Rat benötigt: Pelletheizung oder Gas + Solar

Diskutiere Rat benötigt: Pelletheizung oder Gas + Solar im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir stehen derzeit vor der entscheidung, ob wir eine Pelletheizung + Bodenwärmetauscher für Warmwasser nehmen oder ob wir eine...

  1. #1 actihippo, 3. März 2010
    actihippo

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    Hallo zusammen,

    wir stehen derzeit vor der entscheidung, ob wir eine Pelletheizung + Bodenwärmetauscher für Warmwasser nehmen oder ob wir eine Gas-Brennwerttherme + solar nehmen. Die Pelletheizung kostet in der Anschaffung, wenn man alles berücksichtigt, also auch Bafs Förderung, 5000 € mehr.
    Lohnt sich diese Investition aus Kostengesichtspunkten?? Also lohnt es sich 5000 € mehr Kredit aufzunehmen oder sind die Heizkosten pro Monat identisch??

    Danke für eure Hilfe

    Nils
     
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  3. ecobauer

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    Da schlägt das Gewissen der Energiesparer :winken
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Preise für Pellets gleich bleiben und nur die Kosten für die anderen Energieträger steigen sollen. Zumal immer mehr Pelletheizungen gebaut werden, d.h. die Nachfrage nach Pellets steigt und damit zwangsläufig auch der Preis. Und wenn ich mir die Gesamtbilanz der Brennstoffherstellung betrachte, schneiden Pellets einfach schlecht ab, da diese ja nunmal erstmal maschinell hergestellt werden müssen, Holz wird transportiert usw.usw.
    Bei Gas wird der Transportweg einmal hergestellt und der Brennstoff kann fließen solange die Leitungen dicht sind.
    Da die Kosten für die Gas/Solar-Kombi schon geringer sind, fällt meine Entscheidung eindeutig zu Gunsten dieser aus.
    Übrigens: Ohne Strom laufen beide Heizungen nicht mehr :think
     
  4. R.B.

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    Äpfel mit Birnen.Man kann die beiden Systeme so einfach nicht miteinander vergleichen.

    Aber was soll der "Bodenwärmetauscher für WW!"

    Ach ja, egal welche Energieform man wählt, sie werden alle teurer. Bei Gas haben wir halt schöne "Monopolpreise" mit teilweise extremen Steigerungen. Es wird noch ein weilchen Dauern bis hier wirklich ein freier Markt existiert. Betrachtet man diese Gaspreise und vergleicht mit Pellets, dann schneiden Pellets günstiger ab.

    Ein Pelletkessel ist aber wartungsintesnsiver, darüber sollte man sich im Klaren sein.

    Bei Gas nicht vergessen, dass auch der Gasanschluß Kosten produziert, und das nicht zu knapp.

    Gruß
    Ralf
     
  5. chmehrer

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    Hallo,

    ich stehe vor einer ähnlichen Entscheidung. Nur bin ich mir wegen dem WW bei Pellets nicht sicher. WW auch über Pellets oder auch Solar oder WW-WP. Was bei mir noch hinzu kommt ist das ein Heizkamin im Wohnzimmer mit aufgebaut werden soll. Dieser könnte ja per Wassertasche mit eingebunden werden. Gas könnte dann als "Notsystem" laufen.

    Gruß,
    Christian
     
  6. #5 actihippo, 22. März 2010
    actihippo

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    Hi Christian,

    ich gehe nun auf solar für WW, da mich die Solaranlage nur 2850 € kostet und ich aufgrund der Bafa-Förderung nochmals 1500 € Effizienzbonus bekomme. als im endeffekt zahle ich 1350 € für die solaranlage und muss die Pelletheizung im Sommer nicht laufen lassen...

    Gruss Nils
     
  7. R.B.

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    Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Unentschlossenheit dazu führt, dass man von jedem ein bischen einbauen möchte, in der Hoffnung, dass dann alles gut wird.

    Man sollte aber bedenken, je mehr man in so einer Anlage verbastelt, um so umständlicher wird sie. Man erkauft sich kleine Vorteile durch hohe Investitionskosten.

    Den Kaminofenwahn verstehe ich sowieso nicht. Es gab mal eine Zeit, da waren offene Kamine "in"....und, wie oft wurden die genutzt? Die Euphorie war schnell verflogen.

    Man sollte also zuerst einmal eine Grundsatzentscheidung treffen.
    Bin ich bereit mit Holz zu heizen? (Holz ausreichend und kostengünstig verfügbar)
    Möchte ich es mehr automatisiert und nehme auch die Nachteile eines Pelletkessels in Kauf?
    Ist Gas eine Alternative und kann ich mit den schwankenden Energiepreisen leben?
    Möchte ich mehr auf Strom setzen und wäre daher eine WP eine Option?
    Oder evtl. ein Ölkessel und später PÖL als Brennstoff?

    Wie gesagt, zuerst die Grundlagen klären. Dann kann man über die Ausgestaltung des Konzepts diskutieren. Erst dann stellt sich beispielsweise die Frage, ob man Solarthermie einbinden sollte usw. usw.

    Gruß
    Ralf
     
  8. chmehrer

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    Hallo Ralf,

    danke für die Antwort.
    Also das mit dem Kaminofen. Wie hab ich erst hier im Forum gelesen. Frau ist Pyromane und sie hätte halt gerne ein Feuer im Wohn/Essbereich.
    Wir haben allerdings keine Erfahrungen mit Kaminöfen. Deshalb ist für mich auch schwierig zu sagen ob wir wirklich viel schüren werden oder nicht. Aber ich denke mal die Frau wird schon schüren wenn ich genug Holz mache.
    Gasanschluss ist vorhanden. Deshalb war der erste Gedanke Gasbrennwert und Solar.

