Risikolebensversicherung

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  1. TimSTRUP

    TimSTRUP

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    Hallo Bauexperten:-)

    Ich stehe vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung um meine Frau (+ späteres Kind) finanziell zu entlasten falls mir etwas zustoßen sollte.
    Leider bin ich mir nicht ganz sicher, welche Höhe ich veranschlagen sollte.

    Wir haben ein Bankdarlehnen von 170 000EUR für unseren Hausbau abgeschlossen (zu 3,2% bei 30 Jahren).
    Mein Verdienst liegt bei jährlich ca. 35TEUR.

    Könnt Ihr mir dazu Tips geben?

    Vielen Dank im Voraus
     
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  3. R.B.

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    Das hängt doch primär davon ab, in welchem Umfang Du Deine Familie absichern möchtest.

    Geht es Dir nur darum, dass Deine Familie im Todesfall ohne Verbindlichkeiten da steht, oder soll auch noch ein Vermögen vorhanden sein um den Lebensunterhalt zu decken? Soll nur sichergestellt sein, dass die Immobilie schuldenfrei ist (mietfreies Wohnen)? Denkbar ist fast alles.

    Hier spielt auch das Einkommen Deiner Frau eine Rolle, und natürlich die Restschuld auf der Immobilie, die ja die größte Verbindlichkeit darstellt. Die Restschuld muss man auch immer im Verhältnis zum Immobilienwert betrachten. Die 170T€ Darlehen sind kein Problem wenn das Haus einen Wert von 500T€ hat. Sie können aber zum Problem werden, wenn der Wert der Immobilie nur geringfügig höher ist als die Restschuld, und erst Recht wird es ein Problem, wenn der Wert niedriger liegen sollte. Das kann beispielsweise passieren, wenn die Tilgungsleistungen zu gering sind. Dann verliert die Immobilie schneller an Wert als Schulden abgebaut werden. Ohne eine zusätzliche Absicherung könnte dann der Fall eintreten, dass Deine Frau trotz Verwertung der Immobilie noch mit einer Restschuld zu kämpfen hat. Wenn dann noch das Einkommen gering ist, wird das zu einem echten Problem.

    Auf der anderen Seite sollte man bedenken, dass man auch zuviel absichern kann. Eine Versicherungsgesellschaft verkauft Dir auch problemlos einen Vertrag mit einer Versicherungssumme von 1 Mio. Ist ja logisch, die verdienen jeden Monat damit ihr Geld. Für Dich bedeutet das aber eine entsprechende monatliche Belastung, nur um vielleicht ein Risiko abzudecken, das gar nicht existiert. Deswegen ist es wichtig hier einen vernünftigen Mittelweg zu finden, und den findet man nur, wenn man die Zahlen betrachtet und dann eine Riskoabwägung macht.

    d.h.
    - Zuerst mal schauen über welches Einkommen Deine Frau verfügen könnte wenn Dir etwas zustoßen sollte
    - Dann die Vermögensverhältnisse betrachten, sprich Wert der Immobilie und Verbindlichkeiten
    - Danach überlegen in welchem Umfang was abgesichert werden soll

    Pauschal zu sagen "man sichert das Bankdarlehen ab" wäre in meinen Augen der falsche Weg, so einfach sollte man es sich nicht machen. Man zahlt dann in den nächsten Jahren mit Sicherheit zu hohe Beiträge.
    Ich vermute, Dir geht es primär darum, dass die Familie in dem Haus wohnen kann, auch wenn Dein Einkommen weg fällt. Dann würde ich schauen, ob meine Frau mit ihrem Einkommen ein Darlehen bezahlen kann, und dann nur die Differenz zur Restschuld absichern. Diese reduziert sich ja sowieso jeden Monat, entsprechende Tilgung vorausgesetzt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 StefanMeier, 30. Juni 2014
    StefanMeier

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    gibt doch risikolebensversicherungen die sinken parallel zur restverschuldung

    also
    Restschuld Bankdarlehen = Auszahlungssumme Risikolebensversicherung
    über den gesamten Zeitraum 0 bis 30 Jahre
     
  5. Batman

    Batman

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    Die Patentlösung ist immer schwierig... vielleicht ist es hilfreich, wenn man ein paar Beispiele gibt.

    Mein Fall:

    Meine Frau und ich haben vor 4 Jahren eine Immobilie gekauft und parallel dazu eine Risikolebensversicherung mit sinkender Leistung abgeschlossen. Der Verlauf sinkt analog dem Tilgungsverlauf des Darlehens, aber es würde immer noch ein Betrag übrig bleiben, um eine gewisse Zeit zu überbrücken. (ein Jahresnettogehalt)

    Nun ist Nachwuchs da und ich überlege, eine neue Risikolebensversicherung abzuschließen. Hier ist die Überlegung von uns, dass zumindest für eine gewisse Zeit das fehlende Einkommen ausgeglichen werden sollte. Wir denken dabei an 5 Jahre. Das wäre einerseits (Stand heute) die Zeit, bis der Nachwuchs in die Schule geht, andererseits eine aus unserer Sicht ausreichende Zeit, um den persönlichen Verlust in angemessener Weise zu verarbeiten - durch weniger Arbeit und mehr Zeit für den Nachwuchs z.B.

