Rauspund oder OSB Platten auf die Sparren?

Diskutiere Rauspund oder OSB Platten auf die Sparren? im Dach Forum im Bereich Neubau; Guten Abend zusammen, :bounce: morgen wird unser Dachstuhl errichtet. Weil dazu eh ein Kran vor Ort ist, sollen auch gleich die Bretter für...

  1. #1 cosima123, 12. März 2008
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    Guten Abend zusammen,

    :bounce:

    morgen wird unser Dachstuhl errichtet. Weil dazu eh ein Kran vor Ort ist, sollen auch gleich die Bretter für die "Ausbretterung" des Dachbodens mit hoch.

    FRAGE: Welche Bretter sind besser? Soll ich den Boden mit 24 mm Rauspund oder besser mit 25 mm OSB- Platten begehbar machen lassen?

    Infos dazu:

    Die Decke zwischen Dachboden und OG wird gedämmt, das Dach selbst erstmal nicht.

    Den Sparrenabstand weiss ich nicht.

    In ca 2- 4 Jahren wollen wir oben ausbauen, also Dachdämmung & Heizung rein und den Boden mit Trittschallfolie und dann mit Laminat oder Parkett belegen.

    Geht das mit OSB besser oder besser mit Rauspan?

    Und ohne Laminat/sonstigem zusätzl Bodenbelag: Was schwingt da mehr, wenn es betreten wird, OSB oder Rauspund?


    Danke im Voraus:lock!
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 12. März 2008
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    Hat beides so sein Vor und Nachteile. Steht dazu was in der Statik???
    Aber DAS
    könnt Ihr knicken.
    Entweder Dämmung und Dampfsperre am Stück bis zum First oder gar nicht. Das nachträgliche Ausbauen mit fertigem Tragbelag gibt ne wunderschöne Lücke in der Winddichtung mit allen unschönen Folgen.

    MfG
     
  4. #3 Wilhelm Wecker, 12. März 2008
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    Rauhspund

    Ich würde den Rauhspund auf alle Fälle bevorzugen. Mit Plattenmaterial auf der Kehlbalkenlage gibt es häufig Schimmel.

    Dringend anzuraten ist auch, das Dach bis oben hin zu dämmen, sonst sind die Schwitzwasserprobleme schon vorprogrammiert. Zum Schwitzwasser im Spitzboden gibt es schon mehrere Thread´s.

    Im aktuellen Sonderheft von Bauhandwerk steht zur Planung und Ausführung eines schadenfreien Spitzbodens ein interessanter Artikel. Ich habe schon angefragt, ob ich diesen Beitrag hier einstellen darf.
     
  5. #4 cosima123, 12. März 2008
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    @wwecker: ja, habe die schimmel-artikel hier alle schon mit grauen durchforstet.

    @ ralf:

    zur statik:dass man dazu in die statik sehen muss, hat mir die bauleiterin nicht gesagt!! die dachbalken wurden zumindest dicker, bzw. so geplant, dass der dachboden tragfähig genug ist für den bewohn-fall.

    zum rest:

    du schreibst:


    "Entweder Dämmung und Dampfsperre am Stück bis zum First oder gar nicht. Das nachträgliche Ausbauen mit fertigem Tragbelag gibt ne wunderschöne Lücke in der Winddichtung mit allen unschönen Folgen."


    oh. schreck. groß ändern kann ich da jetzt aber gar nichts. wir bauen ja mit GÜ, nicht mit archi.

    und wir sind ja schon mitten in der bauphase. fest geplant ist die Dämmung OG-Dachboden. und damit wurde auch die enev errechnet für kfw 60 und die WP-größe etc. ich hätte folglich jetzt bloß zwei alternativen:

    ich lasse die OSB- Platten bzw Rauspund erstmal ganz weg.
    ich lege die platten erst, wenn die dachflächen gedämmt worden sind.

    oder:

    ich dämme das dach jetzt gleich mit. dann hätte ich aber faktisch zwei dämm-stellen: stelle 1: wohndecke OG abgedichtet hin zum dachboden, stelle 2: die dachflächen zum dachboden

    was das nochmal kostet: au weia. das fällt für mich eigentlich weg.


    oder ginge diese 3. alternative auch??:

    dämmung und dampfsperre lediglich hochziehen über die sparren - so 5 cm. und dann tragboden brettern lassen. dann dürfte dieses lückenproblem doch nicht entstehen- oder?
     
