Qual der Wahl - Heizung im Altbau

Diskutiere Qual der Wahl - Heizung im Altbau im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Momentan bin fleißig am Überlegen welche Heizung ich für meinen kernsanierten Bau aus den 60ern einbauen lassen möchte. Habe mir von einem in...

  1. #1 GasWasser, 7. Januar 2014
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    Momentan bin fleißig am Überlegen welche Heizung ich für meinen kernsanierten Bau aus den 60ern einbauen lassen möchte. Habe mir von einem in meinen Augen guten und engagierten Energieberater eine Aufstellung machen lassen, wobei die genannten Geräte eher für eine vorläufige Rechnung dienen (Aufstellung siehe Link). Mein Plan ist passabel zu dämmen und dann eine wirtschaftliche Heizung einzubauen - trotz KfW ;-)

    Berechnung-KfW.pdf

    Wie in fast allen Beiträgen mehrheitlich herauszulesen ist, rentieren sich regenerative Heizungen im EFH selten.

    Hier meine Frage, da ich im Außenbereich sowieso größere Erdbewegungen vornehmen muss, käme für mich evtl. eine Wärmepumpe mit Flächen- oder Grabenkollektor in Frage, zumindest ist mein Grundstück über 1000m2 groß und das Haus klassische ca. 10x10 dann noch Garage und eine Einfahrt. Boden ist ohne Probleme durchschnittlich gut für einen Kollektor geeignet.

    Nemen wir mal an ich mache KfW-55 und bekomme noch einen Zuschuss für die Wärmepumpe von der BAFA (evtl. sogar Sonderzuschuss in Verbindung mit der guten Dämmung - Wie lautet dann Eure Bewertung?

    Kann das Konzept Wärmepumpe mit den ganzen Zuschüssen mit einer Gasbrennwertherme mit evtl. wasserführenden Kamin aus wirtschaftlicher Sicht mithalten?

    Möchte vorab fragen um nicht tausend Angebote einzuholen, wenn eine Alternative sowieso wenig Sinn macht!
     
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  3. H.PF

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    Fußbodenheizung?
     
  4. #3 GasWasser, 7. Januar 2014
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    Ja es werden nur Fußboden- sowie im 1.Stock Wandheizungen verbaut.
     
  5. R.B.

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    Auf jeden Fall. Es kommt hier, wie so oft, auf die Investitionskosten an. Es gibt halt noch Anlagenverkäufer die meinen, man müsste sich damit auf die Schnelle eine goldene Nase verdienen. Unter solchen Bedingungen rechnet sich das natürlich nie, denn Deinen "Profit" hat dann ja bereits der Verkäufer eingesteckt.

    Eine Sole-WP mit entsprechend üppigem Kollektor schafft problemlos eine JAZ deutlich über 4. Mit entsprechender Optimierung sind auch 4,5 machbar. Dann wird´s irgendwann eng, aber das hat auf die Jahreskosten auch keinen wesentlichen Einfluss mehr. Ob dann eine JAZ von 4,5 oder 4,6 am Jahresende in den Büchern steht, das ist eher akademischer Natur.

    Nach der letzten Erhöhung zum Jahresanfang kostet die kWh mit WP Tarif etwa 21,6Ct. Dazu kommt die Grundgebühr die dann auf den Jahresverbrauch umgelegt wird. Wir landen dann bei typ. 25Ct./kWh el. Die kWh. thermisch kostet dann ca. 5,5Ct. bis um die 6Ct, je nach JAZ die erreicht wird.
    Die Jahreskosten werden primär durch den "Verbrauch" bestimmt, denn zusätzliche Kosten wie Schorni entfallen. Auch das Thema Wartung ist bei einer WP einfach, denn die Belastung der Bauteile ist bei einer WP deutlich geringer als bei einem Wärmeerzeuger der Gas oder Öl verbrennt um Wärme zu erzeugen.

    Die Betriebskosten der Gastherme kannst Du anhand der Tarife ermitteln (Grundgebühr nicht vergessen). Weiterhin solltest Du berücksichtigen, dass eine Gastherme einen entsprechend geringeren Wirkungsgrad hat als die Normangabe in den technischen Unterlagen. Das wird gerne mal unterschätzt.

    Bei den Investitionskosten für die Therme darfst Du nicht nur den Gerätepreis rechnen, sondern Du musst das Ansetzten was anfällt bis die Kiste betriebsbereit ist. Dazu gehört auch der Gasanschluss, LAS usw. usw.

    So, und dann darfst Du vergleichen, und wirst dabei feststellen, dass die Unterschiede gar nicht so gewaltig sind. Das merkt man vor allen Dingen bei Häusern die nur einen geringen Wärmebedarf haben, denn da macht sich der Vorteil der geringeren "Brennstoffkosten" nur noch marginal bemerkbar. Somit lassen sich Mehrkosten bei der Investition über den Vorteil bei den geringeren Brennstoffkosten kaum mehr amortisieren.

    Tja, und dann darfst Du auf die zukünftige Preisentwicklung bei den Energiepreisen wetten.
     
  6. #5 klognfurta, 8. Januar 2014
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    Hallo,
    du kannst bei [Link entfernt] den Heizwärmebedarf (aus Zeile 4 in deinem pdf-Dokument) eingeben.
    In Schritt 2 siehst du schon die jährlichen Heizkosten und du die Parameter (Preise, JAZ usw.) noch ändern.
    In Schritt 3 gibst du die Investitionskosten ein, und darunter siehst du was nach 20 Jahren herauskommt.

    Ich würde mich über Feedback über den Heizkostenrechner freuen, denn genau um solche Fragen zu beantworten hab ich ihn gemacht.
     
  7. #6 GasWasser, 8. Januar 2014
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    Vielen Dank für die beiden Informationen. Damit kann ich wirklich etwas anfangen. So und jetzt geh ich mal auf die Suche nach einem Heizerer mit entsprechenden Erfahrungen in unserem Raum, der normalen Preise hat und vor allem viel Erfahrung und ein gewisses Faible für die Wärmepumpen-Technik

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  8. #7 GasWasser, 8. Januar 2014
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    Gerade den Heizkostenrechner ausprobiert und schon den Link an ein paar Gleichgesinnte weitergeleitet - genial
     
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  10. #8 klognfurta, 13. Januar 2014
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    Danke für das Feedback und die Empfehlung!!!
     
  11. #9 moderne.heizung, 13. Januar 2014
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    Hallo,

    noch ein Tip hinsichtlich der Heizungsbauer. Hier bevorzugt oftmals jeder einen oder wenige ausgewählte Marken, der mit diesen gute Erfahrungen gemacht hat. Da macht es dann oftmals wenig Sinn, einem Heizungsbauer auch schon die genaue Marke vorzugeben. Die reinen techn. Spezifikationen führen da zu besseren Angeboten, als wenn ein Heizungsbauer etwas anbieten soll, das er gar nicht unbedingt so gerne verwendet.

    Beste Grüße
    Erik von moderne.heizung
     
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