Richtiger elektr. Anschluss von Heizungspumpen? Heizungsnotschalter erforderlich?

Diskutiere Richtiger elektr. Anschluss von Heizungspumpen? Heizungsnotschalter erforderlich? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Ist eigentlich Elektrikfrage, aber sie gehört zur Heizung ... Eigentlich habe ich mir nur gefragt, ob meine zwei Heizungspumpen richtig...

  1. Pfriemler

    Pfriemler

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    Ist eigentlich Elektrikfrage, aber sie gehört zur Heizung ...

    Eigentlich habe ich mir nur gefragt, ob meine zwei Heizungspumpen richtig angeschlossen sind. Dann habe ich erfahren, dass die neuen Hocheffizienzpumpen eine Gefahr für meine 20 Jahre alte Heizungssteuerung darstellen, und beim Nachlesen der Installationsanweisung frage ich mich, wo in meinem Haus der allpolig mit mindestens 3 mm trennende Hauptschalter sitzen soll...

    Kann sein, dass ich alles wieder nur komplizierter mache als nötig, dann sagt das bitte auch.

    Das Haus hat einen Fernwärmeanschluss. Die Heizungsregelung kümmert sich also nur um die Pumpen und Mischer nach dem Wärmetauscher. Es gibt keinen Brenner und keinen Öltank, nicht einmal einen Gasanschluss.

    1. Ist hier auch ein Heizungsnotschalter erforderlich?
    2. Erfüllt ein Fehlerstromschalter für den versorgenden Stromkreis ersatzweise den Anspruch als allpolig trennender Schalter?

    Die Gefahr für die Heizungssteuerung resultiert aus dem hohen Anlaufstrom (genauer: Ladestrom des Primärelkos der Motoransteuerung) moderner Pumpen, die bekannten G*** A***2 ziehen bis zu 70A und können die Relais der Steuerungen verkleben. Lösungen sind externe Relais, das spezielle Anschlusskabel mit eingeschweißtem NTC (vom Pumpenhersteller als Zubehör angeboten), teilweise wird das Einbasteln eines Widerstandes in die Zuleitung empfohlen (GRUSEL!) - oder gleich der Anschluss an eine dauerstromführende Steckdose statt an die Heizung. Da aber frage ich mich, wie man den verpolungssicheren (P <-> N) Anschluss ernsthaft realisieren will (außer dass ein Winkelstecker in eine Steckdose mit Klappe mehr oder weniger in nur einer Richtung passt ... halt, war'n Scherz!), nun die dritte Frage:

    3. Ist der Anschluss einer Heizungspumpe über eine (ggf. von der Heizungssteuerung geschaltete) Steckdose überhaupt zulässig? Oder gibt es hier nur Herstellervorgaben? Oder könnte diese die geforderte allpolige Trennung sogar noch einfacher realisieren?

    Der Anschluss an der Pumpe selbst ist bereits als Stecker ausgeführt, dieser ist allerdings verpolungssicher.

    Hinweise auf die übliche Praxis reichen mir eigentlich bereits völlig.
     
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  3. karo1170

    karo1170

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    M.W. nach stammt die Forderung nach einen Heizungsnotschalter aus der FeuVO. Hier in Sachsen bei Heizungsanlagen .50kW Nennleistung gefordert. Ein RCD erfuellt andere Aufgaben als ein allpoliger Trennschalter. Fuer die Uebergabestation der Fernwaerme wuerde ich mal die TAB des Fernwaermeliefernaten studieren. Gut moeglich (und sinnvoll) das dort eine Art Serviceschalter zur Freischaltung der elektrischen Anlagenteile im Falle Wartung oder Reparatur gefordert wird.


    Das Stichwort lautet hier Einschaltstrombegrenzung. Loesungen dazu (NTC) hast du ja bereits beschrieben. Eine "von der Heizungssteuerung geschaltete, dauerstromfuehrende(???)" Steckdose wird im Einschaltmoment genauso mit 70A Einschaltstrom belastet wie ein Schuetzkontakt. Woher stammen denn diese Empfehlungen? Klingt nach Hausgeraetebastelforum.
     
  4. Pfriemler

    Pfriemler

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    Muss mal ein bisschen was präzisieren.
    zu 1. und 2.: Die Einbauanleitung für die Heizungspumpe fordert den Trennschalter. Bei allen (EFH-)Heizungen, die ich (als Nichtfachmann) kenne, gibt es einen Heizungsnotschalter, der diese Funktion offenbar übergeordnet übernimmt. Bei mir zu Hause gibt es den eben nicht, und das hat den Heizungsfachmann, der die Pumpen bei mir gewechselt hat, nicht im geringsten gestört. Ich kann nur die Heizungssicherung ausschalten, die trennt aber nicht allpolig. Kommen endlich RCD in den Verteiler, trennt zumindest der RCD bedarfsweise allpolig. Da das Ziel der Forderung nach dem Trennschalter aus meiner Sicht die bedarfsweise komplette Trennung vom Stromnetz ist, war die Frage, ob der RCD diese Forderung rein elektrisch ersatzweise erfüllt. Natürlich ersetzt er logisch und bedientechnisch nicht einen eventuell erforderlichen Heizungsnotschalter.
    Meine Fernwärme kennt die Häuser (es sind 16 baugleiche hier) nur zu gut. Die Übergabestation ist vollkommen elektrikfrei (bis auf den fernauslesbaren batteriebetriebenen Wärmezähler). Einzig die beiden Absperrhähne im Primärkreis müssen zugänglich bleiben. Sonst ist mir nichts bekannt. (Ich habe nicht gebaut, sondern das Haus fertig gekauft). Ich frage aber einfach mal nach.

