Putzschäden an 2,5m breiter Alu-Fensterbank - Wie weiter?

Diskutiere Putzschäden an 2,5m breiter Alu-Fensterbank - Wie weiter? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, am letzten Wochenende vom stellte ich Schäden an Putz und Abdichtung an den Rändern der Fensterbänke einiger südwestlich...

  1. #1 HeinzErhardt, 19. Juli 2011
    HeinzErhardt

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    Hallo Forum,

    am letzten Wochenende vom stellte ich Schäden an Putz und Abdichtung an den Rändern der Fensterbänke einiger südwestlich ausgerichteter Fenster unseres neuen Hauses fest. An der Ecke zwischen Wand, Laibung und Fensterbank bröselt der Putz ab und am Fenster löst sich von der Fensterbank aufwärts die (Maleracryl?)-Fuge auf einer Länge von bis zu 20 cm.

    Die Wand besteht aus 36,5 cm Unipor W09. Unter den etwa 2,5m breiten Kunststofffenstern wurde zu Dämmzwecken wandtief ein 2cm breiter XPS-Streifen verlegt. Der Fenstereinbau in die Rohbauöffnung erfolgte nach meinem Kenntnisstand RAL-gerecht (innere/mittlere/äußere Abdichtung).
    An den Laibungen befindet sich zu Dämmzwecken außen ein 2-3 cm starker EPS-Streifen. Verputzt wurde mit Knauf Super-Lupp. Der Putz wurde an die Fenster mit einer Acrylfuge angearbeitet. Ein Fungenprofil mit Dichtlippe wurde demnach nicht verwendet. Mit welchem Fugenabufbau bzw. -material an die Alu-Fensterbank angearbeitet wurde läßt sich nicht erkennen, der Putz reicht sauber bis zum verwendeten Alu-Fensterbankabschluss.

    So wie es aussieht, fehlt zunächst am verwendeten Fensterbankabschluss ein Dehnungsstreifen, welcher Putzschäden vermeiden soll (Abbildung).

    Seit diesem Vorfall kenne ich nun den Unterschied zwischen einem Kompaktabschluss und einem Gleitabschluss. Ausgeschrieben war ein Gleitabschluss (ohne Typangabe), verwendet wurde ein Kompaktabschluss (Hersteller Bug, Fabrikat A400).
    Man liest: Der Kompaktabschluss ist starr mit der Fensterbank verbunden. Hingegen: Der Gleitabschluss ist flexibel, d.h. er gleicht temperaturbedingte Bewegungen der Fensterbank in bestimmten Grenzen aus.

    Man hätte das geschilderte Problem also auch vermeiden können, wenn gleich der ausgeschriebene Gleitabschluss verwendet worden wäre. Der ist möglicherweise bei dieser Fenstergröße die nachhaltigere Lösung zur Vermeidung von Putzschäden, oder?

    (1) Gibt es eine Chance, dass die einfache Lösung (Dehnungsstreifen einfügen) Schäden nachhaltig vermeidet?
    (2) Oder sollte man bei 2,5m breiten Fenstern an der SW-Seite (30 Grad nach Westen) generell auf die ausgeschriebenen Gleitabschlüsse bestehen, d.h. ist die Verwendung von Kompaktabschlüssen ein Mangel?
    (3) Wenn ja, lassen die sich überhaupt mit erträglichem Aufwand nachrüsten?

    Vielleicht schaut sich ja jemand mal meine Fragen an und gibt etwas Feedback. Danke.

    HeinzErhardt
     
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  3. #2 HeinzErhardt, 20. Juli 2011
    HeinzErhardt

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    Nachtrag 1

    Hallo Forum,

    noch ein kurzer Nachtrag: Kann man eine nachträglich angebrachte Silikonfuge als Behelf akzeptieren oder müssen es unbedingt "Dehnungsstreifen" sein.

    Nebenbei gerechnet: Eine 2,5m lange Alu-Fensterbank wird zwischen morgendlichen 10 Grad und nachmittäglichen 60 Grad um satte 3 mm länger! Da Fugen nur ca. 20-25% ihrer Breite als Längenänderung aufnehmen können, müßte diese dann praktisch mindestens 12mm breit sein. Ist diese Rechnung hier so anwendbar?
    Danke im Voraus für's Feedback.

    HeinzErhardt
     
  4. #3 HeinzErhardt, 29. Juli 2011
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    Putz bröselt an Fensterbankabschlüssen ohne Dehnungsfuge – Problem wie lösen?

    Hallo Fensterprofis,

    an den Fensterbankabschlüssen unseres einige Monate jungen Hauses bröselt der Putz ab, momentan nur an einigen südwestlich ausgerichteten Fenstern mit 2,5 m Breite. Am Fenster löst sich von der Fensterbank aufwärts die (Anschlussacryl?)-Fuge auf einer Länge von bis zu 20 cm.
    Wand: 36,5cm Unipor W09, Alu-Fensterbänke, Kompaktabschlüsse, Putz: Knauf Super-Lupp.
    Laibungen: ca. 3 cm starker EPS-Streifen angearbeitet

    So wie es aussieht, dehnt sich die Alu-Fensterbank bei Sonne ordentlich aus und es fehlt zunächst am verwendeten Fensterbankabschluss (FBA) oben und evtl. auch stirnseitig ein Dehnungsstreifen, welcher Putzschäden vermeiden soll.