  6. #5 cosima123, 12. März 2008
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    ps: wo kann man dieses aktuelle heft erstehen? am normalen zeitschriftenstand wohl kaum :-(
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 12. März 2008
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    Hat der Statikus die Decke als Scheibe gerechnet oder nicht? Solte die Bauleiterin schon wissen.

    Dämmung
    Wenn später ausgebaut wird, ist die Dämmung der Balkenlage (fast) sinnlos.
    Aber dafür tragt Ihr das ganze Risiko.
    Mit dem GÜ sprechen, was es mehr kostet, wenn er jetzt STATT der Balkenlage die Schrägen durchdämmt.
    Dann realtiviert sich auch das Schimmelproblem am OSB.

    Und dann einen BDT machen, weil das Abkleben der Balkenlage in der Dampfsperre eigentlich eine Strafarbeit ist.

    MfG
     
  8. #7 cosima123, 12. März 2008
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    @ralf: genau das geht ja leider nicht mehr!

    dämmung nur bis balken muss jetzt sein.:cry

    die ENEV (werte brauchen wir für den kfw 60 und die WP-ausrichtung) wurde errechnet mit der annahmen: dämmung balkenlage = bewohntes, gedämmtes hausvolumen klein. durchdämmen bis oben (= erhöhtes gesamtvolumen, weil spitzboden dazu kommt), würde ganz andere werte ergeben!

    dann wäre kfW 60 nicht mehr gegeben und die bohrungen wären nicht ausreichend und ne grössere wp müsste jetzt her. geht einfach nicht.:mauer

    was hälst du davon: ich lasse die geplante dämmung bis zum balken zumindest bis noch 5 - 10 cm über die sparren hochziehen und danach werden die rauspan-latten/osb-platten angebracht. dann dürfte es doch eigentl. auch später keine "lücke" geben, wenn man nachträglich die dachflächen dämmt- oder?

    ist da ein denkfehler?:(

    lässt sich das praktisch umsetzten?
     
  9. #8 cosima123, 12. März 2008
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    und nochmal ein ps:Roll:

    was müsste denn in der statik drin stehen? inwiefern macht es statisch einen unterschied, ob man rauspan oder osb platten verwendet? ist deren gewicht so unterschiedlich??:irre

    der ablauf war so:

    die bauleiterin hatte mir ein angebot mir rauspan 24 mm weitergeleitet, mein anruf bei dem zimmermann ergab dann auf mein bitten/fragen nach einem begehbaren belag ohne holzsplitter-gefahr in den socken, seine antowort: dann bringen wir morgen osb 25 mm mit.
     
  10. baudepp

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    Hallo,

    dann wäre kfW 60 nicht mehr gegeben und die bohrungen wären nicht ausreichend und ne grössere wp müsste jetzt her. geht einfach nicht.

    steh' ich auf'm Schlauch oder hättet ihr das Problem nicht sowieso in 2-4 Jahren (wenn ihr ausbaut)? - Zumindest die Heizung sollte ja darauf ausgelegt sein?!

    so geplant, dass der dachboden tragfähig genug ist für den bewohn-fall.

    Ist die Planung für den "bewohn-fall" irgendwo und irgendwie vertraglich/schriftlich festgehalten? - dann müsste doch auch jemand (zumindest Bauleitung) wissen, wie das zu realisieren sein soll (Dämmung und Dichtheit)?

    Zur eigentlichen Frage:
    Wir haben beim Spitzboden auch überlegt. Der Zimmerer hat uns dann auch vom Rauhspund abgeraten zu OSB. Er meinte, es wäre "flexibler" im Einsatz, also lackieren und so nutzen oder Laminat drauf. Aber damals gab's so viel andere "Baustellen", dass ich mich damit nicht wirklich beschäftigt hab, sondern ihm einfach geglaubt hab.

