Punktfundamente für ein Gartenhaus

Diskutiere Punktfundamente für ein Gartenhaus im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Sehr geehrte Experten, wir müssen wegen Hanglage und Belüftung unser Gartenhaus auf Punktfundamente stellen. Dazu haben wir 23 runde Löcher...

  1. Volkmar

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    Sehr geehrte Experten,

    wir müssen wegen Hanglage und Belüftung unser Gartenhaus auf Punktfundamente stellen. Dazu haben wir 23 runde Löcher (Durchmesser 30cm) gebohrt in die wir mit in Baueimer selbst gegossene Fundamentsteine (B25 Beton) setzen wollen. Es ist so berechnet, dass jedes Fundament mit maximal 250kg an der Fundamentsohle belastet wird. Unser Boden am Hang ist aufgeschüttet aber mechanisch verdichtet und konnte sich 7 Jahre setzen. Die Bodenbeschaffenheit ist mit einem hohen Feinkornanteil (Schluff-Ton Gemisch). Den leicht feuchten Untergrund der Fundamentlöcher wollen wir noch mit Feinkalk trockener, durchlässiger, frostsicherer und besser verdichtbar machen. Zusätzlich werden die Fundamentlöcher noch mit Filtervlies ausgekleidet (Wurde uns empfohlen).

    Bei der Schüttung für die Tragschicht der Fundamentsteine sind wir aber noch unsicher.

    Sand wollen wir wegen Ameisen nicht nutzen. Kies lässt sich nicht gut genug verdichten, womit große Setzungen vorprogrammiert sind. Schotter scheint uns dafür am besten geeignet zu sein. Aber welche Körnung? Würde Basalt-Schotter 5-8 dafür reichen oder auch einfach sogar nur Lava 16-42 (ist zwar nur für Drainage aber davon haben wir noch genug vor Ort)?

    Fragende Grüße
    VolkmarW
     
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  3. #2 Zellstoff, 15. Juni 2015
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    abgesehen von dem ganzen Vorhaben an sich, wirst Du bei beiden Probleme mit dem Verdichten bekommen. Da felt der Feinanteil.
     
  4. Jan81

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    Verstehe nicht ganz. Das ganze Gartenhaus steht auf Punktfundamenten? Wie tief sind die Fundamente den?
    DAnn ist doch egal was für Auffüllung man verwendet? Das Haus steht doch auf den Fundamenten.
     
  5. Volkmar

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    @Zellstoff Danke für die Antwort. Also müsste man Schotter 0-32 nehmen aber dann habe ich keine kapillar brechende Schicht... oder ist das egal?
     
  6. Volkmar

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    @Jan81 Die Fundamentsteine sind nur 23cm hoch und stehen 8-17cm im Erdreich. Die Löcher sind 35 cm tief Die Kräfte wirken auf die Tragschicht.
     
  7. Volkmar

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    wir überlegen sogar ob wir den Aushub der Fundamentlöcher mit Feinkalk anreichern sollen und das dann als Tragschicht nutzen. Wir wollen die Setzung so gering wie möglich bekommen.
     
  8. Jan81

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    Und warum keine Fundamente tiefer machen? 80 cm tief oder so noch tiefer. Kommt drauf an wieviel bei euch aufgeschüttet wurde.
     
  9. Volkmar

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    @Jan81 der Aufwand ist viel zu hoch. Die Frage ist einfach, welches Material für eine 12-14cm Tragschicht genommen werden kann. Unser Boden mit einer zulässigen Bodenpressung von 0,3MN/m² müsste für das Vorhaben ausreichend sein. Leider hat der bindige Boden einen hohen Feinkornanteil (< 0,002mm). Das lässt sich schlecht verdichten.
     
  10. Volkmar

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    @Jan81 der Aufwand ist viel zu hoch. Die Frage ist einfach, welches Material für eine 12-14cm Tragschicht genommen werden kann. Unser Boden mit einer zulässigen mittleren Bodenpressung von 0,09MN/m² müsste für das Vorhaben ausreichend sein. Leider hat der bindige Boden einen hohen Feinkornanteil (< 0,002mm). Das lässt sich schlecht verdichten.

    Geändert.
     
  11. #10 Zellstoff, 15. Juni 2015
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    die Frage ist, wie Du das frostsicher gründen willst. 35cm tief frierts auch in der Eifel....
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 15. Juni 2015
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    Volkmar, Dein Vorhaben ist absolut gaga, genau wie Deine Idee damals, ne marode Stützwand zu sanieren!

