Probleme mit Anschluss der Dampfbremse an Innenputz

Diskutiere Probleme mit Anschluss der Dampfbremse an Innenputz im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Forum, wir befinden uns auf der Zielgeraden zum Bau eines EFH (wollten gerade Blower Door in Auftrag geben) und stehen nun vor einem...

  1. Tom Tom

    Tom Tom

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    Hallo Forum,

    wir befinden uns auf der Zielgeraden zum Bau eines EFH (wollten gerade Blower Door in Auftrag geben) und stehen nun vor einem seltsamen Problem:

    Eckdaten:
    EFH mit Satteldach, Spitzboden unbeheizt und ungedämmt (aber belüftet), Außen Holzwolleplatten 35mm, 200mm Klemmfilz, Innen Dampfbremsfolie SD 2m
    Innenputz vor Dachdämmung (Wohnräume Gipsputz, Feuchträume Zementputz), Estrich nach Dachdämmung und Einbau Dampfbremse.
    Vor Einbau Dämmung wurde die Holzfeuchte sowie die Restfeuchte im Innenputz gemessen und für gut befunden. Die Dampfbremse wurde mit Dichtstoff aus der Silikonspritze an das verputzte Mauerwerk angeschlossen. Die Baustoffe Dampfbremse, Dichtstoff, Klebeband wurden aus dem Luftdichtsystem eines großen Herstellers verwendet und von einer Fachfirma (nach meiner Meinung) sehr sorgfältig verarbeitet.
    Estrich nach nunmehr 6 Wochen gut abgetrocknet, keine Feuchtigkeit im Spitzboden zu erkennen.

    Soweit so gut, aber:
    Der Wandanschluss der Dampfbremse auf dem verputzem Mauerwerk macht uns Probleme. Stellenweise lässt sich der Randanschlusskleber (Dichtstoff) samt einer dünnen (ca. 1mm) starken Putzschicht ohne großen Kraftaufwand von der Wand abziehen (fast wie ein Abziehbild). Stellenweise hält das ganze so gut, dass die Folie abgerissen werden müsste bevor sich der Dichtstoff samt Putzschicht löst.


    Hatte schon jemand solche Probleme? Der Trockenbauer und auch wir sind ziemlich ratlos. Die ausführende Firma hatte sowas angeblich noch nie gehabt! (Betrieb mit über 20 Jahren Erfahrung, Chef täglich auf Baustelle)

    Bild ist nur ein kleines Beispiel. Es gibt auch Stellen die über einen Meter gehen und die Dämmung schon sichtbar ist!

    Viele Grüße

    Thomas
     

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  3. #2 Gast943916, 6. Januar 2013
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    Probleme hat man immer zum ersten mal... keiner gibt zu, dass er nicht fachgerecht arbeitet... Da muss, sowie in der DIN beschrieben, eine Anpresslatte hin und dann tauchen solche Probleme erst gar nicht auf
     
  4. #3 Inkognito, 6. Januar 2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Vor 6 Wochen? War es da nicht zufällig recht kalt?
     
  5. #4 Gast360547, 7. Januar 2013
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    ja, Putz zu feucht oder sandet an der Oberfläche, Restfeuchtigkeit steigt hinter dem Putz auf, fehlende Anpressung, zu dünne Raupe des "Dichtstoffs", da gibt es eine Menge Möglichkeiten.

    Und - 2 m DS erscheint mir pers. doch etwas zu gering. Insbesondere deshalb, weil der Estrich NACH der DS angeordnet wurde.

    M. f. G.

    stefan ibold
     
  6. Tom Tom

    Tom Tom

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    Hallo,

    danke für die Antworten!

    Bei der Verarbeitung hatte es im Haus ca. 8-10°C. Die Kleberaupe ist an den betroffenen Stellen ca. 1cm breit. Putzfeuchtigkeit wurde gemessen aber es wurde sicher nur die oberste Schicht erfasst.
    Meine Fragen:
    Ist lt. DIN grundsätzlich eine Anpresslatte vorgeschrieben? Meine Trockenbaufirma hält diese nicht für grundsätzlich nötig...
    Mit welchen Möglichkeiten könnte (ich weiß es ist keine Ferndiagnose möglich) man Versuchen das Problem zu Lösen. Der Trockenbauer schlägt die Behandlung des Putzes mit Tiefengrund vor...

    Viele Grüße
    Thomas
     
  7. Peeder

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    sofern im Datenblatt des Hersteller diese nicht gebraucht wird, sehe ich es auch so.

    Ein Fehler kann sein, wenn die Folie angedrückt wird, es sollten ( auch hier beim Hersteller nachsehen ) eine 3-4 mm starke Raupe verbleiben.

    wo ???

    Peeder
     
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  9. #7 Gast943916, 8. Januar 2013
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    das "muss" war nicht in Verbindung mit Vorschrift gemeint, da auch die DIN diese nicht zwingend vorschreibt.
    Allerdings schreibt sie vor, dass eine DAUERHAFTE Verklebung zu gewährleisten ist, jetzt erklärt mir mal wir man das ohne Anpresslatte bewerkstelligen will.......

    was soll das bringen? Da kann er auch gleich eine Anpresslatte montieren und ist damit auf der sicheren Seite

    warum einfach, wenn es auch umständlich geht?
     
  10. Tom Tom

    Tom Tom

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    Hallo Mitschreiber/Mitleser!

    Ich wollte dieses Thema nicht ohne Abschluss stehen lassen: Wir haben uns mit allen Beteiligten darüber geeinigt, dass lose Stellen nochmals angeklebt werden und über alle Wandanschlüsse vernünftige Anpresslatten montiert werden (im Mauerwerk verschraubt). Mir erscheint dies nach aller Diskussion auch die sicherste/dauerhafteste Lösung. Gewissheit wird ein Blower Door Test bringen...


    @stefan ibold
    Der Unterdeckplatten-Hersteller empfiehlt ein DS mit einem SD von 5m. Mir als Laie war bei der Sache auch noch nie ganz wohl, habe aber letztendlich den "Experten" vertraut (vertrauen müssen). Die Konstruktion hat aber die Estrichfeuchte ohne Schaden überstanden. (Stichprobenartige Kontrolle durch aufschneiden der Verklebung an der DS und Hineinspähen- alles Trocken, kein Schimmel).

    Vielen Dank an alle

    Thomas
     
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