    Viel Erfolg noch und kompetente(re) Antworten

    Flo
     
  11. Contoso

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    Es scheint mir so zu sein, das die ganze Kostruktion der Dämmung von Decke und dann mit Paltte zu belegen Mist ist!
    Ich hatte auch OSB draug und die haben sich gewellt (feucht). Der Trockenbauer hat die jetzt alle erst mal rausgenommen. Der BDT mit Nebelmaschine hat natürlich Undichtheiten zu Tage gefördert, die Wandanschlüsse der Dampfsperre sind wohl das entscheidende Problem! Ich habe noch mal mit dem Archi gesprochen und dabei erfahren, daß früher in der DIN festgelegt war, daß die Dampfsperre an der Wand mit einer Lattung befestigt werden muß. Die heute übliche Verklebung schein nicht so das wahre zu sein, vor allem weil meist nicht gewartet wird, bis der Putz vollständig getrocknet ist.
    Wir haben nun folgendes gemacht (Empfelung vom Tester):
    Es ist eine weitere Bahn Folie durchgängig über die Wände (KS) gelegt worden und mit der vorhandenen Bahn verklebt, so das die nicht ganz dichten Wandanschlüsse nicht mehr ins Gewicht fallen sollten. Ich denke das wäre in vielen Fällen sinnvoll, vielleicht könnt ihr beim Bau das noch machen.
    Ergebnisse habe ich noch keine, mal sehen.


    Contoso
     
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  13. #11 Ralf Dühlmeyer, 13. März 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Die Decke könnte als Scheibe gerechnet sein. Rauhspund ergibt aber in normaler Verlegung keine Scheibe. -> Statik
    Tragfähigkeit der Balken -> Baudepp
    Dämmung hochziehen bringt gar nichts. Die WINDDICHTUNG muss durchlaufen.
    ***
    Das mit der WP und dem KfW 60 versteh ich gar nicht mehr. Entweder soll der Spitzboden irgendwann zum "Wohnen" genutzt werden, dann muss genug Reserve da sein. Oder es reicht nicht, dann könnt Ihr die Nutzung knicken.
    Und wenn Ihr einen KfW 60 Kredit habt und das Ding so arg auf Kante genäht ist, dass schon dies bissel Veränderung das Ding kippt, dann dürft Ihr auch nicht ausbauen - aber was erzähl ich DAS einer RA :smoke

    MfG
     
  14. cosima123

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    also erstmal danke an alle!!
    besonders an ralf! super flotte antworten, mit denen die bauherrin = voll-laie wirklich was anfangen kann!!!

    WP- reserve ist schon da. 10,4 wärmeleistung für 210 qm x 43 kw. 160 m bohrtiefe bei 55 kw wärmeentzug pro meter. KWL habe ich vorbereitet für oben, das wird vorinstalliert.

    der dachboden hat aber nochmal 115 qm fläche (= ca. 60 qm mögliche wohnfl.)

    kfw 60 geht jednefalls, wenn ich erstmal die decke og-dachboden dämme, später das dach nochmal extra. wurde alles berechnet (annahme 260 nutz-wohnfl) und vom prüf-ing abgesegnet. durchdämmen wurde aber nicht vorgesehen.

    thema Windlücke:
    das mit der WINDDICHHEIT werde ich wohl n o c h m a l ansprechen müssen. :mauer

    heute bei der baustellenbegehung hatte ich das problem mit der lücke in der winddichtung angeschnitten. um genau zu sein: ich hab ralfs satz wörtlich zitiert :biggthumpup:

    antwort: nö, kein problem. zwischen den balken und den osb platten wird die dämmung ja drunter geschoben. und die osb-platten werden auch nicht ganz bis ans ende verlegt, sondern mit ein paar cm abstand zur dachflächenkante, sodass man da zum späteren weiter-dämmen gut dran kommt respektive bündig weiter dämmen kann. und die dampfsperre käme ja von unten, also vom OG an die decke.

    :confused:


    jedenfalls haben die heute das dach gerichtet und die osb-platten wurde sofort festgenagelt :fleen??!! die dämmung wird also quasi eh drunter stopft..?!

    die bauleiterin macht mir jedenfalls bis montag ein angebot, was das durchdämmen kosten würde (jetzt ist gemeint: decke = nur schwache dämmung, richtige dämmung = dachflächen bis zum first).:irre
     
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