Risse in WU-Beton - wie schlimm?

Diskutiere Risse in WU-Beton - wie schlimm? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Liebe Beton-Spezis, ich berichte an anderer Stelle über meinen Neubau und wollte gerne mein Anliegen nochmal in diesem Spezialforum stellen....

  1. mzaktas

    mzaktas

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    Liebe Beton-Spezis,

    ich berichte an anderer Stelle über meinen Neubau und wollte gerne mein Anliegen nochmal in diesem Spezialforum stellen.
    Wie auf den Bildern zu sehen ist befinden sich an der raumzugewandten Elementarwand des Kellers Risse:

    DPP1_0001.jpg DPP1_0002.jpg DPP1_0003.jpg

    Ist das schlimm??

    Merci,
    mzaktas
     
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  3. #2 Gast036816, 23. Mai 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    frage zu deinen beiden fragen: was sagt dein bauleiter dazu?
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 23. Mai 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn Elementwand (Dreischichtwand), dann ist der Kernbeton für die Abdichtung verantwortlich, von daher zumindest in der Beziehung nicht dramatisch.

    @norbert: Reihenhaus = BT = noch Fragen zum Bauleiter?
     
  5. #4 JamesTKirk, 23. Mai 2013
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Das kann man so nicht ganz stehen lassen. Entscheidend ist die Haftung des Kernbetons an der Elementwandschale, weil wenn die nicht gegeben ist, dann fluscht das Wasser kreuzt und quer. Für die Haftung sind ausschlaggebend:

    Die Haftzugfestigkeit der Elementwand
    Die Rauhigkeit der Elementwand
    Die Dicke der Schlämme auf der Betonoberseite der Elementwand (herstellungsbedingt)

    In der Regel krankt es bei den Punkten 2 und 3.

    Ich halte die Bauweise mit Elementwänden für schadensträchtig. Wenn möglich, darauf verzichten. Da muss schon viel gut gehen (angefangen beim Transport (senkrecht !)), damit die Wände hinterher icht sind.
    Nachträgliche Instandsetzungen bei Undichtigkeiten sind dann nur noch mit großflächigen Rasterinjektionen möglich.
     
  6. #5 Gast036816, 23. Mai 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    das habe ich jetzt zwar aus beiden anfragen nicht herauslesen können. dann wird vom bt-bauleider die antwort kommen:

    - das machen wir immer so mit den mauerwerksfugen.
    - die risse verwerfen sich.
     
  7. #6 Nutzername, 23. Mai 2013
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    Mich wundern die Risse insofern, als dass das ja typische Risse an den Ecken einer Aussparung sind und mit dem Transport nichts zu tun haben. Bei einer Elementwand, insbesondere wenn die als verlorene Schalung in eine WUBKO eingeht, sollte man sowas doch konstruktiv ausschließen können (Zulagebewehrung in den Ecken)...
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 23. Mai 2013
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    Ich habe das so gelernt, dass ALLEINE der Kernbeton abdichtet und die beiden Elementschalen so etwas wie eine verlorene Schalung sind, die "zufällig" noch die Bewehrung beinhalten. Wer auf einen dauerhaft dichten Verbund zwischen Kernbeton und den Innenseiten der Schalen hofft, sollte viele Kerzen und eine Kirche in der Nähe haben!
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 23. Mai 2013
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    Ah ja! Wieso nicht?
     
  10. #9 JamesTKirk, 23. Mai 2013
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    JamesTKirk Gast

    Da die Fugenabdichtungen ja i.d.R. im Kernbeton liegen muss dem ja so sein. Aber wenn der Kernbeton schön trocken bleibt (z.B. durch die sinnvolle Anordnung einer Adhäsionsabdichtung auf der Außenseite) braucht er nicht viel abdichten ... :konfusius
     
  11. #10 Inkognito, 23. Mai 2013
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    Ordentlich vorfeuchten - einen Tag vorher! - wird leider zu häufig vernachlässigt.
     
  12. #11 Nutzername, 24. Mai 2013
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    Wie schon gesagt:
    (nämlich diagonal in der Ecke der Aussparung beginnend)
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 24. Mai 2013
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    Ja und. Es ist auch beim Transport die schwächste Stelle!
    Wieso also kann es kein Transportschaden sein?

    PS - Die Antwort in dem anderen Strang steht immer noch aus!
     
