Risse in Kellergeschossdecke

Diskutiere Risse in Kellergeschossdecke im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir bauen ein EFH mit einem GU. Am Donnerstag wurde unsere Kellergeschossdecke gegossen. Die Decke besteht aus...

  1. #1 deckenrisse, 06.09.2015
    deckenrisse

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    Hallo zusammen,

    wir bauen ein EFH mit einem GU.
    Am Donnerstag wurde unsere Kellergeschossdecke gegossen. Die Decke besteht aus Fertigteilelementen.
    Bereits am Freitag zeigten sich erste Risse an der Oberseite der Kellergeschossdecke.
    Ob und wie nachbehandelt wurde, kann ich leider nicht sagen. Vermutlich wurde aber, wenn überhaupt nur am Donnerstag nachbehandelt, da am Freitag bereits die Ytongsteine für's EG geliefert und auf der Decke abgestellt wurden.:bef1015:

    Wie ich im Nachhinein hier gelesen habe, alles nicht wirklich ideal...

    Die Risse sind teils bis zu 1mm breit und manche erstrecken sich über bis zu 2m. Die Risse befinden sich an mehreren Stellen, jedoch ist kein wirkliches Muster zu erkennen.
    Risse1.jpg Risse2.jpg Risse3.jpg Risse4.jpg Risse5.jpg
    Soweit ich mich eingelesen habe, dürfte es sich um Risse durch Frühschwinden, Setzen des Frischbetons oder mangelnde Nachbehandlung handeln.

    Hier sieht man noch die Fertigteildecke mit Stand vom Mittwoch. Ich nehme an, dass am Donnerstag vor dem Betonieren noch zusätzliche Bewehrung eingebracht wurde.
    Deckevorher.jpg

    Dass es sich dabei um einen Mangel handelt, steht, denke ich, außer Frage, weshalb ich unserem GU auch eine Mängelanzeige mit der Aufforderung zur Sanierung der Risse schreiben werde.
    Was mich jedoch interessieren würde, ist, als wie schwerwiegend ihr diesen Mangel einschätzen würdet und mit welchen groben Kosten solch eine Sanierung (vierstellig oder fünfstellig?) verbunden ist?
    Vermutlich ist es das Beste, die Risse mit Harz zu verschließen, oder?

    Vielen Dank für eure Hilfe und euren Rat bereits im Voraus!
     
  2. #2 Inkognito, 06.09.2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Ganz generell, Mindestabstände zwischen den Leerrohren wenn keiner drüber nachgedacht hat: 3Ø, so ganz ohne den Taschenrechner anzuwerfen. Insbesondere das Bündel rechts im Bild stört, ich vermute aber mal, dass da lediglich Gitterträger gestoßen wurden und kein Querkraftproblem vorliegt. Zeigen Sie die Bilder dem Tragwerksplaner, der soll sich dazu äußern. Wenn er nicht weiß wie er das rechnen soll, im Heft 600 des DAfStB findet er was.

    Viel alberner ist aber der Bauschaum in der Fuge zwischen Fertigteilen. Die Pfeife sollte man mit dem Besenstiel von der Baustelle prügeln.
    Ansonsten, da ist generell was falsch: Die Stöße der Halbfertigteile müssen angevoutet sein um eine Betonüberdeckung auch im Fugenbereich zu gewährleisten, aus Korrosions- und Brandschutzgründen. Hier liegt nun der Stahl im Bauschaumbett und hat weder das eine noch das andere, ergo ist die geplante, zweiachsige Tragwirkung perdu.
    Der Rohbauer soll ein Sanierungskonzept erstellen. Für zielführend halte ich die Variante entfernen des Bauschaums und reprofilieren mit einem geeigneten Betonersatzsystem. Und mit 'entfernen' meine ich nicht, dass sich da einer mit einem angespitzen Betonstahl hinstellt und da eine halbe Stunde rumkratzt.

    So viel Blödsinn auf einem Bild...


    Edit: Eventuell erkenne ich die Plattenfuge auf dem Foto auch einfach nur nicht richtig, stellen Sie mal eine entsprechende Ausschnittskopie des Verlegeplans ein. Aber, was soll es sonst sein und warum würde da sonst einer Bauschaum reinballern...

    Edit2: Mal in die Planunterlagen gucken, ob die Zulagen der Halbfertigteile direkt auf den Beton gelegt werden dürfen...
     
  3. #3 JamesTKirk, 07.09.2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Deine Vermutung zu den Ursachen ist richtig - Frühscwinden, Setzen und mangelnde Nachbehandlung.
    Fraglich ist nun, ob die Betondeckung ausreichend ist, d.h. das muss flächig gemessen werden. Falls sie das nicht ist, muss auch flächig instand gesetzt werden.
     
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