Problem "Lüften"

Diskutiere Problem "Lüften" im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Wir haben von unserem Badezimmer aus einen betonierten Balkon, den wir mit Zedernholz verkleidet haben (Boden, seitlich und Decke - siehe Foto)....

  1. Wumu

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    Wir haben von unserem Badezimmer aus einen betonierten Balkon, den wir mit Zedernholz verkleidet haben (Boden, seitlich und Decke - siehe Foto).
    Leider haben wir zwischen Betondecke und Holz (ca. 10 cm Luft) keine Dämmung in den Zwischenraum eingelegt.
    Nach nur einem Winter beginnt nun dieses Zedernholz an der Seite zur Betondecke in zu schimmeln (Bei den 3 Spots sieht man gut in das Innere) . Den Grund dafür kennen wir auch schon:
    Durch das Lüften des Badezimmers im Winter geht die Feuchtigkeit durch das Holz hindurch und gefriert an die Betondecke an. Bei Tauwetter kommt nun dieses Wasser nach unten- in diesem Fall in den Zwischenraum Betondecke/Zedernholzdecke.
    Nun möchten wir diesen Zwischenraum irgendwie dämmen. Wir hätten an eine Einblasdämmung gedacht - gibt es da so etwas wie XPS-Einblasdämmung?
    Wenn ja, wird das unser Problem lösen? Der Balkon ist mittels Isokorb vom Gebäude thermisch getrennt, an der Oberseite (Dach) ist keine Dämmung angebracht, nur geflämmt.
    Wir hätten auch noch an einen farblosen Lack gedacht, der luftdicht macht - gibt es so etwas?
    Das Zedernholz sollte natürlich nicht mehr herunter!

    Für eure Antworten wäre ich sehr dankbar!
     
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  3. Lukas

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    Hi!

    Füsiklehrerin biste sicher nicht.
    Also zurück auf Los und jemanden ran lassen, der Ahnung davon hat.

    Gruß Lukas
     
  4. Wumu

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    Nein, Lukas, stimmt, bin ich nicht -darum frage ich euch. Der Vertreter der Fa. Bauder (daher kommt unsere Dachdämmung) konnte uns bei der Besichtigung keinen anderen Rat geben, als, alles wieder runter. Von Bauder gibt es keine Einblasdämmung - deshalb ja die Frage hier. Er wird sich aber Gedanken darüber machen.
    Der Spengler, der die Verkleidung Frontseitig gemacht hat, meinte: Ausschäumen durch die 3 Spots mit drucklosem Schaum - hat er aber auch bedenken.

    So, lieber Lukas, wen sollte ich deiner Meinung nach fragen - wer hat Ahnung?
     
  5. #4 susannede, 30. April 2010
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    Wer ist wir ? Da schafft "wir" eine unbelüftet, kuschlich-feuchte Schimmelzuchthöhle und wundert sich, dass demnächst Champignons wachsen ?

    Sorry, ich sehe da keinen anderen Rat, als für eine ordentliche Luftdurchströmung zu sorgen (oder: Gehe auf Start).

    Wer hat's (die Holzverkleidung) denn gebaut?
     
  6. #5 ReihenhausMax, 30. April 2010
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    Hallo!

    Das Problem ist denke ich (Laie) schlicht, daß das Wasser dahinter
    nicht raus kommt. Wenn Ihr da jetzt noch Dämmung einblasen würdet
    wird das nur noch schlimmer. Ggf. kondensiert das Wasser dann in
    der Dämmung statt an der Betondecke. Da Ihr den Schimmel doch sicherlich
    nicht so lassen wollt, muß die Verkleidung wohl eh zumindest teilweise runter.
    Ein Zimmermann oder Schreiner sollte da denke ich wissen, wie man im Rahmen der
    örtlichen Gegebenheiten einen passenden konstruktiven Holzschutz realisiert
    (vielleicht reichen da ja auch ein paar Schlitze/Bohrungen). Ggf. kann man
    auch eine (diffusionsoffene?) Dämmung mit anbringen, um die Wärmebrücke für
    das Haus zu entschärfen aber das muß dann halt als ganzes passen.

    Wie wird eigentlich gelüftet? Das Fenster sieht so aus, als wenn es nicht
    zu öffnen wäre.
     
