Problemdach mit 11Grad Dachneigung?

Diskutiere Problemdach mit 11Grad Dachneigung? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich benötige für eine Erweiterung auf einem Anbau ein Dach mit 11Grad Dachneigung. Ein zusätzliches Problem ist, dass ich nur ca. 14cm...

  1. #1 heinz becker, 30. März 2003
    heinz becker

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    Hallo,

    ich benötige für eine Erweiterung auf einem Anbau ein Dach mit 11Grad Dachneigung.
    Ein zusätzliches Problem ist, dass ich nur ca. 14cm als maximalen Aufbau auf den Sparren
    habe.

    Jetzt habe ich mich schon ein wenig umgehört, und bin auf folgende Möglichkeiten gestoßen:

    Stehfalz aus Zinkblech
    (habe Bedenken wegen der Lautstärke bei Regen)

    Pfanne z.B. Futura Sinfonie
    (habe Bedenken wegen der Dichtigkeit, wegen der geringen Dachneigung)

    Wobei ich leider noch nicht rausbekommen habe, wie hoch so ein Unterbau für Wasserdichtes Unterdach ist

    Isodach (oder wird so etwas im Wohnbau nicht eingesetzt)
    (http://www.hoesch.at/html_1024/Systeme/index_systeme.html)

    Jetzt habe ich noch gehört, das man so etwas auch mit Ehternit machen kann, hat damit schon Jemand Erfahrungen gesammelt?

    Welche Lösung würdet Ihr denn empfehlen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Heinz
     
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  3. Volker3

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    Jeder kann es, aber nicht alle machen es richtig !
    Hallo
    Beim Stehfalzdach kannt du mit einfachen Zusatzmaßnahmen
    (Antidröhn) deine Bedenken zerstreuen.

    Beim Dachziegel muß du ein zusätzliches Unterdach mit
    einer z.B Bitumenschweißbahn herstellen. Diese Abdichtung führst du über eine zusätzlich aufzubringende Konterlatte .

    Gruß
     
  4. #3 Gast360547, 31. März 2003
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    also

    Moin,
    Zink-, Kupferstehfalz bringt KEINE Probs mit Schall bei Regen oder Hagel. Die Bahnen liegen vollflächig auf, es bildet sich kein Resonanzkörper.

    Höschprofile, naja, ich weiß ja nicht. Eher nicht. Kann auch Prbs geben mit der Luftdichtigkeit und einer zusätzlichen Dämmung von unten.

    Ziegel bei der geringen Dachneigung nicht mehr nehmen.

    Wellplatten funzen. Ist ne Frage der Optik.

    M. f .G.
    stefan ibold
     
  5. #4 heinz becker, 31. März 2003
    heinz becker

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    Hallo,

    erst mal danke für die Infos.

    >Ziegel bei der geringen Dachneigung nicht mehr nehmen.

    wo liegen denn die Bedenken, die Dichtigkeit wird doch durch das Unterdach herrgestellt, sodaß die Ziegel wahrscheinlich mehr als
    mechanischer schutz wirken (denke ich mir so, weiß nicht ob das so ist)

    Wie ist denn wohl das Kostenverhältnis zwischen Ziegel und Zink-Kupferstehfalz?

    Und als letzte Frage (dann laß ich euch auch inruhe:-), was sind denn die Unterschiede zwischen Zink- und Kupferstehfalz

    Gruss

    Heinz
     
  6. #5 Gast360547, 1. April 2003
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    also

    Moin,
    bei 11° ist der Ziegel nur noch Optik.
    Sie benötigen ein wasserdichtes Unterdach. Mithin wird eine Schalung und eine Vordeckung eh benötigt.
    Die Differenz zu einer Eindeckung mit Zink oder Kupfer ergibt sich aus den gewünschten Ziegeln.
    Zink und Kupfer liegen so weit nicht mehr auseinander. Bedenkt man die Lebenserwartung von Kupfer, kann das u. U. wirtschaftlicher sein.
    Technisch und in der Verarbeitung sind Zink und Kupfer nur wenig auseinander.
    M. f . G.
    stefan ibold
     
  7. #6 Markus Gräfe, 1. April 2003
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    ich muß mich mal wieder in einen Thread einklinken:

    Bei mir 12° Dachneigung über der Garage. Als Unterkonstruktion wurde auf die Sparren lediglich eine vollflächige Schalung aufgebracht. Lattung, Konterlattung -> Ziegel. Was mich nachdenklich stimmt, daß die Schalung nicht zusätzlich abgedichtet wurde, z.B. mit Schweißbahn. Was ist von der Konstruktion zu halten?

    Gruß, Markus
     
  8. jetter

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    Nichts!

    Was für Ziegel liegen den drauf? Ist eigentlich hier aber auch egal.

    Gehen wir mal von Flachdachziegeln mit Mehrfachverfalzung aus dann haben wir 22° RDN.
    Bis 6° Unterschreitung der RDN, also 16° DN, wäre eine Unterdeckung bzw. Unterspannung notwendig. Bei dem Aufbau ist aber nur die Schalung, ist also auch schon im Normalfall Abfall.

    Bei 12° DN ist eine Unterschreitung der RDN um mehr als 6° vorhanden, d.h. mind. regensicheres Unterdach (verschweißte Folie ohne Einbindung der Dachlatten) im ungünstigen Fall wasserdichtes Unterdach (verschweißte Folie mit Einbindung der dachlatten).

