Riss in Kellerdecke

Diskutiere Riss in Kellerdecke im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich habe während des Neubaus unserer DHH im Keller folgende Entdeckung gemacht: Ein (meiner Meinung nach heftiger) Riss in der...

  1. nofx71

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    Hallo zusammen,

    ich habe während des Neubaus unserer DHH im Keller folgende Entdeckung gemacht:
    Ein (meiner Meinung nach heftiger) Riss in der Betondecke im Keller.

    Der Bauleiter meint, es wäre ein Riss in der Filigrandecke, und könnte zugepresst werden. Ich bräuchte mir keine Sorgen machen.

    Wenn ich den Riss sehe, mache ich mir aber Sorgen, u.a. auch, weil im Wohnzimmer darüber Fliesen geplant sind und darunter eine Fußbodenheizung.

    Wie sollte ich mich verhalten ?

    im Anhang habe ich 3 Bilder angehängt.

    vielen Dank und viele Grüße
    Dirk
     
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  3. Thomas B

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    Das sieht für mich so aus, als wäre die Filigranplatte beim Verlegen (oder beim Verladen?) beschädigt worden. Statisch sehe ich hier kaum Gefahrenpotential, da die Decke erst durch den Aufbeton ihre endgültige Form erhalten hat. So etwas ist natürlich ordentlich (großflächig) zu verspachteln.

    Grüße

    Thomas
     
  4. #3 gunther1948, 28. Dezember 2010
    gunther1948

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    hallo
    ich glaub drüberspachteln allein reicht nicht. zuerst mit zementemulsion verpressen zwecks korrosionsschutz.
    statisch seh ich auch das problem als geringer an.

    gruss aus de pfalz
     
  5. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Zementemulsion ??? Du meinst, denke ich, eine Zementsuspension, da sich eine Emulsion aus Zement schwerlich herstellen läßt.

    Einfach was zupressen ohne die Ursache oder weitere Informationen zu kennen ist fahrlässig und dient eher der Gewissensberuhigung als einer Instandsetzung. So würde ich erst mal leicht stemmern und schauen, ob da großflächig was lose ist. Falls ja muss man schauen, denn alles das was lose ist oder wie ein Kiesnest ist muss raus. Falls die Sache nur oberflächlich ist den Vorschlag von Thomas folgen und zuspachteln.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Wann wurde betoniert und wann ausgeschalt (Steifen unter den Platten weg)?
     
  7. bemi

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    Das ist eine Beschädigung vom Transport anspachteln und gut ist.
    Schaut euch mal die Spannrichtung an.
    bemi
     
  8. nofx71

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    Nach meiner Dokumentation wurde die Kellerdecke zwischen dem 09.07.2010 und 18.07.2010 installiert.

    Da es aber Fertigelemente sind, müsste _vorher_ betoniert worden sein ...

    Ausschnitt aus der Baubeschreibung:
    "Die Decken über den Geschossen sind als Stalbetonfertigelemente nach konstruktiven Erfordernissen ausgeführt. Die Deckenuntersicht der Fertigteilplatten ist schalungsglatt, die Stoßfugen der Elemente werden sauber und ebenflächig glatt verspachtelt."

    Detaillierter kann ich es nicht beantworten, weil es über einen Bauträger abgewickelt wird.
     
  9. bemi

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    Dann warte doch mal ab wie der Fertige Zustand bei der Übergabe aussieht.
    Ein vernünftiger BT macht das schon weg.
    bemi
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2010
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    So - und auf die ist Beton gekippt worden. Dafür gehören unter die Platten Abstützungen!
    Wann sind die weggenommen worden???
     
  11. #10 Spasssbremse, 29. Dezember 2010
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    Wahrscheinlich 30 Tage nach dem Betonieren, oder?
     
  12. nofx71

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    den genauen Zeitpunkt, wann die Stützen entfernt wurden, kann ich nicht sagen, das müsste ich erfragen.
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Oder auch eher - deswegen frage ich ja so penetrant.
    Für mich sieht das auf dem einen Bild nämlich aus, als habe die Filigranplatte einen Hängebauch. Und das ist oft ein Indiz für falsche Abstützung (das kann heute keiner ehr prüfen) oder zu frühes Ausbauen der Stützen.
    Halt doc mal ein Richtscheit unter die Decke und schau nach, ob und wenn, wieviel die Decke durchhängt!
     