    Ich würde es vermutlich wieder so machen. Wenn man zu zweit ist, reicht aus meiner Sicht die Absicherung der Immobilie, kommen Kinder dazu, sollte man über eine Erhöhung nachdenken. Aber das kannst du ja auch machen, wenn es so weit ist.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Natürlich gibt es das, aber ohne die Lebensplanung und finanziellen Verhältnisse des TE, bzw. seiner Frau, zu kennen, kann auch diese Variante ein Fehlgriff sein. Auch eine Versicherung über die komplette Laufzeit der Finanzierung ist mit Vorsicht zu genießen, denn braucht man die wirklich?
    Bei Versicherungen kommt schnell die Vollkaskomentalität der Deutschen durch, und die Gesellschaften bedienen diesen Wunsch natürlich. Dabei steht das Wohl des Versicherungsnehmers nicht unbedingt im Vordergrund.
     
  7. tanzbaer

    tanzbaer

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    Ich kann R.B. nur zustimmen.

    Du musst mit Deiner Frau klären wie sie leben will/soll gesetzt den Fall Du dankst ab. Das kann die deluxe Variante sein, sprich sie bleibt im Haus, kann über die Versicherungssumme die Hütte abbezahlen und vom Rest noch solange zehren bis die Kinder gross sind (alternativ bis ans Lebensende).

    Oder ihr kommt zu dem Ergebnis, dass ihr Leben dann wohl irgendwann mit jemand anders weitergeht oder dass es alleine nicht mehr das Haus sein muss/kann. Dann müssen zwei, drei Jahre weggefallenes Einkommen abgedeckt sein, in der Zeit wird das Haus verkauft und Deine Frau fängt neu an.
     
  8. #7 Der Bauamateur, 30. Juni 2014
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    Meine Frau und ich sind auch gerade dabei eine RLV abzuschließen; grundsätzlich am Besten immer über kreuz absichern (d.h. Du gegen den Tod der Frau und vice versa) - schlagen die meisten Versicherungen auch von alleine vor.

    Unsere Überlegung war so: Wenn es "knallt" und beide sterben, reicht die RLV, damit die Kinder ein schuldenfreies Haus übernehmen. Wenn ich sterbe (größerer Verdiener) reichen private RLV und betriebliche Absicherung aus, damit das Haus schuldenfrei steht und Frau und Kinder sich neu orientieren können. Wenn meine Frau stirbt, reicht die Summe aus um 2/3 sofort zu tilgen, damit ich die Arbeitszeit runterfahren kann und die Kinder besser betreuen kann. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wenn eines der Elternteile stirbt, der traumatische "Eingriff" schon groß genug ist, da soll der Hinterbliebene nicht auch noch gezwungen sein, das Haus zu verkaufen, zumal wir in einer eher strukturschwachen Region wohnen.

    Die Absenkung der Leistungen über die Laufzeit ist eine bedenkenswerte Variante, wenn es nur um die Absicherung des Hauskredits geht, ist aber auch ein Spiel gegen die Bank, weil mit steigendem Alter die Sicherung sinkt, aber das Sterberisiko steigt. Wir werden uns für beide Varianten die Prämien errechnen lassen.
     
  9. #8 BarleyLegal, 30. Juni 2014
    BarleyLegal

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    Hey TimStrup!

    Wenn Nachwuchs im Spiel ist, finde ich es auch schwierig Patentantworten zu geben. Neben der Restschuld, die du offensichtlich absichern möchtest, stellt sich ja auch die Frage, ob deine Frau mit ihrem Einkommen in der Lage wäre die Ausbildung für euer (zukünftiges) Kind alleine zu schultern.
    Oft ist es nämlich nicht mit dem Abitur vorbei, sondern geht dann mit einem Studium in einer anderen Stadt weiter und wird dann richtig teuer. Bis 25 sollten die „Kleinen“ also schon versorgt sein.

    Deshalb ist dein Fall schwierig zu bewerten. Würde es nur um die Darlehensabsicherung gehen, dann ist eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme (ohne Lücke) sinnvoll für dich. Soll aber das Kind noch mitversorgt werden, solltest du dich professionell zu dem Thema beraten lassen. Die Faustregel „das drei- bis fünffache des Jahreseinkommens“ greift nämlich nicht immer.
     
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  11. LaZi

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    Auf jeden Fall mehrere Angebote einholen. Die Unterschiede sind riesig.
    Wir haben zuerst bei unsere Versicherung vor Ort angefragt, wo auch Auto, Privathaftpflicht etc. schon laufen. Sie haben eine monatliche Summe von etwas über EUR 300,00 für meinen Mann ausgerechtnet. Der große Online Anbieter E...O hat die gleiche Summe für 1 Jahr verlangt. Auf Nachfrage bei unsere Versicherung, was sie den mehr dafür bieten, kam die Antwort: eigentlich nichts: wenn tot - wird gezahlt.
    Mann, nicht raucher, mitte 40, Summe : Kreditsumme.
    Bei mir: Frau und etwas jünger ist der Beitrag noch eine Ecke geringer.
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Das ist korrekt. Sobald man die Strategie festgelegt hat, sollte man sich um verschiedene Angebote bemühen. Dabei aber die Vertragsdetails genau studieren, denn es gibt auch da Unterschiede. Wichtig ist auch, dass man überall die gleichen und korrekten Angaben macht. Dann sind die Angebote auch vergleichbar.
     
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