    Fazit: Für beide Fälle entspricht das Dach nicht den Anforderungen aus den ZVDH-Richtlinien.
    Wenns dann vielleicht noch nicht mal Mehrfachfalzziegel sind wirds noch ungünstiger, weil die Regeldachneigung größer wird (30°, 35° usw.).
     
  9. #8 Markus Gräfe, 1. April 2003
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    ich hab eben nochmal nachgesehen. Ein Detail hatte ich vergessen: Eine USB ist noch zwischen Schalung und Lattung. Nach jetters kommentar dürfte das aber auch nicht reichen. Ich kann wohl davon ausgehen, daß die ZVDH-Richtlinien bindend sind und ich eine Ausführung danach verlangen kann, oder?

    Ich hab' hier mal Fotos dazu eingestellt. Da kann man auch die Ziegel erkennen...

    Gruß, Markus
     
  10. jetter

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    so sollte es denn sein,

    aber die Jungens Dachdecker berufen sich meist drauf, wenn sie positives davon erwarten aber alle anderen sollen sich dran halten. In den Vorbemerkungen hat der Verband jedoch auch vorgebaut und Einschränkugen bei der Verbindlichkeit gemacht und auch der Name Richtlinie sagt ja, das hier Erfahrungen zusammen getragen sind, nach denen man sich richten sollte, mehr aber eben auch nicht.

    Zumindest würde ich den guten Mann mal drauf ansprechen, ob er seine Richtlinien kennt und meint, dass seine Ausführung ausreichend ist. Wäre schon mal gut zu wissen, was da für Aussagen kommen.

    Hier sind mal nähere Angaben recht übersichtlich zusammengefasst.
     
  11. #10 Gast360547, 2. April 2003
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    Gast360547 Gast

    sacht mal

    Moin,
    sehe ich das richtig? Sind das Betondachsteine?????
    Haben die oben eine Kopfverfalzung???
    Das Dach muß WASSERDICHT sein!!!!!!!!
    Was ich da sehe, reicht nicht hinten und nicht vorn.
    Grüße
    si
     
  12. #11 Markus Gräfe, 2. April 2003
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    ja ja, Betondachsteine. Genau gesagt: Nelskamp Doppel-S, schwarz-glänzend.

    Was heißt Kopfverfalzung? Die haben an der Oberseite (Kopfseite?) einen kleinen "Falz". Dort hängen sie an der Konterlattung...

    Da fällt mir noch ein: Als die Dachsteine schon drauf waren, die Garage aber noch nicht verputzt war, gab's an einer Stelle in der Garage an der Außenwand mal 'ne feuchte Stelle. Der Bauleiter konnte sich daß auch nicht erklären. Ich erspare mir hierzu jetzt einen Kommentar :mad:

    Und noch etwas. Die Garage wurde von Innen zusätzlich mit Rigips verkleidet (ich hab' mich noch gewundert, warum). Damit sieht man natürlich jetzt nicht mehr, ob die darüberliegende Holzverbretterung feucht ist oder nicht. Es sei denn, das Wasser würde richtig 'runtertropfen, sodaß die Rigips-Platte aufweichen würde.

    Gruß, Markus
     
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  14. #13 Markus Gräfe, 6. April 2003
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    ich habe auf den Webseiten von Nelskamp die Verlegehinweise zu der bei mir verwendeten Pfanne gefunden. Hier steht aber nur, daß bei Dachneigungen unter 22° eine Mindestüberdeckung von 10 cm vorgeschrieben ist (werde ich mal nachmessen).

    Dann steht dort weiter, daß bei Unterschreitung der Regeldachneigung zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Wie sieht den diese Regeldachneigung aus? Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden. Auch wird auf die Maßnahmen nicht näher eingegangen, bzw. es richtet sich nach örtlicher Gegebenheit und klimatischer Verhältnisse.

    Da Nelskamp leider keine direkte Fragen beantwortet, hoffe ich hier von den Spezialisten dazu etwas mehr Informationen zu bekommen.

    Danke und Gruß, Markus
     
  15. jetter

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    Da steht ja schon

    das meiste drin. Habe hier noch einige Infos zu der Regeldachneigung der S-Betondachsteine.
    Also mal zusammengefasst:
    - RDN - 22°
    - vorh. DN - 11°
    -> Unterschreitung um >6°

    danach sollte folgendes vorh. sein
    - Überdeckung >10cm
    - Unterdach, mit ziemlicher Sicherheit wasserdichte Ausführung
     
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  17. #15 Markus Gräfe, 7. April 2003
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    Danke für die Hinweise. Da muß der Dachdecker wohl nochmal ran. Problem ist hier (wenn die Überdeckung von 10 cm nicht eingehalten wurde, daß- da die Garage als abgeschlepptes Pultdach direkt an das Satteldach des Hauses angeschlossen ist - die Optik darunter leidet. Oder man müsste das ganze Haus mit einer Überdeckung von 10 cm eindecken. Da wird sich der BT wahrscheinlich sträuben... Ich muß mal sehen, was an Überdeckung beücksichtigt wurde.

    Danke und Gruß, Markus
     
  18. jetter

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    Wenn die Überdeckung

    einigermaßen stimmt, würde ich mehr Wert auf das richtige Unterdach legen.
    Wenn das wasserdicht ausgeführt ist, dann hast du doch schon die halbe Miete, wenn nicht mehr. :D
     
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Problemdach mit 11Grad Dachneigung?

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