie

    Synthie Gast

    Hier noch ein Foto von der anderen Seite.
     
  18. #17 Carden. Mark, 15. Juni 2010
    Carden. Mark

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    Wer sagt das die Zeit zu knapp ist…..?
    Die Ausschalfristen wurden ab der DIN 1045-3 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton; Ausführung; 07/2001, nicht mehr genormt, da diese von einer Vielzahl von Einflüssen abhängig sind.
    Die beeinflussenden Faktoren können so ausschlaggebend sein, dass eine pauschalierte Ausschalfrist nicht benannt werden kann.
    Gerüste und Schalungen dürfen erst entfernt werden, wenn der Beton eine
    • ausreichende Festigkeit erreicht hat, um:
    • aufgebrachte Lasten aufnehmen zu können,
    • ungewollte Verformungen des Betons gering zu halten,
    • Beschädigung der Oberflächen und Kanten zu vermeiden.
    Nach alter DIN 1045 durften „normale Decken“ also keine weitgespannten Decken, je nach Zementfestigkeitsklasse nach 2 – 8 Tage ausgeschalt werden.
    Wer es genau wissen will soll eine Erhärtungsprüfung oder eine Reifegradprüfung machen lassen.
    Meist reicht es beim Betonlieferanten nachzufragen.
    Da das Haus scheinbar noch nicht drauf steht, Stöße und außergewöhnliche Belastungen wohl nicht stattfinden, sehe ich KP.
     
  19. capslock

    capslock

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    Und abgesehen davon galt die die DIN 1045 nicht mal in Österreich. Komme gerade aus Urlaub aus Frankreich zurück, und die gemietete Ferienwohnung spottet jeglichen DINs (hinsichtlich Betonbau, Abdichtung, Glaser), steht aber seit ca. 40 Jahren tapfer und ohne eklatante Schäden.
     
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  21. RMartin

    RMartin

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    Habe gerade mal in der 'alten' DIN 1045 geschmökert. Ausschalfristen sind hier 3-8 Tage für Decken. 3 Tage aber bei CEM 52,5 R ! Wer nimmt im normalen Häuslebau schon solch einen Beton/ Zement?! Und Notjoche/ Hilfsstützen läßt man generell noch stehen (ist in DIN 1045-3 auch vermerkt; zwar nur wieder allgemein, steht aber drin).
    Synthie: Wie Herr Carden jedoch schreibt, scheint wohl in Deinem Fall kein Problem zu sein; auch wenn so ein Stoß Kanthölzer und Schalbretter auf Kanthölzern gelagert (Linienlasten!) ein nicht unerhebliches Gewicht haben (1m3 Bauholz wiegt ca. 600-800 kg/m3); der Korb Schalungsstützen wiegt ebenfalls einiges... Aber die Decke ist ja noch drauf und somit ist die Welt ja in Ordnung.
     
  22. #20 Carden. Mark, 16. Juni 2010
    Carden. Mark

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    Dafür jibbet dann die DBV-Merkblätter.
    Notjoche dann, wenn Belastungen aus Baubetrieb (z.B. weitere Decken, die dann %-auf die betonierten ablasten) weitere Lasten zu erwarten sind.
    Die Bilder mit den Aufstapeln auf der Decke hatte ich im übrigen garnicht gesehen.
    Werden aber sicherlich noch Innenwände vorhanden sein - oder?
     
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Porige Oberfläche der Betonwand und andere Frage ...

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