Risse in den Stoßfugen der Deckenplatten

Diskutiere Risse in den Stoßfugen der Deckenplatten im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; In den verspachtelten und gestrichenen Stoßfugen unserer EG-Decke zeigen sich jetzt nach längerer Trocknungszeit (ab 03/2002) feine Risse ab....

  1. #1 DeltaElite, 13.01.2003
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    In den verspachtelten und gestrichenen Stoßfugen unserer EG-Decke zeigen sich jetzt nach längerer Trocknungszeit (ab 03/2002) feine Risse ab. Mittlerweile lassen sich eigentlich fast alle Spachtelstellen mehr oder weniger stark sehen.

    Ist das normal so, oder biegt sich die Decke durch? Falls sich die Decke durchbiegt, woran erkenn ichs? Und was könnte man dagegen machen (Bitte nur ernste Antworten)
     
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  3. Josef

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    was ist das für eine Decke ? ... Röhrndecke ? ... gibt´s einen Statiker für die Decke ?

    MfG
     
  4. #3 Markus Gräfe, 13.01.2003
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    Wenn es sich um Filigrandeckenteile handelt, bei denen die Stoßfugen verspachtelt wurden, sind diese feinen Risse nicht zu vermeiden bzw. treten öfter auf. Aus diesem Grund sollten diese Decken i.d.R. tapeziert werden. Ggf kann man auch die ganze Decke verputzen, dann würde ich (als Laie) aber im Bereich der Stoßfugen zumindest Gewebe mit einarbeiten.

    Natürlich würde ich Josef's Antwort nicht außer Acht lassen. Problem: wer kann heute noch sagen, daß alles entsprechend der Statik ausgeführt (z.B. bewehrt) wurde...

    Gruß, Markus
     
  5. Josef

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    Nönö Markus

    hau mir bloss mit deinen Tapeten ab :D ... NEIN bei Elementdecke (Filigran) gehört natürlich ne ordentlich Stossbewehrung dazu ... fehlt die naja dann darfste deine Tapeten draufklatschen *wegschau*
     
  6. #5 DeltaElite, 14.01.2003
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    DeltaElite Gast

    Filigrandecke

    ist es natürlich und wahrscheinlich Nicht ordentlich bewehrt. Es gibt zwar ne Statik aber nach der wurde augenscheinlich nicht gebaut...

    Mal ne ganz andere Frage, wenn eine Statik (das Geschreibsel)vom Prüfstatiker abgenommen wird, muß dann nicht auch jemand die Bewehrung abnehmen??? Und was wenn das nicht gemacht wurde??? Dann ist doch eigentlich der Bauleiter dran, oder? Egal in welcher GmbH er arbeitet, oder?? Er haftet dann persönlich, oder???
     
  7. #6 Markus Gräfe, 14.01.2003
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    @Josef: Jep! Natürlich mit Stoßbewehrung. Ich kenne allerdings die weitläufige Meinung, daß bei Verwendung von (tapezierfetigen) Filigrandeckenteilen an den verspachtelten Stoßfugen Risse auftreten können. Hatten wir hier nicht mal einen Thread dazu *grübel* in dem die Dehnfähigkeit unterschiedlicher Tapeten in diesem Zusammenhang diskutiert wurde? Nebenbei: mir ist eine verputzte Decke lieber als Tapete... :p

    @DeltaElite:
    Grundsätzlich richtig. Die Bewehrung sollte abgenommen werden. Problem hier: Ich unterstelle, daß der Bau an sich abgenommen wurde, damit dreht sich die Beweislast. D.h. Sie müssen nachweisen, daß die Stoßbewehrung mangelhaft ist. Ob die feinen Risse dazu ausreichen kann ich nicht beurteilen. Reinschauen kann man ja jetzt auch nicht mehr.

    Gruß, Markus
     
  8. mls

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    oh, ihr optimisten..

    glaubt ihr etwa, eine "gestatikte" und "entspr. der statik bewehrte" elementdecke (filigran is e. markenname, wie tempo-taschentücher) würde nicht reissen?

    da helfen die ganzen zulagen über den fugen nix!
    e. elementdecke ist nicht homogen und wird nicht homogen - und jetzt ratet mal, wer an den rissen schuld is? :(
     
  9. #8 DeltaElite, 14.01.2003
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    DeltaElite Gast

    Röntgen?

