Risse im Oberputz nach Frost

Diskutiere Risse im Oberputz nach Frost im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, das Thema wurde zwar schon mal behandelt (http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=14155), aber so richtig schlau wurde ich...

  1. DirkF

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    Hallo,

    das Thema wurde zwar schon mal behandelt (http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=14155), aber so richtig schlau wurde ich trotzdem nicht daraus...

    Bei mir wurde gestern der Oberputz (SP260 von Marmorit, 3mm Scheibenputz) aufgetragen auf WDVS 120/035, in den Unterputz wurde ein Gewebe eingespachtelt und das ganze dann paar Tage vor'm verputzen grundiert, sah alles gut aus, soweit ich als Laie das beurteilen kann. Die Außentemperatur gestern betrug ca. 1-2 Grad, abends, als die letzte Seite fertiggestellt wurde, waren es dann bereits zw. 0 und -0,5 Grad. In der Nacht wurde es zwischen -2 und -2,5 Grad. In der Nacht hab ich dann auch schon gesehen, daß sich überall Risse duch den Frost gebildet hatten (Bilder siehe http://85.88.17.42/misc/XPwww/tmp/putz/, das erste Bild wurde bereits in der NAcht gemacht. Der Putz soll noch gestrichen werden (keine Ahnung welche Farbe, ich weiß es nicht). Die Seite, mit der zuerst begonnen wurde, hat wohl gebunden, da sind keine Risse zu sehen. Die Seiten mit Rissen sind immer noch richtig feucht, und diese Nacht sollen es ja wieder Minusgrade werden...

    Was soll ich nun tun? Wenn da jetzt rissfüllend gestrichen wird, ist das dann ok oder sind Folgeschäden zu erwarten? Oder soll ich gar verlangen, daß der Putz wieder abgekratzt wird?

    Im vorraus schon vielen Dank für eure Antworten

    Gruß Dirk
     
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  3. Vossi

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    Sieht erstmal spannend aus. Warum hat den keiner die Arbeiten gestoppt? Was sagen denn die Herstellerangaben? Ich kann mir nicht vorstellen, das Wassergebundene Stoffe um den Gefrierpunkt verarbeitet werden sollen. www.knauf.de/wmv/?id=2078
     
  4. #3 Hundertwasser, 28. November 2010
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    Alle mir bekannten Hersteller schreiben folgende Randbedingungen vor:

    Luft- und Untergrundtemperatur während der Verarbeitung bis zur vollständigen Trocknung mindestens 5°C.

    Die Verarbeitung des Putzmaterials bei den von dir geschilderten Temperaturen ist ein Mangel. Du hast Anspruch auf eine mangelfreie Leistung. Auf einen Egalisierungsanstrich der die Eisblumen übertüncht würde ich mich nicht einlassen.
     
  5. DirkF

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    Der Meister meinte, das "würde schon passen". Der Putz bräuchte 2 Stunden zum abbinden, dann wäre Frost kein Problem mehr.

    Und was soll ich stattdessen verlangen, wenn kein Egalisierungsanstrich? Zur Zeit sind es übrigens wieder 0 Grad bei uns...
     
  6. #5 Herr Nilsson, 28. November 2010
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    Na wenn Abbindung und Erhärtung mal das gleiche sind! Festigkeit lässt sich im Frühjahr leicht testen, oder möchte der verrückte "Meister" etwa nächste Woche auch noch streichen?
     
  7. hamunaptra

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    Das einzige was hier gepasst hat, war wohl der Termindruck für den "Meister"...schnell noch die Baustelle fertig machen.....:mauer

    Wie Du siehst ist der Frost sehr wohl ein Problem. SP 260 = mineralischer Scheibenputz aus dem Sack, wird mit WASSER angemacht, gell...und was macht Wasser bei diesen Temperaturen ??? Na?? Rischtisch...es friert !!!
    Das ist ein absoluter Mangel...Murks...Pfusch am Bau !!!!! Was sagt der "Meister" denn dazu?
     
