Pultdach umbauen zu Flachdach mit Terrasse

Diskutiere Pultdach umbauen zu Flachdach mit Terrasse im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen. Wir wollen das Pultdach auf unserem vermieteten Nebengebäude (30 qm) zu einem Flachdach mit Terrasse umbauen. Wie gehen wir an...

  1. Obiwotz

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    Hallo zusammen.
    Wir wollen das Pultdach auf unserem vermieteten Nebengebäude (30 qm) zu einem Flachdach mit Terrasse umbauen.
    Wie gehen wir an die Planung?
    Worauf müssen wir achten?
    Wieviel können wir selbst machen? (Handwerklich begabte Laien)
    Was kostet das ungefähr?

    Danke
     
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  3. Thomas B

    Thomas B

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    Moin!

    Einen Architekten hinzuziehen. Es muß nicht nur geklärt werden, ob das technisch geht (Statiker!), sonder es muß vorab geklärt werden ob das Bauvorhaben baurechtlich überhaupt zulässig ist (Grenzabstände, vorgeschriebene Dachform > B-Plan!).

    Baurechtlich und technisch kann dies ein Architekt oder auch ein Bau.Ing. klären. Wenn das Nachbargebäude jedoch bewohnt (vermietet) ist, könnte ich mir vorstellen, daß man den Abriß des Daches vielleicht nicht ganz so gerne sehen wird...oder? Im Sinne einer guten Nachbarschaft und einem guten Mietverhältnis sollte hier mal ein Gespräch mit dem Mieter stattfinden.

    Wahrscheinlich nicht allzu viel. Müßte man aber auch nach Inaugenscheinnahme der Örtlichkeit abklären.

    Kn man so ohne weiteres nicht einfach sagen. Das hängt von der best. und der neuen Dachkonstruktion ab, von den Randbedingungen (Anschluß an andere Bauteile)...das wäre mehr als nur ein Schuß ins Blaue. Beurteilen kann dies ein Planer nachdem er das Objekt gesehen hat und die Anforderungen/ Wünsche mit Euch geklärt hat.

    Bitte

    Gruß

    Thomas
     
  4. Obiwotz

    Obiwotz

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    Vielen Dank Thomas B,
    danke für die ersten Tipps und Hinweise. Architekt, Statik, Bauantrag und natürlich auch ein vernünftige Regelung mit dem Mieter ist klar. Ich gehe davon aus, dass das fertige Flachdach absolut wasserdicht und gedämmt sein wird.

    Eine ungefähre Hausnummer bei den Kosten würde mir genügen.
    Das Nebengebäude schließt an zwei weitere Gebäude hoch an (beengter Ortskernbereich). Wände müssen da natürlich stehenbleiben.
    Im Grunde geht es nur um
    1- den Abbruch des Dachs selbst (Ziegeln, Giebel, Sparren, ungedämmt, 30 qm) und einer Wand
    2- Die Anlage einer tragfähigen, absolut dichten, gedämmten Flachdachkonstruktion.
    und
    3- eines Wetterschutzes in der Bauphase.

    Bei den Kosten hoffe ich, zumindest einen Teil steuerlich absetzen zu können. Das Dach ist viele Jahrzehnte alt - und demnächst sowieso fällig.
     
  5. mls

    mls Bauexpertenforum

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    flachdach, abdichtung usw. ist meist relativ problemlos - darauf eine
    terrassen(um)nutzung? ist idR ziemlich problematisch, weil die wenigsten
    decken für diese belastung ausgelegt sind und nur mit erheblichen aufwand
    ertüchtigt werden können.
     
  6. Obiwotz

    Obiwotz

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    Danke mls

    Die Decke vom Obergeschoss zum Dachboden ist natürlich das übliche Dünnpresszeug, aus den 50er Jahren.
    Klar muss da eine gescheite Decke (Stahlbeton - oder was sonst?) eingezogen werden. Und die ist wahrscheinlich das teuerste an der ganzen Sache.

    Also eher 10.000 - oder eher 30.000 €uoronen?
     
  7. Julius

    Julius

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    Dann wohl eher Richtung obere Schranke...
     
  8. Obiwotz

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  9. Thomas B

    Thomas B

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    No worries!

    Muß nicht unbedingt in Richtung 30Teuro gehen...kann aber...da keiner genau weiß was zu tun sein wird. Unterschätzen sollte man so eine Maßnahme natürlich nicht, daher sollte man gleich mal richtig "schätzen" bzw. die Baukosten ermitteln. Ich denke schon, daß so etwas für um die 10-20Teuro zu machen sein kann....aber die Rahmenbedingungen könnten es auch verteuern....who knows....

    Daher unser aller rat (denke ich): Geh zu einem Fachmann, der sich das vor Ort anschaut, mit Dir durchspricht und anhand der örtlichen gegebebenheiten, Eurer Wünsche/ Anforderungen usw. eine erste grobe Kostenabschätzung macht. Dann könnt Ihr immernoch sagen "Stop!" Das kostet natürlich ein paar Taler...ich denke mal, so etwas sollte in 3 - 4 stunden gemacht sein (=> 4 x 75 EUR = 300 EUR).

    Grüße

    Thomas
     
  10. Obiwotz

    Obiwotz

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    Danke Thomas
    Das klingt ja mal tröstlicher.