    @ MLS wer denn?

    @ all Um nachträglich Bewehrungen zu überprüfen, wie geht man da vor? Röntgen? Wenn ja, wer macht so was?
     
  10. mls

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    lieber zur 2. frage....

    auch röntgen hilft nix, die ursachenforschung/schuldzuteilung geht ins unermessliche.
    weil der mangel ja klar ersichtlich ist und der verkäufer/hersteller in der schuld ist, kann das häufig schnell abgehandelt werden.
    derartige risse ("sanierung durch malermässige überarbeitung im rahmen der nächsten turnusmässigen sanierung") werden afair mit rd. 1..2 eur/m2-deckenfl. "vergütet".

    nochwas zum prüfstatiker: der bekommt sein honorar (auch) für e. prüfbericht. da sollte was zum thema "bewehrungsabnahme" drinstehen...
     
  11. #10 R. Derdau, 15.01.2003
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    In wie stark es Risse gibt, ist doch sicherlich auch vom dem Material abhängig, welches zu verspachteln verwendet wurde.
    Ich kann mir vorstellen, daß elastische Spachtelmassen, die eine sehr gute Haftung mir dem Beton haben, zu erheblich geringeren Problemen führen.
    Welche Spachtelmasse ist empfehlenswert?

    Gruß
    R. Derdau
     
  12. MAB

    MAB Gast

    Fangen wir am Anfang an

    -Wer hat geplant?
    - Entspricht die statische Berechnung der aktuellen Planung?
    - Welche Rißbreiten werden in der statischen Berwechnung angenommen?
    Ist die Ausführung entsprechend der Statik?
    - Entspricht die Bewehrung in Lage und Qualität der statischen Berechnung?
    - Ist der Beton gem. DIN 1045 geliefert und eingebaut worden?
    - Entspricht die Nachbehandlung des Betons den Vorgaben der DIn 1045 (oder besser: Thalis Vorgaben)
    Entsprechen die tatsächlichen Lastwen und Temperaturen den Vorgaben der statischen Berechnung?
    Entsprechen alle Maßabweichungen den zulässigen Toleranzen?

    Wie heißt der Schaffner?
     
  13. #12 DeltaElite, 15.01.2003
    DeltaElite

    DeltaElite Gast

    Antowrten von Anfang an

    1) ein gewisser Dipl Ing Puth (Statik) bzw. Dipl Ing Böhm (Planung)

    2) die Statik (Puth) wurde anhand der Planung des Böhm erstellt.

    3) Es werden keine Angaben zur Rißbreite gemacht (zumindest kann ich nichts finden)

    4) Nein

    5) Keine Angaben möglich, da keine Abnahme der Bewehrung durch Statiker o.ä. erfolgte.

    6) Kann ich nicht sagen, da ich den Wortlaut der DIN nicht kenne. Gehen wir mal aber davon aus, daß nein.

    7) Nachbehandlung??? Am nächsten Tag kamen die Steine fürs nächste Geschoß drauf.... ansonsten wurde nicht behandelt... doch ein Paar Stützen untendrunter für so ca. 8 Wochen.

    8) Ausgehende von den reinen Massen ja. Ob allerdings noch zusätzliche Schub oder weis der Geier was für Lasten dazukommen kann ich nicht sagen.

    9) Welche Maßabweichung? Welche Toleranzen? Deckendurchbiegung? Mauerdicken? Mauerpositionen?

    10) Schaffner???
     
  14. jacob

    jacob

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    rissbreitenermittelung bei decke ???

    ha, ha, ha
    die Decke ist wohl kein WU-Bauelement, wofür man eine Rissbreitenberechnung braucht !
    Im Enst: Beton schwindet - sowohl längs als auch quer!
    Dann bilden sich an konstruktiven Schwachstellen - den Fugen - nun mal zuerst Risse. Ich glaube nicht, dass diese Risse durch die Stosszulagebewehrung (die ja auch noch tiefer in der platte liegt) vollständig ausgeschlossen werden können!
    Ein Fehlen der Zulage ist falsch, aber in den ersten 1-2 Jahren (bis zum Abklingen der Schwindung) werden Risse in abhängigkeit vom Spachtelmaterial nicht 100% ig ausschlissbar sein.
    Diese Erklärung habe ich als Bauherr bekommen und einen Eimer mit Fugenband fürs Verkleben unter der Tapete. Da ich dem Spass nicht getraut habe, habe ich nur gespachtelt - mit Uniflott-Finish - und keine Tapete drauf. Ich habe keine sichtbaren Risse - habe mit allerdings noch nicht auf die Leiter bemüht und mit der Lupe gesucht! Liegt aber vielleicht dran, das es etwas mehr als ein Jahr gedauert hat, ehe ich gespachtelt habe.
     