    Der Planer überwachte auch den Bau. Er meint: Nur bei den betroffenen Fenstern am FBA nachträglich Dehnungsstreifen anarbeiten. Der Fensterbauer sagt: Nachträglich Arylfuge setzen.

    Meine Fragen:
    Welche Lösung ist bei maximalem Entgegenkommen aus Bauherrensicht akzeptabel? Habe dazu ein Bild aus den Einbauhinweisen des Herstellers beigelegt.
    Sollten nur die Anschlüsse in Südwest oder auch alle anderen korrigiert werden?
    (Dachüberstand 60 cm, Fenster: 6x 250cm, Rest 125cm oder kürzer)
    Danke für’s Feedback.

    HeinzErhardt:e_smiley_brille02:

    P.S. Mein Thema zum gleichen Problem im Bereich Fenster/Türen wurde leider nicht beantwortet.
     
  5. #4 susannede, 29. Juli 2011
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    Momentan sieht es auch nach Selbstgespräch aus.

    Und wiesooooo ? Wer hat das nicht bemängelt ? Warum nicht jetzt bemängeln ?

    Ah-so...wirklich?

    Und warum wird das jetzt nicht durchgesetzt ?

    Hat der Fensterbauer was zu sagen ? Könnte schon sein, nachdem er anscheinend auch bauen darf was er will.
     
  6. ecobauer

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    Interessant wäre zu erfahren, auf was die Fensterbänke aufliegen?
    Bei einer Breite von 2,5m könnte je nach Auflager schon mal was durchbiegen!
     
  7. #6 HeinzErhardt, 2. August 2011
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    Hallo miteinander,
    und oops, es ja sich ja doch jemand für ein paar Worte gefunden, danke.

    Auf diese Lösung würde ich drängen, für gegensätzliche Meinungen des Ausführenden (hier: Putzer) sammle ich noch Argumente/Meinungen.

    Bitte keine neue Baustelle. Das scheint nichts mit dem Fugenproblem zu tun zu haben. Die Fensterbänke sind m. E. ausreichend gut befestigt. Sie liegen bei einer Tiefe von 20cm ca. 15 cm auf, ich kann mich erinnern, auf der Unterseite etwas festeren dunklen Schaum gesehen zu haben und es gibt Antidröhnstreifen sowie eine Befestigung mit Edelstahlschrauben am Fenster.

    Ansonsten sind ja meine ursprünglichen Fragen noch nicht beantwortet, insbesondere: Alle Fenster oder nur alle breiten oder nur die derzeit betroffenen in Südwest?

    HeinzErhardt
     
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  9. #7 HeinzErhardt, 3. August 2011
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    Update 1 - Gespräch mit Putzer

    Nach einem Telefonat gestern mit der Putzfirma bleibt es an unseren Fensterbänken "spannend":

    Das Dilemma: Der Putzer sagt, er übernimmt für das nachträgliche Anbringen von Dehnungsstreifen auf der Abkantung des FBA keine Gewährleistung! Stattdessen würde er den auf Anschlag geschobenen FBA ca. 1-2mm herausklopfen, womit dessen Bewegungsfähigkeit gegenüber der Fensterbank gewährleistet sei. Weiter wird er eine 3mm starke Acryl-Fuge zwischen Abkantung und Putz anbringen.

    Ich bin von dieser Lösung überhaupt nicht überzeugt, weil ich a) die Verwendbarkeit von Acryl in Frage stelle und b) der Meinung bin, dass, wenn überhaupt, die zulässige Gesamtverformung des Acryl überschritten wird.

    Wenn ein Dehnungsstreifen verwendet wird, dann stellt sich der Putzer die Frage: Bleibt der angebrachte Dehnungsstreifen dann offen, d.h. frei bewittert oder darf dieser z.B. mit einem weiteren Material in Putzfarbe verdeckt werden?

    Ich stelle fest, dass es im Rahmen des Vierergespanns Planer/Fensterbauer/Putzer/Bauherr derzeit keinen von allen Seiten für tauglich befundenen Fugenplan am Fensterbankabschluss gibt. Brauche ich externe Unterstützung oder bekommt man das auch so in den Griff?

    HeinzErhardt
     
  10. muerte

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    wenn gleitabschlüsse ausgeschrieben sind besteh doch einfach drauf !
    das mit dem fixabschluss herausklopfen und seitlich acrylfuge ist kompletter schwachsinn ! acrylfuge ist eine wartungsfuge. sag ihm wenn er es so machen will muß er alle 2 jahre kommen und die fugen erneuern !

    besteh unbedingt auf die gleitabschlüsse, sonst wirst du keine ruhe finden.
    wird das nichts, soll er die fixabschlüsse idealerweise wie in der skizze montieren:

    [​IMG]




    PS: darf ich deine Fotos für Beispiele: "SO NICHT" hernehmen?




    .
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Thema:

Putzschäden an 2,5m breiter Alu-Fensterbank - Wie weiter?

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