  7. #6 Gast360547, 30. April 2010
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    oha

    Moin,

    dass die Fragestellerin hier fragt, weil Sie keine Ahnung von Bauphysik hat, ist gut und berechtigt. Dass - auch wenn gekennzeichnet - ein Laie einen dermaßenen Unsinn schreibt, weil er keine Ahnung hat, ist nicht gut und unberechtigt.

    Zum Problem: luftdichte Lacke, die auch die Nut- und Federbereiche "abfdichten" würden, gibt es nicht. Die Trennung mit dem Iso-Korb sollte eigentlich ausreichen, da scheint u. U. noch mehr im Argen zu liegen.

    Eine Einblasdämmung hilft nicht wirklich weiter, da die Luftdichtheit Voraussetzung wäre, denn die Feuchtigkeit strömt dann nach wie vor ein.

    Auch wenn Sie es nciht lesen wollen, aber der Rückbau der Innenbekleidung scheint als geboten anzusehen sein. Alternativ, und das können wir ohne Ortstermin oder aussagekräfigten Bilder nicht beurteilen, könnte eine Änderung von außen erfolgen, nämlich die Temperaturerhöhung durch eine Wärmedämmung.

    Ist es ein Altbau oder wurde das Objekt neu erstellt?
    Wenn Altbau: wurden die Veränderungen geplant und wenn ja von wem?
    Wenn Neubau: auch hier muss es ja ein Planung gegeben haben.

    Insgesamt scheint hier die Geschichte versagt zu haben. Und dann haben Sie u. U. Gewährleistungsansprüche. Auch dann, wenn Sie die Innenbekleidung in Eigenleistung erstellt haben. Aus meiner Sicht ist die nicht ursächlich für das Schadenbild verantwortlich.

    M. f. G.

    stefan ibold
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 30. April 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Stefan, Du segelst nach der falschen Tonne ;).
    Die Zedernholzverkleidung ist aussen, es kommt an den Aussenbauteilen des Balkons zu Kondensat, das zu Verfärbungen des Holzes führt.

    Das ist ein Problem, das nicht mittels des Forums zu lösen sein wird.
    Schwere Betonteile speichern die Kälte (ja ich weiß :o) und führen deshalb -GERADE bei guter thermischer Trennung - zu solchen Problemen.

    Ob dann alleine Kondensat vom Lüften ursächlich ist, wäre schon mal zu prüfen.

    Wenn es ein Neubau ist, fiele mir da z.B. nachstossende Restfeuchte aus dem Beton ein.
    Ausserdem kann es auch im Sommer zu Kondesatbildung kommen. (Bierflascheneffekt).

    Hier zu sagen, macht dies oder das ist ohne genaue Untersuchung wahrscheinlich eher kontraproduktiv denn hilfreich.

    Auch wenn jetzt Hausfrauen und fleissige Maurer noch ihren Senf anderer Denkweise dazu abgeben mögen. :motz
     
  9. #8 Gast360547, 30. April 2010
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    peinlich

    Und ich hatte die halbhohe Glasscheibre rechts für die Duschtür gehalten:irre

    Aber klar, jetzt wo Du es schreibst. Nach der langen Frostperiode wurde es plötzlich warm und dann war die Betonplatte die Bierflasche. Das Lüften, vermutlich auf Kipp, verstärkt das, denn hier gelangt langsam die Feuchtigkeit durch die Schalung.

    Hmm, trotzdem der Rückbau und eine Schicht vor einer WD, denn sonst passiert das immer wieder.

    Rudere jetzt gegen den Wind ;-)

    si
     
  10. #9 susannede, 30. April 2010
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    Na, is ja schön, dass wir jetzt alle wissen, dass es zwischen Beton innen und Zedernholz innen also im dunklen dunklen bösen Hohlraum nass macht. Auf soviel Expertise ein Hipphurra und ein Bier.

    Na, und was macht man mit Wasser, wenn das da so entsteht und trotz flehentlicher Bitten nicht ausziehen will ?

    Komisch, noch vor dem ganzen Fachgesimpel mit Physik und anderem Schnickschnack könnte man doch zu Lösungen greifen, die sich schon bei den Altaltvorderen bewährt haben...lass die Sonne rein. Oder wenigstens ein warmes Frühlingslüftchen, dass da mal drüber huscht. Es ist schließlich Zedernholz, dem ist ziemlich viel "pulli", das kann was ab.

