Pro/Kontra Bodenplatte (unbewehrt)?

Diskutiere Pro/Kontra Bodenplatte (unbewehrt)? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Wenn man mal von Streifenfundamenten ausgeht. Wo liegt da der zusätzliche Nutzen einer unbewehrten Bodenplatte? Ich glaube, Shai hatte so...

  1. greentux

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    Wenn man mal von Streifenfundamenten ausgeht. Wo liegt da der zusätzliche Nutzen einer unbewehrten Bodenplatte?
    Ich glaube, Shai hatte so gebaut...

    Gruß
     
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  3. #2 Shai Hulud, 29. Januar 2010
    Shai Hulud

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    Hallo Greentux,

    so ganz unbewehrt ist unsere Bodenplatte nicht. Wir haben auch keine extra Streifenfundamente unter den Innenwänden, die bei uns alle tragend sind. Auch wenn unser Erdmagnetfeld jetzt durch die Stahleinlagen gestört wird, bin ich doch Techniker genug um der Versuchung einer unbewehrten Bodenplatte widerstehen zu können.
     
  4. greentux

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    Kannst Du zwei Stichpunkte geben, was gegen eine unbewehrte Bodenplatte spricht? So von Ing zu Ing :) ?
     
  5. #4 wasweissich, 29. Januar 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

  6. greentux

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    Bin ja leiter E-Techniker... Aber ich schaus mir mal an.
     
  7. #6 Shai Hulud, 29. Januar 2010
    Shai Hulud

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    Ich hätte trotz des gesparten Stahls höheren Aufwand und Kosten erwartet. Vermutlich wäre es schwierig geworden, jemanden finden der sowas bei unserem Baugrund gesundrechnet und auch noch dafür haftet. Und welche ausführende Firma möchte sowas freiwillig bauen und für die fachgerechte Ausführung haften? Unser Bauvorhaben hatte sowieso schon genügend spannnende Details...

    Bei anderen Bauvorhaben mag das eventuell anders aussehen, z.B. Gründung auf Fels oder Holzhaus.
     
  8. greentux

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    ok, dann ist das quasi ein kontra argument zur unbewehrten bodenplatte... statik, baugrund, kann alles schwierig sein (biegung etc).
    jemand hier, der vorteile bei "nur streifenfundamente" hat?
     
  9. PeMu

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    jo, keine unkontrollierte Rissbildung, da gar keine Rissbildung

    Du musst die richtigen Fragen stellen.
    Nur Streifenfundamente = keine Bodenplatte, z.B. gepflasterter Boden.
    Beliebte Ausführung bei Garagen.

    Es gibt da nur einen Vorteil: wird einem als billiger verkauft.
     
  10. greentux

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    Mit den bisherigen Argumenten gibts offensichtlich nur die Wahl zw.
    - Streifenfundament
    oder
    - bewehrte Bodenplatte

    Die unbewehrte Platte + Streifenfundamente kommt nicht so gut weg.
    Bleibt also pro/kontra zwischen den beiden Varianten oben...
     
  11. #10 Thomas Traut, 29. Januar 2010
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    Es gibt auch noch die Variante Streifenfundamente und konstruktiv einlagig (z.B. Q 188) bewehrte Bodenplatte. Geht ohne Betonsauberkeitsschicht und entspricht in der Ausführung bis auf die Matten der unbewehrten. Stahlgehalt ca. 6 kg/m².
     
  12. PeMu

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    Herr Traut: das ist eine unbewehrte Bodenplatte, den Stahl kann man sich sparen.
     
  13. #12 Thomas Traut, 29. Januar 2010
    Thomas Traut

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    Von der Berechnung her schon. Über den Rest lässt sich streiten. Der Stahl verhindert zwar keine Risse, aber Höhen-(Setzungs-?)Unterschiede zwischen den gerissenen "Schollen", z.B. falls nicht unter jede nichttragende Wand nochmal ein Streifenfundament gebuddelt werden soll. Da wird es sicher unterschiedliche Auffassungen geben, zumal die Standsicherheit des Gebäudes davon nicht bis kaum beeinflusst wird. Ich würde es auch in Anbetracht der geringen Kosten immer machen bzw. vorschlagen.
     
