Regenablauf/Graben

Diskutiere Regenablauf/Graben im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, wir haben in einem Neubaugebiet in Hanglage gebaut. Das Gelände des Nachbarn hängt fast vollflächig zu uns, der natürliche...

  1. stevepa

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    Hallo zusammen,

    wir haben in einem Neubaugebiet in Hanglage gebaut.
    Das Gelände des Nachbarn hängt fast vollflächig zu uns, der natürliche Geländeverlauf war allerdings auch so.
    Durch Aufschüttung wurde diese Fläche zwar vergrößert, das Hauptproblem ist aber der unveränderte Geländeverlauf der zu uns hängt (ca. 200-300qm) und unseren Garten bei starken Regenfällen flutet.
    Da der GaLa-Bauer des Nachbarn behauptet, es würde nach Bepflanzung kein Wasser mehr zu uns fließen, trifft man auch keine weitere Vorkehrungen.

    Ich habe inzwischen eine Rinne direkt an der Grundstücksgrenze zu graben, ca. 20 cm breit und 20cm und diese auf die Straße zu lenken. Dies fängt mir nun das allermeiste des Nachbarwassers ab und unser Garten säuft nicht mehr ab. Aber natürlich spült es mir durch die enormen Wassermassen die Rinne sehr stark aus und verschmutzt dadurch auch die Straße.

    Meine Überlegungen gingen nun dahin wie ich den "Boden" diese Rinne befestigen kann, so dass diese nicht mehr ausgespült wird.

    - Ausbetonieren (durch Hitze/Kälte/Wasser wohl bald porös und bröckelig)
    - Dachrinne Verzinkt (Höhe wohl nicht ausreichend, Wasser unter der Regenrinne......)
    - Kies/Drainage (macht wohl bald zu und von der Größe her nicht ausreichend, zu viel Wasser)

    Da der Nachbar bzw. dessen GaLa-Bauer keine Einsicht zeigt sein Oberflächenwasser abzufangen muss ich wohl solange improvisieren, bis in einigen Jahren wirklich alles dicht bewachsen ist und das Wasser dadurch weniger wird.
    Habt ihr vielleicht noch TIPS zu einfachen (Zwischen-)Lösung meines Problems?

    Bin um jede Idee dankbar.

    LG
     
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  3. #2 ralph12345, 22. Juli 2014
    ralph12345

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  4. Zwakke

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    Der Höherliegende darf doch den natürlichen Ablauf von wild fliesendem Wasser nicht so verändern, dass es für den Unteren nachteilig ist. Hab da was im Kopf, bin mir aber nicht ganz sicher.
    Ich würde aus der Rinne nen Graben machen, 40 breit, 100 tief. Den bekleidest mit Vlies und füllst mit Sickerkies auf -> Sickergrube. Dann noch behördlich klären... Was meint da ein GaLa-Bauer?
     
  5. SirSydom

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    Die Absturzsicherung wäre doch in dem Fall von dem, der die Abgrabung und Stützmauer errichtet hat zu leisten, oder?
     
  6. #5 ralph12345, 22. Juli 2014
    ralph12345

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    Absturzrisiko steht doch hier im Thread gar nicht zur Debatte... Ganz allgemein: Ja.
     
  7. stevepa

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    Hallo,

    danke erstmal für die Antworten.
    Dass das auf die Straße leiten keine Dauerlösung ist, ist mir klar. Es schützt nur meinen neu angelegten Rasen & Garten im Moment davor, dass wieder 5cm hoch das Wasser steht.....

    Der besseren Übersichtlichkeit halber habe ich eine grobe Skizze angelegt. Darauf zu sehen ist das Urgelände welches von vorne herein das Oberflächenwasser zu mir leitete und die anschließende Geländeveränderungen des Nachbarn. Das hellblaue skizziert meine Rinne.


    Unbenannt-1.jpg

    Falls ich jetzt einen Graben T100 B40 mache und mit Kies auffülle, vermute ich dass dieser bald von oben her zu ist, da die Böschung gerade erst bepflanzt wird und somit vom lehmigen Boden sicher einiges mit nach unten kommt. Oder seht ihr das anders?

