Risse im Außen- und Inneputz

Diskutiere Risse im Außen- und Inneputz im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Forenmitglieder, Nachdem ich momentan etwas ratlos bin und mich die ganze Sache langsam nicht mehr ruhen lässt, bin ich auf dieses...

  1. flo123

    flo123 Gast

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    Nachdem ich momentan etwas ratlos bin und mich die ganze Sache langsam nicht mehr ruhen lässt, bin ich auf dieses Forum gestoßen. Leider konnte ich trotz längerer Suche nichts passendes finden.

    Seit einem Jahr stelle ich Risse im Aussenputz und Innenputz fest, die meisten sind für mich nicht messbar (unter 1 mm). Das Haus wurde im September 2005 errichtet, Innenputz Dezember 2005 und Außenputz Mai / Juni 2006.

    Die Außenwände wurden mit 36,5 cm T9, die Innenwände 24 cm (Tragmauer) mit T0,9 und 11,5 cm in T0,8 ausgeführt. Auf der Aussenwand wurde ein Faserleichtputz mit 3 mm Körnung aufgebracht, 2. Lage Scheibenputz SPS. Innenputz = Kalk-Sand-Gips (15 mm).

    Die Risse sind im überwiegenden an der West-/Wetterseite, aber auch an allen anderen Aussenmauern zu finden. Die anderen Außenmauern sind jedoch mit 1 -4 kleinen Rissen betroffen. Die Risse der Westseite sind fast unzählbar, hier zeichnen sich die Steinreihen waagrecht ab, es sich aber auch eine vielzahl senkrechter Risse zu finden.

    In den Innenwänden sind fast alle Mauern mit Rissen versehen, die einen mehr, die anderen weniger. Hier sind ebenfalls vertikale als auch horizontale Risse (Steinreihen) vorhanden. Momanetan habe ich den Eindruck, dass es immer mehr werden, zumindest sind mir einige (und ich bin schon etwas sensibel) noch nicht aufgefallen.

    Was mir auch noch aufgefallen ist, sind Risse, die sich an den Aussenmauern befinden, welche die untere und obere Kante der Betondecke abzeichnen.

    Am Sockelputz außen ist rundum kein Riss zu finden. Risse reichen bis zur Kante des Sockelputzes und enden dort, egal wie lang sie vorher waren.

    Weiteres siehe Bilder: http://www.bauexpertenforum.de/album.php?albumid=84

    Ich wäre über Hinweise echt dankbar, da mir die Risse schon schlaflose Nächte bereiten.

    Danke Florian
     
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  3. #2 Herr Nilsson, 11. April 2009
    Herr Nilsson

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    Bei den Rissen (Kerbrisse an Fenstern und Ecken, Risse durch Schwund im Fugenstoßbereich des MW, Verdrehung des Deckenauflagers) ist erstmal nicht davon auszugehen, dass sie sich endlos weiter fortpflanzen. Ebenso sollten viele der Risse technisch unbedenklich sein, was vor Ort zu prüfen wäre und vom jeweiligen Putzsystem abhängig ist. Auch für die Prüfung eines optischen Mangels wäre eine Rissbreitenmessung erforderlich.
    Keine Risse im Sockelbereich:
    Evtl. wurde dort Gewebe eingebaut?
    Ich persönlich halte auf einem T9 selbst einen faserarmierten Putz ohne vollflächige Gewebeeinlage für riskant. Die Fasern im Putz können niemals die gleiche Zugspannungsverteilung wie ein Gewebe gewährleisten.
    Bei quasi-ruhenden Rissen kann eine rissfüllende Beschichtung schon ausreichend sein. Vorab sind die Bewegungen zu überprüfen.
     
  4. #3 Herr Nilsson, 11. April 2009
    Herr Nilsson

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    Noch ein Tip zum Putzsystem:
    Mal beim Steinhersteller nachfragen, ob der eine technische Empfehlung/Vorgabe für seinen Stein hat. Wenn ja, und es wurde dagegen verstoßen,...........
     
  5. flo123

    flo123 Gast

    Danke für die schnelle Antwort. Es sind, insbesondere auf der Westseite, sehr sehr viele und mir entsteht momentan der Eindruck es werden täglich mehr. Die Risse sind auch von 10 - 15 Meter Abstand noch erkennbar (teilweise).

    Mir wurde gesagt, dass Putz bzw. Steinhersteller erst nach meinen Putzarbeiten eine Gewebearmierung zuerst nur Wetterseite, dann alle Seiten empfohlen haben. Ich werde diesen Punkt nächste Woche mal persönlich klären.

    Als Lösung wurde mir vorgeschlagen, eine Gewebearmierung auf den vorhandenen Putz aufzuspachtleln und anschließend eine neue Schicht Scheibenputz SPS aufzutragen. Das Gewebeinspachteln wäre dann von mir zu bezahlen, was mit weiteren 3000 Euro zu Buche schlägt und dann muss ich noch Malern.

    Gruß
     
  6. #5 Herr Nilsson, 11. April 2009
    Herr Nilsson

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    Eine Armierungsschicht wäre natürlich das Beste. Über den Anstrich könnte man sich unterhalten, aber wenn Du das Geld hast würde ich hier keinen Streit vom Zaune brechen. Soviel können die für den EG-Anstrich nicht verlangen, und dann lieber friedlich als kostenintensive Rechtsstreitigkeiten bis zum SBV. Wie gesagt hättest Du die Armierung eh gesondert vergüten müssen.
    Wenn Du Zeit und Lust hast kannst Du natürlich über die Gewährleistung einen (erstmal) optischen Mangel anzeigen und auf dessen Beseitigung bestehen. Dauert, ärgert, kostet. Und zu guter letzt wird man Dir lediglich, wenn überhaupt, einen Anstrich anbieten.
     
  7. flo123

    flo123 Gast

    Du hast recht, ein Rechtsstreit ist das was ich vermeiden möchte. Eine gütliche Einigung ist immer die Beste (wie das Wort schon sagt, kommt ja von "Gut"). 3000 Euro sind halt auch nicht ohne und wären die Kosten in der Bauphase angefallen, hät ich halt woanders sparen müssen. Nun ist die Ganze Kohle weg und die Risse da. :mauer

    Vielen Dank nochmal jetzt kann ich ein bischen besser schlafen. :sleeping
     
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