reicht LA 8AS aus oder brauche ich doch die LA 11AS?

Diskutiere reicht LA 8AS aus oder brauche ich doch die LA 11AS? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe von meinem Heizungsmonteur eine LA 8AS (Luftwärmepumpe) eingebaut bekommen. Dazu gehört, um die Anlage zu kompletttieren, ein PWS...

  1. rohdos

    rohdos

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    Hallo,
    ich habe von meinem Heizungsmonteur eine LA 8AS (Luftwärmepumpe) eingebaut bekommen. Dazu gehört, um die Anlage zu kompletttieren, ein PWS 332-Kombinationsspeicher für 300l WW und 100l Pufferspeicher. Ich habe ganz normale Standardaußendämmung an meinem ca. 115m² großem Bungalow von 8cm., und sind 4 Peronen.
    Meine Frage ist: reicht diese Anlagen für den normalen Alltagsgebrauch oder hätte ich, wie meine Bekannten auch haben, eine LA 11AS geraucht?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    :smoke

    Das kann man nur vermuten oder rechnen. Erst einmal brauchst Du eine Heizlastermittlung (vorzugsweise nach EN12831), dann das Datenblatt der Wärmepumpe. Mit beiden Daten kann man dann vergleichen. Heizlastkurve in´s Leistungsdiagramm einzeichnen und ablesen.

    Anhand der von Dir genannten Gebäudedaten könnte man vermuten, dass die LA8 passt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. rohdos

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    Danke für den Hinweis auf die Heizlastermittlung.
    Mein Heizungsmonteur hat mir 2 Heizlastenberechnungen vorgelegt.
    Die 1. -danach hat er die Heizanlage ausgewählt- hat ca. 50m² Wohnfläche zu wenig. Wo bei er auf eine Normgebäudeheizlast von 6459 W kam.

    Als ich Ihn darauf hingewiesen habe, das die berechneten m² nicht stimmen, präsentierte er uns eine 2. Heizlastberechnung-mit den richtigen m²-Angaben, aber mit einem geringeren Verbrauch von 6050 W.

    Nun frage ich mich wie kann das sein. Irgendwas kann hier nicht stimmen.
    Ich vermute, dass die Heizungsfirma uns eine falsche/ nicht zum Haus passende Luftwärmepumpe eingebaut hat.
    Denn wenn diese zu klein ist muß ja wohl ständig zugeheizt werden, oder liege ich da falsch?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Also die von Dir besagte LWP hat bei -7/35 noch eine Leistung von 5,1kW.

    Beträgt die Heizlast für Dein Gebäude 6-6,5kW, dann muss bei der o.g. LWP ab einer Außentemperatur von ca. -2°C bis 0°C zugeheizt werden. Dabei sind Sperrzeiten oder WW Erzeugung noch nicht einmal berücksichtigt.

    Ein Bivalenzpunkt von 0°C ist nicht gerade berauschend, da an durchschnittlich 50Tagen im Jahr diese Temperatur unterschritten wird. Herstellerempfehlungen reden von -5°C oder gar darunter.

    Eine Wärmepumpe kann man schon knapp dimensionieren, aber in Deinem Fall scheint mir das etwas zu knapp zu sein. Soll ein E-Heizer unterhalb des Bivalnzpunkts die Heizlast decken, dann würde ich den Bivalenzpunkt deutlich niedriger wählen. Arbeitet die LWP zusammen mit einem anderen Wärmeerzeuger, wie beispielsweise Ölkessel oder Gastherme, dann kann ein höherer Bivalenzpunkt sinnvoll sein.

    Gruß
    Ralf
     
  6. alex2008

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    @Ralf
    ist deine Glaskugel etwas dejustiert?

    Ich komm auf nen Bivalenzpunkt bei ungefähr -7°
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Ich hab´ nur mal kurz in die Leistungskurve geschaut.....hoffentlich habe ich nicht die 50°C mit der 35°C Linie verwechselt.

    Aber ist auch egal, das kann der TE anhand seiner Daten machen. Mir ging es nur um´s Prinzip, damit er sieht wie so etwas gemacht wird.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Seev

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    Hallo Ralf,

    Der Begriff Heizlastkurve macht mich etwas stutzig, da ich sowas in meiner Heizlastberechnung noch nicht entdeckt habe.
    Wird denn die Heizlast nicht nur bei einer festen Auslegungstemperatur ermittelt?