    Eine Mauer ist nirgends, für die Absturzsicherung hat einzig der Nachbar zu sorgen, da von meiner Seite keine Modellierung zu seiner Seite hin vorgenommen wurde.
     
  8. #7 gunther1948, 25. Juli 2014
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    hallo
    ich sehe hier den nachbarn in der pflicht für abhilfe zu sorgen.

    gruss aus de pfalz
     
  9. stevepa

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    hallo gunther,

    sehen wir auch so nach langer recherche im internet.
    man müsste allerdings wohl den zivilrechlichen weg über einen anwalt beschreiten was nicht unbedingt fördernd sein sollte für eine harmonischen nachbarschaft.
    der nachbar wird eben von seinem gala bauer völlig inkompetent und falsch beraten und eine notwendigkeit wird daher nicht erkannt.

    wohl gemerkt, die "überlaufrinne" ist voll bis oben hin (ein reissender kleiner bach) und bei starkem regen landen hunderte liter wasser auf der straße.

    sollte ich mir daher vorher einen rat von einem fachanwalt holen bevor ich weitere schritte androhe?

    lg
     
  10. Zwakke

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    Falls du vor der Anlagengestaltung des Nachbarn die gleichen Probleme hattest, bist du in der Pflicht was zu unternehmen, wenn aber nicht:
    Würde mir mal § 37 vom WHG raussuchen und das dann dem Nachbar und Galabauer zeigen.
    Wenn du Wert auf friedliche Nachbarschaft legst, versuche "einfach" klar und sachlich zu argumentieren und ihm deutlich zu machen, dass er einen Fehler gemacht hat und dafüpr aufkommen soll, ohne gleich mit rechtlichen Schritten zu drohen.
    Wenn das nicht fruchtet, musst du dir überlegen, ob dir Frieden mit dem Nachbar mehr Wert ist als dein Recht (Selbst für Abhilfe sorgen <-> Klage)
     
  11. Kater432

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    Bei uns darf kein Niederschlagswasser auf öffentlichen Grund geleitet werden, Niederschlagswasser ist auf dem eigenen Grund und Boden aufzufangen/zuversickern.
    Nicht das die Stadt DICH noch ank...t, weil DU ja das Wasser auf die Straße leitest.
     
  12. #11 ralph12345, 25. Juli 2014
    ralph12345

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    Ich kann mir nicht vorstellen, daß durch die teilweise Terassierung des Nachbargrundstückes der natürliche Verlauf des Wassers negativ beeinflusst wäre, sodaß der unten liegende Anlieger da ein recht drauf hätte, daß der oben liegende das beseitigt. (Siehe Link oben)

    Allenfalls, wenn der oben liegende nun sein Hausdach auch auf die Wiese entwässert. Tut er das? (Unwahrscheinlich).

    Wenn das Wasser vorher ungebremst den Berg heruntergelaufen ist, wieso staut es sich nun auf dem unten liegenden Grundstück, daß dieses 5cm unter Wasser steht? Doch vermutlich, weil das unten liegende Grundstück nach dem Bau ebenso terrassiert ist. Also ... selber Schuld. Entweder nach unten durchleiten wie vor dem Bau gehabt oder versickern.

    Wie lange steht der Bau denn schon, wie weit ist der Garten? Unsere unten liegenden Nachbarn hatten das gleiche Thema mit uns, wollten da Gräben und Sickergruben... 2 Monate später hat die entstehende Grasnarbe alles zuverlässig geschluckt. Bissl Geduld mit der Natur!

    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/whg_2009/gesamt.pdf
     
  13. Gwenny

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    was spricht dagegen, dass der Nachbar von seinem Nachbarn völlig KOMPETENT und RICHITG beraten wird und eine Notwendigkeit daher erkennt????
     
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  15. stevepa

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    das "inkompetent und falsch" bezog sich lediglich auf die aussage, dass die behauptung "es fließt kein wasser auf unser grundstück" widerlegt werden kann und schon alleine physikalisch jeglicher grundlage entbehrt und mit bloßem auge sehr sehr deutlich zu erkennen ist.
     
  16. stevepa

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    danke für die antworten. klingt absolut schlüssig und hilft uns auch bei unseren kommenden nachbarn die unter uns liegen.
     
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