    WW-WP dachte ich nur als alternative zu Solar bei Pellets für WW (nur Sommer).

    Gruß,
    Christian
     
  9. chmehrer

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    Hi Nils,

    danke für die Antwort. Wie viel m² hast du? Da bei mir ein größerer Puffer eingeplant würde sind die immer auf 10-12m² gegangen. Da kostet das ganze irgendwie 5T. Und da überlegt man dann schon ob Pellet+Solar sich von der Investition rechnet oder nicht.

    Gruß,
    Christian
     
  10. R.B.

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    Dann schenke ihr einen Holzkohlegrill. ;)

    Spätestens wenn pro Tag mal 50kg Holz (oder mehr) verbrannt werden müssen, sieht das ganz anders aus. Ich wollte auch nicht meine ganze Freizeit im Wald verbringen nur um für Nachschub zu sorgen.
    Wie gesagt, der Aufwand wird gerne unterschätzt.

    Habt Ihr eigenen Wald? Alle notwendigen Maschinen? Ausreichend Freizeit?

    Wenn nein, dann würde ich einen einfachen Ofen kaufen, Deiner Frau einen Eimer Holz daneben stellen, aber die Heizung unabhängig davon planen.

    Ach ja, die Heizlast des Gebäudes wäre interessant zu wissen, und wenn wir schon dabei sind, was für Heizflächen?

    Gruß
    Ralf
     
  11. chmehrer

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    Holzkohlegrill haben wir schon einen guten, und einen Feuerkorb für dir Terrasse auch schon ;) Das denke ich mal muss reichen.
    Den Rest muss ich eigentlich mit nein beantworten. Also weder Wald, noch Maschinen noch Freizeit.
    Wahrscheinlich werde ich dann aber nicht um einen einfachen Kaminofen rum kommen. Aber wenn dann nur ab und zu angeschürt wird denke ich sollte es gehen.
    Heizlast liegt bei 13kw. Wobei das ganze etwas komplizierter ist, da ich eigentlich noch ein zweites Haus damit heizen will. Ich denke ich mach dazu mal einen eigenen Thread auf.

    Gruß,
    Christian
     
  12. R.B.

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    Die Art der Heizflächen (Heizkörper oder FBH oder Konvektoren oder....) wäre noch interessant.

    Bei einem einfachen Kaminofen sollte der Aufstellraum entsprechend groß sein. Sonst hast Du ganz schnell eine Sauna.

    Wenn die Heizung auf 2 Gebäude aufgeteilt werden soll, dann sollte man noch an die Nutzung denken. Wird das 2. Gebäude vermietet, dann stellt sich unweigerlich die Frage der Heizkostenabrechnung. Da gibt es einige Details zu beachten damit diese rechtssicher erfolgen kann. (sonst gibt´s Ärger mit den Mietern).

    Unter Umständen kann es sinnvoll sein, wenn man die beiden Gebäude heiztechnisch völlig trennt. Das erleichtert die Abrechnung und man kann die Heizung je nach Nutzung besser optimieren.

    Gruß
    Ralf
     
  13. chmehrer

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    Also geheizt werden soll eigentlich komplett über FBH. Zumindest in dem Gebäude das ich gerade modernisiere.
    Das andere Gebäude ist ein Altbau und da sind natürlich noch Heizkörper verbaut. Und die müsste dann erst noch modernisiert werden. Aber das wird noch etwas dauern.
    Vermieten ist erst mal zweitrangig. Eine Wohnung werden meine Eltern beziehen und die zweite Wohnung wird wohl langfristig mal vermietet werden.

    Da die zwei Häuser als L direkt zusammen gebaut sind dachte ich es macht vielleicht Sinn eine Heizungszentrale zu machen. Hätte dann nur eine Anlage zu warten, und so weiter. Außerdem ist die Heizung im zweiten Haus auch ein alter Gaskessel, da würde eine Erneuerung bestimmt auch nicht schaden. Und so hätte man das evtl. auf einmal machen können.
    Das mit der Optimierung war auch so mein Problem. Das zweite Haus müsste auch erst etwas hergerichtet werden und da dauert es bestimmt noch ein bisschen bis wirklich alle Wohnungen benutzt werden.

    Gruß,
    Christian
     
  14. R.B.

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    Wie läuft´s dann mit Trinkwasser / Abwasser?

    Ich würde versuchen das 2. Haus an einem zentralen Punkt anzubinden, und zwar so, dass man später wieder auftrennen kann. Wer weiß schon was in 10 oder xx Jahren sein wird. Auch sollte man an Wärmemengenzähler denken.

    Denkbar wäre beispielsweise 1 Heizkreis (niedrigere Termperatur) für Deine FBH und ein 2. Heizkreis (höhere Temp.) für das Nachbarhaus. Jede Wohnung dann einzeln anfahren und erst dort verteilen. Dann kann man an dieser Übergabestelle später auch WMZ verbauen.

    Wie genau?...das müsste man vor Ort anschauen.

    Gruß
    Ralf
     
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    Hallo Ralf,

    danke für die weiteren Tipps.
    Als erstes mal hab ich ein neuen Thread aufgemacht.
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=42786
    Bei Trinkwasser dachten wir an eine Frischwasserstation. Ein Heizungsbauer hat uns aber den Multifunktionspeicher von Zeeh.
    An eine zentrale Übergabestelle würde schon gedacht.
    Macht es Sinn für das Trinkwasser in zweiten Haus einen eigenen Puffer aufzustellen?

    Gruß,
    Christian
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Normalerweise nicht.

    Gruß
    Ralf
     
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