  14. greentux

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    Ok, also halte ich mal bei Streifenfundamente (unter allen Wänden) fest:
    + kein Stahl (zumindest überlegt hatte sich Shai das wohl auch :)
    - Kosten
    - vl. Probleme mit Baugrund
     
  15. Shai Hulud

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    Unser Streifenfundament ist auch bewehrt, außerdem ist da auch noch der Ringerder...

    Natürlich könnte man alles auch aus unmagnetischem rostfreiem Stahl 1.4571 machen, das ist aber nicht so einfach und kostet in Planung, Ausführung und fürs Material garantiert ein paar Scheine extra.
     
  16. greentux

    greentux

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    Na gut, bei Dir kosteten andere Sachen eh ein paar Scheine :)
    Ich korrigiere oben:
    + kein Stahl in der "nicht vorhandenen Bodenplatte"
    Das Stahl in die Streifen kommt, ist schon klar...
     
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  18. OliverV

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    Fugenlose Industrieböden mit Patent: HIT
    Hallo greentux,

    der einzige Nutzen einer unbewehrten Bodenplatte ist Geiz, somit der Versuch Geld zu sparen. das wäre so, als wenn ich dich fragen würde, warum ich überhaupt einen Sicherungskasten brauche. Bei mir hat es noch nie einen Kurzschluss gegeben.

    Es gibt eine DIN 1045 für Beton bzw. Bodenplatten. Danach werden Bodenplatten bemessen nach einer "Rissbreitenbeschränkung". Das ist DIN.
    Eine unbewehrte Bodenplatte hat nichts mit DIN zu tun sondern mit der mittelalterlichen Vorstellung der Bauwerksmeister "ich habe mal gesehen, dass es funktioniert".

    Eine unbewehrte Bodenplatte wird reißen. Es wird somit unkontrollierte Risse geben. Willst Du eine gerissene Bodenplatte? Um überhaupt eine unbewehrte Bodenplatte einbauen zu können, müsste der Boden einen Kennwert "Ev2 Wert" von 120 MN/m haben, der über Lastplattendruckversuche nachgewiesen werden muss. Dann müsstest Du einen schwindarmen Beton verwenden und den müsstest du extern überwachen lassen, damit Du jemanden nachher auch auf Schaden verklagen könntest, wenn nicht der Beton eingebaut wurde, den du bestellt hast.

    Es gibt Merkblätter über Bodenplatten, wonach eindeutig eine Bemessung nach DIN 1045 Rissbreitenbeschränkung empfohlen wird, es sei denn du machst Fugen in die Bodenplatte.

    Fugen müssen z.B. nach 25xh (Beispiel: h=16 cm => nach 4m Fugen schneiden) eingebaut werden. Das irgendjemand eine unbewehrte Bodenplatte gesehen oder eingebaut hat, die nicht gerissen ist, mag sein, aber testen wir hier irgendetwas oder willst Du sicher sein, dass Deine Sohle hält?

    Dieses Informationsblatt ist zwar für Industriebodenplatten erstellt worden, trifft aber im Prinzip für alle Betonbodenplatten zu:
    www.argeif.de/pdf/Newsletter_27_09.pdf

    Beton ist nicht einfach nur Wasser/Zement und Kies.
    Muss mich jetzt erstmal wieder beruhigen. ;-)
     
  19. #17 Thomas Traut, 11. Februar 2010
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    Hallo OliverV,

    ob Du Bauunternehmer bist, weiß ich nicht. Wenn ja, solltest Du Dir klarmachen, worüber hier diskutiert wurde. In Deinem Beitrag steht Kraut und Rüben, schön kleingehäckselt, vermengt, aber trotzdem ungenießbar. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich.
     
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