    zu 3. "von der Heizungssteuerung geschaltete, dauerstromfuehrende(???)" habe ich so nicht gesagt. Ansonsten aber richtig: Der Tipp mit einem Widerstand (nicht NTC!) in der Zuleitung stammt aus einem Mikroelektronikforum (!), und aus einem anderen Nichtfachforum habe ich a) die meiner Meinung nach irrige Ansicht, dass die Pumpe über eine Steckdose anzuschließen ist (die Zeichnung in der I-Anleitung könnte das tatsächlich vermuten lassen - daher die Frage ob man das überhaft darf) sowie b) den Tipp, die Pumpe (aufgrund ihres ohnehin niedrigen Strombedarfs) statt über die Heizungssteuerung gleich dauerhaft laufen zu lassen. So nach dem Motto: Wenn sie einmal läuft ohne dass der LSS sich meldete, ist es dann gut ... (GRUSEL!!!)

    Ich glaube es ist klar wie ich selbst prinzipiell zu solchen Tipps stehe ...:mauer Also für mich kommt der Einsatz ohne strombegrenzende Maßnahmen künftig nicht in Frage, egal wie die Pumpe angeschlossen oder geschaltet wird.

    Fakt ist, dass der Umstand des exorbitant hohen Einschaltstroms weder in der Installationsanleitung erwähnt wird noch sonstwo signifikant kommuniziert wird. Wie gesagt: Mein Klempner kennt die Problematik genauso wenig und verbaut die Pumpen munter, aus einem weiteren (diesmal Fach-)Forum verlautet dass die Pumpen dieses Herstellers aus den genannten Gründen oft eben nicht mehr verbaut werden.

    Das Kabel mit dem NTC muss man übrigens echt suchen. Die Pumpen sind hier von der Heizungssteuerung kommend übrigens mit NYM-J 3x1,5 über Kabelschacht und dann 30 cm von der Wand zur Pumpe "in-air" verlegt. Die WILOs hatten einen Schaltkasten, jetzt hängt der erwähnte verpolungssichere Stecker an der Leitung. Früher gar keine Unterbrechungsmöglichkeit, jetzt kann man immerhin den Stecker abziehen. Den Trennschalter ersetzt das aber genauso wenig. Wenn das so in Ordnung ist, bitte...
     
  5. karo1170

    karo1170

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    Der RCD dient als zusaetzlicher Schutz gegen zu hohe Beruehrungsspannungen. Ob dieser "zusaetzliche Schutz" bei einer Heizungspumpe erforderlich ist? Normativ nicht. Technisch erfuellt ein RCD die Anforderung an eine allpolige Abschaltung. Aber der Einschaltstromstoss von 70A ist nun auch nicht gerade das, was einen RCD erfreut.
    Ich wuerde deine Ueberlegung, einen Einschaltstrombegrenzer in die Zuleitung zu den Pumpen zu setzen, ob nun als Kabel mit NTC oder als REG- Bauteil (im Stile eines EBN2) ebenso als sinnvoll erachten. Zusammen mit einem Trenn-/Service-/Wartungsschalter fuer die gesamte Heizungssteuerung.
     
  6. Pfriemler

    Pfriemler

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    Deswegen ja so oder so der Schutz. Wobei diese Pumpen ja noch das kleinste Übel sein sollten. Ein PC hier hat früher regelmäßig einen 16A-LSS geworfen. Und solche Geräte nehmen überhand. Von vielen wird man es schlicht gar nicht wissen, solange sie unter der Auslösekennlinie des LSS durchrutschen.

    Auch wenn ich sowas wie einen EBN2 prinzipiell "edler" finde, reicht der NTC hier sicher aus. Denn selbst wenn meine Pumpen (mit 3-6 Watt zufriedenstellend auskommend) den NTC nicht genug erwärmen, bleibt bei der Leistungsaufnahme an dessen Kaltwiderstand soviel Spannung auch nicht hängen. Verlustleistungsmäßig dürften sich NTC und EBN2 nix nehmen, das Relais braucht ja auch Strom.

    Bliebe immer noch die Frage nach der Zulässigkeit von Steckdosen in der Heizungspumpenzuleitung. Zu Diagnosezwecken (Powermeter, Laufzeitmessungen) eigentlich hilfreich. Hauptschalter kommt in jedem Fall.

    Dir vielen Dank für die (eigentlich immer) guten Auskünfte!
     
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