Risse im Deckenputz

Diskutiere Risse im Deckenputz im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Ich Mai 2005 bin ich in meine neu gebaute DHH eingezogen. Ende 2005 bildeten sich in allen Decken im ganzen Haus quer über die ganze Decke...

  1. ebizmaker

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    Ich Mai 2005 bin ich in meine neu gebaute DHH eingezogen. Ende 2005 bildeten sich in allen Decken im ganzen Haus quer über die ganze Decke verlaufende Kriechrisse, ca. 0,5 mm breit. Es sieht so aus, dass diese Risse immer genau da verlaufen, wo die (normalerweise 3-5) Betonplatten in der Decke zusammenstossen. Ist das nun ein Mangel, der von Bauträger beseitigt werden muss ?
     
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  3. platinum

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    Hallo,

    ja, eindeutig, Risse in dieser Breite sind ein Mangel. Aber bedenklich ist meines Erachtens die Rissbreite 0,5 mm. Würde mir gerne ein Bild über die Risse machen. Bin Architekt/ Sachverständiger. Riss im Putz freilegen und kontrollieren ob sich der Riss in der Betonkonstruktion fortsetzt. Fotos p. Mail?
    Erst dann kann man weiteres dazu aussagen.
     
  4. damy

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    @ebizmaker

    Was hast du für eine Decke?
    Ist es eine Vollmontage-Decke, Deckenplatte in Deckenstärke, Plattenstöße verschraubt und ausbetoniert?
    oder
    ist es eine "Filigran"-Decke, Fertigteile mit Überbeton.?

    damy
     
  5. PeMu

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    @platinum: Ist die Decke überhaupt verputzt? Mal abwarten was noch kommt.
     
  6. ebizmaker

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    Also, Rückfrage bei meinem Bauträger hat ergeben, dass die Betondecke an sich gar nicht verputzt ist, sondern nur gestrichen (glatt). Nur die Übergänge zwischen den Platten sind verputzt (und gestrichen). Die anderen Fragen kläre ich noch.
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 29. September 2006
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    Bilder...

    können hier eingestellt werden (nach Josefs Freischaltung).
    Wenn die Fugenspchtelung sich abzeichnet, dann sollten die Risse harmlos sein.
    MfG
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 29. September 2006
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    @ platinum...

    Ihre Bemerkung:
    sieht nach Aquise aus, was hier nicht gern gesehen ist.
    Wenn Sie Bilder zur Beurteilung sehen möchten (was ja durchaus Sinn macht) nach diesen fragen - und nicht mehr.
    MfG
     
  9. #8 Hundertwasser, 29. September 2006
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    Außerdem sollten die Bilder hier eingestellt werden damit sie jeder sehen kann. Dafür ist das Forum schließlich da. Aber auch ohne Bilder kann ich mir gut vorstellen das hier Schwundrisse der Fugenspachtelung vorliegen.
     
  10. PeMu

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    @Hundertwasser: und Kriechen / Verformungen / Schwinden der Decke
    -> alles wie immer?!?

    @all: Immer diese nur gestrichenen Decken:Roll

    @platinum: und wenn dann nicht so daneben tippen. Wenn Betonplatten schon erwähnt werden ...
    es gibt hier noch mehr Architekten, Sachverständige, Handwerker, ...:28:
     
  11. ebizmaker

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    Es handelt sich um eine sog. "Filigrandecke". Wahrscheinlich muss ich die Rissbreite auch korrigieren. Es sind wohl eher 0,1 statt 0,5 mm (wie kann man das genau messen als Laie ?). Rücksprache mit dem Bundesverband der Deutschen Betonindustrie (www.spannbeton-fertigdecken.de) hat ergeben, dass Risse mit max. 0,4 mm im Toleranzbereich liegen und keinen Mangel im rechtlichen Sinne darstellen. Gibt es irgendwo Gesetze oder DIN-Normen, die das bestätigen ? Weil: Vielleicht ist dieser Verband ja "befangen" (...sprich nicht mit den Fröschen, wenn Du den Sumpf austrocknen willst...;-) Meinungen ?
     
  12. PeMu

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    pragmatische Methode: Acrylisieren und fertich. d.h. nachspachteln mit "Acrylmasse".

    sinnvolle Methode: Rauhfaser kleben, Malervlies drauf usw. -> z.B. Hundertwasser fragen

    nevenaufreibende Methode: das alles hieb und stiechfest aufdröseln und jemanden die Kosten anhängen.

    Die Fugen sind eine Sollrißstelle. Je nach statsichen Verhältnissen, Randbedingungen bei der Ausführung der Decken und beim Spachteln der Fugen stellen sich Risse ein. Und nur gestrichen sieht man halt jede Kleinigkeit.

    Der Verband ist befangen. Vor allem hat der nicht viel mit Filigrandecken am Hut. Bei Spannbetonhohldielen ist das Ganze noch viel extremer.
     
  13. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Oft

    ist die Fuge nicht ausreichend vorbehandelt und beim schwinden der Deckenplatte macht der Putz an einer Seite Tschüss. Risse mißt man mit einer Rissbreitenschabone / Rissbreitenzeiger damit sowas > 0,5 mm und doch 0,2mm objektiv bewertet werden kann. Kurzum sind das oft schon Kräfte die der Putz / Spachtel auch MIT Gewebeeinlage nicht so einfach auf sich sitzen lassen will.

    @Platinum Ein SV sollte wissen das das Wort Mangel eigentlich ein Juristischer Begriff ist. Hier wäre die Wortwahl " Könnte einen Mangel darstellen für einen SV wohl angebrachter oder??? (Sind wir nicht alle ein bisschen mehr oder weniger SV?)

    Übrigens ist Spannbeton ja auch nochmal was anderes.
     
  14. RMartin

    RMartin

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    Hallo.
    Um mal allen Bauherren eins zu sagen:
    Beton ist ein gerissener Baustoff. Das steht (gott sei dank endlich) auch in der DIN. Nämlich in DIN 1045-1.
    Unter Punkt 11.2.1 "Rissbildung ist in Betonzugzonen nahezu unvermeidbar."
    In Tabelle 18 und 19 ist niedergelegt, dass der Rechenwert wk der Rissbreite mit 0,3 bzw. sogar 0,4mm angesetzt werden darf.
    Somit sind die 0,1 mm Rissbreite bzgl. der Betonkonstruktion kein Mangel.
    Was den Putz, bzw. die Verspachtelung angeht, da könnte das schon anders sein...(kann ich aber hier aus meinem Wohnzimmer ohne Fotos, etc. nicht beurteilen.)
     
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  16. ebizmaker

    ebizmaker

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    Also, ich stelle fest, dass ich jetzt immer noch nicht weiss, ob ich einen ANSPRUCH auf Beseitigung dieser Risse habe oder nicht. Jetzt werde ich also mal die Rissen messen. Aber das hilft mir letztlich wohl auch nicht weiter :cry
     
  17. PeMu

    PeMu

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    Den Anspruch kann man hier so einfach nicht klären: dazu muß man auch das ganze Vertragsverhältniss kennen und aufdröseln.
    Technisch ist es klar: die Risse sind nicht zu vermeiden, nur zu kaschieren - tapezieren. Von wem stammt die Idee der "nur" gestrichenen Decke?
     
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Risse im Deckenputz

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