  14. mls

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    theorie 4. ordnung (vulgo betonpsychologie) können wir
    uns sparen: egal, ob beim transport oder auf der baustelle...
    wär´s ordentlich geplant und ausgeführt, gäb´s keine
    risse (und keine halbheitenwände).
    ohne die vertragliche konstellation und die anforderungen
    (baugrundgutachten, wasserstand, abdichtungsfall) zu
    kennen, brauchen wir eigentlich nicht zu diskutieren, weil
    die hemdsärmelhaurucksweichspüleralleswirdgutsanierung
    ist ohne fakten ein knickei.
     
  15. mzaktas

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    oh, da scheine ich ja bisschen was aufgewirbelt zu haben ;-)

    Also in der Baubeschreibung steht "Die Gründung der Häuser erfolgt nach statischen Erfordernissen. Die Erdgeschossbodenplatte wird in wasserundurchlässigem Beton ohne Trennfuge zum Nachbarhaus, die erdberührten Erdgeschossaußenwände werden in wasserundurchlässigem Beton gemäß DAfStbRichtlinie ausgeführt, „wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (WU-Richtlinie) und mit Trennfuge hergestellt. Es werden die Anforderungen der Nutzungsklasse B erfüllt. Die Geschossdecken bestehen aus Stahlbeton entsprechend den statischen Erfordernissen. Die Decken sind konstruktiv zum Nachbarhaus getrennt."
    Mehr Wissen zu Statik, Bodengutachten etc. habe ich nicht. Ist halt ein BT und nein, den Bauleiter habe ich auch noch nicht drauf angesprochen...werde ich aber machen und mich nochmal zu Wort melden.
    Jedenfalls ist palettenweise das Zeug hier auf der Baustelle, d.h. ich gehe von einer ordentlichen Abdichtung des äußeren erdberührenden Elements aus: 66019519a5d3054fc2.jpg
     
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  17. mzaktas

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    Hallo zusammen,

    zwischenzeitlich habe ich auf der Baustelle den Lieferschein für den Beton gefunden.
    Ist das ok, wurde korrektes Beton verwendet??

    Merci!

    Unbenannt.jpg
     
  18. SPaust

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    Moin,

    zu der Ursprungsfrage :

    Es ist richtig, daß grundsätzlich der Kernbeton einer HK Wand Konstruktion die Dichtigkeit übernimmt.
    Daher sollte man erst mal davon ausgehen, daß wenn alles richtig ausgeführt wurde ( vornässen, Schütthöhen beachtet, Verdichtung, Vorlaufmischung), die Wand dicht sein wird.

    Man kann zur Sicherheit diesen Riss entweder prophylaktisch verpressen oder abkleben.

    Folgendes Vorgehen ist jetzt ratsam :

    1)
    Klärung mit Ihrer Baufirma, ist die HK Wand rissfrei angeliefert worden, sprich kann man einen Transportschaden ausschließen.
    Wenn er das nicht kontrolliert hat, bzw. nicht dokumentiert hat, ist das Fertigteilwerk im Grunde raus aus der Sache.
    Wenn es dokumentiert ist, hat man einen Kostenträger.

    2) Wenn 1) nicht zutrifft, wovon ich ausgehe, ist die Baufirma in der Haftung.
    Es ist jetzt die Frage ob dauerhaft Grundwasser ansteht oder nicht.
    ( Leicht zu beantworten : Gibt es eine GW Absenkung, bzw. Schlitzwand o.ä.? Wenn nicht ist vermutlich nur Schichtenwasser anzunehmen).
    Da ich davon ausgehe, daß es vermutlich in der Höhe des Fensters keine dauerhafte Wasserdrucksituation gibt, ergäbe sich ein Problem.

    Denn trotz Gewährleistung können Sie nicht sicher sein, daß in den nächsten 10 Jahren das Wasser dort ansteht, also wissen Sie auch nicht ob die Stelle dicht oder undicht ist.

    Daher würde ich empfehlen die Stelle vorsichtshalber zu verpressen oder mit einer Dichtschlämme oder PMMA Harz abzukleben.
    Das wird die Baufirma max. 200 € kosten und das Problem ist definitiv gelöst.
    Wenn die Baufirma ( nicht ganz zu unrecht ) darauf verweist, daß sie nicht zu einer prophylaktischen Sanierung verpflichtet ist und noch gar kein Mangel da ist, kann man sich zur Sicherheit die Kosten teilen, schmerzt sicher nicht all zu sehr und man hat eine Einigung.

    Die Rezeptur sieht i.O. aus, ist aber für den Riss irrelevant und auch i.d.R. nicht das große Problem einer HK Konstruktion.

    Gruß

    S.Paust
     
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