  15. Saemmy

    Saemmy Gast

    Bei Verwendung von Maschinenputz gibts häufiger Risse bei Filigrandeckenstössen.
    Wer hat denn die Stösse verspachtelt? Putzer oder Maler?
     
  16. mls

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    oha ...

    bauort ist nicht zufällig eggenfelden - oder dort in der nähe?
     
  17. #16 DeltaElite, 15.01.2003
    DeltaElite

    DeltaElite Gast

    Wer hats gemacht?

    Der Putzer hats gemacht.


    Und nein es ist nicht Eggenfelden sondern Mainz.
     
  18. mls

    mls Bauexpertenforum

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    jeder kennt´s - jeder ignoriert´s?

    logisch - wir beraten unsere bauherren (also die, von denen wir leben) noch etwas intensiver als die fragesteller hier im forum.
    anscheinend gibt es aber architekten, die damit ein problem haben, wenn der tragwerksplaner klartext redet.

    letzte woche, bei einer 4er besprechung (bauherr, archi, rohbauer und ich) hab ich -wieder mal- genau das vorne thematisierte problem mit den rissen angesprochen - bei der "modernen" deckengeometrie würde das ein grosses problem, zudem ist die baufirma ... naja! ... zumindest hat sie einschlägige "risserfahrungen"!

    das ende vom lied: architekt (tatsächlich, ein freier!) und rohbauer haben den bauherrn solange bekniet, bis er die elementdecke abgenickt hat :frust

    der zweitplazierte bieter für mauerwerk und decke war wegen mehrleistungen/mehrkosten in anderen bereichen chancenlos, die decken hätte er massiv in ortbeton, ohne halbfertigteile, geschalt, sogar geringfügig günstiger angeboten - so dass die decke wirklich !! rissfrei bleibt.

    da kann man doch nur noch sagen: wer nicht will, der hat schon!
    meine schriftliche stellungnahme dazu hat beim architekten grosse freude hervorgerufen :p - jedenfalls muss ich mich -vorläufig- nicht mehr mit diesem bau rumärgern.
    aber man trifft sich immer zweimal im leben .. :boxing spätestens wenn die risse vor gericht verhandelt werden :D
     
  19. TAMKAT

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    Das eine Elementdecke risse bekommt ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Man kann da soviel Eisen drauf schmeißen wie man will, risse kommen immer. Manchmal sind sie mit bloßem Auge nicht zu sehen, aber sie sind da.

    DeltaElite sollte sich Locker machen, die risse sind normal, und werden es immer bleiben, da hat kein Statiker die Schuld, da hilft kein Röntgen. Das Eisen das auf solche Decken kommt könnte ja fast ein Mann alleine wegtragen ( ein bischen übertrieben).
    Ich werde solch einen Schrott auf keinen fall verarbeiten. Ein mal und nie wieder. Ganze Hehrscharen von Gutachtern, Dutzende von Ortsterminen. Und am schluß kommt man zu dem ergebniss, die Risse sind normal, aber das wußten wir ja schon vorher, nur der Bauherr nicht.

    TAMKAT
     
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    Wir wissen, dass für die Risse vor allem das Schwinden der Filigran-Decken verantwortlich ist, weniger die Durchbiegung, da sie in der Regel parallel zu den Fugen verläuft.

    Am ungünstigsten sind hierbei Spannbetonelemente.

    Das Rissproblem tritt am häufigsten dann auf, wenn im Zuge von Termindruck die Fugenspachtelung zu früh erfolgt.

    Am besten zwei Jahre warten :)
     
  22. #20 R. Derdau, 29.03.2003
    R. Derdau

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    Welche Spachtelmasse ist denn zu empfehlen?
     
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