  8. #7 Hundertwasser, 29. November 2010
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    Nochmal: Die Verarbeitung bei den von dir geschilderten Temperaturen ist ein Mangel da ein Verstoß gegen die "anerkannten regeln der Technik" sowie den Herstellervorschriften vorliegt. Da müssen noch nicht einmal Schäden auftreten.

    Habt ihr die Temperaturen dokumentiert?
    Wurden Fotos während der Verarbeitung gemacht?
    Wer wird die Abnahme der Leistungen durchführen?
     
  9. DirkF

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    Hallo,

    der Chef kommt sich's heute mittag anschauen, er meinte aber schon am Telefon, "es sei nicht schlimm, und die Risse gehen wieder zu, wenn's taut." :irre

    Ja, die jeweils aktuellen Temperaturen wurden dokumentiert, Bilder während des Auftragens des Putzes hab ich allerdings keine. Die Abnahme muß wohl ich machen, wer sonst?

    Nochmal, da ich ja nun Laie bin...der Chef wird wohl kaum vorschlagen, den fehlerhaften Putz wieder zu entfernen und bei angemessenen Außentemperaturen neu aufzuziehen, sondern irgendwas anderes. Was soll ich denn stattdessen verlangen? Oder muß ich gar einen Gutachter hinzuziehen?

    Gruß Dirk
     
  10. #9 Hundertwasser, 29. November 2010
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    Einen Sachverständigen zur Abnahme hinzuziehen. Findest du über die Handwerkskammer. Der kann dann Mängel dokumentieren und einen Vorschlag machen wie es weiter geht. Wichtig: Nicht streichen lassen wegen der vorherrschenden Temperaturen und um sichtbare Mängel für den Sachverständigen zu erhalten.
     
  11. DirkF

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    Er war grad da, meinte das sei nicht schlimm, wäre nur ein optischer Mangel, fest sei der Putz. Isser anscheinend auch, hab selbst fest mit der Hand drauf gedrückt und hin und her gerieben, ging nix ab. Er schlug vor, wenn's wieder wärmer wird und der Putz ganz aufgetrocknet ist, mit einer rißüberbrückenden Farbe von Carparol oder so zu streichen, sei so eine milchig weiße, und dann anschließend mit der endgültigen Farbe zu streichen. Soll ich mich darauf, evtl. verbunden mit etwas Abzug von der Gesamtsumme, einlassen? Der opt. Mangel ist natürlich, spätestens nach dem 2. Anstrich weg. Mir geht's auch hauptsächlich darum, daß es dauerhaft haltbar ist und nicht nach 3 Jahren abbröckelt...

    Gruß Dirk
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 29. November 2010
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    Der erklärt Dir wahrscheinlich auch, dass seine 2* an der Hüfte operierte Großmutter die 100 m in unter 8 Sekunden läuft, wenn Du ihn dann bezahlst :mauer

    Das ist :Baumurks und bleibt :Baumurks.

    Da hilft auch keine rissüberbrückende Farbe.

    Runter und neu - natürlich erst im Frühjahr
     
  13. #12 Hundertwasser, 29. November 2010
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    Ich verweise noch einmal auf meine Beiträge #3, #7 und #9 und schließe mich vollumfänglich Ralf Dühlmeyer an.
     
  14. ecobauer

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    Besorg dir einen Gutachter - wie schon vorgeschlagen - und die Verarbeitungsvorgaben des Herstellers!
    Evtl. wäre auch noch die Möglichkeit, den Putzhersteller hinzuzuziehen und mit dessen Unterstützung den "Meister" zu überzeugen, dass er da hochgradig Mist gebaut hat.
    Ich denke mal, dass ein Hersteller keine Lust hat, mit solchen "Fachleuten" zu arbeiten!
     
  15. hamunaptra

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    Auf den Hersteller würde ich mich nicht unbedingt verlassen, schließlich ist der "Meister" sein Kunde und nicht der Bauherr. Wenn der Hersteller jedoch rauskommt, dann auf eine schriftliche Stellungnahme bestehen. Diesen Murks kann kein Hersteller für seinen Kunden schönreden/-schreiben.