    Die "Fundamente", die Du da planst, sind weder geeignet, Lasten abzutragen noch gegen Windsog zu sichern und der Boden ist auch nach 7 Jahren kein tragfähiger Boden!
    Zumindest nicht ohne einen Lastdruckversuch.
    Ich darf Dich mal zitieren
    :Baumurks :mauer
     
  13. Volkmar

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    @Zellstoff Der Eislinsenbildung wollen wir mit Feinkalk begegnen. Der Untergrund der Löcher wird damit vermischt. Zudem wird Wasser noch zusätzlich sauber abgeführt. Es ist nicht perfekt aber für ein Gartenhaus müsste es reichen.
     
  14. Volkmar

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    @Dühlmeyer Die Stützwand ist GENAU nach dem Prinzip saniert worden, wie ich es damals ausgearbeitet habe. Ist sehr gut geworden und auch von einem Bauingenieur gelobt worden. Ich sende Ihnen gerne Fotos.

    Der Boden (Tiefe 35cm-45cm) hat nun mal einen hohen Feinkornanteil (< 0,002mm). Aber trotzdem ist der Boden vor 7 Jahren mechanisch verdichtet worden (nicht von uns).

    Wir reden hier über ein achteckiges Gartenhaus. Gewicht max 3500 kg verteilt auf 23 Fundamente. Die Windlasten sind berücksichtigt.
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 15. Juni 2015
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  17. Volkmar

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    aber die Antwort mit dem Feinanteil zum besseren Verdichten hat uns weitergeholfen. Danke!
     
  18. Volkmar

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    @Dühlmeyer kleiner Zusatz:

    Bei der Aufschüttung vor 7 Jahren hatte das bindige Material offensichtlich den optimalen Wasseranteil und konnte deshalb Schicht für Schicht gut verdichtet werden. Jetzt ist der Wasseranteil (Tiefe 40cm) natürlich höher, was bei einem hohen Feinanteil beim Verdichten hinderlich ist. So wurde es uns erklärt. Und um eine höhere punktuelle Verdichtung zu erreichen (Vorteil Punktfundament), wollen wir mit Feinkalk den Untergrund der Fundamente zusätzlich entwässern und verbessern. Kalk wird auch im Straßenbau genutzt, um genau den Problemen bei bindigen Böden zu begegnen.

    Die Frage bezog sich auf die "zusätzliche" Tragschicht. Und da ist es plausibel Schotter mit einem hohen Feinanteil zu nutzen, um noch besser verdichten zu können. Dann hat man ja kein Problem mit dem Wasseranteil. Die Sorge ist nur, dass dann keine kapillarbrechende Schicht unter den Betonfundamenten ist. So gesehen müsste dann noch eine 3cm Ausgleichsschicht mit Basalt-Splitt 5-8 auf die Tragschicht?

    Wir wollen kein Einfamilienhaus bauen, sondern nur ein Gartenhaus mit maximal 3500kg Gewicht. Das Haus selber wiegt nur 1100kg, der Rest ist Schneelast usw.

    Gruß aus der Eifel
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 15. Juni 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Es ist besonders sinnvoll ein Bauwerk auf nassen Boden mit hohem Feinanteil zu gründen und dann den Boden zu entwässern, damit der aufgequollene Boden dann schrumpft und das gerade mühsam in Waage gesetzte Bauwerk en passent in ein hübsches windscheifes Hexenhaus verwandelt wird - zu Wihnachten ein paar Lebkuchen dran, dann passts wieder.
     
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  21. Volkmar

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    @Dühlmeyer Feinkalk wird doch wegen der Sofortwirkung vor der Verdichtung eingesetzt!?

    Die Holzunterkonstruktion des Hauses ist ziemlich steif konstruiert (da wurde wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen). Zudem wird darauf geachtet, dass alle Fundamente auf relativ gleichem Boden gesetzt werden, um auch eine gleichmäßige Setzung zu gewährleisten. Dabei soll auch der Kalk helfen, weil er sowohl bei trockenem aber auch bei feuchtem Boden eine vorteilhafte und einheitliche Bedingung schafft.

    Auf die Holzunterkonstruktion wird dann ein Fertigbausatz (relativ leicht aber stabil) gesetzt, der sich zur Not schnell abbauen lässt :). Zudem ist es sogar noch so ausgearbeitet, dass wenn es an einer Seite wirklich mehr sacken sollte, dass dort durch unterlegen/einstellen das Sacken ausgeglichen werden kann.

    Jetzt noch einen Statiker zu ordern wäre wohl ...

    Gruß aus der Eifel
     
  22. Volkmar

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    Hat hier einer Erfahrung mit der Langzeitwikung von Feinkalk zur Bodenverbesserung?

    Gruß aus der Eifel
     
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