    Neue Infos:
    Die Decke ist doch recht stabil. Ich habe mir den Dachboden genauer angeschaut (Zugang über Luke in der Wohnung des Mieters).
    Holzbalken, ca. 15*20 cm dick, im Abstand von ca. 40 cm, Zwischenräume verfüllt mit Mörtel. Da müsste sich doch durchaus eine tragfähige, dichte Fläche ohne Stahlbeton mit Bewehrung drauf bauen lassen?
    Danke
     
  11. #10 Jürgen Jung, 29. Januar 2010
    Jürgen Jung

    Jürgen Jung

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    Dicht von oben bedeutet auch, dass alles was an Kondensat aus der Mietwohnung kommt, nicht nach oben raus kann, und bei 20cm wird eine Belüftung des Flachdachs kaum realisierbar sein, auch dies muss berücksichtigt werden.
     
  12. Gast360547

    Gast360547 Gast

    ähh, Jürgen??

    Moin,

    magst mir Deine Belüftung einmal bidde näher auseinandersetzen?

    Thx

    Grüße

    si
     
  13. #12 Jürgen Jung, 29. Januar 2010
    Jürgen Jung

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    ?? steh ich auf dem schlauch

    oder brauche ich Urlaub?

    Ich gehe schlicht und ergreifend davon aus, dass der Altbau keine wind/luftdichte Dampfsperre unter der Decke hat, oder hab ich was falsch gelesen?

    Und wenn das Ding dann voll gedämmt wird?
     
  14. Obiwotz

    Obiwotz

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    Hallo,
    melde mich mal wieder.
    Das mit der Dampfsperre/Belüftung dürfte ja kein substantielles Problem sein - oder bin ich da naiv?
    Reicht es nicht, die Decke von oben wasserdicht zu bekommen?

    Laientraum:
    1. Dachboden mit dicker Plane breit auslegen
    2. Dach weg (Ziegel, Sparren, Dachstuhl)
    3. Decke von oben abdichten, dämmen, absperren (Neigung!)
    4. Neue Dachdecke (z.B. Holz und darüber Fliesen). Trägerkonstruktion Holz auf a) Holzbalken des Dachbodens b) Seitenwänden.

    Natürlich fachmännisch ausgeführt.
    Unrealistisch?
    Wie gesagt: Der Dachboden ist richtig massiv - mit dicken Holzbalken.
     
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  16. Gast360547

    Gast360547 Gast

    erstam den jürgen verarzten

    Moin,

    Jürgen, Kardinalfehler!!!!!!!!!!!

    Eine belüftete Konstruktion kann unmöglich eine fehlende Luftdichtheit heilen. Im Gegenteil, die Probleme werden sehr wahrscheinlich größer.

    Begründung:
    Die Hinterlüftung bedarf eine Antriebes, in dem Fall durch den Winddruck auf der einen und dem Unterdruck auf der anderen Seite. Fehlende oder zu klein dimensionierte Öffnungen im Randbereich schränken den Querschnitt in den meisten Fällen schon mal unzulässig ein. Bewuchs auf dem Grundstück oder an der Fassade schränken den Druck weiter ein.
    Die Folgen:
    Auf der Leeseite des Gebäudes entsteht ein deutlicher Unterdruck, der ausgeglichen werden will. Da auf Grund der Strömungsverhältnisse die offenen Seite an dem Gebäude den Ausgleich nicht herstellen (können), wird sich der Luft aus dem Gebäude selber bedient. Durch die fehlende Luftdichtheit wird der Unterdruck am einfachsten aus den Räumlichkeiten "bedient" (Weg des geringsten Widerstandes). Die Öffnungen auf der Luvseite reichen oftmals nicht aus, denn auch innerhalb der Konstruktion versperren Durchdringungen den freien Weg.
    Man zieht sich also mehr Feuchtigkeit in die Konstruktion als es lieb sein kann.

    Herrscht Flaute, und das kommt im Winter bei kalten Außentemperaturen mehr als häufig genug vor, besteht überhaupt kein Winddruck, dem Abtransport fehlt also der Motor. Die feucht-warme Luft dringt durch die Leckagen in die Konstruktion ein, wird aber nicht abgeführt, fällt als Tauwasser aus. Sehr oft geschieht das im Bereich der nachfolgenden Schalung, an der es zu allem Überfluss zunächst gefriert. Stellt sich dann Tauwetter ein, kommt es im Gebäude zu sinnflutartigen Regenfällen.

    Warum bitte wird immer wieder die Winddichtheit ins Spiel gebracht?????

    Grüße

    stefan
     
  17. Gast360547

    Gast360547 Gast

    und nun den obiwotz

    Moin,

    Kadinalfehler die II.

    Das mit der Dampfsperre/Belüftung dürfte ja kein substantielles Problem sein - oder bin ich da naiv?
    Reicht es nicht, die Decke von oben wasserdicht zu bekommen?


    Das sind genau die substantiellen Probleme, die nicht nur genau geplant, sondern besonders sorgfältig ausgeführt werden müssen.

    Natürlich muss die ansschließende Abdichtung wasserdicht sein! Schäden können aber auch von unten auftreten. Dazu stöbern Sie mal hier im Forum.

    Grüße

    stefan ibold
     
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Pultdach umbauen zu Flachdach mit Terrasse

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