Riss zw. Verbindung von Mauerwerk (KS) mit Beton

Diskutiere Riss zw. Verbindung von Mauerwerk (KS) mit Beton im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo! Würde gerne wissen ob die Verbindung zw. Mauerwerkswand (tragend) und Betondecke mit MW oder dgl. zwecks Rissvermeidung getrennt werden...

  1. #1 Klaus1987, 7. Juli 2007
    Klaus1987

    Klaus1987 Gast

    Hallo!

    Würde gerne wissen ob die Verbindung zw. Mauerwerkswand (tragend) und Betondecke mit MW oder dgl. zwecks Rissvermeidung getrennt werden muss.

    Wenn ja, wie muss das genau ausgeführt werden? Gibt es hierfür eine bildl. Darstellung bzw. Norm, die ich weiterleiten kann?
    (In den Downloads des KS-Verbandes habe ich nichts finden können.)

    Hier die Vorgeschichte und einige Zusatzinfos (vgl. Bild im Anhang):

    Meine Schwester hatte letzte Woche die Abnahme Ihres Reihenhauses, bei der ich neben einem Gutachter und dem Bauleiter anwesend war und dies als Mangel angemahnt habe.
    Sowohl Bauleiter als auch der Gutachter haben dies strickt verneint. Sie meinten dies muss so ausgeführt werden.

     Reihenhaus = "Zwischenreihenhaus"
    (Nachbar Reihenhäuser nutzen die gleichen Außenwände/Haustrennwände, bestehend aus großformatigen KS-Steinen (17,5 / KS-XL)

     Trennwände sind tragende Wände und gleichzeitig Brandschutzwände

     Eine Gebäudetrennwand (Wand A) wurde im Anschlussbereich zur Betondecke komplett (ohne Trennschicht), die Andere (Wand B) nur teilweise vermörtelt.

     Die Betondecke wurde mittels Filigrandecken (+ Aufbeton) hergestellt deren Stoßbereich auf der Mauerwerkswand aufliegt.

     (--> Es ist davon auszugehen, dass der Beton teilweise auch in die KS-Steine eingelaufen ist.)

     Nach Überprüfung des Verbindungsbereichs Beton – MW, konnte ich feststellen, dass auf der Wand B eine unvermörtelte ca. 3 cm tiefe Fuge vorhanden ist.


    VIELEN DANK im Voraus :)
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 7. Juli 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Wie bitte ...

    ... RH-Trennwand einschalig in 17,5cm KS ? Gips nich. Sach ich mal :shades .
     
  4. #3 Carden. Mark, 7. Juli 2007
    Carden. Mark

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    Nur eines verstehe ich erst einmal gar nicht.
    Da gibt es einen Sachverständigen.
    Warum wird der nicht gefragt?
    Der hat es gesehen, der wird dafür bezahlt, dass ist seine Aufgabe.
     
  5. Julius

    Julius

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    Däffdesdesdesdesdesdäff?

    Na, der wurde doch gefragt!
    Und hat einen Mangel verneint.

    Aber:
    Ich glaub nicht mal die durchlaufende Betondecke, geschweige denn die Puppenstube-Haustrennwand.
    Wenn das wahr sein sollte, wäre die Frage der Auflagerausbildung Erdnüsse...
     
  6. #5 Carden. Mark, 7. Juli 2007
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    ???

    DAs habe ich glatt überlesen.
    Nächste Frage: Was war das für ein GA und wer hat den bestellt.
     
  7. #6 Klaus1987, 8. Juli 2007
    Klaus1987

    Klaus1987 Gast

    Vielen Dank für die Antworten.

    Zu MARK
    Was das für ein Gutachter genau war weiß ich nicht, beautragt wurde er vom Bauträger.

     Nach Überprüfung des Verbindungsbereichs Beton – MW, konnte ich feststellen, dass auf der Wand B eine unvermörtelte ca. 3 cm tiefe Fuge vorhanden ist.
    verstehe ich jetzt erst einmal nicht, den Satz.

    --> Hierzu am Besten die Skizze in Anlage anschauen. Wollte hier eigentlich nur mitteilen, das das Mauerwerk im Berührungsbereich zur Betondecke nicht vollflächig und über die Wandbreite vermörtelt war.


    Der Gutachter erschien mir nicht vertrauenswürdig, da er ständig mit dem Bauleiter Augenkontakt hielt und mit ihm tuschelte. Wurde dadurch erst misstrauisch.

    Zu Volker und Mark
    Die Wanddicke (KS 17,5) wurde mir vom Bauleiter als auch vom Gutachter genannt
    (Die Pläne, zewcks Überprüfung, kann ich erst am nächsten Donnerstag anschauen)

    Nachgefragt:
    Darf es den sein, dass die Decke ohne Vermörtelung, "einfach nur so" auf dem Mauerwerk aufliegt?
    Ich dachte es müsste Mineralwolle (>1000 °C) dazwischen gelegt werden, um den Feuer- und Rauchdurchtritt zu verhindern.