    Ralf hat es in seinem letzten Satz auf den Punkt gebracht :28:
     
  16. Gast036816

    Gast036816 Gast

    nach 2 stunden kann der putz fest sein, aber nicht so trocken, dass frost zu folgeschädenfrei überstanden wird. Es dauert schon ein paar tage mit mehr als +5° C um einen trockenen und fostbeständigen putz zu erhalten. der oberputz ist mit mängeln behaftet.

    mit anstrich ist dieser mangel nicht zu beheben - runter damit und im frühjahr neu machen, alles andere entspricht nicht den anerkannten regeln der technik.

    freundliche grüße aus berlin
     
  17. DirkF

    DirkF

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    So, hatte heute einen Gutachter von der HWK da. Dieser meinte, daß die Struktur des Putzes nicht gelitten habe. Er sei auch fest mit dem Untergrund verbunden und brösele nicht. Er schlug, nach Rücksprache mit dem Hersteller, vor, den Putz 2x mit Silikonharz-EG-Farbe (http://www.knauf.de/content/de/putz-fassade/farben/farben_neu.php?p_id=2333), zu streichen, beim 1. Anstrich evtl. 10-20% verdünnt. Auf jeden Fall was hochwasserdampfdurchgängiges. Es seien dann auch keinerlei Folgeschäden zu erwarten.

    Ich hoffe dann doch mal, daß der gute Mann sein Handwerk auch versteht und Recht behält...

    Gruß Dirk
     
  18. dquadrat

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    naaaja, ich würde nicht drauf wetten. wie hat der gute mann den überprüft daß der putz fest genug haftet?

    ich hatte dieses jahr eine fassade, da war ein giebel auch erfroren, in ähnlicher weise. der stand 10 jahre so da ohne probleme. beim kärchern kamen uns dann leider an vielen stellen große stücke putz entgegen geflogen. den weiteren arbeitsverlauf und die resultierenden kosten kann sich jeder selbst ausmalen.
    ich würde dieses risiko nicht eingehen wollen, gutachter hin oder her.
     
  19. ecobauer

    ecobauer

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    Na denn, bei den Temperaturen kann man sich doch denken, wieso der Putz fest ist......
    halt angefroren............:bef1021:
     
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  21. #19 Roth, 1. Dezember 2010
    Zuletzt bearbeitet: 1. Dezember 2010
    Roth

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    an Dirk

    Mein Rat als Auch-"Putzgeschädigte" (anderer Mangel):

    Ich wäre mit der angebotenen Lösung nicht einverstanden. Als Bauherr durchblickt man nämlich nicht, wie sie zustande gekommen ist.
    Der Gutachter von der Handwerkskammer ist möglicherweise Kollege oder Bekannter Ihres Putzbetriebs und möglicherweise selbst auch Kunde dieses Herstellers.

    Da könnten Absprachen im Hintergrund gelaufen sein, von denen Sie nichts mitgekriegt haben!
     
  22. #20 Hundertwasser, 1. Dezember 2010
    Hundertwasser

    Hundertwasser

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    Wie hat denn dieser Gutachter die festigkeit geprüft? Durch Handauflegen oder Blicvk in die Glaskugel?
    1. Die Ausführung bei den vorherrschenden Temperaturen ist ein Mangel
    2. Putzfestigkeit und Härte prüfen ist seriös erst nach 28 Tagen möglich. Dann aber mit zerstörender Prüfung wie Schmidtscher Rückprallhammer o.ä.
    3. Ich kenne keinen Farbhersteller der für seine Fassadenfarbe eine Verdünnug von 10% - 20% zulässt.

    Diesmal also die Nummer, das ein angeblicher Gutachter eine angebliche Prüfung durchführt und dann eine angebliche Lösung herbeiführt.

    Ich sage Sauerei und Pfui Teufel. Ehrlich Leute, manchmal haue ich in die Tastatur mit geschwollenen Adern auf der Stirn.
     
Thema: Risse im Oberputz nach Frost
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