  14. gunther1948

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    hallo james
    okay du hast recht.
    kommt daher, daß ich mich gerade mit koaleszenzabscheidern beschäftige um die oberflächenabwässer/hoffläche einer schmiermittelfabrik in den griff zu kriegen.
    war gedankenfehler.

    gruss aus de pfalz.
     
  15. Wieland

    Wieland Gast

    Das von Ihnen gezeigte Schadensbild ist aus der Ferne schlecht zu beurteilen,
    auf jeden Fall ist die Decke unterseitig auszunivellieren um festzustellen,
    ob sich die Decke durchgehängt hat, aus welchen Gründen auch immer.

    Sofern es sich um einen Transportschaden / fehlerhafte Lagerung handelt
    sollte man die Schadstelle wie bereits erwähnt freilegen ( Fachgerechete Unterstützung
    vorausgesezt . bis ca. 50 mm hinter untere Lage).u Betontechnologisch Verpressen
    oder durch Bohrloch verfüllen.

    Safety first.
     
  16. #15 Carden. Mark, 29. Dezember 2010
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    Was Ihr immer mit Eurer Verpressung habt.
    Das gehört freigestemmt,begutachtet, dann wahrscheinlich "nur" nach DAfStb RiLi SIB (Deutscher Ausschuss für Stahlbeton – Richtlinie für den Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen) instandgesetzt. Und zwar mit einem MÖRTELSYSTEM.
    Ein Nivellement von unten - zum jetzigen Zeitpunkt ist zudem nur ein Anhaltspunkt, Wenn von oben das selbe zu messen ist - und dieses Abmaß über dem zu erwartenden liegt....
     
  17. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Danke Mark !!! :bierchen:

    Ich sehe das aber häufig. Von außen nicht viel sichtbar ... setzen wir mal einen Packer und pressen da irgendeine Sosse rein. Schadensursache zwar nicht erkannt, aber Hauptsache irgendwas reingedrückt. Reine Gewissenberuhigung, aber technisch völlig unsinnig..

    Leider gibt es in diesem Forum viel zu viele Leute, die was über Instandsetzung schreiben und davon aber absolut keine Ahnung haben. Und das sind i.d.R. die wilden Verpresser :mauer
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 30. Dezember 2010
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    Ja, klar. Aber es könnte einiges erklären.

    Nicht unbedingt. Ich hab mal "Deine Landsleute" beim Betonieren einer Decke auf Trapezblechschalung beobachtet. Da waren wohl einige Stützen zu wenig da gewesen. In einem Feld mit sehr grossem Abstand hing das Blech gut sichtbar durch, die Jungs oben haben fleissig Beton geschüttet.
    Entweder ist ein Wagen mehr angerollt oder der vorhandene Beton wurde gleichmässig verteilt - keine Ahnung.
    Auf jeden Fall war die Beule ne Woche später noch genauso da - und Beton obendrauf sicher hart.
    (War ja bloß ne Bank :o)
     
  19. #18 Carden. Mark, 30. Dezember 2010
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    aber was?
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 30. Dezember 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Für mich ist eine Möglichkeit des Risses eine mangelhafte Abstützung/zu frühes Entfernen der Stützen.
    Ich hab schon einige Transport- und Montageschäden an Elementdecken gesehen, aber das ist zumindest kein typisches Schadenbild.
    Und wenn mich dann mein Auge nicht trügt, die Decke einen Hängebauch hat, dann .......
     
  22. Thomas B

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    @Ralf: Für mich sieht es ziemlich eindeutig nach Transportschaden aus. An der Bruchstelle könnte die Decke (beim Verladen/ beim Versetzen) irgendwo aufgebockt worden sein und ist dort gebrochen. Durch Aufbeton ist alles wieder gut....statisch.

    An eine verfrühte Entfernung der Joche glaube ich nicht. Da müßte der Schaden m.E. großflächiger und nicht zu punktuell sein.

    Grüße

    Thomas
     
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