    Aber naja...(kopfschüttel)
     
  11. susannede

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    Wp ? Wärmenpumpen kann man auch ignorieren.
     
  12. Wumu

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    Ja, Ralf, es ist ein Kondensatproblem. Es handelt sich um einen Neubau, das Problem trat nach dem ersten Tauwetter auf - es hat aus den Spots rausgetropft - es war schon eine größere Menge Wasser, also schon 1-2 Liter Wasser. Seit dem kommt kein Wasser mehr - auch nicht bei Regen.
    Dass wir mit Einblasdämmung die Betondecke nicht warm genug (über 0°C) halten, leuchtet mir ein. Die feuchte Luft würde weiterhin an der Betondecke anfrieren. Was ist, wenn wir die Dämmung auch an der Oberseite aufbringe?

    Was hältst du von ausschäumen mit drucklosem Schaum - wie der Spengler (der hat auch unsere Dachdämmung aufgebracht) gemeint hat?
    Die Holzdecke haben wir selbst gemacht - der Zedernbaum stand in unserem Grund und musste dem Neubau weichen - das Holz hat also auch noch einen ideellen Wert.
     
  13. Wumu

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    Ach ja - wir Lüften natürlich nicht auf Kipp, sondern stellen die Türe, ganz auf.
     
  14. #13 susannede, 1. Mai 2010
    susannede

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    Ds Problem ist, wie schon erwähnt, dass hier ein Bauteil vorliegt (der Beton), der anscheinend von allen Seiten richtig gut durchgekühlt wird - und dann, eiskaltes Bierflaschenbeispiel, bei warmfeuchter Luft erst einmal eine Kondensatfläche bietet, von der das Wasser abtropft.

    Hat sich das Bauteil der Umgebungstemperatur angepaßt, hört das Tröpfeln auf.

    Die Lösung heißt, Bauteil so gut umdämmen (ringsherum), dass es nicht so kalt wird, dass in der kurzen Zeit draußen-eiskalt-zu-draußen-warm Kondensatausfall daran stattfinden kann.

    Früher - vor dem Thema Dämmung - wurden solche Bauteile luftumspült gelassen. Da dachte man, die durchziehende Luft trocknet das gleich weg, wie bei der Wäsche auf der Wäscheleine.
     
  15. #14 ThomasMD, 1. Mai 2010
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    @Wumu

    Sehr schöne Wanne mit Ausblick.
    Um das Badevergnügen seid Ihr zu beneiden.

    Wie susannede bereits schrieb, sollte sich das Feuchtigkeitsproblem durch eine Dämmung beseitigen lassen.
     
  16. Lukas

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    Es mag ja sein, daß ich nen Denkfehler mache. Aber warum sollte das Wasser an kalter Dämmung nicht kondensieren?

    Gruß Lukas
     
  17. #16 ThomasMD, 1. Mai 2010
    ThomasMD

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    Weil Dämmung von berufswegen eine äußerst niedrige spezifische Wärmekapazität hat.
     
  18. Lukas

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    Na hoffentlich wissen das auch die Dämmung und das Wasser. Ich leg mal ein Stück Dämmung in den Tiefkühler...

    Gruß Lukas
     
  19. Baust

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    Weil die Dämmung die Kälte nicht annährend solange speichert wie Betonbauteile.

    Das Problem ist nur, das diese Bauteile Komplett, also von oben, unten und der Stirnseite gedämmt werden müssten.

    Grüße aus Schönebeck
     
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  21. #19 ThomasMD, 1. Mai 2010
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    Mach mal.;)
    Ist übrigens der gleiche Grund, warum Dir Steinzeugfliesen mit nackten Füßen kälter vorkommen als ein dicker Wollteppich, obwohl beide die gleiche Temperatur haben.

    Hier dürfte es reichen, zwischen Unterseite und Holz zu dämmen.
     
  22. Baust

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    Derartige “Laborversuche” hinken etwas.
    Wenn Du die Dämmung aus dem Gefrierfach nimmst stellt sich abrupt eine Temperaturdifferenz zwischen Dämmung und Umgebung ein die es am Bauwerk so nie gibt.
     
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Problem "Lüften"

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