    Ist das nun als Mangel anzusehen? Bzw. soll das der Baufirma unter Nennung der DIN 18530 angezeigt werden? Wie sollte ich am besten argumentieren?

    Wenn dies ein Mangel ist, wie kann das saniert werden?

    Danke viele Grüße aus Köln
     
  8. #7 Carden. Mark, 8. Juli 2007
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    klar - wenn es Dachdecke ist. Wenn nicht, wie in diesem Fall, gehört da schon ne Menge mehr Arbeit und Fachwissen zu um das Konstrukt der Argumentation aufrecht zu halten.

    Am besten einen eigenen öbuv Sachverständigen für Maurer- und Betonarbeiten drüber jagen.

    Das mit der Dämmung war doch ein Scherz oder?
    Doch nicht unter dem Deckenauflager - oder?

    Die Teilfertigdecke liegt doch planmäßig nur knapp auf, der Rest des Auflagers ist Ortbeton - der sorgt für die Rauchdichtheit.
     
  9. Robby

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    Ich habe die Vermutung das sich da jemand gefährliches Halbwissen angelesen hat...
     
  10. #9 VolkerKugel (†), 8. Juli 2007
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    Dann ...

    ... wirst Du am Donnerstag feststellen, dass das 2 x 17,5er Wände sind und die Decke nicht durchbetoniert (geplant) ist.
    Sollte sie´s doch sein, wäre das ein Mangel :konfusius .
     
  11. #10 Klaus1987, 8. Juli 2007
    Klaus1987

    Klaus1987 Gast

    Hallo alle zusammen.

    Zu Robby: ja das stimmt, dafür frage ich ja auch
    (Ein Experte bin ich auch nicht, nurr ein Student ohne Erfahrung :cry )


    Die Wanddicke spielt für mich im Augenblick keine Rolle, die kann ich rauskriegen; mich interessiert in erster Linie die Materialtrennung.

    Ich habe immer gedacht, dass bei der "Berührung" unterschiedlicher Baustoffe eine Materialtrennung (mittels einer Trennschicht) geben muß, damit die unterschiedlichen Schwind- und Kriechverformungen keinen Schaden verursachen.

    Bei einer nichttragenden Wand mit brandschutz Anforderungen ist es doch so, dass die Betondecke von der Mauerwerkswand mittels Mineralwolle (mit > 1000 °C und entsprechender Dichte) getrennt wird.
    Somit können dann die unterschiedlichen Bewegungen (auch infolge einer Deckendurchbiegung) aufgenommen werden, zugleich ist auch die Brandschutzanforderung erfüllt.

    Ich dachte nun, dass bei einer tragenden Wand, dies ebenfalls so praktiziert werden muss:
    Die Decke liegt dann natürlich auf der Mauerwerkswand auf, so dass die Mineralwolle nahezu komplett zusammengedrück ist und die Lasten entsprechend abgetragen werden. (Die Funktion der Mineralwolle als Trennschicht wäre dann noch erhalten.) --> Vgl. Anlage/Skizze

    So wie ich es aus den Antworten verstehe, gilt das somit nicht für die tragende Wand. Hier ist die Verbindung und Rauchdichtheit mittels Ortbeton (--> Mark) hergestellt. Das heißt ohne eine Trennschicht.




    Ich hoffe ich nerve nicht.:irre

    VIELEN DANK & Grüße
     
  12. #11 VolkerKugel (†), 8. Juli 2007
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    Deine Skizze ...

    ... kannste vergessen - so sieht´s nicht aus, jede Wette.

    Der Mineralfaserstreifen gehört auf nichttragende Zwischenwände um evtl. Durchbiegungen der Decke zu kompensieren,
    auf den tragenden Wänden hat er nix verloren. Okay :konfusius ?

    Und - an nichttragende Wände werden so gut wie nie Brandschutzanforderungen gestellt.
     
  13. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Kann es sein,

    dass die ob des gefährlichen Halbwissens Sie nicht mehr ernst genommen haben?
     
  14. Robby

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    Denke ich auch...
    vlt. schmunzelnd weggedreht?
     
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  16. #14 Klaus1987, 8. Juli 2007
    Klaus1987

    Klaus1987 Gast

    O.K. ist ja gut.

    Kommt nicht nochmal vor.

    Ich werde mich in eine Ecke stellen und auf den Boden schauen. :cry


    Danke an ALLE.
     
  17. #15 Carden. Mark, 8. Juli 2007
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