Privates Darlehen - was ist zu beachten?

Diskutiere Privates Darlehen - was ist zu beachten? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Grüß Gott zusammen, wir haben das Glück und können von einem Verwandten ein privates Darlehen in Höhe von 100.000 EUR zu sehr niedrigem...

  1. Emma

    Emma

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    Grüß Gott zusammen,

    wir haben das Glück und können von einem Verwandten ein privates Darlehen in Höhe von 100.000 EUR zu sehr niedrigem Zinssatz in Anspruch nehmen.

    Es ist eine Person meines Vertrauens und wir wollen das Geld möglichst schnell zurückzahlen (7-8 Jahre).

    Natürlich wollen wir die Details vertraglich festhalten.
    Was ist hierbei zu beachten? Hatte noch nie einen Kreditvertrag in der Hand...
    Hab mal gegoogelt, da findet man schon Vorlagen/Vordrucke für Darlehen, aber ob das reicht? Wird ein Notar benötigt?

    Würde mich über eure Antworten freuen :)
    LG
     
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  3. R.B.

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    Gleich vorweg, ein Notar ist nicht erforderlich. Trotzdem sollte man darauf achten, daß man einen "professionellen" Vertrag unterzeichnet. Je genauer die Bedingungen definiert sind, die ja beide lesen, verstehen, und dann unterzeichnen, umso geringer ist das Risiko, daß man sich später im Streit trennt.

    Man sollte bei dieser Summe auf jeden Fall einen Profi an seiner Seite haben. Da ist der Notar evtl. günstiger als ein freier Rechtsanwalt. Für einen Laien ist es immer von Vorteil wenn man jemanden hat, der einem auch erklärt, was man da unterschreibt.
    Bsp.:
    - Wie sieht es mit Sicherheiten aus?
    - Was passiert wenn eine Rate mal nicht bezahlt wird?
    - usw.

    Ein guter Vertrag berücksichtigt bestmöglich alle möglichen Entwicklungen während der Laufzeit.

    Hier gilt, wie bei allen Krediten, könnt Ihr Euch die Raten auch leisten? Kann man evtl. eine kürzere Laufzeit wählen, oder sollte eine längere Laufzeit gewählt werden? Ist der Kreditgeber überhaupt bereit eine längere Laufzeit zu vereinbaren?

    Im I-Net findet man so ziemlich alles. Das bedeutet aber nicht, daß alles was man da so findet auch brauchbar ist. Deswegen würde ich auf jeden Fall einen Profi drüberschauen lassen. Bei 100T€ geht es ja nicht gerade um ein Taschengeld, und ein Rechtsstreit innerhalb der Familie kostet Nerven, und nicht nur das.

    Also. Bei einem Kleinbetrag hätte ich gesagt, Butterbrotpapier und 3 Zeilen sind ausreichend. Bei 100T€ geht es um mehr, und für die meisten Leute nicht mehr um einen "Kleinbetrag".

    Gruß
    Ralf
     
  4. Emma

    Emma

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    Hallo Ralf,

    danke für deine Antwort.
    Die Höhe der Tilgung und die Laufzeit haben wir genau ausgerechnet und stehen fest. Die Rate können wir uns auf jeden Fall leisten.

    Aufgrund der Tatsachen dass
    a) uns der Kredit angeboten wurde (und wir nicht drum bitten mussten), weil das Geld in den nächsten Jahren von der Person nicht benötigt wird
    b) die Laufzeit kurz und überschaubar ist
    c) wir uns gegenseitig ja nicht bescheissen werden (Kredit vorzeitig zurückverlangen können wir vertraglich ausschließen, Raten nicht zahlen -> seeehr unwahrscheinlich)
    d) ein großes Vertrauensverhältnis besteht und man sich einfach moralisch verpflichtet fühlt, die Sache wie vereinbart abzuwickeln

    dachte ich, dass sich das privat irgendwie regeln lässt und man trotzdem einen wasserdichten Vertrag hat.

    Ich werde aber mal bei einem Notar nachfragen, was das kosten würde.

    LG
     
  5. #4 Olaf (†), 17. Juli 2008
    Olaf (†)

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    Vergiss...

    c und d als Basis.
    Macht einen ordentlichen, alles berücksichtigenden Vertrag wie man ihn auch mit Dritten machen würde. Und dann damit in die Ablage, und wenn er 8 Jahre dort bleibt ists Klasse.
     
  6. Emma

    Emma

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    @Olaf: haben wir ja nicht anders vor, aber ohne Rechtsanwalt oder Notar scheint das wohl nicht zu funktionieren, oder wie siehst du das?
     
  7. Stefan61

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    Sie müssen beim Abschluß des Vertrags "nur" in alle Richtungen denken und auch Unvorhergesehenes berücksichtigen. Was, wenn Ihr Gönner plötzlich verstirbt? Wie werden dessen Erben die Sache sehen?

    Einen Notar halte ich aber nicht für erforderlich, eher eine Rechtsberatung.
     
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  9. R.B.

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    Nur damit ich nicht falsch verstanden werden.

    Ich plädiere NICHT für einen notariellen Vertrag/Beurkundung o.ä.. Deswegen hatte ich ja geschrieben, daß ein Notar nicht erforderlich ist.

    Seit vielen Jahren nutze ich einen Notar im benachbarten Hessen und bin sehr zufrieden damit. Er prüft so ziemlich alle wichtigen Verträge unter die ich meine Unterschrift setzen soll, und die Gebühren die er verrechnet sind auch OK.
    Hier in BaWü ist das Berufsbild des Notars etwas anders. Vielleicht ist das in Bayern auch so. :confused:

    Gruß
    Ralf
     
  10. #8 Alfred Witzgall, 24. Juli 2008
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juli 2008
    Alfred Witzgall

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    Einen Notar halte ich gerade deshalb dringend erforderlich, er macht nämlich im Rahmen seiner Tätigkeit genau diese Rechtsberatung. Besonders zur Form des Vertrages und dessen Absicherung für beide Seiten.

    In Bayern z. B., ist die Phase der Beratung einschließlich des Vertragsentwurfes kostenloswenn auch eine Beurkundung (und das rate ich auf jeden Fall) erfolgt.

    Ansonsten gilt, was Olaf schon geschrieben hat.



    Gebührenrechner gibt es im Internet. Einfacher ist es, beim Notar anzurufen und sich Auskunft zu holen. Diese ist auf jeden Fall kostenlos.
     
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