    Danke,
    Gruß
    Seev
     
  9. alex2008

    alex2008

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    Mit zunehmender Aussentemperatur sinkt die Heizlast irgendwann bis auf 0 Watt.
    Bei einer LWP ists halt umgekehrt da sinkt die Heizleistung mit sinkenden Aussentemperaturen.
    Trägt man beides in ein Diagramm ein findet man einen Schnittpunkt. Dass ist dann der Bivalenzpunkt. Unterhalb dieses Punktes steigt dann mit fallenden Aussentemperaturen die zusätzliche Heizleistung eines weiteren Wärmeerzeugers (meist ein "böser" Heizstab) an.

    Bei Aussentemp. höher als der Bivalenzpunkt hat die WP zuviel Heizleistung. Je höher die Aussentemp. je höher die Mehrleistung. Dass gibt dann je nach Fall eine gewaltige Takterrei.
    Am Besten Du malst Dir sowas mal selbst in ein Diagramm rein
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Genau betrachtet ist es auch kein Kurve sondern man geht von einem linearen Verlauf aus (also Gerade).

    Hintergrund, bei AT +20°C und RT +20°C muss man ja keine Energie zuführen um die RT zu halten. Also setzt man dort die Heizlast = 0.
    Dann als 2. Punkt die min. AT (Bsp.: -12°C), dort dann die errechnet Heizlast. Jetzt kann man zwischen diesen beiden Punkten eine Gerade ziehen.

    Jetzt hat man im Diagramm 2 Verläufe, einmal die HeizLEISTUNG der LWP, die mit fallender AT sinkt, und einmal die HeizLAST, die mit fallender Temperatur steigt. Der Schnittpunkt ist der sogenannte Bivalenzpunkt. Bis zu diesem Punkt kann die LWP die Heizlast ohne irgendwelche Zusatzheizer abdecken.

    Diesen Bivalenzpunkt sollte man nicht zu hoch wählen, da ansonsten sehr viel extern zugeheizt werden muss. Legt man ihn zu tief, dann ergibt sich bei hohen AT sehr viel überschüssige Leistung die man auch in den Griff bekommen muss.

    Ein typ. Bivalenzpunkt liegt so bei -5°C, aber je nach LWP und deren Leistungsverlauf, kann es sinnvoller sein diesen Punkt noch niedriger zu legen.

    Gruß
    Ralf
     
  11. alex2008

    alex2008

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    und hier ist die Kurve der LA8AS

    [​IMG]

    ich hab mal ein wenig drin rumgemalt.

    Das Original findet sich im Handbuch welches hier zum runterladen ist:
    projektierungshandbuch
     
  12. R.B.

    R.B.

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    :mega_lol: Ich hatte mir auch überlegt ob ich ein Beispiel zeichnen soll, war mir aber dann zuviel Arbeit.

    Dafür muss der Fragesteller aber was springen lassen.:D

    Gruß
    Ralf
     
  13. alex2008

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    die nächstgrößere LA11AS hätte den Bivalenzpunkt ungefähr bei -13°
    und bei 6° hat sie 10KW bei 50° VL da ist dann WT-Fläche im WW-Speicher gefragt.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Das sollte nicht das Problem sein. Es gibt gute Speicher mit großen WT (3-4m2).

    Gruß
    Ralf
     
  15. Seev

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    Vielen Dank für die Erläuterung, Ralf.
    Heißt also, daß ich den Punkt bei Hzl = 0 quasi willkürlich wähle, aber hab ich prinzipiell verstanden.

    Gruß
    Seev
     
  16. R.B.

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    Nicht ganz willkürlich, an sich bei AT = RT.

    Gruß
    Ralf
     
  17. Seev

    Seev

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    Ja, o.k., damit gibts dann kein Wärmeübergang mehr. Nehmen wir zudem mal an, daß wir immer 20° RT brauchen. Soweit d´accord.

    Aber welche AT ist das dann? eine gemittelte Tages- und Nachttemperatur?
    Wie ist die Auslegungstemperatur an sich definiert?
     
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  19. alex2008

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    die Auslegungstemperatur für die Heizlastberechnung hängt vom Wohnort ab.
    Da gibt es verschiedene Zonen. Sehr oft ist es eben der Wert
    -12°
    Im Land der Weisswürste können es auch mal -16 sein
     
  20. Seev

    Seev

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    Ja, soweit ist es mir bekannt.
    Dann eben die Frage, wo sie sich herleitet bzw. wie sie interpretiert werden könnte?
    Z.B.: Als Mitteltemperatur des kältesten Tages incl. der Nacht?
     
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